Thursday, 2. december 2010 4 02 /12 /Dez. /2010 18:41

34---Abstraktes 6836Mein Tag begann heute recht erleuchtet. Bereits innerhalb der ersten Arbeitsstunde stieß ich auf die Kopie einer Zahlungsanweisung. Es sollte eine Rechnung beglichen werden, deren Zahlungsempfänger die "Lightflow Academy" in der Schweiz ist. Nachdem ich den Satz "Wir wünschen uns nur, dass du den starken inneren Ruf verspürst, der Menschheit und der Erde zu dienen" gelesen hatte, war mir schlagartig klar: Mensch! Das ist doch was für mich!

Zu Hause angekommen, warf ich dann einen schüchternen Blick auf die entsprechende Website (www.lightflow.info - ich verlinke das mal lieber nicht...). Wahnsinn, was man so alles im Leben verpassen kann! In der Kopie, die ich in der Hand hatte, wurde darum gebeten, vor dem Antritt zum Seminar mit "einigen der folgenden CD-Alben zu arbeiten: Superflow 1, Superflow 2, Göttliche Einprägungen 1: Die ewige Segnung der Quelle, Himmlische Harmonie für Weltendiener". Immerhin kosteten die nur läppische 900 CHF - ein echtes Schnäppchen! Dagegen war meine Goji-Beere, die ja immerhin mir selbst ewiges Leben garantieren sollte, totaler Schrott.

Nach Studium der o.g. Seite wurde mir klar: ewiges Leben genügt nicht! Ich möchte Teil des 'Erd Support Teams' werden ("In diesem Album erklären die geistigen Führer auf welche Weise sie zur Erde zurückkehren werden. Auf diese Art rufen sie das ”Erd Support Team”, jene Wesen, mit welchen sie während der Mission der Wiederkehr zusammenarbeiten werden").Das "Album" heißt 'Göttliche Manifestation' und ist zum Spottpreis von 100 EUR für 4 CDs zu haben. Da fragt man sich doch ernsthaft, ob einen eine Küchenmaschine nicht vielleicht doch glücklicher machen kann. Ich sage mal: Ja!

In diesem Zusammenhang wie versprochen: ein Foto vom gestern hergestellten Dessert. Auch mit bitterer Schokolade war die Mousse sehr lecker. Zur perfekten Mousse au chocolat ist es noch ein kleiner Schritt. Die Konsistenz ist perfekt. Beim nächsten Mal mische ich die Schokoladensorten. Wobei - ist eigentlich blöde, sich soviel Mühe zu geben. Erzählte doch eine Kollegin tagelang, dass sie für ein Essen mit der Verwandschaft wieder ihre geniale Mousse au chocolat (uff meenzerisch: "Muhs au Schokolatt") herzustellen gedächte, die ja immer voll der Renner sei. Es folgten weitschweifige Schilderungen vergangener Feste, bei denen sie damit immer mühelos die Herzen aller Dessertfreunde erobert habe.

In dieser Woche hat eine andere Kollegin Geburtstag. Und die bat sie um ihr wahnsinnig tolles und unübertreffliches Rezept. Die Mousse-Königin wurde plötzlich sehr schweigsam. Ach, hätte sie doch nur gesagt, es handele sich um ein streng geheimes Familienrezept aus den 80ern, mit dem bereits ihre Mutter Furore gemacht habe, und dass sie keinesfalls weitergeben dürfe. Stattdessen verriet sie es ihrer Schreibtischnachbarin. Hier ist das Sensations-'Rezept'. Ja... dann... Mahlzeit!

Apropos "Mahlzeit" und apropos "CD": Die Fotos von meinem Kochseminar trafen heute auch auf DVD ein. Prima! Da hatte ich ja schon die ganze Zeit drauf gewartet. Und wie vom Fotografen versprochen weiß ich jetzt endlich, wie ich beim Fotografieren aussehe. Und neben Jemandem, der wirklich richtig gut kocht. Und beim Essen - aber wollte ich das wirklich wissen? Nettes AddOn jedenfalls zu einem tollen Tag.  Und absolut schummelfrei - im Gegensatz zu den restlichen Themen des heutigen Blogposts.

Und wo wir anfangs schon mal beim Thema "Money for nothing" waren, hier noch eine tolle Geschenkidee für BILD-Leser und solche, die es werden wollen: Klick! Ja! Mein Freund F. J. hat endlich ein Buch geschrieben! Darauf hat die Welt - bzw. der komplett irrsinnige Teil derselben - gewartet. Danke! Und wer für heute von Schummeleien noch nicht genug hat, schaut einfach mal in die Tages-Nachrichten: "Westerwelles treuer Maulwurf", "EZB kommt den Banken abermals entgegen" oder "Für alle Fälle Stephanie".

Ich wärme mir jetzt jedenfalls als Gegengift den Rest eines grundehrlichen Linseneintopfs auf. Irgendwie spüre ich, dass der für mich ein deutlich besserer Umgang ist als zum Beispiel für eine Frau, die "ein ausserordentlich klarer spiritueller Kanal und eine hingebungsvolle Lichtarbeiterin (ist). Sie erforscht fortlaufend neue Dimensionen, um auf diese Art göttliche Qualitäten auf der Erde zu verankern, die Welt zu erleuchten und intergalaktische Kommunikation zu ermöglichen". Und mit Sicherheit auch eine angenehmere Gesellschaft als die Freifrau oder Jean-Claude Trichet. Oder der Westerwelpe. Linseneintopf! Mit echten Zutaten! Aus einem echten Topf! Her damit!  

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Wednesday, 1. december 2010 3 01 /12 /Dez. /2010 17:13

28 - Advent, Weihnachten & Silvester 6622Und es wird von Minute zu Minute kälter. Zumindest scheint es so. Draußen. Immerhin ist heute metereologischer Winteranfang. Das macht aber das Nach-Hause-ins-Warme-Kommen noch viel schöner. Je ekliger es draußen wird, desto gemütlicher wird es drinnen. Schon bei den beiden Zwischenstopps auf dem Heimweg freute ich mich auf die Rückkehr ins kuschelige Häuschen.

Da ist es schön warm und hell, während es draußen kalt und dunkel ist. Und die Amaryllis' (Amaryllen? Amarylisse? Amarylliten?) beginnen auch gerade zu blühen. Was kann man vom Feierabend mehr erwarten? Eben. Nix.

Zu tun gibt es auch reichlich. Das Motiv für die diesjährigen Weihnachtskarten muss dringend ausgesucht werden. Die KitchenAid harrt ihrer Inbetriebnahme. Der Ergo schaut mich bettelnd an.

Die Sache mit den Weihnachtskarten wurde als erstes erledigt. Das Schwierigste daran: einen Anbieter zu finden, der um die Fotos nicht automatisch und unwiderruflich irgendeinen kitschigen Weihnachtsrahmen bastelt. Nein. Will ich nicht. Nur Foto. Am Ende habe ich es doch geschafft. Jetzt müssen sie nur noch eintreffen. Ich bin ja kein Freund übertriebener Werbung, aber ifolor hat sich bereits einige Male positiv hervorgetan, wenn es um Fotobestellungen ging. Mit den Preisen und der Qualität war ich bisher immer sehr zufrieden.

Die alibimäßige halbe Ergostunde war auch flott abgerissen. Zwei Punkte. Besser als nichts. Und den Einstand hat die Küchenmaschine eben auch gegeben. Mit einer Ladung Eischnee. Für dieses bereits erprobte Rezept. Allerdings habe ich diesmal statt Vollmilchschokolade bittere genommen (70%), den Zucker habe ich durch Puderzucker ersetzt. Wie es geschmeckt hat, werde ich dann morgen bekannt geben. Momentan kühlt es noch auf der Terrasse. Aber nicht mehr sehr lange.  

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Tuesday, 30. november 2010 2 30 /11 /Nov. /2010 23:59

28---Advent---Weihnachten_9248B.jpgImmer zum Ende des Kalenderjahres begeben wir uns seit vier (?) Jahren zum Urban-Priol-Jahresrückblick in die Mainzer Phoenixhalle. Und exakt heute war es wieder soweit. Das Jahr konnte ordnungsgemäß abgehakt werden.

Und was soll ich sagen? Es war - wie immer - ein äußerst gelungener Abend. Der Herr Priol war - trotz Erkältung - in Topform und mehr als einmal schütteten wir uns aus vor Lachen, obwohl man eigentlich vor Entsetzen hätte in Tränen ausbrechen müssen. Mal sehen, ab wann man Karten fürs kommende Jahr ordern kann...

Das Blöde am Tag: Unsere späte Heimkehr - nach Mitternacht - verhinderte sowohl den Praxistest der Küchenmaschine, als auch den Erwerb weiterer Winterpokalpunkte. Nun. Man kann nicht alles haben. Damit nicht auch noch wertvolle Schlafminuten verloren gehen, war es das für heute. Morgen ist auch noch ein Tag. Alle Tage wieder.

 

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Monday, 29. november 2010 1 29 /11 /Nov. /2010 18:20

35 - Nettes 6576... Und ich hör dem Köcheln zu.
Ich steh' hier mit meiner Schürze,
Doch ich finde keine Ruh! ..."

Um gleich auf den Punkt zu kommen: Hammer!!! Können Schwestern Gedanken lesen? Zumindest dieses eine Mal scheint es perfekt funktioniert zu haben. Beim gestrigen Familientreffen anlässlich des Vater-Geburtstags bekamen der Bauherr und ich unser Hochzeitsgeschenk überreicht. Dazu muss man erklären, dass wir bereits im Mai 2008 standesamtlich geheiratet haben, aus verschiedenen Gründen jedoch die kirchliche Trauung und die Feierlichkeiten auf "demnächst irgendwann" verschoben hatten. 

Es kam der Bau. Es kamen die Arbeiten an Haus und Garten. Irgendwie wurde es immer wieder aufgeschoben. Momentan sind wir bei "irgendwann im Sommer 2011" angelangt. Nun werden die ersten Angehörigen nervös, weil ja bislang auch irgendwie noch keine Geschenke überreicht wurden. Und da Schwester und Schwager endlich zur Sache kommen wollten, kündigte man uns unser Hochzeitsgeschenk für gestern an. Ein ziemlich kapitales und sehr schweres Päckchen mit Schleife stand da. Darin konnte sich wirklich alles befinden, was man sich so vorstellen konnte. Am Ende war darin genau das, was wir uns (oder sollte ich besser sagen "ich ... mir ... hatte"? *hrhrhrhr*) gerade am heftigsten gewünscht hatten: eine "KitchenAid"! In weiß. Genau die Farbe, auf die ich mich nach langem Ringen gerade erst eingeschossen hatte.

"... Diese eine Liebe wird nie zuende geh'n!
Wann werd ich sie wiedersehen?
Manchmal schließe ich die Augen,
stell' mir vor ich sitz am Herd.
Dann denk' ich an dies' Gerät,
und mein Herz das wird so schwer!
Diese eine Liebe wird nie zu Ende geh'n!
Wann werd ich sie wiedersehen? ..."

Jedesmal, wenn ich zukünftig die Küche betreten werde! Denn das Schätzchen steht jetzt links vom Herd und wartet auf seinen Einsatz. Und der wird nicht lange auf sich warten lassen. Gestern war es zu spät. Heute hatte der Linseneintopf Vorrang. Aber morgen... Morgen ist sie fällig. Da darf sie einen Nachtisch rühren. Ich bin schon ganz aufgeregt!

"... Ohhh ich hab' solche Sehnsucht,
ich verlier' den Verstand!
Ich will wieder an den He-herd, ohoho,
ich will zurück nach Kitchenaidland! ..." 

Der Rest des heutigen Tages: Schnee, Schnee, Schnee... Die Rückfahrt aus dem Büro beanspruchte die doppelte Zeit, die ich gewöhnlich benötige. Auf der Platte sah es so aus. Für all' das habe ich aber jetzt nicht so richtig Zeit. Nicht solange, eine unbenutzte Traum-Küchenmaschine im Stockwerk unter mir herumsteht.

"... Diese eine Liebe wird nie zu Ende geh'n!
Wann werd ich sie wiedersehen?..." - Die Ärzte (oder so...) 

Schwester! Schwager! Das war das genialste Geschenk, das ihr euch hättet ausdenken können! Dankedankedankedankedanke... 

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Sunday, 28. november 2010 7 28 /11 /Nov. /2010 09:20

28 - Advent, Weihnachten & Silvester 6529... den lieben Advent.
Sehet, die erste Kerze brennt! ..."

Zwischen dem Blogpost gestern und dem Brennen der ersten Kerze waren allerdings gute Nerven gefordert. Und dicke Socken. Und ein stabiles Abwehrsystem. Damit nicht einer von uns beim Abendessen in der "Adlerwirtschaft" in Hattenheim Wasser zu den köstlichen Speisen trinken musste, beschlossen wir, den ÖPNV zu nutzen. Bereits am Freitag hatte der Bauherr einen Rufbus für 18:13 Uhr bestellt, der uns zum Anschlussbus nach Taunusstein bringen sollte. Von dort aus wäre es dann ab Wiesbadener Hauptbahnhof mit dem Zug weitergegangen. Der Plan war perfekt. Wenn nicht dieser RTV-Rufbus Teil des Plans gewesen wäre.

"... Wir sagen euch an eine heilige Zeit,
Machet dem Herrn die Wege bereit! ..."

Es war dann eine ziemlich "unheilige Zeit", die wir mit dem Warten auf den blöden Bus verbrachten. Eiskalte Füße, etliche Handytelefonate und mit ordentlich Wut im Bauch machten wir uns um 18:40 Uhr frustriert auf den Heimweg. Zwischenzeitlich war der Taunussteiner Anschlussbus längst abgefahren und selbst mit einer beherzten Autofahrt nach Wiesbaden hätte man dort den Zug nicht mehr erreichen können. Toll...

Wir sagten den Tisch ab und besorgten auf dem Heimweg von der Bushaltestelle noch ein schönes Stück frischen Barsch und ein paar Kleinigkeiten, damit wir wenigstens nicht hungrig UND ärgerlich den Abend verbringen würden. Nur ärgerlich halt. "Machet dem Herrn die Wege bereit..." Haha... Hoffentlich ist er dann nicht auf einen Rufbus des RTV angewiesen. Dann sollte es das mit Weihnachten jedenfalls für alle Zeiten gewesen sein.

Beim Einkauf stießen wir dann auf ein lustiges Produkt, einen italienischen Vetter des Regulators sozusagen: Rotwein - falls man das so nennen darf - im Viertelliter-Tetrapack. Bloß: Wo ist der kleine, normalerweise angeklebte Strohhalm? Und zu welchem Anlass könnte man Derartiges kredenzen? Ich nahm zwar einen mit (0,25 €), aber nur weil ich im Laden die Kamera nicht dabei hatte. Zum Essen befreiten wir dann allerdings eine der letzten Flaschen des guten Bauherren-Bordeaux aus der Holzkiste. Den Tetra-Wein lagern wir noch ein wenig ein und warten auf einen besonderen Anlass.

Auf die Schnelle wurde etwas Essbares gebastelt. Es gab ein paar der frischen Spinat-Ricotta-Ravioli vom Italiener mit Gorgonzola-Spinat-Soße von eigenem Spinat. Währenddessen räkelte sich der Fisch namens Victoria in einem Sud aus Gemüsefond und Weißwein im Biodampf. Später landete er dann auf dem Wirsingbettchen und wurde mit ein wenig Tomatenschaum zugedeckt. Die Wut verrauchte allmählich. Das aus der Not geborene Essen in Kombination mit dem Bordeaux tat sein Bestes. Wäre der blöde Bus gekommen, hätten wir zwar wahrscheinlich besser gegessen, und die Küche wäre am Ende des Abends auch noch unberührt gewesen, aber zum Jammern war es dann irgendwann auch zu spät.

Heute mittag geht es dann zum Bauherrinnenvater-Geburtstag in die alte Heimat. Wir nehmen das Auto. Besser ist das.

von MrsFlax - veröffentlicht in: Andere Baustelle
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