Im Tal der Ahnungslosen

Der Tag fing schon irgendwie witzig an. Meine externe Festplatte ging in den roten Bereich. Naja… Man speichert ja manchmal ein paar Fotos… Ich markierte also mal wieder beherzt alles, was auf die größere externe Festplatte kopiert werden sollte, wählte die Option „Kopieren“ und mir fiel der Kiefer runter. Elfeinhalb (in Worten: E-L-F-E-I-N-H-A-L-B!!!) Stunden sollte das ganze voraussichtlich dauern. Oopsi!

Jetzt – nach gefühlt 2.546.588.956 Stunden sieht es so aus wie oben. Fertig sollte die Aktion also dann irgendwann kurz vor dem „Tatort“ sein. Läuft… Erstmal frühstücken.

Im Anschluss entdeckte ich, dass unter jedem meiner Blogbeiträge das hier erscheint: „Warning: Missing argument 1 for cwppos_show_review(), called in /home/ blablabla„. Wie meinen?! Ich habe absolut keine Ahnung, was das ist, was das verursacht, was das soll – und noch viel weniger, wie ich das abstellen könnte. Nervous Breakdown. Naja… fast.

Zur Entspannung etikettierte ich die Gläschen von gestern. Hier nochmal das hervorragende Rezept der Schotten:

Red Onion Marmalade

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Zutaten

  • 1 Kilo rote Zwiebeln
  • 40 Milliliter Olivenoel
  • 225 Gramm brauner Zucker
  • 225 Milliliter dunkler Balsamico
  • 225 Milliliter Rotwein
  • 30 Gramm Rosinen (optional – ich habe sie weggelassen)
  • 50 Milliliter Aberlour a’bunadh cask strength Malt Whisky

Zubereitung

  • Zwiebeln längs halbieren und in feine Scheiben schneiden. Bei nicht zu starker Hitze in Olivenoel anbraten, bis sie weich und glasig sind. Alle übrigen Zutaten zugeben und zum Kochen bringen. Mit der Hitze wieder heruntergehen und weiterköcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast komplett einreduziert ist. In sterilisierte Gläser abfüllen.
  • In einem luftdichten Behälter hält sich die Marmelade im Kühlschrank mehrere Wochen. In heiße, sterilisierte Gläser verpackt deutlich länger.

Blöderweise hatte sich in der Zwischenzeit das „Missing argument“-Problem leider nicht in Wohlgefallen aufgelöst. Damit war mein Ansatz Nummer eins schon mal futsch. Ich suchte rum, fand aber nur Blogs, die das gleiche Problem hatten, und hochkomplizierte Anleitungen zur Beseitigung durch Rumgetippe auf der CSS-Ebene. Hysterisches Lachen. Null Ahnung.

Und wenn ich nicht gestern beim Schnippeln der 1,5 KIlo Zwiebeln quantitativ bereits alles ausgeheult hätte, was an Tränen in mir war, hätte das kein gutes Ende genommen. Ich lenkte mich erneut kurz am Herd ab – Balsamicoreduktion aus dem gestrigen Rechenfehler. Als der mir wieder einfiel, hob das allerdings die Laune und die Zuversicht auch nicht wirklich.

Kurz ein Bick aufs gestrige Abendessen – Seeteufel, Cappellini, Tomaten. Das Problem war noch immer nicht gelöst. Dammit! Stattdessen stieg die Küchentemperatur stetig an. Ich nahm das mal so hin. Schließlich hatte der Gatte nach dem Besuch eines Hammāms im türkischen Teil Nicosias vor gar nicht allzu langer Zeit behauptet, er sei jetzt bereit für die Islamisierung des Abendlandes. Da sollte er doch wohl mit ein paar Hitzewellen aus der Küche klarkommen.

Ich schnippelte rote Paprika, gelbe Paprika und Zucchini. Ich würfelte Zwiebeln fein. Ich quetschte Knoblauch und Salz übers Schneidbrett. Und schließlich köchelte es vor sich hin. Und ich begab mich wieder zum Rechner.

Und während mein Geschnippel vom oberen zum unteren Bild wechselte, fand ich den Fehler. Man mag es nicht glauben. Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Das Problem löste sich wie von Zauberhand durch die Löschung eines Plugins. So einfach ist das manchmal.

Das feinst geschnippelte Gemüse nach Kronenschlösschen-Art wurde eingetütet, das Haus war mittlerweile ein einziges, riesiges Hammām. Und der größte Teil des Abendessens war vorbereitet. Der Tag schien noch zu retten zu sein. Was will man mehr?! Nebenbei habe ich noch zwei Dinge, die mich in letzter Zeit massiv gestört hatten, beseitigt. Keine Ahnung wie genau, aber ich habe es getan.

Die Fotoumsortierung ist jetzt bei 65%. Es wird. Wer hat da eigentlich derartige Massen von Fotos gemacht und sie auf meiner Festplatte abgelegt?! Ich?! Niemals!!!

Falls irgendwer eine Idee hat, was ich mit den Unmengen von Hopfen vor dem Haus anstellen kann, her damit! Kann man die eventuell ausfritieren? Gar in Bierteig?! Nur so eine Idee. Zur Klarstellung: Likör kommt nicht mehr in Frage. Der war sozusagen „Börks!“.

Ich gehe dann mal wieder in die Küche. Wieso ist das Wochenende eigentlich schon wieder fast vorbei?! Menno…

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