„AndrooooTinoMikonooooo…!“

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Das brüllte der Fast-Ferries-Mensch, der im Hafen von Rafina mit einer Wasserflasche in der prallen Sonne stand, unermüdlich den eintreffenden Touristen entgegen, die – wie wir – etwas orientierungslos Richtung Anlegestelle liefen. Er wollte damit sagen, dass man im Büro hinter ihm Fährtickets für die Fähre nach Mykonos über Andros und Tinos erwerben konnte. Irgendwann verstanden wir es. Aber da hatte der Gatte die Tickets schon in der Tasche. Und die für die Weiterfahrt von Andros ein paar Tage später auch gleich.

An dieser Stelle: Die Fährverbindungen, die Organisation, die Pünktlichkeit – absolut perfekt! Nicht einmal gab es in dieser Hinsicht Probleme. Irgendwie schafften die Fährangestellten es auch stets, freundlich und nach einem für mich undurchschaubaren Prinzip das Gepäck entgegenzunehmen, zu verstauen und am Ende wieder auszuhändigen. Es entstanden niemals Verzögerungen oder Suchaktionen. Das muss mal gesagt werden.

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Bis wir auf Andros eintrafen, den Leihwagen entgegengenommen und unsere Unterkunft bezogen hatten, war es bereits Abend. Unsere Vermieterin Maria sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt. Ausgesprochen sympathisch, sehr hilfreich (aber dazu kommen wir noch) und stets gut gelaunt. Das Zimmer war wunderbar, und man konnte über einen kleinen, aber gut beleuchteten Weg direkt ins Zentrum von Batsi gelangen. Der Weg war etwas steil, aber im Vergleich zu vielen anderen Wegen, die wir in diesem Urlaub zurück gelegt haben, eher von der harmloseren Sorte.

In Batsi suchten wir uns noch etwas zu essen, wurden auch fündig. Das Essen war allerdings jetzt nicht so der totale Hammer. Der Gatte hatte ein Schüsselchen mit Grünschalenmuscheln, ich einen gegrillten Fisch. Damit hatte ich eindeutig die bessere Entscheidung getroffen. Die Muscheln waren in einem recht geschmacksneutralen Sud zubereitet worden. Sowas mag der Gatte gar nicht. Verständlicherweise. Dieses Lokal war damit schon mal für den Rest des Aufenthalts gestorben.

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Am nächsten Morgen stiegen wir wieder über unseren kleinen Weg in den Ort ab, um Brötchen und ein paar Lebensmittel zu besorgen. Erste Priorität hatte dabei die Beschaffung von irgend etwas, mit dem man morgens Kaffee zubereiten kann. Und genau das erwies sich dann als etwas schwierig.

Einen Filter und Tüten konnten wir nicht auftreiben. In der Wohnung gab es ein winziges Henkelkännchen und eine dazu passende, sehr niedliche Herdplatte. Mein Vermutung ging in die Richtung, dass „der Grieche“ sich damit wohl üblicherweise seinen Kaffee zubereitet. Nur wie?! Totale Ahnungslosigkeit. Nachzufragen verbot der Stolz. Pah! Wäre doch gelacht. Irgendwie habe ich noch immer und überall eine Möglichkeit gefunden, morgens größere Mengen Kaffees herzustellen.

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Wir besorgten im Supermarkt ein Päckchen griechischen Kaffees (nicht, dass uns klar gewesen wäre, was diesen von anderem Kaffee unterschied…) und stießen auf etwas, das irgendwie eine Art Kaffeefilter für eine Tasse Kaffee zu sein schien. Das würde es dann irgendwie erstmal tun müssen. Tat es aber nicht. Unser griechischer Kaffee war nämlich sehr fein gemahlen und verstopfte das Ding, sodass ich bei der ersten Tasse erst ungeduldig und dann wütend wurde. So also nicht!

Mmmmhhh… Ich entschied mich dann doch für das Kännchending, füllte es mit Kaffee und Wasser und stellte es auf seine winzige Kochplatte. Ordentlich aufgekocht, kurz ziehen lassen. Der hervorragende griechische Kaffee setzte sich in Windeseile unten ab, sodass man den fertig gebrühten Kaffee geschmeidig aus dem Kännchen in eine Tasse gießen konnte, ohne beim Trinken Kaffeesatz zwischen den Zähnen zu haben. Ausgezeichnet! Wichtiges Kaffeethema abgehakt.

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Für den ersten Tag hatten wir uns vorgenommen, uns die Insel anzuschauen. Mit unserem fast neuen Fiat Panda gar kein Problem. Das Ding war deutlich besser als die ständigen Peugeots auf den Azoren. Andros ist grün. Sehr grün sogar, wenn man jetzt mit Abstand zurückschaut. Da kam nämlich noch deutlich Ungrüneres. Liegt daran, dass es dort Wasser gibt, also Quellwasser. Soviel Glück haben nicht alle Kykladeninseln.

Und Andros ist wirklich schön. Man trifft schon auf die typische Kykladenarchitektur – allerdings mit Dachziegeln und Zeltdach.

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Zuerst schauten wir uns Ormos Korthiou an. Nur als kleine Warnung: Ab hier ist der Großteil der Fotos blau-weiß. Und sehr hübsch. Wir liefen durch den Ort, tranken köstlichen Kaffee im Schatten unter Platanen und die Kamera war auf Dauerfeuer eingestellt.

Von dort ging es nach Andros Chora – die jeweilige Inselhauptstadt heißt i.ü. immer „Chora“, was die Sache für Außenstehende etwas verwirrend macht, aber Gottchen… Wer mit den unzähligen Ribeirinhas, Ribeira Grandes und São Mateus‚ auf den Azoren klar kam, sollte das auch hinbekommen.

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Die Hauptstadt von Andros jedenfalls liegt auf einer Landzunge in einer hübschen Bucht – möchten wir das nicht alle?! Diese Lage sorgt auch dafür, dass es in Andros Chora nicht so steil ist wie in allen folgenden Inselhauptstädten. Äußerst angenehmer Ort.

Es gibt eine kleine Festung mit einem Standbild zu Ehren des „Unbekannten Fischers“, die Fußwege sind mit Marmor ausgelegt, und alles ist herrlich pittoresk und blau-weiß. Hier könnte man es aushalten.

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Wenn man an einem solchen Ort ist, versteht man auch, was das deutsche Griechengebashe für einen Grund hat. Neid nämlich! Merkel will auch Sonnenschein im Sommer, Schäuble will über Marmor rollen, Diekmann will im gleißenden, mediterranen Licht seine neue Sonnenbrille ausführen. Sorry, Leute. Hihi…

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Wegen der geplanten Besichtigung des Klosters Agio Nikolaos hatte ich an diesem Tag extra einen Rock ins Marschgepäck gesteckt, um nicht auf einen Leihrock ausweichen zu müssen, aber Pustekuchen. Das Kloster war gerade geschlossen worden, die Wartezeit auf die Nachmittagsöffnung zu lang (Öffnungszeiten: 9.00-13.00 und 17.00 bis 20.00 Uhr). Das hatte sich somit erledigt.

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Das, was wir vom Kloster sehen konnten, war allerdings ausgesprochen hübsch. Wir beschlossen, zurück nach Batsi zu fahren und eine kurze Siesta einzulegen. Etwas Brot, Käse und die Oliven von Kosta sorgten für die nötige Bettschwere. Nach kurzer Pause brach der Gatte dann zur einzigen Tauchbasis auf Andros („ScubAndros“ – empfehlenswert!) auf, um einen Termin für einen Tauchgang am nächsten Tag zu vereinbaren.

Ich blieb einfach liegen. Nennen wir es Anpassungsprobleme. Diese Hitze! Und der wenige Schatten! Andererseits war es ja eigentlich genau das, was ich mir für zu Hause gewünscht hatte. Und für meine Tomaten auch. Ich war jedenfalls ziemlich platt.

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Nach der Rückkehr des Gatten checkten wir die Optionen zur Nahrungsaufnahme, die in Laufentfernung lagen. Über Tripadvisor fanden wir die Lösung: das „Themelos“. Eine ausgezeichnete Idee, wie wir etwa drei Stunden später feststellten, als wir uns mit gefüllten Bäuchen und glücklichem Lächeln über unseren niedlichen Weg bergauf schleppten.

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Die Essensfotos stammen vom Handy. Deshalb werden sie der wahren Leckerheit des Essens auch nicht wirklich gerecht. Als Häppchen vorab gab es Seegras mit Meersalz und Olivenöl und sehr leckerem Brot. Als Vorspeisen entschieden wir uns für gefüllte Weinblätter und Frischkäsebällchen mit Nuss- und Fruchtpanade. Beides absolut köstlich.

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Anschließend gab es Räuchermakrele und Melitzane papoutsakia, gefüllte Aubergine. Da es immer dunkler wurde, werden die Handyfotos auch immer übler:

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Das war jedenfalls alles überaus köstlich. Wir beschlossen, ab sofort bis zu unserer Abreise jeden Abend hier zu essen. Warum es jedoch bei diesem einen Besuch blieb, erklärt der Verlauf des folgenden Tages.

Und es lag nicht daran, dass unser himmlisches Essen und der perfekte Platz in einer ruhigen Seitengasse durch das endlose Gequake eines aufschneiderischen Engländers am Nachbartisch gestört wurde, der ununterbrochen an einem deutschen Mädel herumbaggerte, die mit ihrem Begleiter am Tisch nebenan saß. Seine Frau schien das nicht weiter zu stören. Abgestumpft über die Jahre…

Er wirkte optisch wie eine skurrile Mischung aus David Lynch und Boris Johnson, und wir waren wirklich ganz kurz davor, ihn auf Elfmeterschießen oder die Falklands anzusprechen, damit endlich Ruhe wäre. Taten wir natürlich nicht. Wir stumpften mit der Zeit nämlich auch ab. Und wir schleppten uns „nach Hause“.

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Für den nächsten Tag hatte der Gatte in seiner übergroßen Weitsicht und Güte für mich einen Kochkurs gebucht. Überraschung! Griechische Küche auf Andros. Perfekt. Und es wurde mehr als das.

Aber von Anfang an. Zur vereinbarten Zeit trafen wir am vereinbarten Ort ein. Eigentlich sollte ich nur abgegeben werden, da der Chef nachmittags noch tauchen wollte. Eigentlich. Dann wurde er aber von unseren Gastgebern überredet dazubleiben und mitzukochen. Guuut… Nach der gleich zu Beginn kredenzten Wassermelone mit Feta und Minze und einem Gläschen Raki begann er zu überlegen. Dann kam noch der hausgemachte Limoncello ins Spiel. Er blieb. Und höhlte kurz danach virtuos Tomaten aus, als ob er Zeit seines Lebens nichts anderes getan hätte.

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Wir kochten mit Errietta und Panos, wir tranken Wein, wir redeten. Manchmal passt es eben einfach auf Anhieb. Selten, aber das gibt es. Als ich mich für die Herstellung von Filo bzw. Phyllo interessierte, wurde außer der Reihe noch Teig angesetzt. Die Zeit verging wie im Flug. Es war herrlich. Mehr wie ein Besuch bei Freunden als wie ein Kochkurs. Als wir am Ende mit dem Essen vor dem Haus unter Weinranken saßen, war bereits klar, dass das eins der Highlights der Reise sein würde. Und das war es auch.

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Ach! Es ging ja um Essen! Das hatte ich ja ganz vergessen! Was gab es also? Wir bastelten Filoeckchen mit Fetafüllung…

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… und Dakos, eine Art Tomatensalat mit Käse und Brotsockel, dazu ganz köstliche eingelegte Fischchen und getrocknete Oliven.

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Und wir wurden in die hohe Kunst der Tzazikiherstellung eingeweiht.

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Und dann kamen die gefüllten Paprika und Tomaten auf den Tisch:

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All diese leckeren Sachen werde ich in den nächsten Tagen nachkochen und verbloggen. Dakos habe ich bereits am Abend unserer Rückkehr mit den ersten eigenen Tomaten nachgebastelt. Hier die Anleitung:

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DAKOS
Zutaten:
etwas trockenes Brot, ähnlich dem Bruschetta der Italiener
1 Knoblauchzehe
Weißweinessig
bestes Olivenöl
getrockneter Wildthymian (habe welchen mitgebracht, geht aber sicher auch mit dem üblichen Thymian)
1 große Tomate (bei mir drei kleinere)
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
Minzeblättchen
Ziegen- oder Schafskäse

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Zubereitung:
Knoblauchzehe über die Brotstücke reiben, bis sie aufgebraucht ist, Brot auf einen Teller legen. Mit Thymian bestreuen. Olivenöl großzügig darüber verteilen. Weinessig ebenfalls darüber träufeln. Durchziehen lassen. Ggf. nochmals Olivenöl nachlegen.
Tomate(n) in kleine Würfelchen schneiden, Saft auffangen. Tomatensaft ebenfalls über dem Brot verteilen. Tomatenwürfel darauf geben. Nochmals mit Olivenöl beträufeln. Minze fein hacken und darüber streuen.
Käse zerbröseln und ebenfalls darauf verteilen. Vielleicht nochmals Olivenöl? 😀
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Mal wieder ein Beweis dafür, wie lecker einfache Dinge sind. Und gleichzeitig ein gutes Beispiel für das, was die griechische Küche ausmacht: frische Produkte, simple Zubereitungen, köstliches Ergebnis.

Zurück an den griechischen Tisch! Ich bekam ja noch eine Einweisung in die Filoherstellung. Ich denke, ich schaffe das. Vor allem, nachdem ich zum Abschied von den beiden wunderbaren Menschen deren eigenes Filoholz als Andenken an einen wirklich schönen Tag geschenkt bekam. Die dazugehörige runde Platte konnte ich nicht annehmen. Die hätte niemals in den Koffer gepasst. Ich werde diese Woche zu OBI fahren und mir eine passende zuschneiden lassen.

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Wir verabschiedeten uns schließlich irgendwann. Wenn der Gatte nicht den Tauchgang gebucht hätte, würden wir wahrscheinlich immer noch dort sitzen. Errietta and Panos, if you read this, you need to know, what a wonderful day that was. Really amazing. Every time I will prepare dough I will think of you and that day on Andros! Thank you so much again.

Überglücklich schleppte ich mein Filoholz zur Unterkunft. Und nicht nur das Filoholz. Wir waren bepackt mit sämtlichen Essensresten des Tages. Das war dann auch der Grund, warum wir nicht mehr ins „Themelos“ gingen. Für die beiden folgenden Abende hatten wir ausgesorgt. Mit so einem Eimerchen Tzaziki kommt man ja auch schon ganz schön weit. Von den Filoecken und dem gefüllten Gemüse ganz zu schweigen…

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Während der Gatte abtauchte, stand ich allerdings schlagartig vor einem ganz anderen Problem: Das Filoholz passte nicht in den Koffer! Mist! Mist! Mist! Da war guter Rat teuer. Im Prinzip blieb nur eins, nämlich es nach Hause zu schicken. Mit der Hellenic Post. Ich lauerte unserer Vermieterin Maria auf. Nachdem ich ihr mein Problem geschildert hatte, lachte sie sich fast schlapp. Sie hielt mich wahrscheinlich für komplett wahnsinnig, versprach aber, sich der Sache anzunehmen und mein Holzstäbchen zu verpacken.

Am nächsten Morgen rief sie. Sie hatte es in Papier gepackt und mit mehreren Schichten Wellpappe umwickelt. Wir klebten kichernd zusammen endlose Streifen Paketbands darum. Schließlich rief sie auch noch den Mitarbeiter der Post an, um ihm zu schildern, worum es ging. Wir klebten die Adresse der Lieblingsnachbarin auf das Päckchen und sie erklärte mir den Weg zur Post.

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Und statt die Spannung jetzt ins Unermessliche zu steigern, verrate ich es gleich: Ende letzter Woche kam es an. Ich glaubte schon fast nicht mehr daran. Die Nachbarin meldete sich über WhatsApp mit den Worten: „Dein Besenstiel ist da!“ Puh! Da war die Erleichterung groß.

Zurück nach Batsi. Für den letzten kompletten Tag auf Andros hatten wir eine Wanderung geplant. Auf Empfehlung von Errietta und Panos machten wir uns auf den Weg nach Frousei. Die Wanderung sollte durch ein bewaldetes Bachtal führen, vorbei an verlassenen Wassermühlen, herrlich schattig und bergab. Klang super!

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Wir stellten das Auto an der hübschen Agia Irini Kirche ab und machten uns auf den Weg. Und der Weg war toll. Genau wie versprochen.

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Erst unter Bäumen durch ein kleines Wäldchen voller blühender Oleander, immer an einem Bachlauf entlang. Ungefähr auf Höhe der ersten Mühle geriet ich in eine mittlere Krise, weil wir auf ein riesiges Spinnweb mit einer monströsen Spinne trafen. Wanderung beendet! „Nix da!“, meinte der Gatte. Er räumte auf dem folgenden Wegstück mehrere der abartigen Arachniden weg, bevor ich sie auch nur sehen konnte. „Stehen bleiben! Augen zu!“ – und dann konnte es weitergehen. Danke!

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Der Weg lohnte sich wirklich. Ganz toll und sehr empfehlenswert! Hier der Link auf Andros Routes. Die Strecke ist sehr gut ausgeschildert und gepflegt.

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Ungefähr an dieser Stelle des Weges wurden wir bei einer kurzen Pause mit Keksen und Wasser von einer spanischen Wandergruppe überholt. Wir tranken ganz langsam nochmal und aßen sicherheitshalber noch zwei Kekse. Das Spinnenproblem hätten wir auf dem Rest des Weges nun nicht mehr.

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Am Ende kam es dann allerdings, wie es kommen musste. Wer die ganze Zeit bergab geht, muss irgendwann auch wieder rauf. Klar. Allerdings ging es bergauf an der glühenden Landstraße entlang. Waaahhh… Uns war empfohlen worden, ein vorbeifahrendes Auto anzuhalten, das uns wieder zur Kirche zurückbringen würde. Das gestaltete sich allerdings etwas schwierig, da exakt zu der Zeit, als wir dort unterwegs waren, kein einziges Auto in unsere Richtung fuhr. Verdammt!

Als endlich ein Olivenbaum am Wegesrand stand (Schatten!), setzte ich mich bockig zu den Zikaden und verkündete, dass ich exakt hier warten würde, während der Gatte das Auto holte. In guten wie in schlechten Zeiten! Hatte er versprochen! Er ließ mir Wasser da und marschierte stoisch weiter bergan. Wenig später war er wieder mit dem Auto da. Na, also! Geht doch!

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Den Nachmittag verbrachten wir dann am „Paralia Felou“. Der Strand war herrlich leer, es ging ein angenehmes Lüftchen, der Gatte schorchelte und ich lag entspannt im Schatten. So könnte das jeden Tag sein.

Nach unserer Heimkehr fielen wir über die Essensreste des Vortags her. Der Herd brauchte gefühlt mehrere Stunden, um warm zu werden. Wir vertrieben uns die Zeit mit dem Eimer Tzaziki und einem Sesambrot. In dieser Nacht machten wir Durchzug. Ich möchte nicht wissen, wie wir am nächsten Morgen rochen…

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Aber das war dann auch nicht mehr wirklich wichtig. Nur kurz beim Abschied von Maria fiel es mir wieder ein. Anschließend machten wir uns dann aber auf den Weg zur Fähre, wo wir den Großteil der Fahrt oben an Deck verbrachten. Im Wind. Besser war das.

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