Geht los!

Kein altes Foto, sondern eins von der Ostervorspeise der Mutter. Und die passt hervorragend zum heutigen Abend. Das ist so wahnsinnig ESC bzw. „Grand Prix Eurovision De La Chanson Européenne“. Ich sage es gleich: Ich bin nicht frisch gebadet. Ich trage keinen Frottée-Schlafanzug. Ich habe kein Chips-Schüsselchen und kein Malzbier.

 

Dank eines Gewitters über Wiesbaden fällt hier immer wieder das Bild aus, der Ton aus – oder das Bild UND der Ton aus. Ich hoffe, dass ich nicht die total wichtigen Augenblicke verpasse. Sofern es total wichtige Augenblicke geben wird. Wohl eher nicht.

Wort zum Sonntag – und dann „Tatatatatataaaaataaaaaahhhhh… “

Von wegen… Ich hab’s jetzt schon satt. Helene Fischer. Hat jemand gerade mal ein Bolzenschussgerät zur Hand?! Ich halte das nicht aus. Ich will jetzt schon sterben… Und die doofe Schöneberger… Ich hätte doch bis Punkt 21 Uhr warten sollen.

 

Auf meine Frage „Womit habe ich DAS verdient?!“ antwortete der Gatte eben übrigens „Du kriegst genau, was du verdient hast für deine ESC-Guckerei!“ Mist! Stimmt!

Habe gerade ein Foto von Grillfleisch geschickt bekommen. Sieht deutlich besser aus als die beiden Trullas.

Apropos Foto. Ich versuche es mal mit einem Bildchen zwischendurch. Allerdings vom Handy und unbearbeitet. Dafür aber auch ohne die Stimme von Peter Urban im Hintergrund. Geht doch, oder?! Also sagen wir mal „Besser als nix!“

Kurzvorstellung aller Teilnehmer. Ist das Markus Lanz für Schweden?!

Israel startet. Nach endlosem Vorgeplänkel dreier männlicher Barbara Schönebergers. In jung. Und mehr oder weniger männlich. Aber trotzdem… Der Kandidat für Israel – Imri – ist durchtrainiert. Sehr durchtrainiert. Ich fühle mich schlapp und fett. Danke, Imri. Deinen Song finde ich eh schon mal Scheiße. Und dein Netzshirt eh. Geh weg! Laaaangweiliiiiig! Wäre ganz o.k., wenn ihn endlich jemand in Stücke bräche.

Polen. Die Polin mag Tiere und ist halb nackt. Und sehr blond. Und blöderweise hat sie meine Figur. Also die, die ich verdient hätte. Her damit. Deine Stimme und deinen öden Song kannst du behalten, Kasia. Über die Windmaschine verhandeln wir anschließend. Ein Lied, das die Welt nicht braucht. Wie eigentlich 99% der ESC-Song, aber egal. Ich sitze hier. Und ich stehe das jetzt durch. Pah!

So. Weißrussland. Naviband. Blöder Name. Das Lied an sich geht sogar. Aber dieses weiße Gedöns. An der Gitarre, die eh nur imitiert wird. An den Ärmeln der Sängerin. Cindy und Bert irgendwie. Geht gar nicht. Weg damit! Abgang! Peter Urban mag es. Ich mag Peter Urban eh nicht.

Weiter geht es mit den Ösis. Österreich schickt Nathan Trent ins Rennen. Typischer Schluchtensch***er-Name. Hermes für Anfänger. Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich ihm das debile Lächeln operativ entfernen lassen. Täte seiner „Performance“ sicher gut. Please…. Keep running! Von mir aus auch „on air“…

Armenien. Immer gut für Schmachtdreck von Frauen in wallenden Gewändern. Artsvik macht mir Angst. Shiva. Marusha. Jennifer Rush. Doof. Nichtssagend. Weg!

Die Niederlande. Dreimal Maximá im hautengen Glitzerfummel. Und die Kommentarfunktion auf meinem Handy hat den Geist aufgegeben. Kein Wunder. „Cry no more“. Jetzt erst recht. Geht gar nicht.

Jetzt kommt Moldau. Oder Moldawien. Oder wie auch immer. An die habe ich noch eine gute Erinnerung aus dem Jahr… Weiß ich nicht mehr. Muss irgendwann Ende der 90er gewesen sein. Max war noch klein. Und wir saßen in Wackernheim vor einer Leinwand. Ich muss morgen mal googlen. Das hier? Saudumm. Sängerinnen, die in Muttertagssträuße flöten, Saxophonisten, die so tun als ob. Und vieles Blödes mehr. Ich brauche Sekt.

Ungarn schickt einen Roma an den Start. Ob das Orban gefällt?! Eher nicht. Deshalb finde ich jetzt mal einfach so nicht wahnsinnig übel. Aber jetzt habe ich keine Zeit mehr. Mein Italiener kommt.

Da isser! Der Mann mit dem Schnäuzer und dem Gorilla: Francesco Gabbani aus Italien. Sorry, aber ich mag den. Und das Lied ist bisher das Erträglichste. Jetzt mal echt, oder?!

 

Während des Fotoherunterladens ist der Titel aus Dänemark an mir vorbeigerauscht. Total öde. Schweigen wir über etwas anderes.

Und widmen und Portugal. Ich finde den Adelssproß rührend. Auch wenn er verzweifelt versucht, Judy Garland zu imitieren. Oder vielleicht gerade deshalb. Aber trotzdem: Sorry… Allerdings ist zu befürchten, dass Peter Urbans Meinung mehrheitsfähig ist…

Für Aserbaidschan gilt das gleiche wie für Armenien. Üblicherweise eine Schmachttrulla. Diesmal nicht.  Im Gegenteil. Und DIE Frau macht mir noch mehr Angst als alles vorher. Und das Lied braucht auch kein Mensch. Außer vielleicht aserbaidschanischen Lehrern, die die Tafeln im Hintergrund super finden…

Tut mir leid. Zu Kroatien kann ich nichts sagen. Der Sänger erinnert mich in erschreckender Weise an einen ehemaligen Kollegen. Das geht gar nicht. Weder von der Maffay-, noch von der Pavarotti-Seite. Kotz.

Ah! Der Aborigine im Businessoutfit für Austalien. Ich befürchte, ich mag das Lied trotzdem nicht. Und er wird nicht mal von Orban regiert. Oder von Erdogan. Nette Augenbrauen allerdings. Hatte ich schon immer eine Schwäche für. Bringt aber in diesem Fall auch nix. „Don’t come easy“… Wieso ist Australien eigentlich immer noch dabei?!

Pause! Greenrom! Welche Wohltat. Pinkelpause!

 

Die Heulboje aus Griechenland ist leider komplett an mir vorbeigegangen, weil ich draußen checken musste, ob die Solarlichterkette funktioniert. Sie leuchtet. Man muss Prioritäten setzen.

Und jetzt der Skandal-Katalane aus Spanien. Der kleine arrogante Sufer ist eklig, aber der Song geht, wenn man die Augen schließt. Automusik für lange Landstraßen im Untertaunus. Aber sonst… Grmpf.

Norwegen. Jowst. „Grab the moment“. Schon wieder aufs Klo muss ich nicht. Das Sektglas ist noch voll. Ooops! Doch nicht. Darth Vader tut, als ob er Keyboarder wäre. Ääähhrr… Percussionist. Sekt! Definitiv!

O.k. Zugegeben. Der Einspieler ist irgendwie witzig. Irgendwie. 😀

Ah! Jetzt die EU-Abweichler von der Insel. Großbritannien schickt Lucie Jones. Gute Idee? Keine gute Idee! Klassischer ESC-Dreck. Und wieso hatte Lucie im Video vorher rote Haare und ist jetzt brünett?! Gefällt das wem? Mir nicht. Würde mir jetzt gerne Schnittchen holen. Geht aber nicht. Wegen der Kohlenhydate. Sekt?! Ist flüssig und hell, kann also keine Kohle enthalten. Perfekt!

 

Zypern vergessen wir mal. Ein Foto muss reichen um das Grauen darzustellen. Nach den ersten Takten musste ich noch die Solarbeleuchtung im Staudenbeet kontrollieren. Funktioniert. Zypern?! War was?!

Jetzt Kroatien. Bei aller Achtung vor unserem Fliesenleger: Das nervt. Margot und Maria Hellwig, von denen eine einen Bart hat. Egal.

So. Deutschland. Levina. Mir gefällt der musikalische Knödel im Intro. Der Refrain nervt wie Sau. Die Frau auch. Auch dieses Dauergrinsen, das ich eben noch irgendwem operativ entfernen wollte. Ihr jetzt auch. „Strahlend und elegant“… Nun ja…

Noch fünf Nummern. Das Grauen wird irgendwann enden. Und gleich die Belgiern. Aber vor die hat der Herr die Ukraine gesetzt. Ich glaube, davon habe ich mir beim Durchklicken nicht mal die ersten Takte angeschaut. Kraftwerk-Bühnenbild. Und ein kleiner Junge, der sich verzweifelt allüberall piercen und tätowieren hat lassen. Bringt bei mir allerdings nicht mal den Mitleidsbonus.

 

O.k. Belgien wird durch Blanche, die eigentlich Ellie heißt, nicht sooo schlecht vertreten. Ein wenig wie ein Ardenner Kaltblut, aber prinzipiell bin ich ja ein Fan von Kaltblütern. Piti, ich finde die nicht mal so übel.

Jetzt Schweden mit dem jüngeren Bruder von Markus Lanz. Ähnlich schleimig und abstoßend. Blick in die Sofaecke richten und Luft anhalten. Geht vorbei! Ganz sicher. Würg.

Oh Gott!!! Urban hat die gleichen Gedanken wie ich. Kann bitte mal jemand flott meinen Kopf mit Seife auswaschen?! Ich mache mir selbst Angst…

Eine Welpe im Tokio-Hotel-Style. Aus Bulgarien. Der Arme! Wer hat ihn dazu gezwungen?! Ich beginne, über Kinderarbeit nachzudenken. Sind das Bandagen?! Hat er sich beim Kokosmattenflechten verletzt?! Und wer hat ihn gezwungen, dieses grauslige Lied zu singen?!

O.k. Peter Urban liest hier mit. Falls du das liest, Peter Urban: „Ich finde das nicht gut!“

So. Frankreich. Und fertig. Klingt eher wie eine orientalische Disconummer aus den letzten Jahren. Aber das Kleid ist gut. Und auch bei aller Mühe kommt Alma nicht an JLo ran. Netter Versuch. Kleid her!

Der Gatte gesellt sich pünktlich zum Schnelldurchlauf zu mir. Und findet den Italiener doof. War klar. Gehe Getränke holen. Oder so.

Anke Engelke im Kettenhemd. Ach neee… Ruslana. Sorry.

 

Warum kriege ich Angst, wenn Peter Urban „Mega-Mix“ sagt?! Ich muss aufs Klo…

So. Kinder weg. Voting her. Wie immer nervt die blöde Abstimmungsphase…

Nach dem dritten Schnelldurchlauf habe ich mich entschieden. Ich will den Italiener mit dem Gorilla =)

Also als ESC-Sieger.

Noch eine Minute. Ich kann nicht mehr. Warum nur wird man immer in dieser Phase so müde, dass man denkt, man kann unmöglich wach bleiben für die nächsten zehn Minuten?! Und dann geht es los. Und man kann mühelos wach bleiben für die nächsten zwei Stunden. Exakt bis zu dem Moment, in dem Barbara Schöneberger wieder im Bild erscheint. Dann? Schutzschlaf!

Ich fasse es nicht! Der Italiener hätte zwingend zwei oder drei Affen gebraucht. Unfassbar!

Auf die Malteser ist Verlass. Ich wusste es. Und wieviel Punkte hat Deutschland jetzt eigentlich noch?! Null?! Hihi…

00:02 Uhr: Peter Urban hat gemerkt, dass Deutschland immer noch keinen Punkt hat.

00:14 Uhr: Portugal scheint durch zu sein. Und – Achtung! – die ersten drei Punkte für Deutschland aus Irland. Was ist mit den Iren los?!

00:23 Uhr: Gähn! Jetzt aber. Spannung, bitte!

00:28 Uhr: Sechs Punkte. Vorletzter Platz. Glückwunsch, Levina! 😀

00:36 Uhr: Portugal hat’s. Ich hätte so gern den Italiener nochmal hesehen. Und seinen Affen. Von mir aus auch das belgische Kaltblut. Aber egal.

Peter Urban vermutet enen Terroranschlag – aber es war nur die Konfettikanone. Jetzt nochmal der Siegersong. Und wieder mal durch für ein Jahr. Überlebt! Yeah!

00:58 Uhr: Wir warten derzeit noch auf ein Interview mit Thomas de Maiziere, in dem der Satz „Wir sind nicht Levina!“ fällt.

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31 Kommentare

  1. Extra bis nach 21 Uhr gewartet, bis es safe ist… und dann springt einen hier ein Schöneberger-Pic an… AAAAHHHH!!! Geht gut los! 😀

  2. Die Frau gefällt. Aber der Typ hätte die Maske auflassen können. Sollte wohl den „Nachtmahr“ darstellen…?:rästel:

  3. Bisher wusste ich das noch nicht, aber ich möchte nie nie niemals auf langen Landstraßen im Untertaunus Auto fahren müssen. ^^

  4. Ich habe mich auch entschieden: die Polin war noch schlechter als der deutsche Beitrag.

    12 Points für Blanche, 10 für Aserbaidschan (:tuet: ), 8 für den Italian Stallion und seinen Greipel (der Mrs zuliebe ;))

  5. Schönster Moment: wie es Urban kurz die Stimme verschlagen hat, als die Spanier noch 5 Punkte gekriegt haben. 😀

    Schade um die Serie. Danke für den Ticker! War mal wieder sehr unterhaltsam. Und jetzt schnell weg, bevor die Schöneberger zurückkommt. Oder noch schlimmer: der unvermeidliche Georg Uecker auftaucht. :bye:

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