Am Herd

Tuesday, 11. october 2011 2 11 /10 /Okt. /2011 17:53

48---Drau-en 3364Heute waren dann die Sträucher dran. Johannisbeeren und Stachelbeere zogen in den hinteren Teil des Gartens um. Für die Gojibeere wurde es ein trauriger Tag. Nach langem Hin und Her - das Ding ist hässlich wie die Nacht und hat bisher keinerlei Anstalten gemacht, etwas anderes als Laub hervorzubringen - setzten wir es feierlich bei. Ja, o.k., wahnsinnig feierlich war das nicht. Es liegt noch neben dem Kompost. Und tschüss, Lügenbeere!

Weiterhin schafften wir Platz für den neuen Weinbergpfirsich aus dem Klostergarten. Er hat einen hübschen Standort neben den Himbeeren und dem Rhabarber gefunden. Genug Sonne sollte er da bekommen und etwas windgeschützter als sein weißfleischiger Bruder steht er dort auch. Mal gespannt, wie er den Winter verkraften wird.

Ansonsten unternahm ich noch einen Waldspaziergang mit Kamera, der mich allerdings trotz gemächlichen Tempos ziemlich zum Schwitzen brachte. Fit bin ich immer noch nicht. Aber schön war's im Wald! Es ist richtig herbstlich geworden. Ich hatte das Makro dabei und brachte ein paar Fotos mit: Klick! Klick! Klick!

Um nochmal auf den gestrigen Kohlrabi-Auflauf zurückzukommen - das ging etwa so:
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Kohlrabi-Hackfleisch-Auflauf
Zutaten (für vier Personen):
1 dicker, fetter Kohlrabi (oder zwei normal große Exemplare)
die gleiche Menge vorgekochter Pellkartoffeln
Oel
500 g Hackfleisch, halb und halb
2 Zwiebeln
1/2 Tube Tomatenmark
200 g Cocktailtomaten
Salz, Pfeffer
200 ml Sahne
100 ml Milch
1 Packung Schmelzkäse (Schande über mich, aber der lag da so im Kühlschrank rum und musste weg... :D )
200 g grob geriebener Bergkäse
reichlich Muskat
Zubereitung:
Eine große Auflaufform fetten. Den Kohlrabi schälen, jeweils vierteln und in dünne Scheiben schneiden. In Salzwasser und etwas Brühe blanchieren. Die Kartoffeln ebenfalls schälen und in Scheiben schneiden. Cocktailtomaten vierteln oder halbieren (je nach Größe).
Die Zwiebeln würfeln und in einer hohen Pfanne anbraten, Hackfleisch zerkrümeln und zugeben, salzen und pfeffern und kräftig anbraten. Zum Schluss das Tomatenmark kurz mit anschwitzen lassen, Hitze reduzieren und die Tomaten kurz mit dünsten lassen.
Sahne und Milch in einem Topf erhitzen, Schmelzkäse darin auflösen und kräftig salzen, pfeffern und mit Muskat abschmecken.
In die Auflaufform erst eine Lage Kartoffelscheiben, dann die Hälfte des blanchierten Kohlrabis, darauf das Hackfleisch mit den Tomaten, wieder Kohlrabi und zuletzt eine Kartoffelschicht geben. Zwischen den Lagen jeweils etwas salzen und pfeffern. Zuletzt die Sahne-Käse-Mischung darüber gießen, den restlichen Bergkäse darauf streuen und für etwa 30 Minuten bei 180° C Umluft (200° C Ober-/Unterhitze) in den Ofen schieben. Falls nötig am Ende kurz Hitze erhöhen und auf Oberhitze oder Grill schalten, damit der Käse schön gebräunt wird.
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Sehr lecker jedenfalls. Beim Einsatz von Crème fraîche kann man sicher auf den Schmelzkäse verzichten, aber meine 'Soße' war etwas sehr flüssig, als ich sie angießen wollte... Das ist sicher noch verbesserungsfähig, aber auf die Schnelle war es ein leckeres Essen. Und der Kohlrabi schmeckt vielleicht auch Menschen, die ihn nicht wirklich lieben. Mit den beiden verbliebenen Knollen werde ich etwas Artgerechteres anstellen. Versprochen!

von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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Friday, 7. october 2011 5 07 /10 /Okt. /2011 18:23

41 - Nutzgarten 5069... fühle ich mich immer noch. Und total fertig. Allerdings hebt gerade die Tatsache, dass heute der letzte Arbeitstag vor einer Woche wohlverdientem Urlaub war, meine Stimmung. Ich kann mich noch freuen. Es ist also noch nicht ganz aus mit mir.

Als ich mich heute endlich - mit Verspätung - auf den Heimweg machte, fühlte ich mich ungefähr so: *wieher* In der Realität hätte ich das natürlich nicht überlebt. In meinem jetzigen Zustand wäre ich nach zwei Galoppsprüngen zweifellos ein Fall für den Abdecker gewesen...

Um meine Nützlichkeit auch nach meiner Heimkehr zu beweisen, begab ich mich trotz meines bemitleidenswerten Allgemeinzustands unmittelbar in den Garten und erntete unter Auferbietung meiner letzten Kräste, sämtliche Wurzelgemüse - sprich: Karotten, Pastinaken und Knollensellerie - plus den restlichen Fenchel, eine fette Zucchini und etws Mangold. Eine sinnlose Aktion, die letztendlich - zumindest für den Augenblick - selbst mich von meiner völligen Nutzlosigkeit überzeugte. In Schweiß gebadet und entkräftet schleppte ich schließlich die Beute ins Haus.

Blöderweise war mein Plan - ich hatte ihn selbstverständlich in Zeiten blühender Gesundheit gefasst - damit nicht erfüllt. Der ganze Kram musste gewaschen, geputzt und geschnippelt werden. Verdammt! Am Ende kam ich auf ein geschnippelte Gemüsegewicht von 4200 Gramm netto. Dazu gesellten sich reichlich Salz und ein wenig Wasser. Das ganze Zeugs wurde gedünstet, püriert und in vorher sterilisierte Twist-Off-Gläser abgefüllt.

Das entlastet das Gefrierfach und ergibt eine perfekte Suppen- und Soßengrundlage für den Winter. Dadurch werde ich einiges an Gemüsefond einsparen. Und das lästige Geschnippel bei jeder kleinen Soße fällt auch flach. So denke ich mir das jedenfalls mal. Im Topf landeten zu annähernd gleichen Teilen Knollensellerie, Karotten, Zucchini, Pastinaken, Lauch, etwas Fenchel und reichlich Petersilie.

Dank des relativ hohen Salzanteils dürfte sich diese Paste auch nach dem Öffnen des Gläschens im Kühlschrank noch recht lange halten. Ursprünglich hatte ich eine kalte Verarbeitung mit fein geriebenem Gemüse geplant, diesen Plan aber dann zugunsten der vermutlich längeren Haltbarkeit der heißen Konservierungsmethode verworfen. Wir werden sehen...

Jetzt ist jedenfalls erstmal Feierabend. Und morgen schauen wir mal, wie matschig ich noch bin. So langsam sollte sich mein Zustand bessern, damit ich den Urlaubstagen gewachsen bin. Wir haben ja schließlich etwas vor. 

von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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Saturday, 1. october 2011 6 01 /10 /Okt. /2011 15:00

apfelkompott - äpfel... keeps the doctor away." Der nächste Arzttermin steht uns dann wohl erst wieder in ein paar Jahren bevor. Nach den Mirabellen durchliefen noch acht Kilo Äpfel die Küche. Und endeten schließlich als Apfelkompott und Apfelmus. In jeweils zwölf Gläsern. Damit sollte die größte Hungersnot gebannt sein.

Jetzt bin ich aber auch wirklich nicht mehr bereit, noch einen einzigen Apfel zu schälen. Jedenfalls heute nicht mehr. Gegen Ende fragte ich mich, ob man vom Apfelschälen eine Art Tennisarm - einen Apfelarm - bekommen kann. Besonders die kleineren Exemplare, die ich als faule Hausfrau natürlich bis zuletzt vor mir her geschoben hatte, machten mir dann doch zu schaffen.

Letztendlich sind die richtigen Äpfel von richtigen Bäumen eben doch keine Konfektionsware aus dem Supermarkt, sondern Designer-Unikate. Und so schmecken sie auch. Und deshalb haben sie auch eine Behandlung verdient, die im Endprodukt ein Kompliment an ihre Einzigartigkeit ist.

Wie auch immer: 24 apfelige Gläschen können nach ihrer Etikettierung nun zu ihren Apfelchutney-Freunden in den Kellerersatzraum wandern. Dort füllen sich die Regale zur Zeit extrem. Natürlich ist das Ding zu klein, wenn der Konservierungswahn Besitz von einem ergriffen hat. Beruhigend ist nur, dass die Vorräte im Winter nur verbraucht werden und sich nichts Neues hinzu gesellt.

Aber jetzt estmal zur laufenden Produktion. Die Gewürzzusammenstellung für das Kompott habe ich bei Frau Poletto 'geklaut', jedoch nach Geschmack die Mengen verändert. Jedenfalls so in etwa. Auch hier wird wieder der Großteil des Zucker zu Beginn karamellisiert (wie bei den Mirabellen). Nehmt dies:
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Apfelkompott
Zutaten:
4 kg Äpfel
etwas Zitronensaft
250 g Rohrohrzucker
1 l naturtrüber Apfelsaft
3 Zimtstangen
Mark von drei Vanilleschoten plus Schoten
3 Sternanis
20 Pimentkörner
1/2 TL Macis
250 ml Calvados
Zubereitung:
Äpfel schälen, entkernen und würfeln. In einer mit Wasser und etwas Zitronensaft gefüllten Schüssel zwischenlagern.
Zucker in einem ausreichend großen Topf karamellisieren und mit dem Apfelsaft ablöschen. Merke: Dunstabzug auf höchste Stude und etwas zurücktreten beim Ablöschen! Alles weiterköcheln, bis sich der Karamell vollständig aufgelöst hat. Gewürze, Vanillemark und Schoten zugeben und etwa 30 Minuten einkochen lassen. Sirup durch ein Sieb geben, um die Gewürze zu entfernen.
Apfelstückchen und Calvados zugeben. Nochmals kurz köcheln lassen und heiß in sterilisierte Gläser füllen. Fest verschließen.    
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Apfelmus
Zutaten:
5 kg Äpfel
restlicher Sud vom Apfelkompott
150 g brauner Rohrohrzucker
100 ml trockener Weißwein
etwas Zitronensaft
Zubereitung:
Äpfel wie beim Kompott schälen, entkernen und würfeln. In den restlichen Sud geben. Diesen mit Zucker und Weißwein auffüllen. Etwa 30 Minuten einkochen lassen und anschließend mit dem Pürierstab zerkleinern. Noch heiß in saubere Gläser füllen und sofort verschließen.
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So. Genug für heute. Feierabend! Jetzt gehe ich erstmal gemütlich kochen. Der Bauherr wird gleich nach harter Arbeit nach Hause zurückkehren. Und da möchte ich als liebendes Weib etwas Nahrhaftes auf den Tisch bringen. Außerdem kriege ich so langsam selbst Hunger....

von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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Saturday, 1. october 2011 6 01 /10 /Okt. /2011 12:57

mirabellenkompott - poserfotoTrès Mira-belle! Überrascht stellte ich heute fest, dass exakt der richtige Tag zum Abgießen des Mirabellenliköransatzes erreicht war. Dann also ab mit dem Zeug in die Flaschen! Und ich muss sagen - obwohl das edle Gesöff noch sechs Wochen durchziehen soll -, dass es geschmacklich wirklich toll geworden ist. Mein Ansatz ergab knapp 1,5 Liter Likör.

Und da stand ich nur  mit den armen, beschwipsten Mirabellen, die ja eigentlich ihre Pflicht erfüllt hatten. Aber sie rochen so gut. Und obwohl Ertrinken in Wodka ja nicht der schlechteste Tod ist, beschloss ich, ihnen ein zweites Leben einzuhauchen. Ich bastelte daraus immerhin noch sechs Gläschen Mirabellenkompott. Die Früchte waren echt zu schade zum Entsorgen.
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Mirabellenlikör
Zutaten:
2 kg sehr reife Mirabellen
2 Flaschen Wodka à 0,7 Liter
1 Pfd brauner Rohrohrzucker
Zubereitung:
Mirabellen waschen und zur Hälfte rundherum einschneiden. Anschließend in ein sehr großes, verschließbares Konservenglas füllen und Zucker darüberstreuen. Mit dem Wodka auffüllen und fest verschließen. Kühl und dunkel etwa zwei Monate lagern. Gelegentlich umdrehen und schütteln, damit sich der Zucker auflöst.
Nach der Ansatzzeit durch ein mit Küchenkrepp ausgelegtes Sieb filtern und in Flaschen füllen. Nochmals sechs Wochen reifen lassen. 
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Beschwipstes Mirabellenkompott
Zutaten:
1 kg vom Einlegen in Wodka sturzbetrunkene Mirabellen
100 g brauner Rohrohrzucker
125 g trockener Weißwein
etwas Zitronensaft
250 ml Wasser
1 Zimtstange
Mark einer Vanilleschote
150 g Gelierzucker
Zubereitung:
Die Mirabellen entsteinen und beiseite stellen. Aus meinen ehemals zwei Kilo war am Ende ein gutes Kilo geworden.
Zucker im Topf karamellisieren und mit dem Wasser ablöschen. Vollständig loskochen lassen. Weißwein, Zimt, Vanille und Zitronensaft zugeben, kurz wallend aufkochen und nochmals 15 Minuten köcheln lassen. Dann Zimtstange herausfischen und Gelierzucker und Mirabellen zugeben. Wieder 15 Minuten köcheln lassen. In steriliserte Gläser füllen und gut verschließen.
Das Sterilisieren habe ich übrigens heute zum ersten Mal im Dampfgarer erledigt. Perfekt! Diese Methode wird ab sofort ausschließlich angewandt.
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Das Kompott kann ich mir gut z.B. mit Ziegenkäse vorstellen. Oder auch zu Desserts. Der Winter wird sicher genug Gelegenheiten bieten, das ein oder andere der Gläschen zu öffnen. Apropos 'Gläschen': Jetzt steht noch das Apfelkompott an.

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Thursday, 29. september 2011 4 29 /09 /Sept. /2011 23:59

Apfelchutney - im topfOder zumindest bis der Schlaf kommt. Nach der Zubereitung von Apfelchutney aus sechs Kilo Äpfeln sank ich gestern erschöpft in Morpheus' Arme. Dabei wollte ich eigentlich nur kurz eine Pause zu "Der Name der Rosi" einlegen. Keine Chance. Da war der Ofen aus.

Immerhin standen 15 fertig abgefüllte Chutney-Gläser in der Küche. Und da stehen sie auch jetzt noch. Leider hat niemand in unserer Abwesenheit aufgeräumt und gewischt. Darum kümmere ich mich dann gleich irgendwann.

Der Rest des Tages bestand aus Arbeit und den Festlichkeiten zum Betriebsjubiläum einer Kollegin. Nach 40 Jahren ist man eher geneigt zu kondolieren als zu gratulieren. "Wir bitten von Beileidsbezeigungen beim Sektempfang höflichst Abstand zu nehmen." Am Ende war es ganz lustig und die Platten mit den Schnittchen (Klick! Klick! Klick!) boten niedliche Fotomotive. Von den Kolleginnen und Chefs mal abgesehen.

Aber zurück zum Chutney. Da lege ich jetzt mal noch das Rezept - heruntergerechnet auf etwas ein Kilo Äpfel - nach.
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Apfelchutney
Zutaten:
1 kg Äpfel, möglichst sauer
150 g rote Zwiebeln
100 g Schalotten
Schale und Saft einer Bio-Zitrone
250 ml weißer Balsamico
1 Knoblauchzehe
150 ml Calvados
350 g Zucker
50 ml Rotisseur-Senf
1 TL gemahlene Nelken
1 TL gemahlener Zimt
1/2 Chilischote
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Zwiebeln, Schalotten und Knoblauch ebenfalls würfeln. Alle Zutaten zusammen in einen Topf geben und unter gelegentlichem Umrühren etwa 90 Minuten köcheln lassen.
Heiß in Twist-Off-Gläser füllen und sofort verschließen.
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So. Das war schon mal gestern. Heute folgt. Falls ich nicht nach der Küchensäuberung wieder ins Koma falle...

von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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