Friday, 6. january 2012
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/2012
18:08
... How can you say
I go about things the wrong way?
I am human and I need to be loved
Just like everybody else does..." - The Smiths
Und das, obwohl ich die Deadline des Jahrestippspiels um ganze sieben Stunden verpasst habe. Mein Clan - besser: mein Ex-Clan - wird mich hassen. Wo ist
ein Bolzenschussgerät, wenn man eines braucht? Und: Wie dämlich kann man eigentlich sein...? Gute Fragen! Un berechtigt noch dazu.
Ziemlich blöd jedenfalls. Ich habe jetzt ein Gnadengesuch eingereicht und warte noch auf die endgültige Entscheidung. Ich fürchte, meine "Kollegen"
lassen mich einschläfern, wenn es nicht angenommen wird. Andererseits haben sie ohne mich und mein peinliches Franzosenteam wahrscheinlich ohnehin bessere Karten. Beim Jahrestippspiel ist es wie
früher beim Kickern. Ich bin für den besten Spieler das Handicap, damit die Anderen eine Chance haben. So hat halt Jeder seinen Platz im Leben. Und sei es auch nur als Klotz am Bein...
Einen Klotz anderer Art hatte ich heute Nachmittag am Bein. Er heißt Faulheit. Aus der fest eingeplanten Laufrunde wurde nichts. Ich wurde sozusagen auf
dem Sofa ohnmächtig und erwachte erst wieder, als die Sonne im Begriff war unterzugehen. Als Buße für all diese Beispiele menschlichen Versagens - neuerdings ist ja auch Korruption "irgendwie
menschlich"... - begab ich mich an die Herstellung eines Desserts zum aufgewärmten Abendessen.
Nachdem wir uns den Rumtopf (und viel von ihm ist nicht mehr übrig...) ständig ausschließlich als Beigabe zu Vanilleeis oder verschiedenen Parfaits
einverleibt hatten, und angesichts einiger dringend vernichtungsbedürftiger Lebensmittel im Kühlschrank, beschloss ich einen mutigen Versuch:
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Mascarpone-Crème mit Rumtopffrüchten
Zutaten (für zwölf Weckgläschen à 160 ml):
150 g Amarettini
Rumtopffrüchte und etwas Flüssigkeit zum Einweichen der Amarettini
200 ml Schlagsahne
150 ml Joghurt
250 g Mascarpone
500 g Magerquark
150 g Puderzucker
Kakao / Schokolade
Zubereitung:
Amarettini zerbröseln (Gefrierbeutel und brutale Gewalt), dabei 12 Stück für die Garnitur zurück lassen. Ich hatte diese kleinen Exemplare. Bei Benutzung der größeren vielleicht einfach zwölf
schöne Bruchstücke weglegen. Brösel gleichmäßig auf die Gläschen verteilen und mit jeweils etwa zwei Eßlöffeln Rumtopf begießen. Rumtopffrüchte - Menge nach Geschmack - darauf geben.
Sahne steif schlagen. Joghurt, Mascarpone und Quark mit dem Puderzucker aufschlagen. Schlagsahne unterheben. In einen großen Gefriebeutel füllen, Ecke abschneiden und in die Gläschen spritzen.
Zwei Stunden durchkühlen lassen. Mit Amarettini und Kakao (oder geraspelter Schokolade... oder... oder...) garnieren.
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Ob das schmeckt werden wir - und der geneigte Leser - leider erst morgen erfahren, da die Gläschen derzeit noch zwecks Kühlung in unserem großen, silbernen Freund deponiert sind. Ich werde
berichten. Ebenso von der Antwort auf mein Tippspiel-Gnadengesuch.
"... When you say it's gonna happen 'now'
Well, when exactly do you mean?
See I've already waited too long
And all my hope is gone..."
von MrsFlax
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Sunday, 1. january 2012
7
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/Jan.
/2012
14:49
Der erste Tag des neuen Jahres verlief schon mal recht ordentlich. Der prognostizierte Dauerregen blieb aus. Meine
Eichhörnchenrunde wurde zwar durch reichlich Schlamm auf den Waldwegen etwas erschwert, aber ich zog sie gnadenlos durch.
Und anschließend tat ich noch etwas, an das ich selbst so langsam nicht mehr geglaubt hatte: Ich packte zwei Päckchen und machte sie versandfertig! Ich
weiß, es klingt unglaublich, aber ich habe es getan. Und am Dienstag werden sie verschickt. So läuft das!
Da ich nun in meinen Augen schon mal die Königin der Selbstüberwindung war, begann ich gleich auch noch damit, mein Zimmerchen aufzuräumen. Man geht ja
gerne mit gutem Beispiel voran, wenn man das Kind zu Ähnlichem auffordert.
Und danach gab es aus Resten aus dem Kühlschrank dieses Abendessen:
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Lachsfilet mit Ruccola-Ziegenfrischkäse-Linguine
Zutaten (für zwei Personen):
300 g frisches Lachsfilet
Olivenoel
Salz, Pfeffer, Chili
75 g Ruccola
Olivenoel
30 g Pinienkerne
20 g geriebener Parmesan
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
300 g Linguine (oder andere Bandnudeln / Spaghetti)
125 g Ziegenfrischkäse
Zubereitung:
Lachsfilet - falls vorhanden - von der Haut befreien und in Tranchen schneiden. Mit Olivenoel, Salz, Pfeffer und Chili aus der Mühle würzen und etwa eine Stunde marinieren lassen.
Ruccola, Oel, Pinienkerne, Parmesan und Knoblauch (leicht gehackt) mit Salz und Pfeffer in einem hohen Becher mit dem Pürierstab bearbeiten, bis ein geschmeidiges Pesto entsteht.
Nudeln in Salzwasser bissfest garen und abgießen. Dabei etwas vom Kochwasser auffangen. Nudeln in einen Topf geben. Bei schwacher Hitze Pesto und Ziegenfrischkäse unterrühren. Je nach Bedarf mit
Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. etwas vom Kochwasser zugeben.
Lachsfilets kurz anbraten und mit den Nudeln anrichten.
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Unkompliziert, flott gemacht und sehr, sehr lecker. Ein guter Anfang für ein neues Jahr.
von MrsFlax
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0
Tuesday, 27. december 2011
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18:29
"Kannst du mir das Rezept für den Rotkohl geben?" -
"Mmmmhhh... Jaaaa..." Gute Frage! Ich habe irgendwie so lange daran herum geschraubt, dass ich gerade noch so die verwendeten Zutaten zusammenbekomme. Bei Mengenangaben wird es dann schon
schwierig.
Und blöderweise war ich zwischendurch immer wieder mit anderem beschäftigt, sodass der Rotkohl so nebenher vor sich hinblubberte und nur ab und an mal
etwas Beachtung geschenkt bekam. Ich denke aber, dass ich das jetzt einigermaßen ordentlich zusammenbekommen habe.
Im HWR liegt ja auch noch mein zweiter Rotkohl, an dem ich das am Wochenende nochmal testen werde. Grobe Fehler - falls vorhanden - berichtige ich dann
anschließend.
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Karamellisiertes Rotkraut mit Äpfeln und Wildpreiselbeeren
Zutaten:
1 kg Rotkohl (etwa ein Kopf)
100 g Butter
3 EL brauner Zucker
2 größere, säuerliche Äpfel
6 Nelken
3 Lorbeerblätter
5 Wacholderbeeren
8 Pimentkörner
100 ml Rotwein
200 ml naturtrüber Traubensaft (Eigenproduktion einer Kollegin)
Salz, Pfeffer
1 Schuss Himbeeressig
1 guter Schuss Balsamicoreduktion
3 EL Wildpreiselbeeren aus dem Glas
Zubereitung:
Rotkohl achteln und fein hobeln. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in feine Stückchen schneiden.
Butter in einem Topf auslassen, Zucker zugeben und karamellisieren. Apfelstückchen zugeben und anbräunen. Rotkraut ebenfalls zugeben und bei nicht zu schwacher Hitze unter mehrmaligem Rühren
anschwitzen.
Mit Rotwein und Saft ablöschen, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Gewürze in einen Teebeutel geben und in den Sud hängen.
Drei Stunden bei reduzierter Hitze einköcheln lassen. Möglicherweise mit zusätzlichem Rotwein und / oder Saft aufgießen. Essig zugeben und eventuell nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zuletzt Preiselbeeren unterrühren. Nochmals eine halbe Stunde köcheln lassen.
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Und jetzt alle: "Blaukraut bleibt Blaukraut, und Brautkleid bleibt Brautkleid!" Oder so... Heute abend gibt es erstmal Rosenkohl. Auf den freue ich mich schon so
richtig.
von MrsFlax
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Monday, 26. december 2011
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/2011
17:07
Noch erschöpft vom Gelage des Vortags, aber voller
guter Vorsätze machte ich mich mit inzwischen harmlosen Erkältungsbeschwerden auf den Weg in den Wald. Und "es" lief ganz hervorragend. Ich war von mir selbst überrascht und brachte am Ende
stolze fünf Winterpokalpunkte mit nach Hause. Und der Schweinehund war auch auf der Strecke geblieben!
Nachmittags brach dann auch der Bauherr zu einer Radrunde auf. Ich fand uns echt vorbildlich. Essensvorbereitungen waren heute nahezu überflüssig. Es
gab Reste, die nur auf ihre Verwertung warteten. Die arme Gans bildete den Schauplatz für eine Folge der beliebten Serie "Aus der Küche" namens "Wie ich einmal das letzte Stück Fleisch von einer
Gans herunterkratzte". Uns da war noch eine Menge dran.
Schnell ein Sößchen angesetzt, damit die Reste der Serviettenknödel etwas zum Aufsaugen haben würden. Am Ende die Gänsefleischstückchen dazu - fertisch!
Mit einem Lachstatar vorab und einem Parfait mit Rumtopf im Anschluss blieben keine Wünsche offen. Zumal auch noch etwas Käsiges übrig war.
Damit auch zukünftig keine Wünsche offen bleiben, gibt es heute noch zwei Rezepte, nämlich das des Vanillekipferlparfaits und das der kleinen
Roquefort-Birnen-Tartes:
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Vanillekipferlparfait
Zutaten (für acht Personen):
3 Eigelb
75 g Zucker
etwas Salz
1 Vanilleschote
300 ml Sahne
20 Vanillekipferl
Zubereitung:
Eigelb und Zucker schaumig rühren. Salz und Mark der Vanilleschote zugeben. Sahne steif schlagen und unter die Masse heben. Kipferl fein zerkleinern und ebenfalls unterheben.
Parfaitmasse in eine mit Frischhaltefolie ausgelegte Form füllen und mehrere Stunden gefrieren. Vor dem Servieren kurz antauen lassen und aus der Form heben. Passt hervorragend zu Rumtopf oder
anderen heißen Früchten.
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Roquefort-Birnen-Tartes mit schwarzer Nuss
Zutaten (für acht kleine Tartes - ich nahm die Poletto-Förmchen von ASA):
180 g Mehl
90 g Butter
90 ml Wasser
etwas Salz
1 Ei
100 g Roquefort
100 g Mascarpone
3 Birnen
Pfeffer aus der Mühle
2 schwarze Nüsse
Zubereitung:
Aus Mehl, Butter, Wasser und Salz einen Knetteig herstellen, zu einer Kugel formen und für mehrere Stunden in den Kühlschrank geben. Später achteln und in die gefetteten Förmchen drücken.
Ei, Käse und Mascarpone zu einer cremigen Masse aufschlagen. Etwas salzen. Gleichmäßig auf die Förmchen verteilen.
Birnen vierteln, Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheibchen schneiden. Fächerförmig auf den Förmchen auslegen. Kräftig pfeffern.
Bei 200°C Umluft etwa dreißig Minuten abbacken. Dünn aufgeschnittene schwarze Nussscheibchen darauf geben.
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Und da ich - wie ich zu meinem Entsetzen feststellen musste - das bereits mehrfach benutzte Serviettenknödelrezept bisher noch nicht gepostet habe, lege ich das gleich nochmal nach. Es stammt aus
der "Lecker"-Ausgabe 11/2010 und wurde bereits häufig - und jedesmal erfolgreich - zubereitet.
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Serviettenknödel
Zutaten (für vier Personen):
300 ml Milch
6 Brötchen vom Vortag
1 Zwiebel
1 EL Butter
1/2 Bund Petersilie
3 Eier (Gr. M)
Salz, Pfeffer
Tücher und Küchengarn
Zubereitung:
Milch lauwarm erwärmen. Brötchen klein würfeln und in eine große Schüssel geben. Milch darübergießen, ca. 30 Minuten einweichen. Zwiebel schälen, fein würfeln. In heißer Butter glasig
dünsten.
Petersilie waschen, hacken. Mit Eiern und Zwiebel zu den Brötchen geben. Mit ca. 1 TL Salz und 1/2 TL Pfeffer würzen, mit der Hand durchkneten. 30 bis 40 Minuten ruhen lassen. Die Masse sollte
weich, aber nicht flüssig sein.
Knödelmasse in die Mitte eines feuchten Geschirrtuchs geben. Mit angefeuchteten Händen zu einer dicken Rolle formen, dabei jeweils zu den Tuchenden ca. 10 Zentimeter frei lassen.
Knödelmasse locker in das Tuch einrollen, weil sich die Masse beim Garen noch ausdehnt. Die Tuchenden mit Küchengarn fest zusammenbinden.
In einem passend großen Topf oder Bräter reichlich Salzwasser aufkochen. Knödelrolle hineinlegen. Sie sollte mit Wasser bedeckt sein. Bei schwacher Hitze ca. 30 Minuten gar ziehen
lassen.
Knödelrolle herausheben, auswickeln. Mit einem Messer oder mit Hilfe eines Bindfadens in Scheiben schneiden.
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Und damit war es das dann auch für heute. Weihnachten ist fast vorbei. Menno!
von MrsFlax
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Saturday, 17. december 2011
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17
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/Dez.
/2011
18:08
Die Überschrift ist in einer Hinsicht ein wenig über-, in einer anderen ein wenig untertrieben. An echtes "Laufen" war heute
noch nicht zu denken. Aber da zwischendurch immer mal wieder die Sonne herauskam, schlurfte ich eine Weile durch den Wald. Dabei muss ich zugeben, dass mir selbst die Kameratasche zu schwer war.
Aber die frische Luft tat ganz gut.
Was ich aber - trotz meines geschwächten Allgemeinzustands - heute voller Tatendrang anging, waren die ersten Tests fürs verschiedene Bestandteile des
Weihnachtsmenues. Dazu gibt es allerdings weder Fotos noch Details. Jedenfalls heute noch nicht.
Zwei Endprodukte treten im direkten Vergleich gegeneinander an. Ein drittes Versuchsobjekt wird auf mögliche Verbesserungen hin probiert. Selbst die
endgültige Kombination steht noch nicht fest. Aber ich arbeite daran. In der kommenden Woche wird der Bauherr vermutlich täglich eine Vorspeise und / oder ein Dessert testessen 'müssen'.
Der Hauptgang muss ohne 'Versuch macht kluch' auskommen. Da hilft dann nur Beten. Aber das sollte an Weihnachten ja machbar sein. Was die Beilagen
angeht, ist eine gesetzt und eine steht noch zur Diskussion. Mal sehen...
Morgen geht es allerdings erstmal zum Schwagergeburtstag. Ich fürchte nur, dass ich die bevorstehenden Leckereien nicht recht zu goutieren wissen werde,
da meine Nase immer noch völlig blockiert ist. Ärgerlich! Andererseits besser jetzt ohne Geschmack als beim Abschmecken der selbst zubereiteten Speisen. Zumindest im Sinne der
Weihnachtsgäste.
von MrsFlax
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