Monday, 19. october 2009
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20:37
Jetzt hat mich die Süddeutsche also doch noch erwischt. Sowas Blödes! In der heutigen Online-Ausgabe gibt es einige detaillierte Infos aus den
Untersuchungsberichten des BKA.
"Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach Informationen des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel' ermittelt, dass sich MrsFlax in den
Jahren 2003 bis 2006 insgesamt 24 Mal in Wallau zu Einkäufen beim schwedischen Möbelhaus IKEA aufgehalten hat. Allein zwischen Februar 2005 und Mai 2006 soll Flax demnach achtmal heimlich nach
Hessen gefahren sein, berichtet das Magazin.(...) Zwar ist Flax nach Ansicht der deutschen Justiz längst des Shoppings für schuldig
befunden, der Öffentlichkeit aber liefert der Bericht nun bislang ungekannte, detaillierte Hinweise gegen die Bauherrin."
Jetzt sind sie mir also auf die Schliche gekommen. Irgendwann musste das ja auffliegen. Ich habe vielleicht einfach ein wenig übertrieben. Andererseits: Wie hätte ich konkurrenzfähig bleiben
sollen? Wie mit meinen Kolleginnen mithalten? Was blieb mir denn anderes übrig? Schließlich habe ich nie jemanden betrogen. Und das ist ganz groß.
Und dann dieser fiese Professor Franke! Behauptet der doch total dreist in aller Öffentlichkeit, ich hätte 35,- Euro per EC-Karte gezahlt. Niemals! Das konnte ich wohl kaum auf mir sitzen lassen.
Sagten meine Anwälte damals auch. Und die müssen es ja wissen. Dem hab' ich es aber gezeigt. 35,- Euro! Hah! Dabei habe ich doch schließlich für 80,- Euro eingekauft.
"In den BKA-Akten findet sich keine Stellungnahme Flax'. MrFlax, ihr langjähriger Mentor - und die Kontaktperson zum Möbelhaus -, hat
sich in Vernehmungen geäußert, auf seinem Computer fanden sich die Fahrtdaten. Auch der Hesse war ja Beschuldigter in Bonn und räumte ein, für Flax die Reisen organisiert zu haben; auch er sei in
Wallau gewesen, 15 Mal zwischen Dezember 2003 und April 2006. Von Blutshopping habe er aber nichts gewusst. Er habe den Kontakt nur wegen 'Übergewichtsproblemen' hergestellt: 'Ihr Ziel war, ihr
Gewicht binnen vier Wochen von *nuschel* auf *räusper* Kilo zu reduzieren.'"
Guuut... So knapp vor dem Saisonhöhepunkt Winterpokal kann es schon mal eng werden. Die ersten Dominosteine sind seit vier Wochen im Handel erhältlich. Da ist das ein oder andere Kilo unbemerkt auf
den Hüften gelandet. Aber wegen sowas würde ich doch nicht Shoppen gehen! Und schon gleich gar nicht Blutshoppen!!! Dafür gibt es doch kompetente spanische Frauenärzte, die das innerhalb kürzester
Zeit wieder in Ordnung bringen können. Keine Ahnung, was der Bauherr da erzählt. Tststs...
Ich jedenfalls werde mich hüten, zuzugeben, dass ich heute ebenfalls wieder in bekannten Kassenschlangen stand. Mit einem Wagen voller Ivar-Regalteile. Und ich werde auch ganz sicher nicht
erwähnen, dass ich nicht empfehlen kann, mit einem Fiat Punto mehr als zwei 2,26 m lange Seitenteile zu befördern. Vermutlich könnte man dann nicht mehr in den 5. Gang schalten und müsste
sich auf der Lkw-Schleichspur bewegen. Nehme ich mal an. Genau wissen kann ich das natürlich nicht, weil ich derartige Schweinereien natürlich niemals ausprobieren würde.
"Ob Flax doch einmal etwas zur Sache beiträgt, ist offen. In dem Bonner Verfahren zeigte sich, auf welcher Stufe zumindest ihr Anwalt
die Mandantin sieht: "Es besteht kein Anlass, die Beschuldigte (Flax) wegen des Interesses der Medien an ihrem Fall anders zu behandeln als den Beschuldigten des Verfahrens 50 Js 1/00", hieß es
dort. Und weiter: "Auch in jener Sache hat die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens nicht von der Bereitschaft abhängig gemacht, Vorfragen seiner möglichen Strafbarkeit zu
beantworten." Der Beschuldigte ist damals wegen Untreue im Parteispendenskandal angeklagt gewesen: Helmut Kohl."
Na also. Wenn der Dicke (ähemm... die Dicken) nichts sagt (bzw. sagen),
warum dann ich?! Pah!
von MrsFlax
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Friday, 9. october 2009
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20:28
Keine Ahnung,
wie das passieren konnte, aber diese Woche war irgendwie länger als gewöhnlich. So ungefähr gefühlte zwei bis drei Tage länger. Umso schöner war heute um 13 Uhr der Blick auf die Uhr: Feierabend!
Wochenende!
Das Wetter war super - trocken, sonnig und richtig warm. Heike wartete bereits am Waldesrand. Und so begannen die beiden freien Tage auch gleich sehr angenehm. Und das Läufchen war trotz der
längeren Pause gar nicht mal so übel. Wir waren äußerst zufrieden mit uns.
Anschließend ging es mit Max zum Getränke- und Wochenendeinkauf. Und das war es auch schon. Nur eine Frage blieb heute ungeklärt - und die verdarb mir etwas den frühen Nachmittag:
Wieso habe eigentlich nicht ich den Friedensnobelpreis bekommen habe, obwohl ich seit Jahren in unserem Büro des Wahnsinns, der Debilität und der grenzenlosen Stutenbissigkeit ausharre, und Tag für
Tag mehr oder weniger innerlich rasend in scheinbarer Gelassenheit meine Arbeit erledige? Absolut unbegreiflich und nicht nachvollziehbar! Diesmal war ich wirklich sicher, dass ich jetzt an der
Reihe bin.
Und dann das! Da schnappt mir der amerikanische Präsident das Ding vor der Nase weg! Dabei wäre Obama wahrscheinlich nach ungefähr zwei Jahren eines Morgens mit einem Sprenggürtel um den Bauch in
unserem Büro aufgetaucht und hätte unter diabolischem Lachen alle Kolleginnen mit sich genommen.
Damit will ich keineswegs Herrn Obama diskreditieren. Ich schätze, selbst bei Gandhi hätte es nicht länger als vielleicht fünf Jahre gedauert, bis er seine Meinung komplett geändert hätte. Sein
"Gewaltlosigkeit wird auf die Probe gestellt, wenn sie der Gewalt gegenübersteht." hätte er wohl noch einmal kurz überdacht, bedauernd mit den Schultern gezuckt und dann mit einem knappen
"Naja... Gut... O.k.... Ich seh's ein..." beherzt nach der neunschwänzigen Katze gegriffen.
Obama kann sich auch gerne mal ein Jahr lang mit unserem Elektriker herumschlagen. Mal gespannt, wie friedlich er dann noch ist. Er würde ihn wahrscheinlich nach den ersten Fehlleistungen
kurzerhand als abschreckendes Beispiel für andere Handwerker in den Luftraum getackert haben.
Wie gesagt: Seine Verdienste in allen Ehren. Allein schon die Tatsache, dass wir jetzt keine Berichte mehr von George W.s MTB-Touren mit Lance Armstrong oder Barbecues mit dem Merkel lesen müssen,
ist aller Ehren wert und hat sicher einen Preis verdient. Aber doch nicht diesen. Der gehört mir. Mir! Mir ganz allein!!!
von MrsFlax
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Monday, 17. august 2009
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23:26
... und Wir sind
Wir
Voller Kraft und Hand in Hand
Wir sind stark und wir sind hier
Klare Sicht und schönes Land ..."
Nein. Das stammt nicht von einer der CDs, die von netten Rechtsradikalen auf deutschen Schulhöfen an unbedarfte Sextaner verteilt werden. Und es handelt sich auch nicht um den Text eines alten
Volksliedes, der - völlig zu Recht im übrigen - in Vergessenheit geraten ist. Der Titelsong einer neuen Zeichentrickserie ist es auch nicht. Man fasst es kaum: Es ist der Text der "Merkel-Hymne"
(Zitat bild.de).
Hääähhh?! Merkel-Hymne?! Kenn' ich nicht! Klar. Ist ja auch neu. Brandheiß und topaktuell sozusagen. Und gaaaanz toll i.ü. auch noch. Und sie stammt von Leslie Mandoki höchstselbst, der uns in den
70er und 80er Jahren bereits mit vielen Stimmungsliedern von Dschingis Khan vesorgt hat.
Die Augsburger Allgemeine hat
auch noch eine weitere tolle Textstelle zu bieten:
"Mit dem Licht von morgen in der Hand
Haben wir die Zeichen der Zeit erkannt
Und erreichen unser Ziel
Mit Herz und mit Verstand"
Na, prima! Stimmungsmäßig steht das aber wirklich Mandokis früheren Hits in nichts nach. Besonders die Textzeile "Klare Sicht und schönes Land" - Hammer!!! Da schnalzen lustvoll alle
Synapsen - und ganz tief aus dem Teil des Gehirns, in dem das passive Wissen endgelagert wurde, erklingt es schallend: "Wirf die Gläser an die Wand, Russland ist ein schönes Land!
Hahahaha-ho!!!".
Der Rest der sagenhaft mitreißenden Lyrics erinnert gleichzeitig an Lagerfeuergesänge christlicher Jugendgruppen, an Störkraft-Konzerte und auch ein ganz klein wenig daran, dass man
Mandoki am besten 1979 nach seinem Auftritt als debiler Derwisch beim Grand Prix bereits ohne Kartenmaterial in der Mongolei hätte aussetzen müssen. Fernab jeglicher Zivilisation hätte er
noch jahrelang singend und desorientiert durch die Steppe ziehen können: "Lasst noch Wodka holen - ha-ha-ha-ha, denn wir sind Mongolen - ha-ha-ha-ho!"
Und statt dankbar zu sein, weil ihm dieses Schicksal erspart blieb, tut er uns jetzt das an... Und nicht nur das! Er gibt auch Sätze von sich wie: "Angela Merkel ist ein Glücksfall für
Deutschland." oder "In schweren Zeiten eine besonnene Kanzlerin zu haben, ist ein Glück!" oder "Ihre Art ist sehr beeindruckend." Mensch, Mandoki, das wissen wir doch alle
längst. Deshalb sind wir ja hier auch alle so wahnsinnig glücklich! Und singen und lachen den ganzen Tag. Und lobpreisen unsere herrliche Kanzlerin, die uns so unendlich viel Gutes getan hat - und
wahrscheinlich nochmal genausoviel Gutes tun wird - 'mit dem Licht von morgen in der Hand!... *Gulp*
Vielleicht erinnert sich noch jemand daran, was dabei herauskam, als unser Freund László... ääähhh... Leslie klingt ja viel cooler... sich zuletzt an "politischem Liedgut" versucht hat? Na, wer
weiß es? Der Song hieß "Wir sitzen alle im selben Boot", stammt aus dem Jahre 1981 und enthält folgende unsterbliche Zeilen:
"Die Cleopatra hat den großen Cäsar ganz klein gekriegt über Nacht
Und der Dschinghis Khan, ja der hat in Wirklichkeit nur drei Kinder gemacht,
Und der Schmidt, der hat Strauß und der Strauß, der hat Schmidt
Und Napoleon sein Waterloo
Auf der Erde leben Milliarden Menschen
Und einer davon bist du – Hey Hey (...)
Ja, der Cassius Clay haut dich aus den Socken
Und der Chruschtschow haut mit dem Schuh – Njet!
Das Mauerblümchen bleibt ewig hocken
Und der Heino singt noch dazu (...)
Und die Alice spricht von Emanzipation
Und der Pfarrer vom Zölibat
Und das Ganze nennen sie Revolution
Und jetzt haben wir den Salat – Hey Hey"
Tja...Das ist wirklich hart... Da der Wahlkampf aber offensichtlich bereits jetzt einen neuen Tiefpunkt auf der nach unten offenen Dumpfbacken-Skala erreicht zu haben scheint, dürfen wir uns sicher
noch auf weitere Peinlichkeiten freuen. Zumal Frau Lengsfeld ja bereits ihren nächsten Sensations-Coup angekündigt hat. Da fällt einem doch gleich Hadschi Halef Omar
ein:
"Sein Turban
Der war viel zu groß für ihn
Sein Pferd sah aus
Als könnt' es kaum noch geh'n.
Doch wenn er kämpfte
Ist allen schnell das Lachen vergangen."
von MrsFlax
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Tuesday, 11. august 2009
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19:10
So ist es im Berliner
Wahlbezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf einem Wahlplakat der CDU-Kandidatin Vera Lengsfeld zu lesen. Das Plakat
zeigt sie und das Kanzlerin als "kesse Kesslers" mit samtumrandetem Dekolleté. Zwei Dekolletés um genau zu sein. Eins davon kannte ich ja schon aus Oslo und hoffte eigentlich inständig, es nie
wieder sehen zu müssen. Und jetzt? Verdammt! Da sind se wieder: die Hügel und Endmoränen der Uckermark...
"Die fruchtbare, eiszeitlich geprägte hügelige Grund- und Endmoränenlandschaft ist von der Seenkette des Ober- und Unteruckersees
durchzogen und im Südteil überwiegend mit Buchenwäldern bestanden." (Zitat: Wikipedia). Da frage ich mich doch: Wo sind denn bitte die Buchenwälder, wenn man sie mal braucht?!
Und als ob es nicht schon schlimm genug wäre, jetzt schon wieder ungefragt mit peinlichen Merkeleien belästigt zu werden, schließt sich der Fleischbeschau auch noch die ehemalige
DDR-Bürgerrechtlerin Lengsfeld an und bietet unseren Blicken das, von dem sie denkt, dass es für einen "Imagewandel" (Zitat Sächsische Zeitung) sorgen könne. Einen Imagewandel?! Von unattraktiv für Kreuzberger Autonome zu "Peep"-Feldbusch-Erotik, um die
RTL-II-Zielgruppe an die Wahlurnen zu locken?
Prinzipiell fragt man sich jetzt doch, was Frau Lengsfeld zu dieser wahnwitzigen Aktion trieb. Ist es die gleiche Art von Schamlosigkeit, die vor einiger Zeit Uschi Glas dazu brachte, sich vor den
Max-Kameras zu entblößen? Ist es eine Art spätpubertierender Selbstvergewisserung, die politisch funktionslos gewordene Wahlen dazu benutzt, den eigenen sexuellen Marktwert auszuloten?
Oder handelt es sich gar um christlich-demokratische Pornografie in direkter Dolly-Buster-Nachfolge?
Dafür spräche die Obszönität, mit der hier ein geradezu körperloses Dekolleté in seiner ganzen Hässlichkeit dem geifernden Blick dargeboten wird. Es gilt nicht mehr "Was man hat, muss man
zeigen", sondern "Man hat zwar nichts, aber man zeigt es trotzdem". Damit wäre die Politik nun endlich da angekommen, wo Dieter Bohlen schon vor Jahren war. Glückwunsch, Frau
Lengsfeld!
Dann würde mich auch noch brennend interessieren, was eigentlich genau mit "Wir haben mehr zu bieten" gemeint ist. Mehr als was? Worauf bezieht sich der Komparativ? Mehr als politische
Inhalte? Mehr als das, was Frau Lengsfeld in der Sächsischen Zeitung als "Bierbäuche" bezeichnet? Mehr als die oberflächlichen Selbstzurschaustellungen von sogenannten "Politikern" wie Westerwelle,
Wowereit und nicht zuletzt Schröder, der eine derartige politische "Kultur" erst möglich gemacht hat?
Und was haben die beiden tiefdekolletierten Damen denn nun eigentlich überhaupt zu bieten? Und wem? Und warum auf diese Art und Weise? Im Prinzip sind wir doch jetzt an der Stelle im Hans-Christian
Andersen-Märchen von des Kaisers neuen Kleidern angelangt, an der der kleine Junge am Straßenrand ruft: "Der ist ja nackt!" Der Witz an der Sache ist nur, diesmal interessiert das
Niemanden. Man hat uns ja nicht getäuscht. Und auch nicht das Merkel. Im Gegenteil!
Im Vergleich mit Schröders Selbstinszenierung hat das Merkel ja nie ein Hehl aus seiner provinziellen Unbeholfenheit gemacht. Es hat nicht einmal versucht, diese zu kaschieren. Es stolpert
unbedarft durch Staatsbesuche. Es klettert unbeholfen in U-Boote. Es steht händeringend und hilflos auf roten Teppichen. Es klatscht innerlich emotionslos, aber extrem bemüht wirkend zu
Nationalmannschaftstoren. Kurz: Es erweckt in allem, was es tut, den Eindruck, genau da, wo es gerade ist, nicht hinzugehören und trotzdem unbedingt dabei sein zu wollen.
Im Prinzip ist es wie sein unsäglicher Oslo-Ausschnitt: Es wirkt auf peinliche Weise deplatziert. Und das in jeglichem Kontext.
Gespannt sein dürfen wir jetzt sicher darauf, wie die Antworten auf diese - von Frau Lengsfeld als "bewusste Provokation" dargestellte - Plakataktion ausfallen werden. Steinmeiers Bauch mit dem
Slogan "Da kann ich locker mit!"? Oder der kesse Guido mit Marilyn-Perücke und "Some like it hot"-Schriftzug? Oder vielleicht
gar... Nein!!! Ich will es mir nicht vorstellen! Eine Wiederauflage von Claudia Roths und Andrea Nahles' Dirndl-Eskapaden. Bitte, bitte nicht!
von MrsFlax
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Saturday, 23. may 2009
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21:06
... und ein großer Tag für Max'
Wände. Urban Priol kann sich dank der Bundeshorst-Wiederwahl auf fünf weitere Jahre herrlichster Anregungen freuen, Felix Magath wurde mit Wolfsburg Deutscher Meister und Max Flax hat seine
Afri-Cola-Tapete bekommen.
Die ersten beiden Großereignisse erlebten wir dank des Hässlichen Rundfunks live mit, während wir selbst mit dem dritten beschäftigt waren. Während es uns um blasenfreies Aufbringen der
Tapetenbahnen ging (eine Aufgabe, an der schon ganz andere Kaliber gescheitert sind), ging es dem Bundeshorst vorwiegend darum, dass "mehr Gerechtigkeit in die Welt" kommt. An dieser Aufgabe hat er
ja bereits intensiv während seiner Zeit als Präsident des Internationalen Währungsfonds gearbeitet. Da kann man nur sagen: Weiter so!
"Mehr Gerechtigkeit in der Welt" als Antwort klingt ja ein wenig nach dem obligatorischen "Weltfrieden!" bei Miss-Wahlen. Sein Versprechen, "weiter sein Bestes zu geben",
erinnert dagegen mehr an Formulierungen aus Arbeitszeugnissen: "Er hat sich stets bemüht". Zumindest eine Person in der Bundesversammlung scheint ihn wirklich zu schätzen: die notorische
Gutmenschin Uschi Eid. Glückwunsch...
Und während wir noch verzweifelt an der Produktion klümpchenfreien Kleisters arbeiteten, vernichtete der VfL Wolfsburg einen der überflüssigsten Vereine der Bundesligageschichte - ungefähr so
überflüssig wie Axel Merckx für den Radsport - mit einem 5:1-Sieg. Dafür - und wahrscheinlich auch ein wenig für den Meister-Titel - durfte man sich anschließend ins "Goldene Buch" der Stadt
Wolfsburg eintragen. Was kann man vom Leben mehr erwarten? Auch dazu: Glückwunsch...
Nun zu uns! Was wir heute geklebt haben: die Schlafzimmer-Tapete bis auf die fehlende Bahn und die Max-Zimmer-Tapete. Desweiteren wurden die Wandlampen im Schlafzimmer angeschlossen, einige Verputzfehler ausgebessert und ein bißchen Ordnung gemacht.
Die von Max ausgewählte Afri-Cola-Tapete (ebenfalls von AS-Creation) ist echt der Hammer. Das Zimmer sieht aus wie eine Bibliothek - nur eben mit Flaschen statt Büchern. Der
Warhol-Look tut sein übriges. Toller Effekt!
Über die fehlende Rolle Schlafzimmertapete habe ich mich ein weiteres Mal maßlos geärgert. Wirklich blöd. Nun ja... Sie wird wohl in den nächsten Tagen eintreffen, und dann kann die Wand endlich
komplettiert werden.
Für morgen bleiben dann auf unserer To-Do-Liste noch diverse Putzereien übrig. Ich putze Böden und Fenster. Der Bauherr streicht Putz auf die Nischenwände in Max' Zimmer. Das wird nicht wahnsinnig
viel Zeit in Anspruch nehmen, sodass für ihn anschließend noch eine Radrunde drin sein sollte, während ich weiter putze, putze und putze. Zumindest ist das der Plan. Darauf eine Afri Cola!
Der Aschaffenburger Bürgermeister zahlt.
von MrsFlax
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