Skrei mich nicht an!

Das ist ja jetzt nun die erste Skreisaison nach dem Lofotenurlaub. Da isst man den Fisch gleich ganz anders. Mit viel mehr Hintergrundwissen. Immerhin waren wir im Lofotmuseet und im Tørrfiskmuseum – und haben einiges über Kabeljau gelernt. Und ich frage mich immer noch, wieso der Mann in der Mitte mit einem Bein im Eimer steht.

Anschließend bereitet man Kabeljau dann auch anders zu . Ehrfürchtiger und andächtiger irgendwie. Letzte Woche gab es schon mal welchen – aber das war so zwischen Tür und Angel (geniales Wortspiel! :D). Gestern hatte ich dann mal richtig Zeit für die Zubereitung. Und das lohnte sich. Fürs heutige Abendessen hängt die Latte jetzt relativ hoch.

Die Reibekuchen sehen dunkler aus als sie waren. Und der Fisch insgesamt viel kleiner als in der Realität. Egal. Ein echtes Highlight. Als Beilage gab es die Kräutertomaten nach Vincent Klink, die ich bereits mehrfach zu verschiedenen Gelegenheiten hergestellt hatte. Und sie waren perfekt.

Die Reibekuchen bestehen nur aus spiralisierten Kartoffeln und Frühlingszwiebelringlein. Der Skrei ist auf der Haut gebraten. Im Prinzip die aufgemotzte Lofotenkombi aus Poteter, Fisk und Tomater.

Kräutertomaten

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Zutaten

  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Teelöffel Thymianblättchen
  • etwas Zitronensaft
  • 1/2 Dose gewürfelte Tomaten
  • 6 schwarze, kernlose Oliven
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  • In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und fein gewürfelte Schalotten mit gequetschtem Knoblauch anbraten. Tomaten zugeben, kurz durchschwenken. Basilikum (in feine Streifen geschnitten), Thymian und fein gewürfelte Oliven zugeben. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und durchziehen lassen.
  • In einer Pfanne Olivenoel erhitzen und fein gewürfelte Schalotten mit gequetschtem Knoblauch anbraten. Tomaten zugeben, kurz durchschwenken. Basilikum (in feine Streifen geschnitten), Thymian und fein gewürfelte Oliven zugeben. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und durchziehen lassen.

Die gleichen „Tomater“ gab es diese Woche schon mal mit Thunfisch und Basilikumgnocchi. Um genau zu sein mit den besten Gnocchi, die ich seit langer Zeit gemacht habe. Das Gute daran? Ich habe das Rezept Punkt für Punkt mitgeschrieben während der Herstellung. Auch gut: Sollten auch ohne Kräuter gehen.

Auf dem Thunfischfoto sind sie nicht angebraten. Die heute mit Petersilie hergestellten Exemplare wurden nach dem Garen in Butter angeschwenkt.

Kräutergnocchi

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Zutaten

  • 400 Gramm mehlig kochende Kartoffeln (geschält gewogen)
  • 1 ordentlicher Stich Butter
  • 1 Eigelb
  • Basilikum oder Petersilie oder... oder... oder...,, eine gute Handvoll
  • Muskat, Salz
  • 25 Gramm Mehl
  • 25 Gramm Hartweizengrieß

Zubereitung

  • Kartoffeln in Salzwasser gar kochen und zweimal (!) durch die Kartoffelpresse drücken. Etwas auskühlen lassen.
  • Muskat, Salz, Ei und Kräuter pürieren. Eventuell etwas Olivenöl zugeben. Mit der Butter zusammen zu den Kartoffeln geben und mit einem Löffel glattrühren.
  • Mehl und Grieß zugeben und mit den Händen einkneten.
  • Immer portionsweise aus dem Teig Rollen in Gnocchidicke formen, in passende Abschnitte schneiden und über ein Gnocchibrettchen rollen (oder über eine Gabel).

Der Teig war perfekt formbar. Nicht zu trocken, nicht zu feucht. Ich hoffe, das klappt demnächst mit einer anderen Kartoffelsorte genauso gut. Fluffigkeitsgrad 10 von 10.

Außer den Gnocchi gab es in Bierteig ausgebackene Schwarzwurzeln. Das wollte ich immer schon mal in Angriff nehmen. So viele Zubereitungsarten, so wenig Zeit. Immerhin wurde der Rosenmontag gut investiert.

Dazu schmurgelten den ganzen Tag lang Ochsenbacken im Ofen. Dieser Geruch… Ich zog zwischenzeitlich kurz in Erwägung, eine davon in die Lüftungsanlage zu stecken, damit der Geruch ungehindert weiter durchs Haus ziehen kann. Kurzfristig sicher eine gute Idee. Langfristig wohl eher nicht.

Zurück zu den Schwarzwurzeln. Eine der wenigen Unternehmungen in der Küche, bei denen ich Handschuhe trage. Von Roter Bete mal abgesehen fällt mir da sonst nicht viel ein. Aber bei Schwarzwurzeln muss das.

Mein Spülbecken, dass in den letzten Wochen ja tatsächlich seinem Namen alle Ehre gemacht hat, sah zwischenzeitlich aus, als ob man ein Hochbeet hineingekippt hätte:

Egal. Es lohnt sich. Wäre mir übrigens durchaus recht, wenn um Schwarzwurzeln ein ebensolcher Hype gemacht würde wie um Spargel. Ich finde die genial – vom Schälen mal abgesehen.

Ich hatte Petersilie im Bierteig. Und statt Parmesan Povolone. Der war noch da und musste weg. Und fürs Foto liegen die Schwarzwurzeln auf einem Küchenhandtuch, da mir das Küchenkrepp ausgegangen war. Verdammt!

Selten habe ich an einem Wochenende soviel frittiert wie an diesem.

Schwarzwurzeln in Bierteig

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Zutaten

  • Kilo Schwarzwurzeln
  • 1 Liter Wasser
  • 2 Esslöffel Essig
  • 1 Esslöffel Mehl
  • 1 Esslöffel Butter
  • 100 Gramm Mehl
  • 2 Eier
  • 75 Milliliter Bier
  • 50 Gramm Parmesan, frisch gerieben (hier: Povolone)
  • 1 Bund Blattpetersilie
  • Salz, Pfeffer
  • Öl oder Fett zum Ausbacken

Zubereitung

  • Schwarzwurzeln waschen und mit dem Sparschäler schälen (Handschuhe!). Geschälte und etwa halbierte Stangen in einen bereitstehenden Topf mit dem Wasser, dem Essig und dem Mehl geben. Alles auf den Herd stellen und etwa zehn Minuten bißfest garen. Abgießen, mit eiskaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.
  • Butter schmelzen. Blattpetersilie fein hacken. 100 g Mehl, die Eier, das Bier, Salz und Pfeffer kräftig verrühren. Die Butter mit einrühren. Den Käse zugeben.
  • Öl erhitzen - Holzkochlöffeltest. Teig kurz durchrühren. Schwarzwurzelabschnitte durch den Teig ziehen und sofort goldbraun ausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und sofort servieren.

Und die Ochsenbacken waren echt so richtig gut. Ich glaube, die waren etwa neun Stunden im Ofen. Und so schmeckten sie auch. Und die Soße erst!

Bin dann mal platt jetzt.

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