Monday, 13. april 2009
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15:48
Jean Pütz hätte es in seiner Hobbythek
nicht besser vormachen können. Wir haben heute Sensationelles im Bereich der Außenanlagen geleistet. Von den 20.000 Euronen, die der
Wolfitekt angesetzt hatte, haben wir für die Verwirklichung unseres Gartentraums ganze zehn Euro gebraucht. Und auf die dafür erworbene Schaufel hätten wir notfalls auch verzichten
können.
Nein, Rolf, wir haben auf dem Friedhof keine Blümchen geklaut, um sie Mutti zu Ostern zu schenken. Wir haben zwei Tuja-Pflanzen, die vom ehemaligen Besitzer auf den Kompost geworfen worden waren, nach Hause
geschleppt. Wir haben ihnen quasi das Leben gerettet. Man könnte auch sagen: Wir haben Ihnen geholfen, eine Art österlicher Wiederauferstehung zu durchleben. Und heute haben wir sie eingepflanzt.
Fertig ist die Gartenplanung!
Wir rechnen fest damit, demnächst auf ein paar Seiten in "Mein schöner Garten" besprochen zu werden. Ich sehe den Text bereits vor Augen:
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"So viele Ideen, aber so wenig Platz - in kleinen Gärten finden sich auf wenigen Quadratmetern häufig umso mehr Pflanzen und Dekoration. Verständlich, doch aus gestalterischer Sicht ein
Fauxpas, denn eine kleinteilige Gartengestaltung lässt den ohnehin begrenzten Raum noch enger wirken.
In einem nach römischen Vorbild angelegten Garten wie dem der Familie Flax aus dem herrlichen und vegetationsreichen Rheingau-Taunus-Kreis gelingt es in hervorragender Weise, vom begrenzten
Raumangebot durch die symmetrische Gestaltung und die klare Linienführung abzulenken: Die beiden Lebensbäume lenken den Blick über die Terrasse zum Baumüllhaufen. Die in ihrer Gestaltung an den
Limes angelehnten Schotterwallanlagen verstärken diesen 'Tunnelblick' noch, der Garten gewinnt an Tiefe.
Die Tuja-Pflanzen haben aber noch eine zweite Funktion: Sie verstellen den Blick auf den dahinter liegenden Sitzplatz der Bauherrin auf einer Gerüstquerstange. Dadurch wird ein neuer Gartenraum
geschaffen und die Neugierde des Betrachters geweckt, was sich wohl dahinter verbergen mag. Auch die zweite Sichtachse, also die gedachte Linie, welche die beiden Hausecken links und rechts der
Bepflanzung verbindet, wird durch das Baumüllrondell unterbrochen. Schaumglasschotter und Aushubreste wirken als Bodenbelag großzügig und elegant.
Die beiden leeren, wie zufällig platzierten 'Krombacher-alkoholfrei'-Flaschen an der Terrassentür (sichtbar aus dieser Perspektive -> Klick!) unterstützen nicht nur die Symmetrie der Gartenanlage, sie erschließen zudem neuen Raum auf der
Fensterbank und verleihen dem gesamten Arrangement ein sommerlich-leichtes Flair."
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Jetzt haben wir fast ein wenig Hemmungen, die zwei weiteren, im Mainzer Innenhof noch auf ihren Einsatz wartenden Tuja-Pflanzen und die drei Buchskugeln ebenfalls zu pflanzen. Möglicherweise wirkt
die eigentlich perfekte Anlage dann überladen und protzig. Wir werden noch einmal darüber nachdenken müssen...
Außer stundenlang kichernd in der Sonne sitzend unseren Pflanzerfolg zu bestaunen, konnten wir uns anschließend zumindest noch dazu aufraffen, im gesamten Erdgeschoss die Bewehrungsstreifen
aufzukleben. Spart morgen Lubor vielleicht ein wenig Zeit. Beim Verlassen des Hauses wunderte ich mich zum wiederholten Male darüber, dass ein Ziegel direkt vor der Tür lag. Diesmal hob ich ihn
hoch. Darunter fanden sich überraschenderweise zwei Kataloge des Elektrikers. Er war also anscheinend irgendwann da gewesen, hatte das Prospektmaterial abgelegt und war wieder verschwunden.
Bei einer kurzen Durchsicht stellten wir fest, dass unsere Berkers dreimal soviel kosten wie das Standardmodell. Im ebenfalls vorgefundenen Busch-Jaeger-Katalog lagen einige recht
hübsche Schalter auch deutlich unter unserem Wunsch-Modell-Preis. Andererseits haben wir natürlich enorm viel Geld bei der Gartenplanung gespart, wenn wir alles so lassen, wie es jetzt ist.
von MrsFlax
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veröffentlicht in: Hausbau
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