Wednesday, 7. december 2011 3 07 /12 /Dez. /2011 19:16

28 - Advent, Weihnachten & Silvester 7046Heute lagen die ersten Flocken vor der Haustür. Martin, der Flamingofreund, hatte auch einiges abbekommen. Das Wetter war so richtig fies. Die Muttersprachvergewaltigerin jedenfalls meinte kurz vor Feierabend: "Das ist ja ein richtiger Windsturm!" Ja, das muss es wohl gewesen sein. Es tendierte allerdings fast in Richtung Windorkan. Oder so...

Da es sich in Windstürmen bekanntlicherweise schlecht läuft, ließ ich es gleich bleiben. Am Ende wäre noch ein Schneeblizzard hinzugekommen und ich hätte den Heimweg nicht mehr gefunden. Die Gefahr bestand zumindest. Ansatzweise...

Als ich mich auf nach Idstein machte, um Max abzuholen, schneite es. Es scheint also irgendwie doch noch Winter zu werden. Vielleicht ist dann der Weihnachtsmarktbesuch in der kommenden etwas weihnachtlicher als der in der vergangenen Woche. Glühwein schmeckt bei +10° C aufwärts echt nicht so dolle.

Viel mehr gibt es vom heutigen Tag dann auch irgendwie nicht zu berichten. Ich begeb mich dann mal zum Sofa, gehe nicht über "Los!" und ziehe (leider) nicht 4000,- ein...


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Tuesday, 6. december 2011 2 06 /12 /Dez. /2011 18:53

28---Advent---Weihnachten_9248B.jpgEin Tag voller Geschenke, aber mit Arbeit bis zum Abwinken. Erst gab es einen Lebkuchenteller, dann lief eine zweite Kollegin mit Kuchen ein. Kurz darauf erschien unser neuer Chef mit einem "Ho-ho-ho!" und einem kleinen Päckchen für jeden Mitarbeiter. Als sich die allgemeine Aufregung gerade wieder einigermaßen gelegt hatte, betrat eine verkleidete Kollegin das Büro und bescherte uns nochmals.

Die Lieblingskollegin und ich bekamen ein gemeinsames Sparschwein vom Nikolaus, sodass wir endlich unser hässliches Plastiktöpfchen mit selbstgeschnitztem Schlitz entsorgen konnten. Das neue Schwein trägt den Aufdruck "Kameradenschwein", da die Nikolausin es uns als Revanche für den ihr letzthin zum Geburtstag überreichten David-Garrett-Kalender 2012 überreichte.

Schließlich waren wir den Rest des Tages damit beschäftigt, die mit Gröhlen und Gejohle verbrachte Zeit wieder aufzuholen. Selbst an einem überlangen Arbeitstag wie heute war das nicht einfach.

Apropos "Geschenke": Das Likörgeschäft läuft gerade recht ordentlich an. Morgen wechseln wieder sechs Flaschen die Besitzerin. Das ist jetzt aber definitiv die letzte Flasche Sauerkirsch, die ich hergebe. Und das nur auf intensives Bitten hin. Der Rest bleibt im Haus! Schluss!

Zum Laufen war es natürlich bei meiner Rückkehr viel zu dunkel. Zum Hamsterradeln fehlte mir schlicht die Lust. Vielleicht gehe ich morgen eine Stunde früher und nutze sie zum Punkteerwerb. Das würde mir dann allerdings den dritten Urlaubstag aus acht Überstunden zerstören. Mal sehen...

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Monday, 5. december 2011 1 05 /12 /Dez. /2011 17:32

28 - Advent, Weihnachten & Silvester 4472Heute vor drei Jahren wurde unser Dach gedeckt, nachdem in den beiden Tagen zuvor das Haus aufgestellt worden war. Im Prinzip ist also heute Richtfest-Jahrestag. Und Nikolausabend. Doppelter Grund zum Feiern also eigentlich.

Wenn ich daran denke, wie ich vor drei Jahren stundenlang frierend im Schnee gestanden habe, während die Zimmerleute ihrer Arbeit nachgingen, frage ich mich, wieso wir damals nicht Temperaturen wie heute hatten. Da wäre das kein Problem gewesen und hätte deutlich mehr Spass gemacht.

Schnee habe ich allerdings auf dem Heimweg auch schon gesehen. Der erste Schnee für diesen Winter. Er lag auf der Platte und ich verfluchte die Tatsache, dass ich keine Kamera dabei hatte. Wozu hat man aber ein Handy? Ich knipste ein wenig schneebedeckte Baumstämme.

Blöderweise bekomme ich nun die Fotos nicht vom Handy herunter. Ich habe schon alles Menschenmögliche ausprobiert - erfolglos. Verdammte Technik! Blödes, wenig smartes Smartphone! Morgen brauche ich auch keine Kamera mitzunehmen. da ist es bereits dunkel, wenn ich nach Hause komme. Und übermorgen ist der Schnee sicher wieder weg.

Dafür hat der Bauherr heute immerhin den wichtigsten Bestandteil des Weihnachtsessens organisiert. Am 23. Dezember darf ich ihn abholen. Einen Namen gebe ich ihm erst bei der Zubereitung. Oder ihr. Wie auch immer. Jedenfalls ein hübsches Tier. Ich habe es noch nie zubereitet, sodass bei der Premiere auch noch ein wenig Nervenkitzel dabei sein wird. Einen Testlauf wird es diesmal nämlich auch nicht geben.

Was ich vorher testen werde, sind die Desserts. Da wird sich der Bauherr freuen. Ich bin noch unentschlossen. Zwei Bestandteile stehen fest, der dritte muss noch gefunden werden. Das Ganze soll ja stimmig sein. Zum Thema Vorspeise habe ich zur Zeit noch gar keine Idee. Ein paar Sachen kommen in Frage, aber keine davon haut mich so um, dass ich mich festlegen würde. Da wird es auch noch ein paar adventliche Generalproben geben. Mein Lieblingstestesser wird sich in sein Schicksal fügen müssen. Zähneknirschend vermutlich... 

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Sunday, 4. december 2011 7 04 /12 /Dez. /2011 18:30

34 - Abstraktes 5063Heute war so ein Tag. Fand ich zumindest. Der erste Blick aus dem Fenster setzte mich bereits darüber in Kenntnis, dass es aus Kübeln schüttete. Und das offensichtlich nicht erst seit zwei Minuten. Und es regnete und regnete. Meine Laufstimmung sank gen Null.

Kurz nach zehn Uhr hörte es dann plötzlich auf. Bis dahin hatte ich den Bauherren allerdings schon ziemlich in den Wahnsinn getrieben. Freudestrahlend verkündete er das Ende des Regens und schloss ein "Los! Laufen! Raus!" an.

Tat ich dann auch. Allerdings war das ein seltsamer Lauf. Er begann richtig super - mal abgesehen von den aufgeweichten, schlammigen Waldrandpassagen - und endete ziemlich doof.

Gleich auf dem schönsten Stück des Eichhörnchenwegs blieb ich wie angewurzelt stehen. Das gleiche galt für das Reh, das mir direkt gegenüberstand. Wir starrten uns gegenseitig an, es kam zwei Schritte auf mich zu und wirkte immer noch ganz freundlich. Dann drehte es sich um und schlenderte gemächlich wieder in den Wald hinein. Wow! Als es außer Sichtweite war, lief ich weiter.

Ich beobachtete noch einen Graureiher, der vom Bach aus startete. Der "Bach" war letzte Woche noch ein Wadi gewesen. Hach, ein Reiher! Kurz danach "reiherte" ich selbst, weil mir irgendein Tier in den Hals flog. Es lebte noch. Ich spürte es genau. Eeeekeeelhaaaft! Spuckend und keuchend lief ich weiter, aber das Tier verschwand einfach nicht. Ich stellte mir vor, wie ein fieses Insekt in meiner Speiseröhre herumspazierte. Mir wurde schlecht. Als ich mich gurgelnd am Wegesrand vornüberbeugte, sah ich den Jäger, der mich neugierig beobachtete. Na, toll...

Nix wie weg. Das Tier war allerdings immer noch irgendwo da drin. Der Waldrand war matschig, das Tier rebellierte, ich bog wieder in den Wald ein. Hinter mir fielen die ersten Schüsse. Ich hoffte inständig, dass es nicht mein Reh von eben erwischt hatte. Bei der Gelegenheit: Ich plädiere übrigens dafür, "Bambi" erst ab 18 Jahren freizugeben. Max ist sicher noch heute traumatisiert von der Stelle, als Bambis Mutter erschossen wird. Das ist nichts für Kinder! Aber das nur mal so am Rande...

Während ich durch den Wald lief, hörte ich weitere Schüsse. Diese Jäger... "Grobe Menschen" hätte der Wolfitekt kopfschüttelnd gesagt. Und man weiß ja auch nie genau, ob sie brav beim letzten Sehtest waren. In meinem Kopf hörte ich eine Jägerstimme sagen: "Aaaah! Da!!! Das dicke schwarze Reh! Es muss sehr alt oder krank sein, so langsam, wie es sich fortbewegt. Ich werde es erlösen..." Nix wie weg, bevor irgendein tierlieber Blödmann mir den finalen Blattschuss verpasst, um meine Qualen zu beenden.

Ich kam am Ende - vier WP-Punkte später - mit aufgeweichten Füßen, abgehetzt und verschwitzt zu Hause an, in meinen Innerein kämpfte das Tier gerade einen verzweifelten, aber aussichtlosen Kampf gegen meine Magensäure. Geschafft!

Im Anschluss - es begann wieder zu regnen... - begab ich mich an eine Aufgabe, die bereits seit zwei Wochen überfällig war: die Reparatur von Max' Winterjacke. Er war im Schweinsgalopp mit der Tasche am Treppengeländer eingefädelt, sodass diese komplett abgerissen war. Natürlich nicht in der Naht, sondern gleich daneben. Außerdem lag da noch die Jacke einer Kollegin, der ich leichtsinnigerweise zugesagt hatte, bei nächster Gelegenheit den Riss im Futter zu nähen.

Die Nähmaschine wurde aufgebaut, die Jacke der Kollegin war flott abgefertig. Für Max Jacke schnitt ich einen Streifen Stoff zu, um den Riss zu unterlegen. Ab da ging nichts mehr. Der Oberfaden riss alle drei Stiche. Nachdem mich das Zerlegen und Entfusseln der halben Maschine und zahllose, immer entnervtere Versuche, eine Naht hinzubekommen, an der Rand der Verzweiflung getrieben hatten, gab ich auf und schloss den Riss per Hand. Blöde Maschine! Drecksding!

Überflüssig zu erwähnen, dass ich auf dem Weg nach Mainz dann später zwanzig Minuten in einer Schlange vor der Zapfsäule einer Tankstelle verbrachte. Immerhin ist das Auto jetzt frisch betankt und Max befindet sich wieder in seinem Zimmer. Und die Weihnachtsessensentscheidung ist irgendwann zwischendurch auch gefallen. Jedenfalls der Teil, der Hauptgang und Dessert betrifft. Und jetzt hoffe ich mal, dass der Rest des Abends glatt läuft. Das Restprogramm - Tortellini und "Tatort" - scheint keine unlösbare Aufgabe zu sein.

von MrsFlax - veröffentlicht in: Plan & Tat
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Saturday, 3. december 2011 6 03 /12 /Dez. /2011 13:47

physalismarmelade - glasHeute morgen habe ich es allen Zweiflern gezeigt. Niemand wollte es glauben, als ich im Sommer verkündete, aus den Physalis im Gartenbeet Marmelade zu kochen.

Man belächelte mich bestenfalls. Dank des schönen Herbstes und des bisher milden Winters war ich jedoch tatsächlich in der Lage, in dieser Woche ein paar Früchte zu ernten. Die Pflanzen selbst sehen ziemlich fertig aus, aber es kamen tatsächlich ganze 60 Gramm reife Physalis zusammen. Nettogewicht natürlich - ohne das ganze Gezoppel dran. 

Nach längeren Berechnungen bastelte ich mir ein Marmeladenrezept für ein einziges Gläschen Physalismarmelade. Die Schmach des Versagens wollte ich keinesfalls auf mir sitzen lassen. Mein Rezeptchen habe ich jetzt mal auf die etwa vierfache Menge hochgerechnet, damit es etwas weniger nach Witz aussieht:
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Physalismarmelade mit Orange
Zutaten:
250 g Physalis
4 reife Bio-Orangen
2 Päckchen Orangenzucker
250 g Gelierzucker 2:1
1 Vanilleschote
1 Msp. Zimt, gemahlen
2 TL Orangenlikör
Zubereitung:
Physalis waschen, putzen und vierteln. Orangen auspressen. Fruchtstückchen mit dem Orangensaft in einem Topf auf dem Herd erhitzen.
Zucker, ausgekratzte Vanille plus Schote, Zimt und Orangenlikör zugeben und aufkochen. Etwa fünf Minuten köcheln lassen, Vanilleschote entfernen und kurz mit dem Pürierstab durchgehen (nicht komplett pürieren!).
Noch heiß in Gläser füllen.
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In meinem Fall in ein einziges, winziges Gläschen. Und wer das bekommt, steht auch bereits fest! Zum Probieren blieb ein halber Teelöffel übrig. Ich finde es sehr lecker. Eine Schande, dass die Pflanzen im Garten extrem mit Früchten vollhängen, die wohl nicht mehr reif werden. Die Dinger haben sich einfach zu spät selbst ausgesät. Im kommenden Jahr werde ich auf alle Fälle welche auf der Fensterbank  vorziehen, die ich, sobald es frostfrei ist, wieder in den Garten setzen werde. Und dann gibt es Marmelade aus dem großen Topf. Pah!

Hoch motiviert und immer noch in "Pah!"-Stimmung machte ich mich auf Richtung Wald. Die 60 Minuten waren mühsam, teilweise schlammig und die meiste Zeit von Nieselregen begleitet. Richtig fies, wenn auch nicht wirklich kalt. Die drei Punkte trug ich anschließend mit großer Befriedigung ein. Die waren hart erkämpft.

Blöd nur, dass es mittlerweile richtig heftig zu regnen angefangen hat. Für heute Abend hatten wir eigentlich einen Besuch des Idsteiner Weihnachtsmarktes eingeplant. Ich hoffe doch sehr, dass sich das wieder legt.

von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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