Die dicksten Bauern haben die dümmsten Kartoffeln

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Ich bin ja generell so mehr der Typ, dem man „einen vom Pferd“ erzählen kann. Und der es dann glaubt. Aber, dass das da oben Vitelotte sind, glaube ich nicht. Auch wenn sie mir als solche verkauft wurden. Ich habe sie auch nur mitgenommen, weil mir klar war, dass es keine sind. Klingt seltsam, ist aber so.

Ich denke, dass sich mein Verdacht nach dem Aufschneiden bestätigt hat. Das sind wohl eher „Blauer Schwede“. Und die suche ich schon ewig. Zwei davon werden definitiv im Beet landen. Falls sie schmecken.

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Immerhin entstamme ich von beiden Seiten zwei alteingesessenen Bauerngeschlechtern. Mir macht man keine Vitelotte für einen Blauen Schweden vor. Am gestrigen Ostersonntag wurden etliche Fotoalben gewälzt und unter anderem dieses wundervolle „Juhuuu! Zwillingskälber!!!“-Foto zu Tage befördert. Das sind meine Großeltern von der Mosel. Oma Käthchen und Opa Toni. Wer das – jetzt nicht so wahnsinnig professionelle – Foto im Kuhstall geknipst hat, weiß man nicht mehr so genau.

Nach gestern habe ich jetzt jedenfalls beschlossen, bei passender Gelegenheit mal alte Fotos und alte Geschichten auszugraben. Da ist so viel – und es wird irgendwann verschwinden. Vielleicht kann man ja etwas dagegen tun. Mein Opa war ein großer Geschichtenerzähler. Und ich habe ein gutes Gedächtnis. Noch…

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Den Hefekranz gab es gestern als Ostergeschenk. Wenn jemand gescheites Hefegebäck herstellen kann, dann ist es meine Mutter. Der schmeckt wie er aussieht.

Der Gatte hat leider nach wie vor seine Appetitlosigkeit nicht überwunden. Ich werde heute versuchen, ihn mit Jacobsmuscheln und Lammfilets wieder auf den rechten Weg – also an den Esstisch – zurückzuführen.

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Derweil wird die Anzuchtecke in meinem Zimmer stetig voller. Gestern wurden noch einige Pflänzchen mit der Schwester getauscht. Leerer wurde es dadurch nicht wirklich.

Zurück zu den Kartoffeln. Aus denen wurde Püree. Nicht ganz so lila wie von Vitelotte, aber zartlila.

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Dazu die Lammfilets – bereit zum Sous-vide-Garen. Immer etwas schwierig, weil unglaublich klein und zart. Aber das kriege ich schon irgendwie hin. Hoffe ich.

Vorab gibt es Jacobsmuscheln. Auf Fenchel und Kräuterseitlingen. In Sahne und Safran gegart. War mal so eine Idee. Mal gespannt, ob es schmeckt. Ich begebe mich dann mal wieder in die Küche. Das Ergebnis gibt es dann später oder morgen.

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4 Kommentare

  1. Der Gatte leidet aber jetzt schon ziemlich lang! Gib dem bloss keine Jakobsmuscheln, die kotzt er dir auf den Tisch. Was der braucht ist ein Ausflug in die Berge!!

    1. prinzipiell hast du natürlich vollkommen recht. und der gatte ist ja nun wirklich jemand, der jederzeit heiß auf ausflüge in die berge ist. allerdings kam er mit seiner lungenentzündung in den letzten tagen nicht mal mehr die treppe in den ersten stock rauf. geht aber wieder.
      bei der gelegenheit leiste ich auch gleich mal abbitte für sämtliche fiesen „männergrippen“-witze aus den tagen vor der diagnose. sorry! 😀

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