Der erste Gartenmuskelkater & Zypern auf dem Teller

Gestern ging an der Gartenarbeit praktisch kein Weg vorbei. So ein herrliches Wetter! Ein wahre Wohltat. Weniger wohltuend der anschließende Muskelkater und die Operationen, mittels derer ich etliche Splitter und Stacheln aus meinen Händen entfernen musste. Vielleicht steckt doch ein tieferer Sinn dahinter, dass der Gatte Gartenhandschuhe trägt? Sei’s drum! Hauptsache Sonne.

Die Frühlingssache hat nur einen Nachteil: Das schöne Wetter lockt auch die Nachbarn aus dem Haus… Vor allem die mit nervigen Kleinstkindern, Rasenmähern und überdimensionierten Grills. Während wir so nebenbei also eine akustische und olfaktorische Vorschau auf die folgenden Schönwetterwochenenden erhielten, arbeiteten wir uns konsequent durchs Beet vor dem Haus. Das hatte es nach dem Winter besonders nötig.

Jetzt können die Lilien austreiben. Jetzt haben sie Platz.

Anschließend ging es an den Kirschlorbeer. Ich sag‘ nur: Liebling, wir haben die Hecke geschrumpft! Und das war erst der Anfang. Wir transportierten drei Kombiladungen zum Grünabfall. Das muss jetzt flott gehen, bevor die Vögel in Nestbaulaube kommen und wir am Ende die Brut stören.

Ansonsten sprießt und sprotzt es allüberall ganz prächtig. Eine Auswahl:

Ich erwäge übrigens später am Tag „anzuschaukeln“. Dazu muss ich nachher nur die Hollywoodschaukel auspacken und mit Polstern bestücken.Vielleicht quietscht sie ja. Dann kann ich mich auf billigste Art und Weise an den Nachbarn rächen.

Bevor heute morgen der Muskelkater kam, gab es aber gestern Abend noch ein „Urlaub revisited“-Abendessen mit zypriotischen Meze. Dass ich mir zwei neue Brandblasen zugezogen habe, als ich das Knoblauchbrot ohne Topflappen unter dem Grill hervorziehen wollte, ignorieren wir an dieser Stelle mal. Das Essen schmeckte trotzdem ausgezeichnet.

Drei Rezepte hätte ich dann auch schon mal zu bieten:

Souvlakia

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Zutaten

  • 200 Gramm Schweinefleisch
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • Oregano
  • 1 Zwiebel
  • 1 Spitzpaprika
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  • Schweinefleisch würfeln und mit passend großen Paprika und Zwiebelstücken auf Holzspieße stecken.
  • Aus Olivenöl, Zitronensaft und Oregano eine Marinade herstellen und Spieße darin für eine Weile einlegen.
  • Mit Salz und Pfeffer würzen. Auf einem heißen Holzkohlegrill (hier heiße Grillpfanne) braten. Die Spieße dabei regelmäßig wenden, bis das Fleisch von allen Seiten gleichmäßig gegart ist.
  • Mit feingehackter Petersilie servieren (hier: wurde leider vergessen, weil ich Brandwunden zu kühlen hatte...).

Kolokithakia me awga

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Zutaten

  • 1 kleinerer Zucchino
  • 2 Eier
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft

Zubereitung

  • Zucchino in mundgerechte Stücke schneiden.
  • Anschließend in etwas Olivenöl scharf anbraten, bis er gar ist und rundum etwas angeröstet.
  • Eier zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Unter Rühren so lange kochen lassen, bis die Eier gestockt sind.
  • Mit einem Spritzer Zitronensaft servieren.

Manitaria Afelia

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Zutaten

  • 500 Gramm Pilze (hier: Champignons, Birkenpilze, Kräuterseitlinge)
  • 1 Zwiebel
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 150 Milliliter Rotwein
  • 1 Teelöffel Koriandersaat, zerstoßen
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  • Pilze in größere Stücke teilen. Zwiebel schälen, klein hacken und in Olivenöl andünsten, bis si weich ist.
  • Pilze zugeben und bei mittlerer Hitze garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
  • Wein, Koriandersaat, Salz und Pfeffer dazugeben. Weiter köcheln, bis alles eindickt und eine leichte Soße entsteht.

Am Knoblauchbrot und am Halloumi arbeite ich derweil nochmal. Für’s Knoblauchbrot beabsichtige ich, erstmal zypriotisches Brot zu backen und es dann daraus herzustellen. Vielleicht baue ich dazu auch erst einen von den zypriotischen Backöfen in den Garten, die dort jeder hat. Der Halloumi war mir zu panadelastig. Und dann gehört da noch Sirup drüber.

Für die Kartoffeln braucht es kein Rezept. Ich habe sie vorgekocht – zypriotische Kartoffeln übrigens witzigerweise, die der Tegut derzeit aus der Larnaca-Gegend im Sortiment hat -, in Spalten geschnitten und anschließend fritiert. SPF! Salz, Pfeffer, fertisch!

Im Hochbeet steht derweil der letzte Grünkohl. Ich glaube, den vergesellschafte ich heute Abend mit noch einem zypriotischen Rezept, das ich ausgewählt habe, um das restliche Schwein zu „verbraten“. Dazu sollte er eigentlich passen. Notfalls Kreuzkümmel und Koriandersaat ran – dann schmeckt er schon irgendwie passend.

Und der begrenzte Hochbeetplatz ist frei für Frisches. Ich bin dann mal schaukeln!

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