Thursday, 2. february 2012 4 02 /02 /Feb. /2012 18:17

am endgültigen platzDas war heute der erste Morgen, an dem ich ohne Kaffee das Haus verlassen musste. Nachdem das Maschinchen bereits seit ein paar Tagen gezickt hatte und einer gründlichen Untersuchung unterzogen worden war, gab es mindestens einmal pro Benutzung einen totalen Blackout im gesamten Haus.

Unsere Verzweiflung bekamen wir dann gestern wieder unter Kontrolle, als der Bauherr feststellte, dass die Garantie für das Ding noch ein halbes Jahr läuft. Bis zur Reparatur werden wir uns nun mit regulärem Kaffeemaschinenkaffee behelfen müssen. Grmpf!

Glücklicherweise kann ich ja unter der Woche im Büro auf guten Kaffee zurückgreifen. Für die in unserem Haushalt befindliche Krups T8 - meiner Meinung nach die beste Kaffeemaschine abseits von Vollautomaten und Siebträgermaschinen - muss ich erstmal Filter besorgen.

Das einzige, das uns härter hätte treffen können, wäre der Exitus der Spülmaschine gewesen. Ich möchte an dieser Stelle einmal ausdrücklich feststellen, dass ich noch immer ohne Murren das Ding ein- und ausräume. Nach vierzig Jahren des Spülens in Spülbecken bin ich an jedem einzelnen Tag begeistert, dass ich eine Spülmaschine in meiner Küche habe.

Nicht zu vergessen: Danke, Erfinder der Wasch- und Nähmaschine! Danke, Erfinder des Handrührgeräts! Danke, Erfinder des Küchenkrepps! Auf manche Dinge will man einfach nicht mehr verzichten, obwohl es sicher auch ohne sie ginge. Und manchmal bin ich mir auch gar nicht so schlüssig, ob es wirklich gut und wichtig ist, das alles zu besitzen. Aber das würde jetzt wirklich zu weit führen.

Was auch definitiv zu weit führen würde, wäre eine Schilderung der Büroszenen der letzten Tage. Manchmal bin ich mir wirklich nicht sicher, ob die Menschen um mich herum im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind. Viel mehr möchte ich dazu dann auch nicht sagen. Aber langsam sollte ich vielleicht tatsächlich nach einem alternativen Broterwerb Ausschau halten. Es spielen sich wirklich teilweise völlig absurde, ja fast Eugène-Ionesco-reife Szenen ab. 

Nebenbei bemerkt: Ich warte immer noch auf mein Zwischenzeugnis, dass ich bereits vor etwa drei Monaten angefordert habe. So langsam finde ich das tatsächlich etwas seltsam. Das fällt dann auch irgendwie schon nicht mehr unter "Was lange währt, wird endlich gut". So gut kann das nämlich gar nicht werden.

Andererseits wäre ich momentan ja bereits mit einer funktionierenden Kaffeemaschine zufrieden. Man sollte ja nicht gleich unbescheiden werden.

von MrsFlax - veröffentlicht in: Nebenbaustellen
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Tuesday, 31. january 2012 2 31 /01 /Jan. /2012 19:54

37 - Vögelchen 7604Nachdem wir heute von unserem überaus großzügigen Arbeitgeber einen Kaffeevollautomaten zur Verfügung bestellt bekamen, habe ich mir eben noch den passenden Kaffeebecher zu meiner Rotkehlchen-Tasse bestellt. Die Maschine sorgte allerdings heute für reichlich Unzufriedenheit unter den Kolleginnen.

Schwierig bis unmöglich zu erklären, was eigentlich ein Cappuccino ist und wie er schmecken sollte, wenn man gegen Starbucks- "Caramel Macchiato" andiskutieren muss. Nein! So schmeckt kein Kaffee, der Selbstachtung hat! Irgendwann gab ich entnervt auf. Was will man da auch noch sagen? Das ist wie ein Kampf gegen Maggi-Tüten-Windräder. Sinnlos eben... 

Ich bin jedenfalls glücklich, dass ich ab sofort im Büro richtig leckeren Kaffee trinken kann. Bis jemand merkt, was ich getan habe, und rausbekommt, wie man es abschaltet, habe ich die perfekte Tasse für meine Bedürfnisse programmiert. Jederzeit abrufbereit. Vielleicht sollte ich morgen gleich die Gebrauchsanleitung verschwinden lassen? Sicher ist sicher.

Den Rest nach dem harten Zehn-Stunden-Tag habe ich mir dann selbst auf dem Ergo gegeben. Mehr als 45 Minuten habe ich allerdings nicht über mich gebracht. Noch vier Punkte bis zur Hundert. Vielleicht ringe ich mich morgen nochmal durch. Mühsam ernährt sich das Rotkehlchen...

von MrsFlax - veröffentlicht in: Plan & Tat
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Monday, 30. january 2012 1 30 /01 /Jan. /2012 17:29

26 - Schriftliches 6787... can't trust that day
Monday, Monday 

Sometimes it just turns out that way
Oh Monday morning

You gave me no warning of what was to be..."

Mann, Mann, Mann. Diese Montage sollten echt verboten werden... Allein das qualvolle Aufstehen ist ein echtes Argument. Vor allem, wenn man sich am Vorabend - völlig wider jedes bessere Wissen - diesen dämlichen Jauch-Talk angetan hat. Manchmal hasse ich mich wirklich zutiefst...

Der Parkplatz heute morgen war toll, der  Bürotag an sich grauenvoll. Ich werde jetzt nicht in die Details gehen. In der Mittagspause drängten mich die Kolleginnen, ihnen die "Stadt" zu zeigen. Abgesehen davon, dass man an Mainz in 30 Minuten niemals etwas wirklich städtisches finden wird, schleppte ich sie in die Fußgängerzone und in die "Römerpassage" und trieb sie anschließend wieder hurtig zurück ins Büro.

Beim Marsch durch die Zanggasse erwähnte ich sightseeingtechnisch kurz - und nur der Vollständigkeit halber-, dass in dem Haus direkt gegenüber der "Lido-Bar" im letzten Jahr die Leiche aus den Nachrichten gefunden worden war, woraufhin alle beschlossen, zukünftig über den Neubrunnenplatz die Innenstadt zu betreten. Tja... Molloch Mainz...

Für morgen ist eine weitere Erkundung geplant. Mir ist noch nicht ganz klar, womit ich diesmal einen Schockeffekt auslösen könnte. Aber ich arbeite daran. Aber immerhin ist morgen Dienstag und nicht Montag. Schlimmer kann es also eigentlich nicht werden.

"... Oh Monday, Monday

How could you leave and not take me

Every other day, every other day
Every other day on the week is fine yea
But whenever Monday comes

But whenever Monday comes
You can find me crying all of the time..."

 

von MrsFlax - veröffentlicht in: Andere Baustelle
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Sunday, 29. january 2012 7 29 /01 /Jan. /2012 16:17

26 - Schriftliches 6758Ich gebe es lieber gleich unumwunden zu: Ums Laufen habe ich mich heute so lange herumgedrückt, bis es dunkel wurde. Das ist mir echt zu eklig draußen. Muss das jetzt sein mit dem Winter, wo man eigentlich bereits sicher war, dass es von Tag zu Tag heller und wärmer werden würde?! Menno!

Und wo wir schon dabei sind, Versäumnisse einzugestehen: Nein. Ich habe auch nicht genäht. Gestern noch war ich völlig überzeugt davon gewesen, dass sich in meinem Schrank eine hässliche schwarze Cordhose befände, deren Stoff ich bereits verplant hatte. Heute musste ich feststellen, dass ich sie wohl irgendwann beigesetzt hatte. Mist!

Was ich stattdessen getan habe? Die Küche einer großangelegten Reinigungsaktion unterzogen. Das ist dann aber auch bereits das Einzige. An dieser Stelle muss es übrigens einmal dringend gesagt werden: Definitiv eine der besten Kaufentscheidungen während der gesamten Bau- und Einrichtungsphase ist unser Dunstabzug.

Wir hatten uns damals auf Anraten unseres Küchenbauers auf ein vergleichsweise relativ kostspieliges Modell der Marke "Berbel" entschieden und es bis heute keine Sekunde bereut. Als er hörte, dass für uns aufgrund der Wärmedämmeigenschaften unseres Hauses ein Abluftdunstabzug nicht in Frage käme, meinte er, dann gäbe es nur eine wirklich sinnvolle Alternative: "Berbel". Und so ist es auch. Das Ding ist super.

Und das Genialste daran ist die Tatsache, dass man nicht diese fiesen Matten ständig austauschen muss. "Berbel" wird einfach mit dem Lappen ausgewischt. Die fettigen Teile wie zwei Blenden und ein Gitter können in die Spülmaschine gesteckt werden. Der Rest lässt sich wirklich superleicht reinigen. Ich liebe das Ding! Und das sollte man ja auch einmal öffentlich kund tun. Vielleicht erleichtert es dem ein oder anderen Ratlosen die Entscheidung.

Im Anschluss ans Wischi-wischi sammelte ich Max in Mainz ein und kredenzte das Abendessen. Für mich gab es die - sättigungsbeilagenfreien - Reste des gestrigen Spitzkohlauflaufs. Für die Herren hatte ich eine Bolognese eingekocht, zu der es Nudeln gab. 'Schnelle' Kohlenhydrate sind eben nur etwas für Menschen, die sie auch schnell verbrennen. Und zu denen gehörte ich heute definitiv nicht.


von MrsFlax - veröffentlicht in: Andere Baustelle
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Saturday, 28. january 2012 6 28 /01 /Jan. /2012 14:39

26 - Schriftliches 2609Geht doch! Mein armseliger Laufversuch hätte mir vor einiger Zeit zwar noch die Schamesröte ins Gesicht getrieben, aber es begegnete mir ja niemand. War ja klar. Die Waldwege waren rutschig und teilweise vereist, während ich mich vorsichtig und im Schneckentempo durch die Gemarkung bewegte - immer in der Angst, mein Fuß könnte schlapp machen.

Tat er aber nicht. Braaav! Der Rest zählt nicht. Außer den drei WP-Punkten natürlich. Dazu sage ich mal: "Alles für den Piti, alles für den Club! Unser Leben für den Hund!"

Nach erfolgreichem Lauf standen nur noch die Zubereitung des Abendessens und die Planung der morgigen Näharbeiten an. Ich hatte schon länger mit der Idee geliebäugelt, mir eine einfache, große Umhängetasche mit Klappe zu schneidern, die auch mal zum Transport der Kamera geeignet wäre.

Irgendwann  - vor etwa 25 Jahren... *grmpf* - hatte ich mal die perfekte Tasche in der perfekten Größe. Die existiert natürlich nicht mehr, aber so ungefähr sollte die neue aussehen. Als Futter- und Klappenstoff kann ich auf einen vor einiger Zeit erworbenen Matrjoschka-Baumwollstoff zurückgreifen. Für den Rest brauche ich etwas möglichst Robustes. Das Material habe ich jetzt immerhin zusammen. Dazu morgen mehr.

Fürs Abendessen habe ich in alten Blogbeiträgen gewühlt und bin auf das hier gestoßen:  "Let's do the Rosenkohl again!" Das sollte auch mit dem gestern erworbenen Spitzkohl (Mjam! Spitzkohl!) funktionieren. Dachte ich mir so und ließ es auf einen Versuch ankommen. Auf den Schmelzkäse verzichtete ich zugunsten geriebenen Bergkäses, der noch im Kühlschrank auf seinen Einsatz wartete. Mein Spitzkohl wog etwa 650 Gramm. Das genügte auch. Ich schnippelte ihn in Streifen, nachdem ich den Strunk entfernt hatte, und ließ das Blanchieren einfach sein. Nach einer Stunde im Ofen sollte er auch so weich werden. Das ist zumindest meine Hoffnung. Auch dazu morgen mehr.



von MrsFlax - veröffentlicht in: Andere Baustelle
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