„Die Geschichte des Sommers…

… ist eine Geschichte voller Mißverständnisse…“ Oder wie sagte der Gatte diese Woche so schön: „Was für ein herrlicher Novembertag!“ Blöd nur, dass er auf Anfang August fällt. Im Garten gammelten Tomaten, Zucchini und Auberginen frierend und tropfend vor sich hin. Außer der Handvoll Chilis konnte ich die Woche über im strömenden Regen kaum Beute machen. Es war zum Heulen.

Mal ganz davon abgesehen, dass auch Ausgleichsschaukeln als Ablenkung nicht in Betracht gezogen werden konnte. Meine grandiose Hollywoodschaukel stand seit Tagen einsam und triefend im Nicht-Hollywoodwetter. Ich habe ihr eine Schutzhülle bestellt. Blöd nur, dass sie erstmal abtrocknen musste, bevor ich sie schützen konnte…

Auch verzweifelte Versuche mit sommerlichem Essen (oben: Steakstreifen, Falafel, oritentalisch gewürzte Süßkartoffeln und Tomatensalsa) änderten nichts an der Wetterlage. Frustrierend. Echt.

Bis heute! Heute morgen schien plötzlich die Sonne. Und es hatte aufgehört zu regnen. Unfassbar! Jetzt ist es Nachmittag. Und es regnet immer noch nicht. Und ich habe auch schon geschaukelt. Und Unkraut vernichtet (So nennt der Gatte es. Ich nenne es Rucolaernte). Und den ersten Kürbis in die Küche geschleppt.

Was daraus wird, weiß ich noch nicht so genau. Vielleicht Ravioli. Mal sehen. Dazu aber später.

Dafür muss ich aber unbedingt einen Bestandteil des gestrigen Abendessens erwähnen. Der Gatte stieß mich darauf. Manchmal sitzt er auf meinem Sofa, wenn ich etwas am Rechner bastele. Und dann blättert er gerne mal ein Kochbuch durch. Gestern war es „Das Kronenschlösschen-Kochbuch“ von Patrik Kimpel. Nicht ganz neu, aber immer noch ein ausgezeichnetes Buch. Kimpel hat zwanzig Jahre lang im Kronenschlösschen in Eltville gekocht.

Ich habe schon ein paar Sachen nachgebastelt – und sie waren immer ein Erfolg. Gestern nun stieß der Gatte auf „Bretonischer Seeteufel mit Paprika-Zucchini-Chutney, Bohnen-Tomaten-Melange, gebackener Langostino-Praline und Rieslingsekt-Sauce“. Ich brachte Seeteufel und Garnelen vom Einkaufen mit. Und improvisierte das Rezept für ihn in etwas abgewandelter Form.

Leider wurden die Fotos unterirdisch, da es düster und regnerisch war. Ich habe düstere. Und ich habe welche mit Regentropfen auf dem Teller. Auf meinem Teller natürlich.

Die Bohnen ersetzte ich durch Spinat aus dem Garten. Die Tomaten schwitzte ich an. Die Praline gelang auch mit den Garnelen ausgezeichnet. Was aber der echte Hammer war, war das Paprika-Zucchini-Chutney. Das koche ich heute gleich nochmal und konserviere es in Gläsern portionsweise. Perfekt! Wirklich.

Paprika-Zucchini-Chutney

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Zutaten

  • 1 Paprika, rot
  • Salz
  • Olivenöl
  • 100 Milliliter Tomatensaft
  • 1 Teelöffel Thymian (hier: getrockneter, griechischer Wildthymian)
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 2 Schalotten (hier: 1/2 Bund Frühlingszwiebeln)
  • 1 Zucchino, grün
  • 1 Paprika, gelb
  • Olivenpfeffer (hier: schwarzer Pfeffer)

Zubereitung

  • Paprika und Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden. Zucchino ebenfalls fein würfeln und die geschälte Knoblauchzehe mit etwas Salz zerdrücken.
  • Nun das Gemüse in einer Pfanne mit Olivenöl anschwitzen, den Tomatensaft zugeben und einkochen lassen.
  • Thymian untermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Vor den Fotos habe ich ja schon gewarnt. Ich glaube, es gibt auch keins vom Teller. Pah!

Stattdessen schaue ich mal, was ich mit dem Premierenkürbis anstelle. Und dann ab auf die Schaukel. Sonne scheint immer noch!

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