Mir kommen die Tränen

Und das nicht nur in einer Hinsicht. Erstmal Tränen des Mitgefühls. Der arme Bernd Björn Höcke! Da sind seine Nachbarn böse zu ihm. Sind ja auch keine aus seiner Sicht anständigen Nachbarn, sondern das „Zentrum für politische Schönheit“ – kurz : ZPS.

 

Die haben ihm nämlich die Aussicht verschandelt. Die Aussicht auf sein „own private Bullerbü“. Und zwar mit einer Replika des „Mahnmals der Schande“, die sie ihm praktisch vor die Haustür gesetzt haben. Die Frankfurter Rundschau berichtet: „Björn Höcke wird ein Mahnmal vors Haus gesetzt“.

Wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht: deine-stele.de. Die AfD ist geschlossen entsetzt, und sie fordert praktisch die Exekution der „sogenannten Künstler“, die Kommentare in den Medien lassen einen teilweise auch mehr als sprachlos zurück.

In einer ähnlichen Art von Sprachlosigkeit übrigens, die ich letzte Woche empfand, als ich einen der Helden meiner „frühen Jahre“ begrub: „Morrissey ist jetzt ein alter, ideenloser Verschwörungstheoretiker“ schreibt die Süddeutsche. Und irgendwie hat sie recht. beim Anhören von „Spend the day in bed“ wünscht man sich tatsächlich, der englischen Sprache nicht mächtig zu sein. Den Song an sich finde ich jetzt nicht mal sooo schlecht… Traurig jedenfalls.

Aber es gibt ja aus dieser Zeit noch einen „Helden“, der mich nicht verraten hat: Billy Bragg. Und der ist am kommenden Mittwoch in der „Batschapp“ in Frankfurt. Tränen der Rührung hier.

Was mir auch in den letzten drei Tagen dieTränen in die Augen trieb, war WordPress. Seit dem letzten Update funktionierte mein Editor nicht mehr. Kacke! Und ich habe nicht mal erwähnt, dass ich seit Freitag stundenlang in den Tiefen des Blogs herumschraubte, um den Fehler zu finden. Und zu beheben. Hätte ja gejammert, konnte ich aber nicht, weil der Editor ja nicht funktionierte. Ich war jedenfalls eben kurz vor der Zwangseinweisung. Und dann habe ich mich einfach an den „Namecheap“-Support gewandt. Strrrike! Alles wieder gut. Dankeee!

Den heutigen Tag verbrachte ich ohnehin recht entspannt, klang doch immer noch die Missa Solemnis von gestern in meinem Inneren nach. Ein toller Abend. Und die Lutherkirche in Wiesbaden ist wirklich sehr beeindruckend.

Der Eingangsbereich ist ähnlich faszinierend:

Essen gab es in den letzten Tagen übrigens auch reichlich, aber ich möchte ungern all das Hüftgold hier ausbreiten, das mich vermutlich noch die nächsten drei Monate begleiten wird. Wieviele Weihnachts- und Jubiläumsfeiern kann es eigentlich in einer Woche geben?! Und das war es ja auch noch nicht. Grmpf!

Nach dem gestrigen runden Vater-Geburtstag gibt es heute nur Hausmannskost: Salbeifleischbällchen, Rosenkohl, Kartoffeln. Geht auch. Die geniale Gremolata zum Rosenkohl muss leider auch auf ihre Veröffentlichung warten. Für heute langt es mir.

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