Futterstelle & Nistkasten

Tuesday, 27. april 2010 2 27 /04 /Apr. /2010 23:01

27 - Tierisches 5180Vor dem Bürofenster war heute morgen die Hölle los. Spatzen, Meisen, Grünfinken, Amseln. Und über Nacht war sogar unsere Hirse angefressen worden, die seit Tagen unberührt am Ast hängt. Die Spatzen zumindest scheinen davon begeistert zu sein. Immerhin haben wir es heute auch geschafft, adäquates Sommerfutter für die Meisen zu bestellen. Das Päckchen sollte innerhalb der nächsten Tage ins Büro geliefert werden. Für meine "Haus"-Meisen habe ich gleich auch noch ein bißchen was mit geordert.

Nach einem überlangen Arbeitstag traf ich schließlich zu Hause ein. Ein Blick auf den "Galgen" genügte: Die Erdnuss-Stange war verschwunden. Und lag auch nicht irgendwo am Boden. Die einzigen Vögel, die in der Lage sein dürften, das ganze Teil wegzuschleppen, sollten die Elstern sein. Mahlzeit! Ich ersetzte sie durch einen Meisenring.

Während des Gießens musste ich feststellen, dass alle "meine" Vögel heute irgendwie aufgeregt waren. Die Elstern balgten sich zu viert auf dem Nachbargrundstück. Drei völlig übermotivierte Rotkehlchen veranstalteten eine ziemlichen Aufruhr. Und auf dem Dach der Rasenfetischisten attackierten sich drei Vögel, die hier bislang noch nicht aufgetaucht waren. Ich bin mir nicht wirklich sicher, um was es sich handelt (Einzelfoto in übler Qualität, Kampffoto).

Seltsam: Zehn Töpfchen mit Küchenkräutern habe ich ausgesät. In einem davon wuchert es. Die restlichen neun halten sich extrem bedeckt, d.h. man sieht absolut nichts. Zum Trost sind einige Sonnenblumen gekeimt und machen auch einen recht stabilen Eindruck. Immerhin...

Zu essen gab es heute wieder Spargel. Diesmal grünen. Nach diesem Rezept: "Grüner Spargel im Schinken-Kartoffel-Mantel" auf Chefkoch.de. Es war köstlich! Die angegebene Zubereitungszeit ist irgendwie mal wieder ein Scherz. Ich bin ja nicht wirklich eine auffallend langsame Köchin, aber die Zubereitung des Gerichts nahm auch ohne das Gratinieren deutlich mehr Zeit in Anspruch als angegeben. Nichts neues. Liegt vielleicht doch an mir... Jedenfalls lohnte es sich. Wirklich lecker. Fotos gibt es allerdings keine. Die im Rezept verlinkten sind zudem außergewöhnlich gut.

von MrsFlax - veröffentlicht in: Futterstelle & Nistkasten
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Wednesday, 21. april 2010 3 21 /04 /Apr. /2010 17:39

Verschiedenes & Details III 4629bJa, er war wieder da. Der Eichelhäher. Der Westerwelle unter den Vögeln. Oder eben - wie meine Lieblingskollegin daraufhin meinte - der "Bohlen unter den Dohlen". Das charakterisiert ihn wirklich absolut treffend. Er landete mal wieder mit ganz großem Tam-tam. Die Meisen, Spatzen und anderen Kleinvögel hatten unverzüglich und widerspruchslos den Abgang zu machen, als er sich unseren Erdnüssen näherte. Bis auf eine winzige, aber äußerst renitente Blaumeise verabschiedete sich die ganze peinliche Gesellschaft auch unverzüglich. Die Blaumeise wurde daraufhin äußerst aggressiv angeflogen und höchstpersönlich in die Flucht geschlagen. Super, Eichelhäher! Ganz groß!

So langsam wünsche ich mir einen zweiten bösen Vogel, der es dem Eichelhäher mal so richtig zeigt. Einen, der stärker ist. Und richtig abgrundtief gemein. Und der Eichelhäher hasst und Meisen mag. Gibt es einen derartigen Vogel? Ich würde ihn auch irgendwo abholen und anschließend wohlbehalten wieder zurück bringen. Versprochen!

Irgendwie war heute ohnehin ein sehr vogelreicher Tag. Die Kamera hatte ich im Büro dabei, weil eine meiner Kolleginnen letzthin bei einem einsamen langen Dienst ein Eichhörnchen an der Futterstelle entdeckt hatte. Das sollte mir natürlich nicht entgehen. Wie erwartet tauchte es aber heute nicht auf. War ja irgendwie klar.

Dafür erschienen aber diese Beiden: eine Nicht-Kohlmeise-nicht-Blaumeise und ein Nicht-Spatz in Gesellschaft etlicher Spatzen (siehe auch hier). Bei der Meise tippe ich mal auf eine Tannenmeise, der Nicht-Spatz scheint ein Grünling-Weibchen zu sein, dass sich in einer schweren Identitätskrise befindet, also eigentlich ein Fink.

Kommt noch die Amsel hinzu, die sogar einmal ausnahmsweise auf einem Zweig Platz nahm, statt wie üblich außerhalb meines Blickfeldes am Boden herumzukreuchen, und der Schwarm Stare, der mich bei meiner Heimkehr vor dem Küchenfenster erwartete. Ich habe 18 Vögel gezählt, wovon allerdings einer ein etwas desorientiertes Amsel-Männchen war. 

Mein einziges Identifikationsproblem momentan betrifft einen wirklich sehr hübschen Vogel, der neuerdings hier zu Hause auftaucht. Am Sonntag saß er z. B. auf dem Zaun vor meinem Küchenfenster. Ich tippe mal auf eine Meise. Die Größe stimmt ungefähr, die Kopfzeichnung ebenfalls, aber er ist irgendwie komplett schwarz-weiß. Und als ich mit der Kamera herbeieilte, war er wieder weg. Das ist mir bereits ein paar Mal passiert. Das Mistvieh erwische ich irgendwie nicht.

Und während dieser ganzen ornithologischen Betrachtungen ist der zu erwartende Wolkenkratzer auf dem benachbarten Grundstück gottlob nicht so weit gediehen, dass wir bereits am kommenden Wochenende den Feldbergblick verstellt haben werden. Momentan sieht es eher aus, als ob ein zweiter Feldberg darauf errichtet werden soll. Mal gespannt, ob die Baufirma mit den Arbeiten zuerst am Keller des Hauses oder an der Asphaltierung der Serpentinen beginnt. Vielleicht ein Radfahrer, der ein Trainingsgebiet direkt vor der Haustür haben möchte?

von MrsFlax - veröffentlicht in: Futterstelle & Nistkasten
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Friday, 16. april 2010 5 16 /04 /Apr. /2010 18:27

27 - Tierisches 4348Nachdem die Bürostunden heute überraschend flott vergingen, begab ich mich zu einem neuen Friseurversuch in einen Salon in der Nähe meines Arbeitsplatzes. Vorab: Meine Haare sind nicht dünner als vorher. Nach der leidvollen Erfahrung von vor ein paar Wochen war ich ja bereits auf das Schlimmste gefasst, aber das Gegenteil war der Fall. Der Friseur war sympathisch, das Ergebnis zufriedenstellend und promitechnisch bin ich dank der "Gala" auch endlich mal wieder auf dem neuesten Stand. Der nächste Termin wird mit Sicherheit an gleicher Stelle stattfinden.

Nach kurzem Zwischenstopp zu Hause ging es dann nochmal in unsere Lieblings-Baumschule, die an diesem Wochenende mit Prozenten und Kinderbelustigung wirbt. In die Hüpfburg habe ich mich nicht so recht getraut, aber zwei Stauden gingen immerhin in unseren Besitz über. Ein Sonnenhut und ein Phlox. Da wir etwas knapp ankamen und nicht mehr viel Zeit bis zum Ende der Geschäftszeit blieb, haben wir beschlossen, morgen nochmals in Ruhe vorbeizuschauen. Der Bauherr hat sich in ein herrliches Mandelbäumchen verliebt, dessen Preis wir aber leider nicht in Erfahrung bringen konnten, da Mitarbeiter, die man danach hätte fragen können, etwas dünn gesät waren. Ohnehin dürfte das Verkaufssystem dort eines der kompliziertesten der Welt sein. Und bei jedem Besuch werden wir von der Seniorchefin an der Kasse angemault, weil wir das riesige "Keine Selbstbedienung"-Schild mißachtet und uns mit Pflanzen und ohne "Zettel" Richtung Kasse begeben hatten. Diesmal dachte ich wirklich, sie klatscht mir gleich eine. Freundlicherweise blieb es bei einem gezischten "Wenn diese Selbstbedienerei nur nicht wäre...", bevor sie uns mit Todesverachtung unseren Preis errechnete. Nix wie raus! Für morgen müssen wir uns dringend eine geeignetere Strategie zurecht legen. Man will es ja nicht darauf anlegen, am Ende doch noch öffentlich geteert und gefedert zu werden.

Bei unserer Rückkehr erwartete mich dann noch eine freudige Überraschung: Kohlmeisen-Alarm am "Galgen"! Ein Foto bekam ich nicht, aber das schmälerte die Freude keinesfalls. So langsam scheint sich bei den Meisen herumzusprechen, dass es bei uns etwas Gutes gibt. Auch wenn kein Schnee liegt. Meine Hoffnung, am Ende doch noch ganze Vogelschwärme verköstigen zu dürfen, stieg deutlich an. Es wird doch!

Ich denke, ich werde mich jetzt nochmal auf die Terrasse begeben, um endlich die Pflanzscheiben mit den Küchenkräutersamen zum Einsatz zu bringen. Und vielleicht bei der Gelegenheit auch endlich mal die Sonnenblumensamen in einem Töpfchen verstauen. "Lockt Vögel an" steht immerhin auf dem Tütchen. Das wollen wir doch mal sehen! 

Nachtrag: Zur Belohnung für meine fleißige Pflanzerei gelangen mir anschließend noch ein paar hübsche Blaumeisen-Fotos. Klick! Klick!

Nachtrag No. 2: Ich lach' mich schlapp! Was bitte ist das - ein "karikativer Zweck" (sicherheitshalber ein Screenshot: Klick!)?! Und der Artikel bestätigt auf wunderbare Weise alle Vorurteile, die man je über "Spielerfrauen" hatte. Tolle O-Töne! Danke, Bild!

von MrsFlax - veröffentlicht in: Futterstelle & Nistkasten
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Tuesday, 13. april 2010 2 13 /04 /Apr. /2010 16:44

27 - Tierisches 4276bWas muss ich da eben feststellen? Norbert lässt sich nicht nur niemals fotografieren und schleppt sein Futter stets im Schutz der Dunkelheit irgendwohin, er wird jetzt auch noch das, was der Meenzer gemeinhin als "schnägelisch" bezeichnen würde. Eine Frechheit! Das Hamsterfutter, das ich ihm zu Ostern geschenkt habe, ist ihm wohl nicht gut genug. Wirklich bodenlos!

So wie links sieht der frisch gefüllte Napf aus. Und wenn Norbert mit ihm fertig ist, sieht er so aus. Er mag die Pellets nicht. Und er lässt sie einfach liegen, nachdem er alles andere fein säuberlich aussortiert und gierig runtergewürgt hat. Na, prima! Der feine Herr ist auch noch wählerisch. Das, mein Freund, sieht nicht gut aus für dich. Ich spiele ohnehin mit dem Gedanken, die liebevolle Fütterung während der Sommermonate einzustellen. Zumal es auf die Dauer etwas ermüdend ist, ein Haustier zu haben, das man noch nie gesehen hat. Und das jetzt auch noch am Essen rummeckert. Das schlägt wirklich dem Fass den Boden aus.

"Norrrbeeert! Norbert is ein Jahr hier und hat gespielt seine Spiel. Is immer verschwunden. Was erlauben Norbert?" 

Da lobe ich mir die Meisen! Und den Bauherren. Max muss ich ausnehmen, da der ebenfalls von einer ähnlichen und überaus undankbaren "Schnägelischkeit" ist wie Norbert. Wer eine TK-Pizza so manchem Erzeugnis meiner Küche vorzieht, hat nun wahrlich kein Lob verdient. Für die Meisen werde ich in dieser Woche noch einige Sommerleckereien besorgen, die den Regeln der "angepassten Ganzjahresfütterung" entsprechen. Sie tummeln sich mittlerweile ab und an gar zu zweit (Sorry, aber ein qualitativ besseres Beweisfoto habe ich zur Zeit leider nicht...) an meinem "Galgen". Und für den Bauherren bereite ich gerade auf vielfachen Wunsch nochmal dieses Gericht zu. Sollte es tatsächlich irgendwann in diesem Jahr noch warm werden, gibt es erstmal keine Winter-Aufläufe und Eintöpfe mehr. Das fiese Wetter muss ja zu irgend etwas gut sein - und sei es auch nur für das letzte Sauerkrautessen des Jahres.

"Letzte Jahr Bauherrschaft geworden mit Bauherr, eh, Meisen. Diese Spieler waren Spieler! Waren Meister geworden! Ist immer verschwunden! Hat gefressen 25 Kilo in dieser Jahr, in dieser Zeit. Mussen respektieren die andere Kollega!"

Norbert, Norbert... So geht es nicht weiter. Entweder du trägst dein Scherflein bei, indem du dich endlich blicken (und fotografieren) lässt, oder du musst dir - zumindest den Sommer über - dein Futter selbst suchen. Das geht so nicht. Bei aller Liebe...

Apropos "Fußball": Glückwunsch, Tante Käthe! Und für alle, die noch Platz in ihrem Geldbeutel für eine weitere sinnlose Karte haben sollten: die Kaiser-Karte zur WM! Das Gute daran: Sie verfällt am 14. Juli.

"Ich habe fertig!"

von MrsFlax - veröffentlicht in: Futterstelle & Nistkasten
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Tuesday, 16. march 2010 2 16 /03 /März /2010 18:54
27 - Tierisches 2379bJa, das Böse scheint im Tierreich nicht zu knapp vertreten zu sein. Nicht nur im Tierreich natürlich, aber dort offensichtlich auch in ordentlichem Umfang.
Heute habe ich schon wieder in sein eiskaltes Auge geblickt.
Nachdem ich ja letzthin schon dachte, das ultimative Böse in einem Schwein entdeckt zu haben, wurde mir heute klar: Es gibt noch bösere Tiere! Eichelhäher zum Beispiel. Jetzt warte ich seit über einer Woche im Büro mit der Kamera unter dem Tisch darauf, dass das Vieh wieder auftaucht, und heute war es soweit.
Meine Begeisterung hielt sich nach der ersten "Juhuuuu! Da isser!"-Euphorie allerdings in überschauberen Grenzen. Was für ein ausgesprochen gemeiner, charakterlich abstoßender Vogel!
Er kam zu zweit. Mit seiner Frau. Die wurde aber unmittelbar nach dem Landevorgang im Baum vor unserem Fenster gemeinsam mit allen anwesenden Meisen, Spatzen und sogar einer Elster durch lautes, nerviges Gekreische in die Flucht geschlagen.
Voll der fiese "Weg da! Jetzt komm ich!!!"-Vogel. Unmittelbar nach der Landung fiel er über die bei den Meisen so außerordentlich beliebten Erdnussbeutel her - ständig darauf bedacht, dass es bloß niemand wagt, seine Herrschaft über die Futterstelle in Zweifel zu ziehen. Der ist so ein Typ, der lieber das Futter in die Tonne kloppt, als es einem anderen Vogel zu überlassen. Ätzend!
Als ich schon in Erwägung zog, ihn eigenhändig zu vertreiben, machte er freiwillig den Abgang. Gut so! Habe ich bereits erwähnt, dass ich ihn Scheiße finde? Riesig, prächtig - und ein echter Idiot. Ein derartiges Benehmen kennt man ansonsten ja nur von Unternehmensberatern, Fondsmanagern und hochrangigen Politikern. Der Sarkozy unter den Vögel sozusagen...
Ein echter Kackvogel eben! Hau bloß ab, Eichelhäher!
An der heimischen Futterstelle ist derweil ein nicht zu verleugnender Schlendrian eingekehrt. Nachdem die Gartenmänner bei Beginn ihrer Arbeiten meinen Futtergalgen ausgegraben und zwischen allerlei anderes störendes Zubehör auf die Terrasse gelegt hatten, hatte ich ihn fast ein wenig vergessen. Der Meisenring war irgendwie eh verschwunden, und das Elsternbuffet lag mit dem verbliebenen Meisenknödel auf einer OSB-Platte.
Eben entdeckte ich, dass der Kram jetzt deutlich beliebter ist als vorher. Der seit Wochen unberührte Meisenring - bei seinem Anblick ging einem jedes Mal "Like a virgin" durch den Kopf - war offensichtlich zwischen die immer noch originalverpackte Wäschespinne und den OSB-Stapel gerutscht - und annähernd leer gefressen!
Und am Meisenknödel ist das Netz zerfetzt und es wurden Brocken herausgebrochen. Die Elster? Mit Sicherheit! Ich sage es jetzt hier: Die Elster ist süß. Absolut süß! Ich liebe sie. Wenn sie jetzt noch dem Eichelhäher eins verpassen würde, wäre sie mein Lieblingstier. Nimm reichlich, Elster!
Norbert kämpft derweil ein eigentlich für Vögel bestimmtes Netz mit Sonnenblumenkernen und Erdnussstückchen nieder. In den letzten Tagen hat er mehrfach versucht, Brocken, die größer als er selbst sind, in seinen Fluchtweg zu zerren, was aber nicht von Erfolg gekrönt war. Hat er sie halt gleich auf der Terrasse weggeatmet. Braver Norbert, schön happi-happi machen!
Hoffentlich sind Norbert und die Elstern erstmal satt, denn in den nächsten Tagen geht es an den Außenanlagen weiter. Für Donnerstag wurde heute nun endgültig die Abdichtung des Sockels avisiert. Und 24 Stunden später werden die Gartenmänner anrücken und weiter pflastern. Zumindest ist das der Stand von heute...     
von MrsFlax - veröffentlicht in: Futterstelle & Nistkasten
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