Essen & Essensvorbereitungen

Da bin ich doch letzte Woche doch witzigerweise über eine Igel-Ausstechform gestolpert. Die musste ich haben. „In der Weihnachtsbäckerei“ wird es also diesmal nicht nur „manche Leckerei“, sondern auch Fidel und Che aus Teig geben. Gestern kamen die Förmchen an. Den Hasen kann man ja an Ostern noch brauchen. Was ich mit dem Fuchs-Ausstecher machen soll, weiß ich noch nicht so genau. Aber egal! Hauptsache Igel!

Was unbedingt noch nachgereicht werden muss, damit es nicht auf Nimmerwiedersehen verschwindet wie so vieles, ist die Gremolata, die ich letzte Woche zum Rosenkohl gemacht habe. Das war wirklich der Hammer. Der Rosenkohl war im Ofen gegart. Funktioniert aber auch mit gekochtem wahrscheinlich ähnlich gut.

Dazu die hervorragende Aartalhofwurst. Und Vitelottechips. Und Ofentomaten aus Mallorca, die ich – zwecks Saatgutentnahme – mit den Zitrusfrüchten zusammen geordert hatte. Ein schnelles, rustikales Schlechtwetteressen, wie es besser kaum geht. Auch wenn ich immer noch an der Ausleuchtung meiner Tellerfotos arbeiten sollte.

Bresaola-Gremolata

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Zutaten

  • 5 Scheiben Bresaola
  • 5 Esslöffel gehackte Haselnüsse
  • 1 Bund Petersilie, fein gehackt
  • 1/2 Teelöffel Zitronenzesten
  • 1 Esslöffel frisch geriebener Pecorino

Zubereitung

  • Bresaola in sehr feine Stückchen schneiden und mit wenig Olivenöl in einer Pfanne knusprig anbraten. Auf Küchenkrepp abkühlen lassen.
  • In einer kleinen Schüssel alle Zutaten vermischen.

Da waren die ersten Zitronenzesten drin. Heute ging es weiter mit Lemon Curd. Und weiterem Bunkern von Zesten. Im Gefrierschrank halten die sich ewig (falls man sie nicht ohnehin enorm schnell verbraucht) und können je nach Bedarf entnommen werden. Einfach in einem kleinen Gefrierbehälter in die Kälte schicken. Der Winter ist gerettet.

Das Lemon Curd habe ich diesmal etwas saurer gemacht als sonst. Wieso? Weil ich das so mag. Schön fest geworden ist es trotzdem auch ohne Mehl (?!) oder Speisestärke (?!), die sich in vielen Rezepten finden. Total überflüssig. Sage ich mal so.

Lemon Curd

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Zutaten

  • 12 Zitronen - entspricht etwa 500 Millilitern Zitronensaft plus Zesten von etwa der Hälfte der Zitronen
  • 500 Gramm Butter
  • 800 Gramm Puderzucker
  • 9 Eier

Zubereitung

  • Unbehandelte Zitronen heiß abwaschen, trocken reiben und "entzesten". Hälfte der Zesten einfrieren und bei anderen Gelegenheiten nutzen. Zitronen auspressen.
  • In einem Topf Butter in Zucker, Zitronensaft und - schale bei niedriger Hitze schmelzen lassen.
  • Eier kurz schaumig aufschlagen und unter Rühren in die nicht zu heiße Zitronenmischung geben (Rühreigefahr! :D). Anschließend langsam und unter ständigem Rühren erhitzen, bis eine dicke und cremige Masse entsteht.
  • Noch heiß in vorher sterilisierte Gläser füllen und sofort verschrauben.

Und wo wir schon mal gerade dabei sind, wichtige Grundrezepte zu verbloggen, lege ich gleich noch einen nach: Brezelknödel / Brezenknödel / Ditschknödel.

Gestern waren noch Salbeifrikadellen von vorgestern übrig. Ich legte Rahmpfifferlinge nach. Und eben die Knödel. Womit wir wieder bei flotten Mahlzeiten in der kalten Jahreszeit wären. Die Knödel waren derart köstlich, dass ich sie wohl Weihnachten genauso auf den Tisch bringen werde.

Brezelknödel

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Zutaten

  • 250 Gramm Brezeln vom Vortag
  • 250 Milliliter Milch
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 2 Schalotten
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Stich Butter

Zubereitung

  • Brezeln (oder Laugenstangen) in sehr feine Würfelchen schneiden. Petersilie hacken, Zwiebel fein würfeln.
  • Milch in einem Topf kurz aufkochen und etwas abkühlen lassen. Mit den Eiern, dem Salz, dem Pfeffer und dem Muskat vermischen. Alles über die Brezelwürfel geben, vorsichtig umrühren und gut durchziehen lassen.
  • Ich hatte drei sehr trockene Brezeln von insgesamt 250 Gramm (und dank diesen jetzt vom Schneiden eine fette Blase an der Hand...) und habe dementsprechend die Milchmenge auf etwa 350 ml erhöht.
  • Während die Brezelmasse durchzieht, in einem kleinen Topf die Butter auslassen und die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen. Petersilie dazugeben und schließlich alles mit vorsichtig mit den Händen unter die Brezelmasse kneten.
  • Im Prinzip kann man das jetzt in eine Serviette wickeln - oder in Frischhalte- und dann Alufolie - und es dann in nicht mehr kochendem Wasser etwa eine halbe Stunde durchziehen lassen. Ich habe diesmal die Knödelmasse in zwei Halbkugel-Silikonformen gedrückt und dann alles im Dampfgarer gegart. Funktioniert genauso gut - und macht weniger Sauerei.

Nicht mit Frikadellen natürlich, sondern mit dem noch geheimen Hauptgangfleisch. Und mit der noch geheimen Hauptgangsoße und der noch geheimen Hauptgangbeilage. Psssst!

Ich habe übrigens die Petersilie durch eine ordentliche Handvoll fein gehackten Rucolas ersetzt, was dem Geschmack keineswegs geschadet hat.

Apropos „Weihnachten“: Der Adventkranz steht. Check! Der Rest der Woche wird ziemlich hektisch werden. Wie eigentlich immer um diese Zeit. Aber das kann ja nach 50 Jahren auch nicht mehr wirklich überraschen. Ich gehe dann mal Reste-Knödel bedampfen.

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