True Confessions

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„A confessional passage has probably never been written that didn’t stink a little bit of the writer’s pride in having given up his pride. The thing to listen for, every time, with a public confessor, is what he’s not confessing to. At a certain period of his life (usually grievous to say, a successful period), a man may suddenly feel it Within His Power to confess that he cheated on his final exams at college, he may even choose to reveal that between the ages of twenty-two and twenty-four he was sexually impotent, but these gallant confessions in themselves are no guarantee that we’ll find out whether he once got piqued at his pet hamster and stepped on its head.“

Salinger hat natürlich – wie immer – recht. Und ich gestehe es: Ich habe NICHT meinem Hamster auf den Kopf getreten, aber ich habe die Klappe zu weit aufgerissen. Eine Überprüfung meiner Kreditkartenbuchungen vom Juni ergab, dass ich die dämlichen acht Euro überhaupt nicht abgebucht bekommen habe. Verdammt! Jetzt isses raus.

Selbstverständlich war ich trotzdem zu allem entschlossen und in gerechtem Zorn entbrannt. Ich hätte sie vernichtet. Gnadenlos. Ich sag‘ mal: „Glück gehabt, Contipark! Gerade nochmal so davongekommen!“  Ich habe dann ziemlich kleinlaut die fünf Euro überwiesen, die sie gefordert haben… Themenwechsel.

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Donnerstag war ich endlich mal im „Laurenz“ in Mainz. Also zum ersten Mal seit es „Laurenz“ heißt. Im vorherigen „Von-due“ war ich nie, aber als Max noch klein war, saß ich gerne mal frühstückenderweise draußen vor dem „Doolittle“. Ist aber eine Weile her. Etwa 23 Jahre. Immerhin wusste ich noch, wo die Toiletten sind.

Mein Thunfischtataki mit rosa Kalbsrücken war köstlich. Der Wein auch. Leider verging die Zeit viel zu schnell. Christel, wir sollten das als regelmäßigen Termin einführen! War wirklich ein richtig schöner Abend.

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Gestern habe ich versucht, dessen Herr zu werden, das nicht in Blütenform verspeist worden war. Zucchinischwemme. Wieso gehen die eigentlich in diesem Jahr ab wie die Pest?! Die ersten 1,5 Kilo wurden gestern zu Zucchiniketchup verarbeitet. Klingt seltsam, schmeckt aber fast wie Tomatenketchup.

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ZUCCHINIKETCHUP
Zutaten:
1,5 kg Zucchini
2 große Zwiebeln
Olivenöl zum Anschwitzen
3 Zitronengrasstengel
1 größeres Stück Ingwer
200 ml Weißweinessig
Salz
Curry und Kurkuma nach Geschmack
Oregano
Basilikum
Zubereitung:
Zucchini in kleine Würfel schneiden (komplett), Zwiebeln ebenfalls würfeln. Beides zusammen in Olivenöl anschwitzen.
Zitronengras in jeweils drei Stücke teilen und etwas anstoßen. Ingwer mit Schale in Scheiben schneiden. Beides zugeben und kurz mit anschwitzen.
Zucker, Salz, Curry, Kurkuma und Essig zugeben, Deckel drauf und eine Weile einköcheln lassen, bis alles weich ist. Zitronengras und Ingwerstücke herausfischen.
Grob zerkleinerten Oregano und Basilikum zugeben. Mit dem Pürierstab fein aufmixen. Je nach Konsistenz mit etwa 200 ml Wasser aufgießen. Nochmals kurz aufkochen lassen und sofort in sterilisierte Falschen oder Gläser füllen.
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Dass das so lecker sein würde, hätte ich nicht gedacht. Da wird heute gleich noch eine Ladung verkocht. Und dann dachte ich noch an ofenconfierte, eingekochte Zucchini. Für schlechte Zeiten. Im Kampf gegen „das Böse“ zum Beispiel. Als Exekutionskommando ekelhafter Ausbeuterparkplatzanbieter hat man ja meist wenig Zeit zu kochen. Denke ich mal.

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