Friday, 18. march 2011 5 18 /03 /März /2011 16:24

26 - Schriftliches 6442Wie immer freitags gerate ich meist gegen Abend etwas unter Stress - bloggen, Maxtransport und kochen annähernd parallel zu koordinieren ist halt nicht einfach. Heute möchte ich keinesfalls ein Risiko eingehen, da ich das 21:15 Uhr-Date mit Samuel Finzi auf gar keinen Fall in Gefahr bringen möchte.

Und da es ohnehin nichts Interessantes zu berichten gibt, fällt es mir heute auch mal ziemlich leicht, zumindest diesen Punkt kurz und schmerzlos abzuhaken. Die Schreiner waren zwar da - aber offensichtlich nur, um Arbeitsmaterialien abzuladen: Dachpappe und ähnliches liegen im Kellerersatzraum. Meine Regalplanungen sind also erstmal und bis auf Weiteres verschoben.

Ähnlich erging es dem von einer Kollegin gestern für mich bei Lidl erbeuteten Weidenkätzchen-Stämmchen. Ich hätte es prinzipiell heute in einen Kübel pflanzen können, aber das kann ich morgen auch noch. Denke ich mal. Deshalb bleibt es einfach bis dahin im Garten stehen. An der Stelle, an der ich Norbert zuletzt gesehen habe. Er ist übrigens seit Dienstag tatsächlich nicht mehr aufgetaucht. Ich hoffe sehr auf morgen...

Damit ich meinen Zeitplan halbwegs einhalten kann, werde ich mich jetzt an die Vorbereitung des Abendessen machen. Es wird Lachs geben. Und Safranrisotto. Und den letzten Broccoli aus dem eigenen Garten. Ich habe ihn eben aus dem Gefrierfach befreit. Eigentlich liege ich noch recht gut in der Zeit. Zumindest wenn Max nicht trödelt.

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Thursday, 17. march 2011 4 17 /03 /März /2011 20:51

35 - Nettes 5014bZumindest nicht am Carport. Vielleicht war den Schreinern das Wetter zu fies. Keine Ahnung, jedenfalls sah heute abend alles so aus wie heute morgen. Davon kann man also nichts Spannendes berichten. Und auch ansonsten ist im Tagesverlauf nichts Weltbewegendes passiert - außer meiner ständigen F5-Drückerei beim ARD-Japan-Ticker. Aber auch da gab es nur verzweifelte - und wahrscheinlich nutzlose - Versuche, so etwas wie Maßnahmen zu ergreifen. Über den Sinn derselben erlaube ich mir mal kein Urteil.

Nach einem Elf-Stunden-Arbeitstag bei gleichzeitigem Verzweifeln an Gier und Dummheit der Menschheit, die uns dahin gebracht haben, wo wir jetzt sind, wird man sich wohl etwas sprachlos und ohnmächtig fühlen dürfen. Und uninspiriert dazu. 

Noch gut 24 Stunden bis "Flemming" übrigens. Wenigstens das...

von MrsFlax - veröffentlicht in: Andere Baustelle
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Wednesday, 16. march 2011 3 16 /03 /März /2011 18:14

35 - Nettes 1209Bei meiner Rückkehr von einem außerordentlich nervigen Arbeitstag räumten die Schreiner gerade ihr Werkzeug zusammen, um Feierabend zu machen. Heute haben sie das Dach und die beiden Seitenwände des Kellerersatzraums montiert (Blick von hinten). Die Schiebetüren werden morgen eingesetzt und stehen schon lasiert an der Längswand des Carports. Desweiteren wurde alles von innen gestrichen.

Morgen sollte es also möglich sein, Maß für die Regale zu nehmen, die ich am Freitag dann besorgen könnte. Momentan tendiere ich zu IKEAs "Gorm", den Kellerregalen, die jetzt nur noch einigermaßen passen müssen. Wir werden sehen. Erst muss feststehen, wieviel Platz die Schiebetüren in Anspruch nehmen.

Und während der Carport nun wirklich Form annimmt, sprießt und grünt es im Garten wie wild. Das herrliche Wetter der vergangenen Tage hat alles, das im Herbst eingezwiebelt wurde, an die Oberfläche gelockt. Da ich zwischenzeitlich absolut keine Ahnung mehr habe, was ich damals wo versenkt habe, ist es dazu noch richtig spannend. Einzig bei den Tulpen bin ich mir sicher, da ich die fast sämtlich in den Hibiskusstreifen an der Terrasse gesteckt habe.

Interessant auch, was an Kräutern so langsam wieder auftaucht, und dass die im letzten Jahr den Schnecken zum Opfer gefallenen Frühlingszwiebeln, deren magere Reste wir im Herbst frustriert untergespatet hatten, allenthalben büschelweise auftauchen. Das wird wohl die erste "Ernte" des Jahres werden.

Die Stauden geben derweil ebenfalls reihenweise Lebenszeichen von sich, und an einigen Stellen (auch in einem der Kübel) treiben die Pfingstrosen ordentlich aus. Die am Samstag bestückten Blumenkästen vor der Tür geben auch gerade alles (siehe Foto). Und ich muss sagen, dass mir der Garten wirklich so viel Spass macht, dass ich ihn nicht mehr missen möchte. Und auch, wenn Max mich für eine fiese Egomanin hält, da ihm das Stadtleben im "Moloch Mainz" doch sehr abgeht, bin ich nach jedem Gang durch den Garten glücklich, wieder auf dem Land zu leben. Das ändert sich vielleicht, wenn ich in ein paar Jahren auf einen Rollator angewiesen und der Gartenarbeit nicht mehr gewachsen sein werde... Bis dahin habe ich jedenfalls beschlossen, das Landleben in vollen Zügen zu genießen. Pah!

von MrsFlax - veröffentlicht in: Hausbau
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Tuesday, 15. march 2011 2 15 /03 /März /2011 15:23

36 - Garten 1194... I can't survive, I can't stay alive
Without your love, no baby
Don't leave me this way
I can't exist, i will surely miss your tender kiss
So don't leave me this way..." - The Communards

Norbert! Nein! Ich befürchte das Schlimmste. Als ich heute um die Mittagszeit gut gelaunt und mit diversen Blümchen für die Kübel an den Stellplätzen beladen nach Hause zurückkehrte, fand ich das Futterhäuschen von der Katze zerlegt vor. Der Deckel lag in der Hecke und alles sah ziemlich zerfleddert aus.

Ich schleppte erstmal die Kübel, in denen sich die Oleander, die leider den Winter trotz Einpackens nicht überlebt hatten, einmal befanden, auf den Rasen und grub unter Auferbietung meiner verbliebenen Armmuskulatur das Wurzelwerk der schwächlichen Dinger aus. Anschließend wurden sie neu mit Blumenerde befüllt, an ihren Platz gezerrt und mit Stiefmütterchen, Gänseblümchen, Primeln und einer Muschelzypresse bepflanzt.

Die hatte ich mir von den vorher bei der Bundesbank in Euronen gewechselten DM-Münzen gegönnt. Die ganze Aktion nahm inklusive Gießen etwa eine Stunde in Anspruch. Als ich die Arbeiten beendet hatte, war eigentlich genau Norberts Fresszeit. Ich wartete... Und wartete... Und wartete... Vergeblich! Kein Norbert weit und breit. Ich kann nur hoffen, dass ihn meine Bepflanzungstätigkeiten ferngehalten haben. Daran, dass ihn vielleicht die Katze erwischt hat, möchte ich lieber nicht denken.

Es gibt so vieles, über das man seit vergangenem Wochenende lieber nicht nachdenken möchte, und doch starrt man momentan wie paralysiert darauf. Das Erdbeben, der folgende Tsunami und der nun offensichtlich unmittelbar bevorstehende Super-Gau im japanischen Kernkraftwerk Fukushima scheinen unbegreiflich. Allein die Bilder der Naturkatastrophe übersteigen im Prinzip alles Fassbare. Dass nun nach und nach sämtliche Reaktoren im AKW kurz vor der Kernschmelze stehen, lässt die verheerenden Verwüstungen durch Naturgewalt allerdings komplett in den Hintergrund rücken. Das Grauen, das von einer atomaren Katastrophe ausgeht, ist einfach um soviel größer.

Dass man jetzt - im Gegensatz zu Tschernobyl 1986 - nahezu in Echtzeit das Geschehen "miterleben" kann, macht die Vorgänge wesentlich realer. Am Nachmittag wurde nun offensichtlich der Großteil der Arbeiter des AKWs evakuiert, da die Strahlenbelastung zu hoch wurde. Um 17 Uhr meldete die ARD, dass nur noch fünfzig Mitarbeiter vor Ort sind.

Die könnte man aber doch prima mit ein paar eilends eingeflogenen Befürwortern der Laufzeitverlängerung aufstocken. Der "energiepolitische Appell" hat ja immerhin mittlerweile 16.268 namentlich genannte Befürworter. Bis die "verheizt" sind, dürfte einiges an Kühlwasser per Hand in die Reaktoren gepumpt sein. Mit gutem Beispiel vorangehen könnten dabei übrigens die 40 Unterzeichner der im August letzten Jahres in allen großen Tageszeitungen geschalteten Anzeige (Liste der Unzeichner laut FAZ). Da können dann Josef Ackermann und Olli Bierhoff mal zeigen, was sie am Gartenschlauch so drauf haben. Und vierzig Manager in Deutschland weniger, die stattdessen ehrenamtlich für eine gute bzw. ihre Sache arbeiten, bringen der Atomlobby sicher eine Menge Zustimmung. Hopp, Olli! Ran an den Eimer!          

von MrsFlax - veröffentlicht in: Politics
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Monday, 14. march 2011 1 14 /03 /März /2011 19:15

18 - Außenanlagen & Carport 1180Und wieder hat sich die Carport-Ansicht verändert. Die Seitenteile sind montiert. Wenn es auch ärgerlich lange gedauert hat, so muss man nun doch sagen, dass der Schreiner ganze Arbeit geleistet hat. Er hat es geschafft, die Lattung und die Lasur der Teile so hinzubekommen, dass sie exakt der des "Würfels" entspricht. Beängstigend perfekt sogar. Bisher sieht das wirklich toll aus.

Zwar war es für Fotos schon etwas dunkel (und die Mülltonnen stehen blöd an der Einfahrt rum...), aber immerhin kann man erkennen, was heute passiert ist. Die Innenansicht sieht übrigens so aus. Zusammenfassend kann man feststellen: Ich bin begeistert! Jetzt sieht das Haus so aus, wie wir es mal geplant hatten. Ohne Carport war es von der Nordseite aus irgendwie nackt.

Ansonsten verlief der Tag eher bescheiden. Er begann etwas früher als üblich, da ich Max in Idstein absetzen durfte, und endete etwas später, da ich bis nach 17 Uhr die Stellung im Büro halten musste. Und dazwischen schüttete ich den Autokaffee in meinen Korb, musste mir Sätze wie "Schau mal, die Tauben! Süß! Die brunsten! Oder wie heißt das nochmal...?" anhören und dämliche Fragen am Telefon beantworten. Am Ende kippte ich literweise Kaffee in mich hinein, um meine mentalen Brennstäbe vor der drohenden Kernschmelze zu bewahren.

Immerhin hielt mich der Gedanke an den morgigen Arbeitstag aufrecht, der bereits um ca. 12 Uhr beendet sein dürfte. Und je nach Gedeihen des Carports bis zur Mittagszeit könnte ich dann Maß nehmen und mich um die Regalbestückung des Kellerersatzraums kümmern. Oder mir - falls ein Ausmessen noch nicht möglich sein sollte - abgesehen von ein wenig Hausarbeit einen netten Nachmittag machen.

Und bevor ich es vergesse: Heute ist Montag, der 14. März 2011. Was das bedeutet? Ganz einfach: Es sind noch vier Tage bis Freitag, den 18. März 2011! Und was das nun heißen soll? Es sind just in diesem Augenblick nur noch exakt 98 Stunden bis "Flemming"!!! Bloß nicht verpassen!  

von MrsFlax - veröffentlicht in: Hausbau
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