„Wildschwein in Pfefferminzsoße…“

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Das war des Gatten spontaner Kommentar zum heutigen Abendessen. Ich fand es toll, er mochte alles – bis auf die Minznote. Pah!

Ich fand jedenfalls, dass es mal Zeit war, die Minze an der Terrasse etwas zu dezimieren. Auch wenn das nur ein Tropfen auf den heißen Stein war. Seit sie in Töpfen sitzt, benimmt sie sich allerdings deutlich zivilisierter. Zwang ist nicht immer schlecht. Vor allem im Garten.

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Drei ordentliche Zweige landeten in den Gnocchi, die dann gleich mal das neu angeschaffte Gnocchibrettchen deflorierten. Das Gefriemel mit der Gabel ging mir auf Dauer denn doch etwas auf die Nerven. So ist es doch deutlich angenehmer und flotter. Wenn man den Dreh mal raus hat. Aber das dauert nicht sehr lange.

Kurz und gut: Das war der mit Abstand beste Gnocchiteig, den ich je gemacht habe. Absolut fluffig, aber dennoch formstabil. Fazit: Rezept sofort verbloggen, bevor es untergeht:

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PFEFFERMINZGNOCCHI
Zutaten (für zwei Portionen):
400 g mehligkochende Kartoffeln
1 ordentlicher Stengel frische Minze
1 Eigelb
Salz
100 g Mehl, plus Mehl zum Auskneten
1 Stich Butter
Zubereitung:
Kartoffeln schälen, kochen, abgießen und gründlich ausdampfen lassen. Noch heiß durch die Kartoffelpresse geben. Das sollte etwa 350 g gequetschte Kartoffeln ergeben.
Minze von den Stielen zupfen, waschen, in einem Pürierbecher mit dem Eigelb und dem Salz zusammen fein pürieren. Unter die noch heiße Kartoffelmasse mischen. Abkühlen lassen.
Mehl einarbeiten. Arbeitsfläche mehlen, Teig weiter bearbeiten, bis er nicht mehr zu doll klebt. Gnocchi formen.
In Salzwasser garen, in Butter schwenken.
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Damit die Minzgnocchi zur Geltung kommen, brauchen sie als Gegenpart eine würzige Soße. Fand ich zumindest. Da war noch Schinkenspeck im Kühlschrank. Und etwas Roquefort. Könnte passen.

Passte! Die Soße ist sicher auch nett zu Gnocchi mit anderen Kräutern – der Gatte schlug in seiner Verzweiflung in kurzer Abfolge Thymian und Majoran vor. Ich füge dem an dieser Stelle mal noch frische Gartenpetersilie hinzu. Salbei vielleicht auch? Ich teste und berichte.

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SCHINKENSPECK-ROQUEFORT-SOSSE ZU PASTA ODER GNOCCHI
Zutaten (für zwei Portionen):
100 g Schinkenspeck
100 g Roquefort
1 Stich Butter
1 Schuss trockener Weißwein
100 ml Rinderfond (oder Gemüse? oder Kalb?)
1 Schuss Sahne
Pfeffer
Zubereitung:
Schinkenspeck in feine Streifen schneiden und in der ausgelassenen Butter knusprig anbraten. Weißwein angießen und einkochen lassen.Fond und Käse zugeben und bei leichter Hitze langsam köcheln lassen, bis der Käse geschmolzen ist. Pfeffern, Sahne einrühren und fertig!
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Wie gesagt: oberfluffige Gnocchi, schöne Soße. Schlimm, dass ich morgen das Kontrastprogramm geboten bekomme und nach Dienstschluss unschuldig zum Grillen gezwungen werde. Firmengrillen. Grunz… Wird sicher toll…

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