Kabale & Knotschi

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Nachdem mich die Möhren am Sonntag irgendwie die ganze Zeit an das Haar des Mannes, dessen Namen wir nicht nennen wollen, erinnert haben, bastelte ich mir meinen eigenen Tr**p und aß ihn auf. Eat this! Das echte Essen sah angerichtet natürlich deutlich weniger widerlich aus…

Ich komme da nicht drüber weg. Oder nur schwer. Muss man sich wirklich mit der Regentschaft der Idioten arrangieren?! Irgendwie musste ich ständig an „Eat the rich“ denken – einen Film, in dem ich Ende der 80er Eis verkauft habe. Im „Capitol“ in Mainz. Kennt den noch wer?! Wahrscheinlich nicht. Egal. Ich muss mal schauen, ob ich ihn irgendwo auftreiben kann. Und dann nochmal schauen.

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Zurück zu… Na, halt zu „ihm“… Schon vor längerer Zeit gab es im „Scotsman“ immer lustige Stories wegen seines Golfplatzes in Aberdeenshire zu lesen. An dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank an Michael Forbes. Man muss die Schotten einfach lieben. Ein Volk, dem Widerstand noch etwas bedeutet.

Lesestoff:
Scotsman 1
Scotsman 2
DW 1
DW 2

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Zeit für einen Themenwechsel. Außer Haareraufen und Zähnefletschen gab es auch etwas zu essen in den letzten Tagen. Ich habe den Rest meines aktuellen Muskatkürbisses zu Gnocchi verarbeitet. Nach Astrids Rezept, das außerordentlich gut funktionierte. Extrem fluffig! Ich hätte das gerne auch kommentiert, aber ich habe nach mehreren Fehlversuchen noch keine Möglichkeit gefunden, wieder einen Kommentar abzusetzen…

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Es gab die Gnocchi gestern in Nussbutter mit Salbei und Pecorino und heute mit Ofentomaten aus eigener Konserve, Feta und Kürbiskernkrokant.

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Den Rest des Teigs werde ich morgen mit etwas Mehl verkneten, zu weiteren Gnocchi (in memoriam Ex-Kollegin: Knotschi) formen und diese für den nächsten Einsatz einfrieren. Gestern waren die Gnocchi noch deutlich fester nach dem Kochen und Braten als heute. Da muss morgen nochmal Stärke ran.

Apropos „Stärke“ und „Überheblichkeit“: Der Satz des Tages stammt heute defintiv von Alan Gasperoni, dem Pressesprecher des NOKs von San Marino. Der hatte auf Thomas Müllers dämlich-herablassenden Kommentar zum Spiel gegen die dortige Nationalmannschaft u.a. geantwortet: „E’ servita a farmi capire che anche se vestite il modello più bello di divise dell’Adidas sotto sotto siete sempre quelli che mettono i calzini bianchi sotto i sandali.“

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Und irgendwie ist das auch beruhigend. „Der Deutsche“ bleibt am Ende doch der Depp mit den Tennissocken in den Sandalen. Und Donald Trump ist aufgeschmissen ohne Leibwächter mit Haarspray.

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3 Kommentare

  1. Natürlich kennt „Eat the Rich“ noch wer. (Hab‘ damals sogar die Platte gekauft. :D) Frühjahr 88, Lieblingskino in KA und die Erkenntnis, dass ekliger Bourbon mit Cola doch seine Berechtigung hat. Nochmal ansehen kann ich nicht empfehlen, der Streifen ist besser in der Erinnerung (oder angemessen betrunken :rülps: ). Oder doch ansehen, solange wir entartete Kunst noch sehen dürfen. :/

    Auch wenn mich ein ehemaliger Teamkollege dafür wieder in die Schmuddelecke stecken wird: eine gewisse Genugtuung kann ich mir ja nicht verkneifen über die „F*ckfinger“-Wahl (einer der wenigen hellen Kommentare: http://kiezneurotiker.blogspot.de/2016/11/hurra-die-welt-geht-unter.html). Die hatte ich nicht anders erwartet. Beim ebenso vorhersehbaren Brexit hatte man wenigstens noch an der teils verordneten, teils selbstgewählten Naivität profitieren können. Jetzt nicht einmal mehr das. :whistle:

    Man muss doch nur hinsehen, die Putins, Erdogans, Trumps sind kein böser Spuk: Überall, wo Menschen jahrelang von einer dekadenten elitären Klasse gedemütigt werden, läuft es auf das Gleiche hinaus. Ist auch bei uns nur noch eine Frage der Zeit. Die Daumenschrauben für Entrechtete immer weiter anziehen, den Spalter zum Bundespräsidenten hochjubeln, öffentliches Gut (ausgerechnet die Autobahn ffs! 😆 ) weiter an Konzerne verschachern… prima, läuft, weiter so. Man weiß nicht mehr, wer dümmer ist: das „Pack“ oder eine Elite, die gar nichts mehr merkt.

    Einen Bernie als x-ten deprimierenden Beleg, wie ein sozialdemokratisches Progamm unter den „Sachzwängen“ der Besitzoligarchie korrumpiert und ins Gegenteil verdreht wird, hätt’s für mich eh nicht gebraucht. Everybody knows the fight was fixed / the poor stay poor, the rich get rich / that’s how it goes… der große Leonard Cohen… *das* war eine Schocknachricht. 🙁

    1. bourbon-cola?! eins der wenigen tiefs, die ich ausgelassen habe 😀
      ende der achtiger langten mir im kino noch ketterauchen und mainzer sonnenbier. und happy kirsch ^^

      ansonsten: exakt so isses. und der kiezneurotiker liegt – mal wieder – absolut richtig. in allen punkten. es ist halt einfach zum kotzen.

      und dann noch cohen… *schnief*

      p.s.: schön, von dir zu lesen =)

  2. Bei Happy Kirsch muss ich wiederum passen. Und Kettenrauchen im Kino auch. 😀

    Tja, danke. Hab‘ mir extra einen neuen Browser angeschafft, um hier mal wieder zu spämmen zu können.

    Am Abend hatte ich noch stundenlang Cohen gehört, am Morgen darauf war er tot. Erschreckend. Hätte ich besser mal wieder U2 gehört… Oder Clapton. Oder eine Rede von Siggi Pop. :wall:

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