Basilikumravioli – 12 points!

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Manchmal sagt ein Bild mehr als 1000 Worte. Allein das Entsetzen von Schöneberger und Urban um kurz vor 1:00 Uhr in der Nacht miterleben zu dürfen, war wunderbar. Und es hat sich gelohnt, sich wieder mal den Abend mit 26 komplett unerträglichen Songs zu versauen.

Herrlich! Ein Jurypunkt aus Georgien! Und insgesamt 11 Zuschauerpunkte aus der Schweiz und Österreich – also vermutlich von in Grenznähe ins Funknetz der Nachbarländer eingeloggten deutschen Handies aus. Das war jedenfalls echtes Entsetzen. Dabei war doch alles perfekt: die Performance, das Bühnenbild, der Song,  die Stimme von Jamie-Lee. Und dann das!!!

Und ich hatte sogar großzügig im Vorfeld auf den vorletzten Platz getippt. Konnte ja nicht ahnen, dass der polnische Hauptdarsteller der Oberammergauer Passionsfestspiele im Stéphanie-von-Monaco-tauglichen Outfit so gut bei den Zuschauern ankommen würde.

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Wie auch immer. Ich habe mich amüsiert – und zwischendurch mal bereut, mich nicht zum Live-Bloggen aufgerafft zu haben wie ein paar mal vorher. Ich denke, im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.

Zurück zum Titel dieses Blogposts: Basilikumravioli. Denen hätte ich gestern nämlich ohne mit der Wimper zu zucken zwölf Punkte hinterhergeworfen. Und das in mehreren Sprachen!

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Der Nudelteig war mit einem guten Bund Basilikum hergestellt. Die Zusammensetzung der improvisierten Füllung haben ich eben versucht, irgendwie in den Ecken meines nicht mehr ganz frischen Hirns zusammenzukratzen. Sollte halbwegs funktionieren:

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RICOTTA-PARMESAN-FÜLLUNG FÜR RAVIOLI
Zutaten (für etwa 10 große Ravioli):
100 g Ricotta
1 Eigelb
2 geh. EL Parmesan
etwas Paniermehl
2 getrocknete Tomaten
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Tomaten in feine Stücke schneiden. Alle Zutaten mit einem Löffel verrühren bis eine cremige Masse entsteht. Eventuell nachjustieren. Masse in einen Spritzbeutel füllen und Füllung auf die Ravioli verteilen.
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Ich will mich ja nicht selbst loben, aber die Ravioli waren nahezu perfekt. Der Teig (nach Standardrezept) war super. Zum Ausstechen nahm ich Vorspeisenringe, zum Andrücken eine Kuchengabel. Die Füllung suppte nicht irgendwo durch – und schmeckte auch hervorragend, obwohl ich sie nur aus Resten zusammengerührt hatte.

Darunter gab es Sugo aus eigenen Tomaten, Jahrgang 2015. Ich glaube viele Gläser sind da jetzt nicht mehr übrig. Wird Zeit für die neue Ernte…

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Darauf landete stückig geschnittener und in der Pfanne gegarter Spargel. In gutem gozitanischem Olivenoel angeschwitzt, leicht karamellisiert, gesalzen, gepfeffert (Szechuanpfeffer) und gaaanz laaangsaaam vor sich hingebraten.

Auf diese Weise gab es in den letzten Tagen des öfteren das „weiße Gold“ Rheinhessens. Mal mit Weißwein abgelöscht, ein Schuss Sahne und viel Petersilie dazu…

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…, mal mit Garnelen (inklusive Krustentiersößchen) und Bärlauchtagliatelle:

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Ach! Und dann hatten wir auch noch im Ofen gegarten Spargel mit Kartoffeln, Frühlingszwiebeln und Tomaten. Dazu pochierte Wachteleier, die an Muttertag vergessen worden waren. Auch nicht so schlecht.

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Und für heute Abend habe ich eine nette Dorade Royal. Passend zum Glitzer-ESC also eine Goldbrasse. Sie wird allerdings eher ohne Nebelbank und Windmaschine zubereitet werden. By the way: Wo waren gestern eigentlich die Windmaschinen?! Zugunsten der Spiegelungen abgeschafft worden?! Menno!

Die Dorade wird leicht abgewandelt nach einem Franz-Keller-Rezept aus dem „Zypern“-Kochbuch zubereitet werden. Ich muss improvisieren, da einige Gemüse fehlen, die im Rezept stehen. Wird schon. Und wird auch verbloggt.

Und dann habe ich noch Spargel hier (welch‘ Überraschung!). Und ein bißchen Rhabarber ist auch erntefähig. Und dazu habe ich zwei Mimmo-Nicoli-Rezepte aufgetrieben, die unbedingt getestet werden müssen. Dazu dann später mehr.

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Letzte Woche gab es übrigens nach längerer Pause auch mal wieder „Mimmo-Nudeln“. Perfekt, wenn es abends flott gehen muss. Rezept hatte ich hier mal verbloggt: „Es gab Prosecco zum Gemetzel“.

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