Skrei me, baby, one more time!

IMG_4356

Und das Ergebnis des Erbsenexperiments gibt’s noch gratis dazu. Gut… Die Erbsen im Risotto sind TK-Ware, aber die Sprossen sind echt aus meinem Topf. Nach zehn Tagen sah das nämlich so aus:

IMG_4341

„Die Sprossen schmecken mehr nach Erbsen als die Erbsen“, sagte der kluge Gatte. Und er hatte recht. Das war wirklich sehr, sehr lecker. Obendrauf ein Stück auf der Haut gebratenen Skrei – schwupp! Essen fertisch!

Was es diese Woche noch so gab? Erstmal die ersten selbstgemachten Schupfnudeln meines Lebens. Mehr aus der Not heraus. Da waren nämlich Kartoffeln, die sowas von dringend weg mussten… Und Kasseler. Und das brachte mich auf Sauerkraut. Und dann sah der Teller am Ende so aus:

IMG_4329

Dazu dann – vor allem, damit ich nicht beim nächsten Mal überlegen muss, wie ich das denn gemacht habe – mal zwei kurze Anleitungen.

_________________________________________

GESCHMORTES SAUERKRAUT
Zutaten (für 4 Portionen):
200 g Zwiebeln
1 Möhre
400 g Sauerkraut
Ghee zum Anbraten
2 EL Zucker
100 ml trockener Weißwein
2 Lorbeerblätter
100 ml Rinderfond
Zubereitung:
Zwiebeln halbieren und in Scheiben schneiden. Möhre würfeln. Sauerkraut gründlich unter kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.
Ghee in einem Schmortopf erhitzen, Zwiebeln darin anbraten. Zucker darüberstreuen und alles kurz karamellisieren lassen. Mit dem Wein ablöschen und einköcheln lassen.
Sauerkraut, Möhrenwürfel, Lorbeer und Fond angießen, umrühren und im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze 90 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch immer mal kurz umrühren.
Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken.
__________________________________________

SCHUPFNUDELN
Zutaten:
200 g Kartoffeln
10 g flüssige Butter
1 Eigelb
20 g Speisestärke
Salz, Muskat
evtl. Mehl zum Bearbeiten des Teigs
Ghee (oder Butterschmalz) zum Anbraten
Zubereitung:
Kartoffeln schälen, kochen und ausdampfen lassen. Anschließend durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit der Butter, dem Eigelb und der Stärke zu einem glatten Teig verkneten. Mit Salz und Muskat abschmecken.
Zwischen den Handflächen zu Schupfnudeln rollen. Falls der Teig zu flüssig ist, mit wenig (!) Mehl nachhelfen.
Schupfnudeln in siedendem Wasser garziehen lassen. Abtropfen und beiseite stellen.
Kurz vor dem Anrichten in einer Pfanne anbraten.
_________________________________________

Dazu gab es Kasseler und eine aus Kasselerrändern, Gemüse, Rotwein und Rinderfond kräftig eingekochte Soße.

IMG_4366

Passte hervorragend zum blöden Wetter unter der Woche. Heute wurde das Grau in Grau noch getoppt von einer guten Ladung Schnee, die über Nacht gefallen war. Anselm kam zum Frühstück vorbei und war offensichtlich ganz froh, dass er mal nicht im Tiefschnee nach Regenwürmern graben musste.

Was es auch noch zu essen gab – nur der Vollständigkeit halber: Rinderroulade mit Bratkartoffeln und Sauerkrautresten. Und mit einer Soße, die noch ein wenig hätte einkochen können.

IMG_4359

Ansonsten aber auch eine empfehlenswerte Kombi für kalte Tage. Heute steht noch die Versorgung der letzten Zitrusfrüchtereste an. Damit werde ich dann gleich mal loslegen. Und dann war da noch was Spannendes, das es in Angriff zu nehmen gilt. Dazu aber später mehr.

Kommentar verfassen