Wenn’s läuft, dann läuft’s!

Essenstechnisch lief es in der vergangenen Woche ausgezeichnet. Alles andere ist eher für die Tonne. Beginnen wir also positiv: Essen! Zu Yotam Ottolenghis Auberginen mit Buttermilchsauce braucht man eigentlich nichts mehr zu sagen bzw. zu schreiben. Im Prinzip nicht mal das Rezept. Hochgepriesen, tausendfach nachgekocht und meistens wunderbar fotografiert. Es ist schließlich auch ein echter optischer Volltreffer.

Und damit absolut qualifiziert, eins der ersten Fotos, die mit der frischreparierten Kamera abgelichtet wurden, zu sein. Als ich es letzthin bei Arthurs Tochter wiedergesehen habe, habe ich schon mal das Kochbuch rausgelegt. Und da der Gatte gerade in Israel (!) abgetaucht ist, passte es perfekt. Und ich fand zeitgleich die perfekten Auberginen.

Fest steht: Mit den ersten Auberginen dieser Saison aus dem eigenen Garten gibt es das gleich wieder. Hier jetzt eins der meistverbloggten Rezepte aller Zeiten – der Vollständigkeit halber. Und anschließend noch ein Extratipp zum Entkernen von Granatäpfeln gratis obendrauf!

Aubergine mit Buttermilchsauce

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Zutaten

  • 2 große, lange Auberginen
  • 80 Milliliter (gutes!) Olivenöl
  • 1 Teelöffel Zitronenthymianblättchen, plus enige Zweige zum Garnieren
  • Maldon Sea Salt oder Fleur de Sel (hier: Cini-Salz von Gozo)
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Granatapfel
  • 1 Teelöffel Za'atar

Sauce

  • 140 Milliliter Buttermilch
  • 100 Gramm griechischer Joghurt
  • 1 Esslöffel Olivenöl, plus mehr zum Beträufeln
  • 1 kleine Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  • Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Auberginen samt Stielansatz der Länge nach halbieren (der Stielansatz ist nur für die Optik, nicht zum Essen). Mit einem scharfen Messer drei oder vier Einschnitte auf der Schnittseite der Aubergine vornehmen, jedoch nicht bis zur Haut durchschneiden. Nochmals im rechten Winkel einschneiden, so dass ein Rautenmuster entsteht.
  • Die Auberginenhälften mit der Schnittseite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit dem Olivenöl bestreichen; mit dem Bestreichen fortfahren, bis das Fruchtfleisch das gesamte Öl aufgenommen hat. Mit den Zitronenthymianblättchen, etwas Salz und Pfeffer bestreuen. 35 – 40 Minuten im Backofen garen, bis das Fruchtfleisch weich, aromatisch und appetitlich gebräunt ist. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.
  • Während die Auberginen im Backofen sind, die Granatapfelkerne auslösen und die Sauce zubereiten. Dazu den Granatapfel quer halbieren. Die eine Hälfte mit der Schnittseite an die Handinnenfläche gedrückt über eine Schüssel halten und mithilfe eines umgedrehten Holzlöffels oder eines Rollholzes auf die halbierte Frucht klopfen: Zuerst sanft, dann immer kräftiger klopfen, bis sich die Kerne lösen und durch die Finger hindurch in die Schüssel fallen. Wenn alle Kern in der Schüssel liegen, eventuell vorhandene Reste der weißen Trennhäutchen entfernen (dazu gleich noch ein Wort).
  • Für die Sauce alle Zutaten miteinander verquirlen, abschmecken und bis zum Verzehr kalt stellen.
  • Zum Servieren die Auberginenhälften großzügig mit der Buttermilchsauce bedecken; den Stielansatz frei lassen. Mit Za’atar und Granatapfelkernen bestreuen und mit Zitronenthymianzweigen garnieren. Zum Schluss mit etwas Olivenöl beträufeln.

Kommen wir kurz zu den Granatäpfeln. Meiner Meinung nach ist das hier die perfekte Methode: Ein sauberer Schnitt.

Und: Astrid hat recht. Man kann die Rezeptmenge allein schaffen. Mit etwas gutem Willen. Ich habe die schmale komplett und die Hälfte der dicken Aubergine gepackt. Notfalls wäre auch die zweite Hälfte noch gegangen, aber ich schwächelte etwas. Sorry.

Kommen wir zum Abschiedsessen des Gatten. Das war ebenfalls ausgezeichnet. Und – wenn man mal vom Schupfnudelteig absieht (den man ja auch am Vortag bereits herstellen kann) – recht flott auf den Tisch gebracht.

Dazu gab es Ofenrosenkohl und die ersten Wildwürste der Saison, die mich diesmal noch mehr begeisterten als üblich. Da muss unbedingt Nachschub besorgt werden. Ich hoffe, „unser“ Jäger hat noch welche.

Aber erstmal zu den Schupfnudeln aus Süßkartoffeln. Ich hatte noch eine lila Süßkartoffel von Weihnachten übrig, mit der das folgende Rezet eher suboptimal funktionierte, weil sie gegart am Ende doch deutlich fester (und eventuell sogar stärkehaltig?!) war als ihre gelben Schwestern. Die gelben Exemplare waren schwieriger zu handhaben, weil klebriger, aber das Ergebnis war perfekt.

Schupfnudeln aus Süßkartoffeln

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Zutaten

  • 2 kleinere Süßkartoffeln (etwa 600 g Rohgewicht)
  • 275 Gramm Weizenmehl (erstmal mit 200 Gramm starten, dann langsam an die perfekte Konsistenz herantasten bzw. -kneten)
  • 50 Gramm Speisestärke
  • 2 Eigelbe
  • Salz, Pfeffer, Ras El Hanout, Kreuzkümmel
  • Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung

  • Süßkartoffeln halbieren und bei 175°C im Ofen garen. Das sollte etwa 30 bis 45 Minuten dauern. Noch heiß mit einem Esslöffel aus der Schale lösen und ausdampfen lassen. Pürieren.
  • Restliche Zutaten zugeben und von Hand einkneten.
  • Schupfnudeln aus dem Teig formen. Oder mit zwei Teelöffeln Nocken abstechen. In siedendem Wasser ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.
  • Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und in Butterschmalz von allen Seiten anbraten.

Jetzt kurz zu den Dingen, die „für die Tonne“ waren. Ich fasse mal zusammen:

1. Wenn aufgrund von Personaleinsparungen bei Erkrankung zweier Kolleginnen alle anderen – oder zumindest zwei davon… – derart ins Rudern geraten, dass sie an keinem Tag der Woche pünktlich gehen können, läuft etwas falsch. Überflüssig zu erwähnen, dass diese beiden Kolleginnen „am Ende des Tages“ komplett ausgelaugt und plattiert waren. Dumm, wenn man eine der Beiden ist.

2. Nach der Reparatur ist vor der Reparatur. Die Kamera knipst, aber die Spülmaschine hat leider den Geist aufgegeben. Nach dem Studium zahlloser mehr oder weniger nützlicher Tipps im Netz – inklusive Anschauen unzähliger YouTube-Videos – glaube ich jetzt zu wissen, was der Fehler ist. Ich habe das in der Maschine befindliche, nicht sehr wohlriechende Wasser mit Todesverachtung abgeschöpft, alles mit Küchenkrepp abgetrocknet, die Sockelleiste (leider komplett unnötig) entfernt. Ich habe bei der Gelegenheit MoaS (die „Mother of all Schlonz“) entfernt und die abmontierte Sockelleiste gescheuert. Und dann habe ich die Spülmaschine zweimal aus- und wieder eingeräumt – nur um anschließend die ganze Ladung dreckiges Geschirr von Hand zu spülen. Irgendwann gab ich auf und verschob die Fortsetzung der Aktion (finde die Bodenwanne und den Schwimmer!) auf morgen. Jetzt ist ja ohnehin erstmal alles gespült…

3. Nicht der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Nein! Ich bin das!!! Als ich heute morgen in aller Herrgottsfrühe das Haus verlassen wollte, kam ich zweimal gar nicht klar. Erst suchte ich minutenlang meinen Haustürschlüssel, den ich dann im Schloss der Haustür fand (normalerweise steckt da des Gatten Exemplar und meins liegt in der Garderobe…), und schließlich stand ich am Stellplatz und dachte – innerhalb von Sekunden in Schweiß gebadet und hellwach, mein Auto sei geklaut. Weit gefehlt! Es stand im kurzfristig verwaisten Carport, in dem ich es am Vorabend höchstselbst plaziert hatte.

Kommentar überflüssig…

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