Pierogi vs. Bratworscht

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Jetzt mal ernsthaft: Hat schon mal jemand versucht, etwas Polnisches zu kochen?! Ich bislang nicht. Und ich sage das jetzt total ernst und mit Weihrauch im Hintergrund: Diese Pierogi waren sensationell!

Die Füllung hätte ich nach dem Probieren praktisch gnadenlos pur weglöffeln können. Und der Teig fühlte sich an wie Hefeteig. Obwohl es sich eigentlich um eine Art Nudelteig handelt. Total dehnbar, fluffig und angenehm. Wobei ich gestehen muss, dass ich ihn durch die Nudelmaschine (bis Stufe zwei) gedreht habe, statt ihn standesgemäß mit dem Nudelholz auszuwalken.

Ich fasse mal kurz zusammen:

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PIEROGI
Zutaten (für vier Portionen)…
… für den Teig:
300 g Mehl
1 Ei
1 gestr. TL Salz
1 TL Öl
100 ml warmes Wasser
… für die Füllung:
300 g mehlig kochende Kartoffeln
100 g Quark (gut abgetropft)
50 g Frischkäse
2 Schalotten
6 mittlere Champignons
Butter
schwarzer Pfeffer (davon reichlich)
… zum Anbraten:
Butter
4 mittlere Champignons
2 Schalotten
Zubereitung:
Kartoffeln schälen und kochen. Ausdampfen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Quark in ein Sieb geben und abtropfen lassen.
Aus den Teigzutaten einen geschmeidigen Teig herstellen, eine halbe Stunde ruhen lassen.
Für die Füllung die Zwiebeln und Champignons fein hacken und in der Butter anschwitzen. Mit dem Quark und dem Frischkäse zur Kartoffelmasse geben. Verrühren. Mit reichlich schwarzem Pfeffer abschmecken. Und jetzt: Nur abschmecken!!! Löffel weg!!!
den Teig nochmals verkneten und dünn auswalzen. Mit einem Glas oder Vorspeisenring Kreise ausstechen, Füllung hineingeben, umklappen und halbmondförmig schließen. Mit einer Gabel rundum andrücken.
Butter auslassen, restliche Zwiebeln und Champignons ebenfalls fein würfeln und anschwitzen.
Pierogi in heißem Salzwasser garen, herausnehmen und in die Pfanne mit den Zwiebel- und Champignonwürfeln geben. Kurz mitbraten.
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Das ist genial! Im Prinzip ein Arme-Leute-Essen – wie so viele geniale Sachen. Aaaber! Ein geniales Arme-Leute-Essen. Zusammen mit der Untertaunus-Charolais-Bratwurst ein echter Genuss. Und da ich das Rezept jetzt verbloggt habe, spricht auch nichts gegen eine Wiederholung.

Allein für die Füllung haben die Polen den Sieg verdient. Egal! Hauptsache, Jogi hat 90 Minuten lang seine Finger unter Kontrolle.

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