Fisch im Glück

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Das Foto beweist es: Ich habe das Kellersche Doradenrezept jetzt endgültig durchgezogen. Und das, ohne die Küche erneut in Schutt und Asche zu legen. Bis auf die Kaffeemaschine, die – unabhängig von meinem Sprengglasanschlag – den Geist aufgegeben hat, funktioniert alles wieder wie vorher. Die Vollautomatenreparatur in Eigenregie wurde mittlerweile abgebrochen, da wir an den Öffnungsmechanismen der verschieden Teile des Gehäuses scheiterten, und dann auch nichts zerstören wollten. Die muss in Reparatur. Zu einem, der sich damit auskennt.

Zurück zum Fisch. Hier erstmal das überarbeitete Doradenrezept aus „Verführerisches Zypern“. Wir hatten nicht vier Doraden für vier Personen, sondern eine für zwei. Dafür gab es ja noch Spargel dazu.

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DORADE ROYAL
Zutaten (für zwei Personen):
1 Dorade
2 Karotten
1 Stange Lauch
2 Stangen Staudensellerie
1 kleiner Zucchino
Fenchelsamen
frische Blattpetersilie
Olivenöl
Salz
weißer Pfeffer
20 salzig einglegte Kapern
200 ml trockener Weißwein
300 ml Fischfond
Zubereitung:
Karotten, Lauch und Sellerie putzen und in wirklich kleine Würfel schneiden. Zucchino in Scheiben und dann ebenfalls in feine Würfel schneiden. Empfohlen werden vier Millimeter Würfelgröße. Ich brachte es am Ende auf etwa 100 g Gemüsewürfel pro Sorte.
Fisch säubern, schuppen und ausnehmen (meiner war bereits „küchenfertig“) und in eine Auflaufform o.ä. legen. Gemüsewürfel um den Fisch verteilen, Fenchelsamen, Petersilie, Fischfond und Weine dazugeben. Alles mit Alufolie verschließen und etwa dreißig Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft garen.
An dieser Stelle muss ich zugeben, dass meine Karottenwürfel – obwohl winzig – nach dreißig Minuten noch sehr bissfest waren. Vielleicht macht es Sinn, die Gemüsewürfel – zumindest die Möhren – vorab im Fischfond kurz vorzugaren.
Fisch herausnehmen und auf einer Platte anrichten. Den Garfond durch ein Sieb gießen und mit Olivenöl verrühren, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gemüsewürfel um den Fisch geben, Kapern darauf verteilen. Die Sauce separat servieren, damit sie warm bleibt. Fisch filetieren, mit Sauce übergießen und servieren.
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Der Meister empfiehlt dazu ofengegarten Kürbis. Ich denke aber, er wäre auch mit meinem Pfannenspargel einverstanden gewesen. Die Dorade selbst machte jedenfalls am Ende einen recht zufriedenen Eindruck.

Bevor wir gleich nach dem Doradenrückblick zum „Catch of the day“ kommen, muss dringend erwähnt werden, was wir heute geleistet haben. Während ich gestern mit allerlei zuckrigem Zeugs rumgespielt habe, hat der Gatte die Lärchenbretter fürs neue Tomatenbeet abgeholt und abgeschliffen.

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Und nachdem wir ja nun bereits einige Übung im Hochbeetbau haben, ging das alles recht flott. Das neue Tomatenbeet – übrigens sauschwer dank der sechs Pfosten – landete nach einigem Schieben, Zerren und Manövrieren neben dem alten, das daneben jetzt etwas unterdimensioniert wirkt.

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Das neue Beet wurde innen mit Folie bezogen und befüllt. Zumindest soweit wir kamen. Eigentlich hätte ich heute noch gerne meine Tomaten hinein  gepflanzt, aber unser Kompost reichte nicht aus. Blöd…

Andererseits sind die neu bestellten Tomatenstangen ja auch noch nicht da. Der Gatte holt morgen also Kompostnachschub. Dann wird gepflanzt und am langen Wochenende – das in meinem Fall leider von einem doofen Freitagsarbeitstag unterbrochen werden wird – ist die Dachmontage geplant. Neues Tomatenbeet? Check!

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Ich glaube, die Tomatenpflanzen auf der Terrasse atmen dann aber auch echt mal durch. In den winzigen Töpfchen kann ich sie unmöglich noch sehr viel länger lassen. Die ersten beginnen schon zu blühen.

So. Zurück zum Fisch. In Saiblinge bin ich ja immer schon wegen der Optik ein bißchen verliebt – vom Geschmack einmal ganz abgesehen. Diese niedlichen Punkte!

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So ein ausgesprochen hübscher Fisch muss zart behandelt werden. Ich beschloss, ihn zu pochieren. Dazu wieder einmal Spargel. Und wieder einmal Nudeln. Kann man eigentlich an Spargel- und / oder Nudelüberversorgung sterben?!

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Die Nudeln ergaben sich bei der Gartenarbeit. Beim Unkrautentfernen stellten wir fest, dass die „winterharte Kresse“ – unter uns auch liebevoll „Geißel der Menschheit“ genannt – sich schon wieder ausgebreitet hat wie blöd, und weg musste. Und da die so nett scharf ist, und auch so wunderschön grün, dachte ich, man könne ja vielleicht mal wieder… Genau!

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Der Spargel wurde angebraten und dann mit Weißwein und gebunkertem Spargelfond eingekocht. Etwas Sahne dazu, Salz, Pfeffer. Fertig. Nudeln gekocht und durch den Spargel gezogen. Und ab mit dem pochierten Saibling auf die Teller. Ein paar Tropfen Olivenöl auf den Fisch und etwas Salz und Pfeffer. Hübsch und sehr lecker.

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