Monday, 7. june 2010 1 07 /06 /Juni /2010 17:52

37---Vogelchen 7822Manche Dinge sind gut, richten aber trotzdem Schlimmes an. Der Weltuntergang von gestern zum Beispiel. Gut für die Pflanzen, jedenfalls für die meisten, schlecht für den Grill. Der sieht heute ziemlich gruselig aus.

Der Sturm von gestern - gut für die Elster, schlecht für das Futterhaus. Der Deckel am Futtersilo verabschiedete sich nämlich Richtung Lupine. Die Elster nutzte die günstige Gelegenheit und schnappte sich von oben soviel Futter, wie sie kriegen konnte. Ziemlich clever!

Das Grundstück war bei meiner Heimkehr wieder einigermaßen begehbar, nachdem es den ganzen Tag trocken blieb und die Sonne brannte. Das Fluffig-Lockere, das es noch gestern nach dem Rechen noch hatte, ging allerdings leider verloren. So muss der Boden des Roten Meers auf die Israelisten gewirkt haben, als Moses seinen Stab hob und die Wassermassen zu beiden Seiten auseinander getrieben wurden. Ex-überflutet halt irgendwie.

Immerhin treiben die Lilienzwiebeln im Rhododendrenbeet enthusiastisch aus. Und der Polsterphlox blüht an einigen Stellen. Dem scheint das Sintfluterlebnis zumindest irgendwie gefallen zu haben. Selbst meine winzigen Sonnenblumenkeimlinge scheinen allesamt mit heiler Haut davongekommen zu sein.

Ein Schaden, der lange auf seine Behebung warten musste, war dagegen der Riss in meiner Windschutzscheibe. Jetzt ist er weg. Oder halt einfach irgendwo anders. Das Puntili hat jedenfalls eine neue Scheibe bekommen. Eine sehr hübsche sogar. Mit neuer Umweltplakette. Der dritten mittlerweile. Normal ist das ja irgendwie auch nicht. Das Ding einmal zu bezahlen, mag ja noch sinnvoll sein - aus welchen Gründen auch immer. Das zweite Mal - bei Ummeldung (gleiches Auto mit neuem Kennzeichen) - leuchtete mir der Sinn bereits nicht mehr in vollem Umfang ein. Jetzt allerdings - gleiches Auto, gleiches Kennzeichen, neue Windschutzscheibe - finde ich es nur noch nervig. Ein Witz!

Der Austausch der Scheibe dagegen verlief echt unspektakulär. Die Herren trafen zwar erst 70 Minuten nach der vereinbarten Zeit ein, waren dann allerdings bereits 20 Minuten später mit ihrer Arbeit fertig. Im Nachhinein bin ich froh, auf dem OBI-Parkplatz bequatscht worden zu sein. Austausch während der Arbeitszeit, Selbstbeteiligung für einen winzigen Aufkleber verkauft (was natürlich nur zeigt, wie hoch die Gewinnspannen im Autoglasgeschäft sein müssen) - alles wieder in Ordnung ohne nennenswerte Beeinträchtigungen an Geldbeutel und / oder Freizeit. Danke, Rheinland-Glas!

Dann war heute noch Schweinchen-Reinigungstag. Sie wurden kurz ausquartiert, der Käfig entkeimt, neu eingestreut und dann durften sie wieder einziehen. Mit ein wenig FriFu (ich habe mich in den letzten beiden Wochen durch diverse Meerschweinchen-Foren gepflügt und beherrsche mittlerweile zumindest die Standard-Termini), frischem Heu und einem sauberen Käfig wirkten sie den Rest des Abends doch ziemlich entspannt.

Zumindest deutlich entspannter als ich nach der genaueren Inaugenscheinnahme des Beutels, indem sich die Kartoffeln für Abendessen befunden hatten: Klick! Wer findet den Fehler? Einer echten Maifelderin zieht das natürlich die Schuhe aus...

So. Und jetzt gibt es noch einen Blick auf die "Kill-the-Feldbergblick!"-Baustelle nebenan: Tadaaaah! Ja, das war's dann wohl demnächst. Schnief!

   

von MrsFlax - veröffentlicht in: Nebenbaustellen
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Sunday, 6. june 2010 7 06 /06 /Juni /2010 13:46

36 - Garten 7797Jetzt kann / darf / sollte er kommen - der versprochene Regen. Nachdem gestern bereits alle Pflanzen an ihre endgültigen Bestimmungsorte gezogen waren (hier ein Foto von der Grundstücksecke), haben wir es heute morgen tatsächlich geschafft, den Rest des Geländes einzuebnen und in eine Form zu bringen, die in etwa dem endgültigen Geländeverlauf entsprechen sollte. Das war nochmal ein echt harter Arbeitseinsatz, aber er hat sich gelohnt. Die Amsel begutachtete zwischendurch die Sache, äußerte sich jedoch nicht weiter.

Zusätzlich haben wir anschließend zwischen Nutzgarten und dem zukünftigen  Rasen-Blümchen-Bereich ein Dahlienbeet angelegt. Die vor längerer Zeit erworbenen Knollen machten mittlerweile eine recht verzweifelten Eindruck und begannen bereits in ihren Tüten auszutreiben. Sie wurden von ihren Qualen erlöst, aus den Tüten befreit, im Boden versenkt und reichlich gewässert. Jetzt kann's losgehen.

Weitere Aktion des Tages, die über das gestern festgelegte Ziel hinausging: das Anlagen des Kräuterbeets. Nachdem der Salbei und der Schnittlauch bereits im Balkonkasten vor sich hinblühten, und der Basilikum auf der Fensterbank schon ziemlich verzweifelt wirkte, fiel die Entscheidung leicht: ab ins Beet damit! Sie bekamen Gesellschaft von den selbst aus Saatscheiben gezogenen und ordentlich angewachsenen Kräutern. Bis auf den letzthin beigesetzten Rosmarin sollte jetzt alles da sein, was ich so in der Küche benötige. Da wird sich dann in den nächsten Tagen eine Neuerwerbung hinzugesellen dürfen.

Als Belohnung hatten wir eine Zwei-Mann-Grillparty geplant. Die Würstchen lagen bereit. Holzkohlebriketts hatte ich auch besorgt, nachdem man mich letzthin wegen meiner Holzkohle so geschmäht hatte. Bei strahlendem Sonnenschein schleppte der Bauherr den Grill neben die Terrasse. Ich verteilte Anzünder (Ooops! Irgendwie feucht geworden... Bloß nix anmerken lassen...) und Holzkohlebriketts im Grill und hielt das Feuerzeug dran. Der Effekt war... bescheiden... Und er blieb es auch. Selbst als die Anzünder endlich brannten, schafften sie es nicht, für ausreichend Glut zu sorgen. Der Himmel bezog sich langsam.

Der Grill musste endlich Betriebstemperatur erreichen, wollten wir heute noch ein Würstchen essen. Also vergaßen wir mal die guten Vorsätze und die Öko-Grillanzünder und griffen zur Brachialmethode. Ab dafür! Und kurz darauf gleich noch ein zweites Glas hinterher. Als sich die Flammenhölle wieder einigermaßen gelegt hatte, waren wir höchst erfreut zu sehen, dass nun ein wenig Glut vor sich hin glimmte. Der Himmel wurde dunkler und dunkler. 

Die ersten Würste landeten auf dem Grillrost - und es passierte eine sehr lange Zeit über erstmal gar nichts. Das hier wurde bereits frenetisch als Zwischenerfolg bejubelt. Von Ferne drang bereits Gewittergrollen herüber, als der Grill endlich in Schwung kam. Ab da war es nur noch eine Frage der Zeit. Würden die Würstchen durch sein, bis der erste Tropfen fiel? Es wurde ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen Wurst gegen Regen. Ich stand mit Grillzange und Teller bewaffnet vor dem Grill, bis es losging.

Und es ging los. Während ich unter Anfeuerungsrufen des Bauherrn, die bereits im Klatschen des Starkregens untergingen, in bester "Spiel ohne Grenzen"-Manier die letzten Würste vom Grill klaubte und mich völlig durchnässt ins Haus rettete, versank die Welt hinter mir in einer beispiellosen Sintflut.

Hatte ich mir nicht heute morgen noch etwas Regen gewünscht? Keine gute Idee!   

von MrsFlax - veröffentlicht in: Im Garten
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Saturday, 5. june 2010 6 05 /06 /Juni /2010 17:53

36 - Garten 7785Der Tag heute wurde für weitere Arbeiten am Außengelände genutzt. Zuerst wurde ein weiteres Stück des Grundstücks eingeebnet bzw. mit einem leichten Gefälle zu den L-Steinen hin versehen.

Während ich bereits seit den frühen Morgenstunden hechelnd und übermotiviert mit meiner kleinen Pflanzschaufel in der Hand zwischen den Massen von mittlerweile angesammelten Stauden und dem zu bearbeitenden Geländeabschnitt hin- und herrannte, behielt der Bauherr gottlob das eigentliche Ziel unserer Arbeit im Auge. Er bremste mich diverse Male aus und bestand auf weitreichenden Vorarbeiten, die natürlich zwingend erforderlich waren.

Es wurde zusätzlicher Mutterboden angefahren - die letzten Reste vom Haufen auf dem Gemeindegrundstück, auf dem die Lkw-Fahrer damals 20 Kubikmeter abgekippt hatten. Der Bauherr schubkarrte alles heran. Der Boden wurde verteilt, geharkt und glatt gezogen. Sechzehn Säcke Kompost wurden aufgeschlitzt und auf den zukünftigen Beeten verteilt. Die letzten 35 Kirschlorbeer fanden ihren endgültigen Platz und wurden gegossen. Der Mandelbaum fand seinen endgültigen Platz und wurde gegossen. Pflicht beendet! Und dann nahte endlich die Kür. Und damit meine "Große Stunde". Ich wurde mit meiner kleinen Schaufel und einer Armee von Stauden im Rücken auf die Beete losgelassen.

Am Ende verstauten wir zahllose leere Kompostsäcke und Kunststoffplanztöpfe in insgesamt vier gelben Säcken. Und alle meine Blümchen saßen da, wo sie hingehörten und mussten endlich nicht mehr in zu engen Töpfchen darben. Jetzt sind sie allerdings definitiv in der Bringschuld. Jetzt wollen wir Wachstum und Farben sehen! Ob ich die Aufgabe mit der gleichmäßigen Verteilung gut gelöst habe (sortiert nach zu erwartender Höhe und Farbkombinationen), wird sich wohl erst in einigen Wochen zeigen. Zuletzt landeten noch einige Blumenzwiebeln und die in kleinen Töpfchen vorgezogenen Sonnenblumen in den Beeten. Auf geht's, Jungs!

Ein paar von den Lilienzwiebeln im Rhodo-Beet liegen deutlich vorne. Die gilt es zu toppen. Und dann bleibt noch eine ziemliche Menge an Frühblüher-Zwiebeln übrig, die erst im Spätherbst gesteckt werden. Auf Krokanten und Traubenhyazinthen bin ich jetzt gerade nicht mehr so wahnsinnig scharf. Fotos vom Gesamtergebnis gibt es erst morgen. Zusätzlich zu den Stauden landeten das Vogelhaus und das Vogelbad in der Nähe der Hecke. Das Vogelbad, das bisher absolut nicht beachtet wurde, habe ich mit diesem widerlichen Insekten-Futter gefüllt, das von Würmern und Fliegen wimmelt und auf das die Biester so scharf sind. Vielleicht nehmen sie es ja jetzt endlich an. Das Vogelhaus landete neben dem Mandelbäumchen und wurde ebenfalls neu befüllt.

Apropos "Futter": Ich werde jetzt mal den gröbsten Dreck von mir abwaschen und anschließend für ein halbwegs akzeptables Abendessen sorgen. Das haben wir uns verdient!

von MrsFlax - veröffentlicht in: Im Garten
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Friday, 4. june 2010 5 04 /06 /Juni /2010 18:29

sgt - komplettAllerdings eher zufällig. Nicht, dass ich Italien nicht für ein wunderschönes Land (mit zugegebenermaßen etwas suspekten Bewohnern) hielte... Nein! Trotzdem entwickelte sich das Abendessen heute rein zufällig in diese Richtung. Beim Googlen nach Ideen für interessante - dem aufmerksamen Leser mag es suspekt vorkommen, dass es hier täglich irgendwie das gleiche gibt - Rezepte mit Spargel (!) stieß ich auf "Asparago al Gorgonzola". Klang nett. Und die Kombi gab es schließlich auch noch nicht. Und da Max (der Spargelhasser der Familie) ohnehin aushäusig speist, und der Bauherr und ich den festen Vorsatz gefasst haben, die Spargelsaison bis zum bitteren Ende auszunutzen, gibt es also heute ein weiteres Spargelessen.

Das Rezept habe ich allerdings deutlich abgewandelt. Etwas weniger Gorgonzola, etwas mehr Tomaten. Mal gespannt. Dazu wird es Rosmarinkartoffeln (diesmal in einer Pfannenversion) und Filet geben. Ich finde, das Gesamtpaket haben wir uns verdient, nachdem wir gestern wieder alles gegeben wurde. Und auch im Hinblick auf die folgenden beiden Tage, an denen eher im Dreck wühlen als kochen angesagt sein wird.

Der Nachtisch ergab sich ebenfalls mehr oder weniger per Zufall beim Stöbern auf "Fool for Food", einem meiner Lieblings-Kochblogs. Da wäre ich gerne näher am Original geblieben, musste aber auf einen Schokobiskuit als Unterlage ausweichen, da Max heimlich meine gesamten Löffelbiskuitvorräte vernichtet hatte. Den Biskuit tränkte ich, wie im Rezept vorgesehen, mit Amaretto und hielt mich ansonsten an die Vorgaben. Die Optik (Portrait, Gruppenfoto & Schichtansicht im Kühlschrank) überzeugt schon mal. Der Geschmack wird später einer eingehenden Prüfung unterzogen werden.

Hier jedenfalls mal meine Spargel-Gorgonzola-Variante:
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Asparago al Gorgonzola e Pomodori
Zutaten:
1 kg grüner Spargel
Salz, Zucker
100 g Gorgonzola
3 mittlere Tomaten
150 g passierte Tomaten
Basilikum, frisch gehackt
Petersilie, frisch gehackt
Olivenoel
1 kleine Zwiebel
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Spargel waschen, das untere Drittel schälen, Stangen halbieren, in Salzwasser mit etwas Zucker bißfest kochen, kalt abschrecken. In eine Auflaufform legen (Die Hälften mit den Köpfen bitte oben. Das sieht einfach besser aus.) und mit in Scheiben geschnittenem Gorgonzola bedecken. Bei 200° C (bzw. 180° C Umluft) kurz gratinieren. Währenddessen die Tomaten blanchieren, abziehen und würfeln. Basilikum und Petersilie hacken. Die Zwiebel würfeln und in etwas Olivenoel glasig werden lassen. Tomaten (gestückelt und passiert) zugeben und eine Weile köcheln lassen. Zuletzt Kräuter zugeben und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Neben dem Spargel in die Auflaufform füllen. Zusammen nochmals kurz in den Ofen geben.
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Genug der Völlerei. Kommen wir zu anderen wichtigen Themen! Meerschweinchen zum Beispiel! Unsere Gäste, die Schweinchen, sind nämlich ziemlich 'aufgetaut'. Sie springen den ganzen Tag quiekend im Käfig herum, betteln um Futter und haben - zumindest vor mir - mittlerweile kaum noch Angst. Ich werde wohl am Wochenende mal ein paar Fotos nachlegen müssen. Vor allem Egon wird zusehends frecher, frisst aus der Hand und benimmt sich sehr locker, aber trotzdem relativ manierlich. Zumindest für Meerschweinverhältnisse. Übrigens liegen die beiden Helden gerade völlig erschöpft vom abendlichen Fresseinsatz in der Gegend herum. Nach dem Häuschen fragt niemand mehr. Und gerade hat Egon im Schlaf gegrunzt. Süüüüüß!         

von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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Thursday, 3. june 2010 4 03 /06 /Juni /2010 19:57

36 - Garten 7722Heute war nochmal ein recht arbeitsintensiver Tag. Mittlerweile ist man ja daran gewöhnt, dass Feiertage keine echten Feiertage, sondern willkommene Haus- und Geländearbeitstage sind. Ohne Feiertage wären wir längst nicht so weit, wie wir inzwischen sind. So insgesamt betrachtet.

Vor der Kür - dem Hecke pflanzen - stand allerdings die Pflicht - das Grundstück einebnen. Mit Kultivator und Rechen bewaffnet rückten wir aus, um die Gebirgslandschaft in ein ordentliches Stück fruchtbaren Bodens zu verwandeln. 

Mehr als die Hälfte des Geländes haben wir heute geschafft. Es fehlt nur das Stück von den Stellplätzen bis zum Terrassenende. Und anschließend versenkten wir 45 Kirschlorbeer-Wurzelballen (s.o.) in mit Kompost angereichertem Boden (vorher -> nachher). Immerhin 45 von insgesamt 80 Stück. Der Rest folgt am Wochenende. Uns ging der Kompost aus.

Das Grundstück hinter dem Haus sieht jetzt immerhin ziemlich ordentlich aus. Dass das eine Menge Arbeit war, sieht man allerdings irgendwie gar nicht. Menno! Nach und nach beginnen alle Stauden zu blühen (Klick! Klick!). Wird echt Zeit, dass sie endlich an ihren endgültigen Bestimmungsorten landen. Aber die Tage in engen Töpfen sind ja nun gezählt. Bald ist es soweit, Jungs. Dann dürft ihr raus zum Spielen. 

von MrsFlax - veröffentlicht in: Im Garten
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