Was für eine Woche!

Den wirklich genialen Blogposttitel „Maman habemus!“ (ausdrücklichen Dank dafür in die Hauptstadt :D) habe ich blöderweise verpennt. Nichtsdestotrotz muss natürlich ausdrücklich erwähnt werden, dass dieses Land endlich wieder eine Regierung hat. Zustände sind das hier! Fast wie in Südeuropa! Skan-da-lös! Dazu später mehr. Aber eher essenstechnisch.

Blöd nur, dass diese Regierung praktisch wieder die gleiche ist wie vorher. Also rein inhaltlich. Vielleicht könnte es aber noch schlimmer werden. Immerhin ist die permanent feixende Andrea Nahles „jetzt endlich wer“. Aus der Pellenz im Steilflug an die Macht. Sie ist jetzt ganz oben. Und bei jedem ihrer „Auftritte“ springt einen das an. Das hat immer sowas von „Ätschi! Jetzt ärgert ihr euch, dass ihr mich beim Fastnachtsball in Mayen nicht auffordern wolltet! Das habt ihr jetzt davon!“ Würg…

Und der zweiten SPD-Lichtgestalt Olaf Scholz kommt tatsächlich der geniale Satz, dass die scheidenden SPD-Minister „toll performed“ hätten, über die Lippen. DSDS – Deutschland sucht den Supersozialdemokraten…

Jedenfalls haben wir jetzt das Merkel wieder am Hals. Es folgen weitere Neujahrsansprachen. Und Nichtentscheidungen. Und noch mehr von Muttis Kartoffelsuppe ohne Pürierstab. Ich weiß. Ich kann gerade meine Begeisterung und Rührung kaum in Worte fassen. Und dabei bin ich noch gar nicht auf den neuen Innenminister eingegangen. Kann ich jetzt auch nicht. Das geht nur häppchenweise. Ich reg‘ mich immer gleich so auf. Egal. Also dann halt nochmal vier bleierne Jahre mit Teflon-Mutti. Man ist ja Leid gewohnt bzw. ist ja kein Neuland…

Wenden wir uns Erfreulicherem zu: die Aldi-Filiale am Mainzer Hauptbahnhof hat am Montag wieder ihre Pforten geöffnet. Unglaublich, wie lang zweieinhalb Monate sein können! Jedenfalls steht im Büro jetzt seitdem ein wirklich netter Gerberastrauß aus den zur Begrüßung überreichten Exemplaren.

Und dann haben wir noch jeweils eine Einkaufstasche geschenkt bekommen. Meine ist schweinchenrosa und wurde bereits als Altglastasche abkommandiert. Einkaufen gehe ich damit sicher nicht. Pünktlich zu den Gartenangeboten hat das Ding jetzt jedenfalls wieder geöffnet. Praktisch. Trotzdem wird wahrscheinlich die Spirituosenabteilung nach wie vor die Topumsatzquelle bei diesem Laden sein. Sei’s drum!

Das Essen ging diese Woche flott von der Hand. Am Donnerstag nach meinem Zahnarttermin besonders flott: Da belegte der Gatte sich zwei Brötchen.

Ansonsten ging es Richtung Südeuropa. Wir sind jetzt beim oben angekündigten Thema! Die Muscheln vom Portugiesen landeten auf Capellini. Und zwar angelehnt an ein Rezept von Cornelia Poletto, das bereits seit ewiger Zeit auf Halde liegt.

Und es hat mich nicht enttäuscht. Jederzeit wieder – wenn auch vielleicht mit Muscheln, deren Fleisch etwas… nennen wir es spürbarer ist. Und dann werden drei Viertel der Muscheln „entschalt“ vor dem Servieren. Aber wie gesagt: Es war köstlich. Der Muschelsud war ein Traum.

Spaghetti alle Vongole

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Zutaten

  • 1 Kilo Venusmuscheln
  • 300 Gramm Spaghetti
  • Meersalz
  • 2 getrocknete rote Chilischoten (je nach Schärfe und persönlichem Geschmack mehr oder weniger)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Glas Ofentomaten aus dem Vorrat
  • 10 schwarze Oliven, entsteint und halbiert
  • Olivenöl
  • 100 Milliliter Weißwein
  • 100 Milliliter Sahne
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  • Muscheln unter fließendem kaltem Wasser gründlich waschen, abtropfen lassen und bereits geöffnete Exemplare entfernen.
  • Die Pasta in kochendem Salzwasser bissfest garen.
  • Den Knoblauch schälen und in feine Würfelchen schneiden. Die Chilischoten fein hacken. Die Petersilie hacken.
  • Eine große Pfanne erhitzen und das Öl hineingeben. Knoblauch und Chili darin anbraten, bis der Knoblauch leicht gebräunt ist. Tomaten zugeben, Weißwein und Sahne angießen. Alles kurz aufkochen lassen, dann Muscheln hineingeben und Deckel auflegen. Einige Minuten garen, bis die Muscheln geöffnet sind. Geschlossene Exemplare unbedingt entsorgen. Die abgetropften Spaghetti, die Oliven und die Petersilie untermischen. Mit Meersalz und Pfeffer abschmecken.

Während ich das Poletto-Rezept zubereitete, erinnerte mich das doch sehr – allerdings ohne Muscheln – an etwas, das ich vor einigen Jahren von einem Kochkurs in Ingelheim im „Millennium“ bei Mimmo Nicoli hergestellt hatte. Das war eigentlich nicht Bestandteil des Kurses gewesen, sondern ergab sich so mittendrin ungeplant. Und es schmeckte toll und kam mittlerweile recht häufig hier auf den Tisch. Eben immer, wenn kaum Zeit zum Kochen blieb. Selbst ohne vorbereitete Chili- und Knoblauchwürfel dauert es nicht länger als maximal zwanzig Minuten bis die Teller auf dem Tisch stehen.

Und das riecht so gut!

Schnelle Pasta à la Mimmo Nicoli

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Zutaten

  • 300 Gramm Spaghetti
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Chilischote (nach Geschmack)
  • Olivenoel
  • 1 Bund gehackte Petersilie
  • 1 Dose stückige Tomaten ein Glas Ofentomaten aus dem Vorrat
  • etwas Pecorino zum Bestreuem
  • Basilikum in feinen Streifen

Zubereitung

  • Spaghetti in kochendem Salzwasser garen.
  • Knoblauch und Chili in sehr feine Würfelchen schneiden. Ich greife hier zu Vorräten: confierter Knoblauch und confierte Chili in Öl. Heute musste ich feststellen, dass ich das letzte Knoblauchglas aufgebraucht hatte. Da haben wir doch gleich eine sinnvolle Aufgabe für morgen.
  • Öl erhitzen. Knoblauch und Chili zugeben und leicht anbräunen. Petersilie zugeben und kurz anfrittieren. Tomaten zugeben, Hitze etwas reduzieren und alles – während die Nudeln garen – einköcheln lassen.
  • Nudeln abgießen und in die Pfanne geben, ordentlich durchrühren, Spaghetti portionsweise auf Teller geben und Soßenreste darauf verteilen. Mit geriebenem Pecorino bestreuen und Basilikumstreifen darauf geben. Fertisch!

Und jetzt ist es endlich auch mal ordnungsgemäß abgelegt. So! Ehre, wem Ehre gebührt.

Gestern fand ich dann eine Überraschung meiner Mutter vor, als ich nach Hause kam: einen Häschenausstecher. Mit sowas kriegt man mich ja. Sie hatte mir unter der Woche ein Foto von Häschenplätzchen geschickt, die sie gerade gebacken hatte – und ich geriet ein wenig in Euphorie ob der Form.

Daraufhin kontaktierte sie hinter meinem Rücken den Gatten, schickte ihn in den nächsten Lidl und trug ihm auf, ein Pfund Sanella zu besorgen, das als Goodie den Ausstecher mitbrachte. Die Freude war groß!

Jetzt heißt es bloß noch eine Verwndungsmöglichkeit für die Margarine zu finden. Verdammt! Ich weiß nicht mal mehr, wann ich zum letztenmal welche im Haus hatte. Glücklicherweise gibt es hier ein ererbtes Sanella-Backbuch. Ich muss es bloß noch finden…

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