Tuesday, 21. february 2012 2 21 /02 /Feb. /2012 17:42

46 - Doofes & Fieses 7602Das sind ja nun offensichtlich wirklich Zeiten für die Merkel-Zitruspresse. Damit hätte sie wahrscheinlich gestern am liebsten selbst mit zusammengebissenen Zähnen die ein oder andere Zitrone zerquetscht und sich dabei vorgestellt, dass es sich um des Röslers edelste Teile handelt.

Und ich kann sie diesmal sogar irgendwie verstehen. Gauck... Als Bundespräsident... Ich will Wulff zurück!!! Ich zahle ihm auch einen Hotelaufenthalt auf Sylt.

Andere freuen sich offenbar ob des aussichtsreichsten Kandidaten ein Loch in den Bauch. Thilo Sarrazin zum Beispiel ist schon ganz aufgeregt: "Ich schätze Gauck sehr" (Frankfurter Rundschau).

Auch die gesamte BILD-Redaktion ist vor Freude komplett außer sich, hat sie doch endlich ihren Wunschkandidaten nach langer Durststrecke endlich durchgedrückt - und akklamiert ihn praktisch bereits gestern zum Präsidenten. Das war für eine meiner Kolleginnen wohl derart beeindruckend, dass sie mir heute mitteilte, dass das ja recht flott gegangen sei. Und der neue Präsident sei ja bereits im Amt. Als ich ihr etwas von wegen "Wahl durch die Bundesversammlung... blablabla..." zu erklären versuchte, meinte sie, ich täusche mich da sicher. Seit gestern sei der Gauck Bundespräsident.

Mein Freund Wagner vergießt auch bereits Tränen der Rührung, verpasst dem am Boden liegenden Wulff nochmal einen kräftigen Tritt in die Seite und erklärt: "Mir erscheint es, als hätte es Wulff gar nicht gegeben." Interessant, Herr Wagner! Wie war das noch am 13.01.? Da waren die Wulffs noch "ein wunderbares Präsidentenpaar" beim Neujahrsempfang. Ja, so schnell kann das manchmal gehen...

Aber vielleicht bleibt es ja auch mit Gauck lustig. Die Berliner Zeitung brachte ein gar wunderbares Foto, das auch für die kommenden Monate Spass versprechen kann: Klick! Zumindest kann man es sich ausdrucken für den Fall, dass man mal auf die Schnelle ein "Feindbild" brauchen sollte.

Und wem noch Argumente fehlen - Volker Pispers hat es mal wieder perfekt auf den Punkt gebracht. Ich gehe mal Zitronen pressen. Angie benimmt sich gerade so kooperativ (Hamburger Abendblatt).  

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Sunday, 19. february 2012 7 19 /02 /Feb. /2012 19:16

37 - Vögelchen 7458Nachdem sich monatelang kein einziger Vogel für meine Futterstelle oder die Nistkästen interessiert hat, war heute vergleichsweise die Hölle los. Bereits am frühen Morgen erschien ein Kohlmeisen-Pärchen zur Besichtigung. Das wurde jedoch kurz darauf von einem Blaumeisen-Pärchen in die Flucht geschlagen. Die Blaumeisen schienen überaus interssiert zu sein.

Bis zu dem Augenblick, an dem ein offensichtlich homosexuelles Spatzenpärchen auftauchte. Die Herren besichtigten gleich beide Kästen und veranstalteten ein derartiges Theater, dass die Meisen allesamt den Abflug machten. Zwei schwule Spatzen in einem Nist(!)kasten - das kann nur in einem Drama aus gegenseitigen Vorwürfen und Selbsthass enden! Das kann einfach nicht gutgehen...

Was auch heute nicht "gutging" bzw. eigentlich so gar nicht ging, ar das Wetter. Im Stundentakt gab es Schneestürme. Zwischendurch kam zwar gelegentlich die Sonne heraus, aber im Tagesendergebnis waren das nur kurze Augenblicke, die einem zeigen sollte, wie es hätte sein können. Zum Beispiel in diesem Moment, als die bösen Wolken gen Frankfurt zogen.

Am späten Nachmittag beschloss der Bauherr, dass wir uns wenigstens noch ein wenig bewegen sollten. Ein Läufchen zum Wald und ein Stück auf dem Rebellen... ääähh... Libellenweg waren das Ergebnis. Das brachte uns jeweils zwei WP-Punkte ein. Besser als gar nichts. Und es schneite nicht mal, während wir unterwegs waren.

Angesichts des an diesem Wochenende geplanten Sommerurlaubs sollte ich mich wohl besser jeden Tag bis dahin bewegen. Die Strecken, die der Bauherr für uns ausgesucht hat, scheinen kein Spaß zu werden. Und die Kameraausrüstung muss ja auch noch mitgeschleppt werden. Mein Winterpokal dauert also diesmal bis Juli. Wahrscheinlich ziehen bei unserer Abfahrt gerade die Spatzen ihre erste Brut auf. Wie auch immer...

von MrsFlax - veröffentlicht in: Futterstelle & Nistkasten
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Saturday, 18. february 2012 6 18 /02 /Feb. /2012 19:57

wwgss - tellerDer erste von dreieinhalb freien Tagen - der Fassenacht sei Dank! Äääähhh... Ich meinte natürlich: Der Fassenacht ein dreifach donnerndes "Helau! Helau! Helau!" Für die Essensauswahl des Wochenendes erklärte ich den Bauherren verantwortlich. Seine Vorgabe war für heute Fisch mit Gemüse und Bier-Senf-Soße. Es wurde eingekauft, und ich bastelte an einer Realisierung seiner Vorgabe.

Dem angeschleppten Wels gönnte ich etwas Schinken, dem Wurzelgemüse eine lange Garzeit in Guinness. Die letzte Bierdose vom Gulasch musste noch weg. Heraus kam am Ende das hier:
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Welsröllchen auf Wurzelgemüse mit Guinness-Senf-Soße
Zutaten:
2 Welsfilets
Zitronensaft
1 EL Dijon-Senf
1 EL Honig-Senf
2 EL Crème fraîche
3 Gewürzgurken
80 g Bresaola (oder auch Pancetta - je nach Geschmack)
2 Zwiebeln
Bratfett
Wurzelgemüse (hier: 2 Stangen Lauch, 4 Stiele Staudensellerie, 4 Möhren, 1/2 Sellerieknolle, 1 Petersilienwurzel)
1/2 Fenchelknolle
800 ml Fischfond
0,5 l Guinness
kalte Butter, Salz, Pfeffer, Honig-Senf, etwas Crème fraîche
Zubereitung:
Welsfilets säubern und vierteln. Dabei einmal in der Länge und anschließend einmal in der Dicke halbieren. Bei größeren Filets kann man auch die Viertel nochmals halbieren. Ausbreiten und mit etwas Zitronensaft leicht säuern.
Senf und Crème fraîche vermischen und auf die Fischstücke streichen. Gurken sehr fein würfeln und darauf verteilen. Schinken (jeweils halbe Scheiben) auflegen und Fischstücke einrollen. Mit Zahnstochern oder Rouladenringen fixieren.
Zwiebeln, Fenchel, Sellerie und Wurzelgemüse fein würfeln. Zwiebeln goldgelb anbraten, restliches Gemüse zugeben und kurz mitrösten. Mit dem Guinness ablöschen. 600 ml Fischfond zugeben und etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Gemüse abseihen und beiseite stellen, restliche Flüssigkeit mit Senf, Salz und Pfeffer würzen und auf ca. ein Drittel einreduzieren lassen.
Welsröllchen salzen, pfeffern und in eine Auflaufform oder Fettpfanne geben. 200 ml Fischfond mit übrig gebliebener Senf-Mischung, Gurkenwürfelchen und eventuell klein gewürfelten Schinkenresten angießen und für etwa 30 Minuten bei 160°C Umluft garen lassen.
Soße schließlich nochmals abschmecken und mit etwas kalter Butter binden, eventuell noch einen Löffel Crème fraîche unterrühren. Gemüse wieder zugeben und kurz mit erhitzen. Fischröllchen auf dem Gemüse anrichten. Fertisch!
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Und wo wir gerade schon mal so schön am Tisch sitzen bzw. in der Küche stehen, gibt es gleich auch noch das Rezept für des Bauherren Lieblingsdessert - eine Mokka-Mascarpone-Crème, die ich über die vergangenen Monate immer wieder variiert, improvisiert und modifiziert habe. Nicht zu vergessen: Ich habe sie deutlich vereinfacht. Jetzt ist das Ganze in kürzester Zeit hergestellt, schmeckt köstlich und muss nach dem Portionieren nur noch für eine Weile in den Kühlschrank. Perfekt vorzubereiten, wenn Gäste erwartet werden, und immer wieder ein netter Abschluss eines leckeren Essens.
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Mokka-Mascarpone-Dessert im Glasmokka-mascarpone-dessert - glas
Zutaten (für 12 Weck-Gläschen):
100 g Löffelbiskuits
250 ml starker Kaffee
150 ml Mokkalikör
250 g Mascarpone
250 g Quark (Magerstufe)
150 g Frischkäse
75 g Puderzucker
bitterer Kakao für die Garnitur
Zubereitung:
Kaffee zubereiten und abkühlen lassen. 100 ml Mokkalikör zugeben, 50 ml beiseite stellen. Löffelbiskuits zerbröseln und Brösel gleichmäßig auf zwölf Gläschen verteilen. Mit jeweils zwei Esslöffeln der Mokka-Likör-Mischung tränken.
Sahne steif schlagen. In einer zweiten Rührschüssel Mascarpone, Quark, Frischkäse und Puderzucker verschlagen. Sahne unterheben. Etwa ein Viertel der Masse in einem Spritzbeutel beiseite legen. Restliche Kaffeemischung und restlichen Mokkalikör unter den Großteil der Mascarpone-Mischung rühren. Ebenfalls in einen Spritzbeutel füllen.
Mokkamasse in die Gläschen spitzen. Zuletzt die helle Masse darauf spritzen und mit Kakao bestäuben.    
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Und das war es auch schon für heute. Langt ja auch irgendwie. Zumindest, wenn die Inhalte des heutigen Blogposts sich gerade im Inneren der Autorin befinden. Zudem wartet ja auch bereits nach dem irischen Guinness und dem französischen Dijon-Senf die Wilsbergsche "Bielefeld-Verschwörung" auf mich. Überflüssig zu erwähnen, dass ich dort einmal auf einer hervorragenden "Grand-Prix"-Party war. Oder habe ich mir das vielleicht doch nur eingebildet?  

von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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Friday, 17. february 2012 5 17 /02 /Feb. /2012 18:52

33 - Grünliches 7308"This frog has to go his own way
This frog doesn't care what the other frogs say
This frog wants to be happy, and this frog has to try
This frog is gonna make it or know the reason why
I'm not gonna sit here like some dumb old bump on a log
That isn't me!
I'm gonna be this frog! ..." - Kermit

Da isser weg, der Bundeskermit! Das ging jetzt aber ganz schön flott. Bereits um 11:11 Uhr waren wir wieder mal ein Volk ohne Präsident. "Applaus! Applaus!"

Und das, wo die Generalprobe für "Mainz bleibt Mainz" bereits gelaufen ist. In Schweiß gebadet werden sie heute Nachmittag noch angestrengt an ihren Büttenreden gefeilt haben. Verdammt aber auch! Und die Motivwagen! Auch da wird es Nachtschichten geben.

"... This frog has a song to be sung
This frog isn't gonna spend his life in a swamp, catchin flies with his tongue
This frog may slip and stumble, but this frog tries again
This frog never will grumble, but fall to rise again
This frog is staying with it, like a tick sticks to a dog
I'm gonna win!
You're gonna love this frog!
(This winning frog....) ..."

Interessant: Es greifen wieder die bereits aus den Fällen Guttenberg und Ulle bekannten Mechanismen. Es handelt sich natürlich nur um kleine und allzu menschliche Schwächen, die die Betreffenden "an den Pranger" brachten. Bei facebook gibt es gleich wieder eine "Gegen die Jagd auf..."-Gruppe mit den üblichen, an Stupidität kaum zu überbietenden "Armes Deutschland!"-Kommentaren.  

Und jetzt? Wen wird das Merkel jetzt ausgraben? Eine Frau darf es nicht sein - vor allem nicht, wenn sie schön und / oder intelligent ist, jedenfalls in keinerlei Hinsicht dem Merkel überlegen. Einen Politiker zu finden, der nicht auch irgendwann nachweisbar getrickst und gedreht, gemauschelt und geschummelt hat, dürfte ebenfalls eine schier unlösbare Aufgabe darstellen. Man darf gespannt sein.

Auch gespannt darauf, wie die "Böser-Wulff"-Sache ausgehen wird. Und ob sein liebliches Rotkäppchen vielleicht am Ende doch an seinem Arm - begleitet vom Blitzlichtgewitter der Boulevard-Presse - wieder aufs gesellschaftliche Parkett zurückfindet.

"... This frog has some climbing to do
This frog has some dreams that he's makin' come true
This frog never will falter, no not through slush or fog
This frog will not wear a halter, cause nothing halts this frog!
I made myself a promise as a young green pollywog:
I'll be on top!
Nothing can stop, Nothing can stop this frog!
(This frog! This frog! This frog!)"

von MrsFlax - veröffentlicht in: Politics
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Thursday, 16. february 2012 4 16 /02 /Feb. /2012 17:46

Mainz 0578Weiberfassenacht ist heute. In Mainz ist das allerdings recht unspektakulär, zumindest für jemanden, der aus einer Gegend kommt, in der an diesem Tag die Möhnen regieren. Ein bißchen "Helau!" hier, ein wenig Rathausgestürme dort, da ein paar Kreppel - und das war's auch schon. 

Im Büro hielt sich das Chaos in Grenzen. Highlight des Tages waren Grünpflanzenkäufe bei Aldi, um unsere neuen Räumlichkeiten etwas freundlicher zu gestalten. Dass uns dabei ein verkleideter und offensichtlich schon nicht mehr ganz nüchterner "Polizist" fragte, wo wir unsere Handschellen hätten, irritierte uns nur kurz.

Und so verlief der Tag recht passabel und ohne größere Irritationen. Witzig war nur, dass sämtliche Anrufer von außerhalb der närrischen Zone sich genötigt sahen, uns mit "Helau!" und ähnlichem zu begrüßen und zu verabschieden. Nun gut. Wir taten unsere Meenzer Pflicht und gaben uns "lustisch".

Und was machen "Alte Weiber" am Abend? Rischtisch! Kochen! Bereits im vergangenen Jahr hatte ich mit eigenem Weißkohl aus dem Garten eine Art Eintopf hergestellt. Das war recht lecker. Heute harrte ein Spitzkohl seiner Verarbeitung - und ich verfeinerte mein Rezept von damals noch etwas.
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"Hessisch Stew"
Zutaten:
500 g Hackfleisch halb und halb
Oel
2 Zwiebeln
3 EL Tomatenmark (ich hatte noch das scharfe Chili-Tomatenmark im Haus)
200 ml trockener Weißwein
400 ml Rinderfond
1 Spitzkohl
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel
200 ml Crème fraîche mit Kräutern
Zubereitung:
Spitzkohl waschen, putzen und in Streifen schneiden. Zwiebeln würfeln. Oel erhitzen, Zwiebeln anbraten, Hackfleisch zugeben und ebenfalls scharf mit anbraten. Tomatenmark zugeben und mitrösten.
Mit Wein und Fond ablöschen, Spitzkohl zugeben und mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen. Bei geschlossenem Deckel 30 Minuten einkochen lassen.
Deckel abnehmen und weitere 30 Minuten köcheln lassen. Am Ende Crème fraîche zugeben und einrühren. Abschmecken. Fertisch!
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Wenig Arbeit, leckere Hausmannskost. Gut dazu: frisch gebackenes Brot oder Brötchen. Bon appétit!

von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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