Ja, leck mich an de Täsch!

 

Irgendwie voll Frühling an diesem Wochenende! Aber so rischtisch! Blöd, dass ich mit Aufräumarbeiten innerhalb des Hauses beschäftigt war. Bis eben jedenfalls. Und „Ja!“. Da ist ein Löwenzahn in meinen Osterglöckchen. Habe ich aber eben erst auf dem Foto entdeckt, inzwischen aber ausgelöscht. Wehret den Anfängen!

Apropos „ausgelöscht“: Außer ein paar abgelaufenen Konserven ganz hinten im Regal fand ich gestern bei den Aufräumarbeiten im HWR doch tatsächlich mehrere Flaschen Lakritzlikör. Richtig durchgezogen jetzt. Und extrem schmackhaft. Gut, dass heute Besuch kommt. Und gut, dass die Kinder mittlerweile alt genug zum Autofahren sind. Alle Kinder außer Max natürlich, der sowas wie den Führerschein offensichtlich für Teufelwerk hält.

Da ich mir nicht sicher bin, ob er gekühlt oder auf Zimmertemperatur besser schmeckt, habe ich mal vorsichtshalber ein Fläschchen in den Kühlschrank gestellt. Und eins auf den Esstisch. „Mir sinn ja net bei arme Leut'“. Zumindest nicht lakritzlikörmäßig.

Was ich auch unter meinen Vorräten gefunden habe, war eine Dose Maronenpüree. Die habe ich allerdings so gründlich „gefunden“, dass ich sie erstmal auf die Fliesen geklatscht habe. Veröllert. Menno! Da blieb nur rascher Verbrauch. Ich investierte sie in „A chocolate and chestnut terrine“ nach einem Rezept von Nigel Slater. Bin mir nicht mehr sicher, wofür ich sie gekauft habe, aber das hier war sicher eine gute Unterbringung.

Guuut… Das Ding hat pro Scheibe mehr Kalorien, als eine siebenköpfige Familie in der Sahelzone in einem Monat zu sich nimmt, aber irgendwas ist ja immer. Der Gatte testete sie – und stieg erstmal aufs Rad. Das sagt wohl alles.

Bis auf einen kleinen 100-Gramm-Beutel wären damit auch meine schier unerschöpflich wirkenden Valrhonavorräte aufgebraucht. Zwei Fliegen mit einer Klappe und so. Sie könnte insgesamt hübscher aussehen, wenn ich nicht das Rezept halbiert und in einer zu großen Form abgebacken hätte. Das führte dazu, dass ich Schwierigkeiten hatte, daraus drei Scheiben zu schneiden. Das Resultat sieht man. DAS sind keine schönen Schichten!

Und während ich so in der Küche werkelte, stellte ich fest, dass unser Nistkasten vor dem Fenster offensichtlich in diesem Jahr genutzt wird. Die neuen Untermieter sind da! Blaumeisen.

Das ist toll. Auch wenn ich beim Fotografieren feststellte, dass dringend das Küchenfenster geputzt werden muss. Blöderweise merke ich das nach dem Winter immer dann, wenn ich den Nistkasten fotografieren will. Und dann ist es halt schwierig, weil man die Untermieter nur ungern verschrecken möchte. Egal. Wird schon klappen.

Die Alternative – im Februar mal das Fenster putzen – ist ja nun wirklich keine. Da isses kalt und die Wetterseite des sieht innerhalb von zehn Minuten wieder aus wie vorher. Fenster putzen ist jetzt eh nicht so meine Lieblingsbeschäftigung. Das kommt noch erschwernd hinzu.

Wie auch immer… Im HWR herrschen jetzt wieder menschenwürdige Zustände. Dass die Keller-Schürze da so provokativ rumhängt, ist übrigens purer Zufall. Ehrlich. Ich bin kein Poser. Da hängen insgesamt vier oder fünf Küchenschürzen. Alle ungebügelt wie man sieht. Das nur zu meiner Verteidigung.

Was ich übrigens auch gefunden habe, sind mehrere Gläser Ofentomaten aus dem letzten Herbst. Und ich dachte schon, sie sind alle. Weit gefehlt. Und eine wirklich nette Überraschung. Eins landete gestern gleich im Couscous. Direkt neben den Lammlachsen. Und unter der Joghurtcreme mit Minze. Das war simpel und perfekt. Das Fleisch war allerdings auch mal wieder genial. Danke, Hof Berbalk!

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4 Kommentare

  1. Der Lakritzlikör war super lecker! Bitte lass mir was übrig bis Sonntag….
    Der death by chocolate Kuchen ist die anschließend nötigen 3 Stunden Extremsport definitv wert….

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