Das macht mir Angst

Nein. Nicht das Rewe-Minion. Das nicht. Aber es schaut so wie ich ein paar mal an diesem Tag. Und am vergangenen Wochenende. Das Wochenende war recht arbeitsreich. Da am kommenden Wochenende Gäste erwartet werden, mussten die Gästezimmer – bzw. mein Abstellraum mit Schlafsofa und mein Zimmer mit Schlafsofa – entrümpelt und beschlafbar gemacht werden.

Zumindest im „Abstellzimmer“ wird niemand verhungern und verdursten, wenn man einen Blick auf die Weinkisten des Gatten und meine dort deponierten Konserven aus Einmach-Überproduktionszeiten wirft. Ich habe zudem zwei große Kisten mit Büchern gepackt, die morgen verschickt werden. Und eine große Tasche mit Büchern für einen Bücherschrank.

Und dann gab es zwei Altkleidersäcke, die wegkamen. Und etliche freudige Begegnungen mit Kleidungsstücken, die mir plötzlich wieder passen. Fest steht: An meinem diesjährigen, erschreckenden Geburtstag werde ich besser aussehen als am letztjährigen. Target reached! Man wird mit zunehmendem Alter bescheiden.

Dann wurde noch mit Essen gespielt. Soll ja niemand verhungern am Samstag. Und ich musste einiges kurz ausprobieren, bevor ich es an Gäste verfüttere. So zum Beispiel die überaus hübschen Oliven-Frischkäse-Pinguine vom Foto oben. Die Idee stammt von hier: Jankes Soulfood. Danke nochmal dafür. Und ein ausdrücklicher Dank an dieser Stelle auch für den fehlenden Idioten-Apostroph im Blogtitel! Die Dinger sind nett und schmecken auch noch. Die dürfen ran.

Das macht mir natürlich auch keine Angst. Was mir Angst macht, ist zum Beispiel die Entwicklung der Zucchini im Garten.

Bei den momentanene Temperaturen in Verbindung mit meiner allabendlichen Wässerungsrunde befürchte ich, dass die Lieblingsnachbarin während unseres Urlaubs ein kleines Problem bekommen wird. Guuut… Die ersten gelben und grünen runden Exemplare landen sicher bereits am Wochenende auf dem Grill, aber dann geht es ja erst richtig los. Laaangsaaaam, Zucchini. Laaangsaaam!

Auch Angst macht mir die Frage, wie wir am Samstag alle Getränke auf Trinktemperatur bekommen. Bei über 30 Grad wird das nicht leicht. Wir erwägen die Anschaffung eines gebrauchten Kühlschranks, der nach der Party gleich wieder abgestoßen wird. Klingt plausibel – besonders angesichts der Tatsache, was ein Leihkühlschrank oder -anhänger kostet.

Ein Problem weniger gibt es nach einem Tsaziki-Testlauf nach dem echt griechischen Rezept aus dem letztjährigen Urlaub. Nachgebaut mit echt griechischen Zutaten – vom Salz bis zum Olivenöl. Hier die Anleitung für eine Schüssel:

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TSAZIKI
Zutaten:
1 Salatgurke
Salz
1 kg vollfetten griechischen Joghurt
100 ml Olivenöl
1 EL heller Balsamico
3 Zehen Knoblauch
Pfeffer und evtl. mehr Salz
Zubereitung:
Salatgurke hobeln und salzen. Auf einem Sieb abtropfen lassen. Etwa eine Stunde lang. Ordentlich ausdrücken.
Joghurt mit Öl und Essig verrühren, Knoblauch pressen und ebenfalls unterrühren. Gurke dazu geben. Kräftig würzen.
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Auch gut. Gibt es. Ich hatte nichts anderes erwartet.

Angst machte mir heute auch ein Bürounfall einer Kollegin, aber darauf werde ich jetzt keinesfalls näher eingehen.

Und ebenfalls Angst machte mir der Stadtverkehr in Wiesbaden. Diese Huperei. Weil alle so wichtig sind. Und schnell wohin müssen. Und wichtig sind. Oh! Sage ich das schon mal? Sorry. Jedenfalls war es heute besonders nervig. So nervig, wie es halt in Gegenwart wichtiger Menschen meistens ist.

Da lobe ich mir meine Erdbeeren. Bei der zweiten Ernte bereits deutlich ertragreicher. Und keine Lärmbelästigung. Danke, Erdbeeren. Ihr seid trotzdem wichtig.

Ich habe übrigens beschlossen, keinen Kohl-Nachruf zu schreiben. Wozu auch? Ganz ehrlich: Der Mann hat mich seit meiner Pubertät nur genervt. Er war mir peinlich. Ich habe mich für ihn geschämt. Ich dachte, er verschwindet nie. Hätte ich damals gewusst, dass auf ihn erst das Schröder-Grauen und dann das anscheinend noch endlosere Merkel-Grauen folgen würden, wäre ich vielleicht etwas milder mit ihm umgegangen. Zu spät. Weg. Sorry.

Muss jetzt in die Küche. Essen brennt gleich an. Zum Abschluss noch etwas Erfreuliches: Mein selbst aus griechischem Saatgut gezogener griechischer Basilikum. Er ist so hübsch. Und er macht mir null Angst. Deshalb gieße ich ihn. Kohl hätte ich nicht gegossen. Genauso wenig wie Getränkemärkte ohne Kühlanhänger. Oder auch den gestrigen Tatort. Schönen Abend noch!

4 Kommentare

  1. Partykühlschränke – zumal wenn es eigentlich Haushaltskühlschränke und keine entsprechenden Gastrogeräte sind – vereisen! Da machen 5 Leute kurz hintereinander die Tür auf (und das geht ja schnell, manchmal guckt man ja auch nur mal rein, um zu sehen, ob noch was da ist 😉 ) und die Temperatur fällt so ab, bzw. auf, dass das Ding sich kaputtkühlt und ruck zuck vereist. Mein Tip: Gastrogerät leihen oder ordentliche Styroporboxen kaufen, solche, in denen auch Lebensmittel kühl gehalten werden, diese mit Eis befüllen, kaltes Wasser dazu und fertig. Sensationell sind die Kühlakkus von easyBox, die haben wir auch und schmeißen sie zum Eis in die große Igloo-Box im Garten. https://www.amazon.de/easyAkku-K%C3%BChlakkus-Festivalbesucher-K%C3%BChlpack-Gelpack/dp/B00WL5C398/ref=pd_day0_86_1?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=6K9R0G3PBBJWMBH88NBW

    Das hier ist unsere Kühlbox, ein oder zwei davon kaufen ist besser und nachhaltiger als Kühlschränke zu transportieren und hinterher wieder loswerden zu müssen 😉
    http://www.igloo-kuehlbox.de/igloo-kuehlbox-eisbox-maxcold-100-qt

    Feiert schön!

    1. Vielen Dank für die Hinweise. Das beruhigt mich alles etwas
      Eine große Styroporbox mit Deckel habe ich. Mal sehen, ob ich auf die Schnelle noch eine zweite große Kühlbox auftreiben kann. Das sollte wohl reichen.
      Nochmals danke

  2. Wir hatten für die WG-Parties früher immer Stangeneis besorgt und in die Badewanne verfrachtet. Das hat für den immensen Bierdurst des Gesockses, das da zu Gast war, immer gereicht…

    Und: ich hatte jetzt eigentlich fest mit einem Flax’schen Saumagen-Rezept gerechnet. 🙁

  3. Was ich an den Minions mag, ist dass sie Brad Wiggins als schurkiges Genie Herb Overkill im Angebot hatten… noch bevor der in Echt aufgeflogen ist. :kampowong:

    Kohl hat mich mal persönlich beschimpft. Zu Recht. Wir sind quitt, irgendwie. 😀

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