Heute ging es endlich mal daran, einiges aus dem Garten ins Haus zu schleppen und zu verarbeiten. Zum Üben machte ich mich als
erstes an die Sonnenblumen, die teils zum Nachziehen fürs nächste Jahr, teils als Vogelfutter für den Winter
Verwendung finden sollen. Dabei durfte ich feststellen, dass die Vögel sich schon ganz schön bedient hatten. Die reifsten drei Exemplare kappte ich und schleppte sie gleich mal zur Terrasse, um
sie in Sicherheit zu bringen. Wenn sie den Tag über noch ein wenig in der Sonne trocknen, kann ich sie heute abend sicherlich aus den Blütenständen pokeln und im Haus verstauen.
Weiter ging es mit zwei fetten Kohlrabi für einen Auflauf. Und da der Hokkaido meiner Mutter immer noch auf seinen Einsatz wartete, entschloss ich mich zu einem Süppchen vorab. Also erstmal einkaufen gehen, um ein paar fehlende Zutaten zu besorgen. Und für morgen gleich mit - da plane ich nämlich die Verarbeitung des mittlerweile erntefähigen Sauerampfers als Vorspeise. Dazu aber dann mehr. Werfen wir erst einmal einen Blick auf die Zubereitung der Kürbissuppe:
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Kürbissuppe mit Apfel, Curry und Ingwer
Zutaten:
1000 g Hokkaido-Kürbis
2 kleine, säuerliche Äpfel
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Oel
10 ml Sekt
1 EL-großes Stück frischer Ingwer
400 ml (1 Glas) Gemüsefond
200 ml Wasser
Muskat, Chiliringe, Salz, Pfeffer
150 ml frische Sahne
Zubereitung:
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken bzw. reiben, Kürbis und Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch im Oel glasig anschwitzen.
Anschließend mit dem Sekt ablöschen. Kürbis- und Apfelwürfel zugeben. Mit Fond und Wasser auffüllen. Ingwer, Muskat und Chiliringe hinzuheben.
Zugedeckt auf kleiner Flamme ca. 20 Minuten köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen und fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Curry nach Belieben
abschmecken, Sahne unterrühren und nochmals kurz aufkochen lassen.
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Ich habe mit feinen Streifen mageren Schinkens und einem Petersilienblättchen garniert. Geschmacklich wären sicher auch Lachsstreifen oder Krabben passend gewesen. Alles in allem ein wirklich nettes Süppchen. Perfekt als herbstliche Vorspeise. Anschließend ging es ans Hauptgericht. Es wurde mal wieder Zeit für einen Auflauf, und angesichts der bevorstehenden Kohlrabiflut war es sinnvoll, heute bereits mit der Dezimierung derselben zu beginnen. Da soll ja nun nichts verkommen! Es gab eine Kohlrabi-Lasagne mit Gorgonzola. Da arbeite ich aber bei Gelegenheit nochmal an der Verbesserung des Rezepts, bevor ich es hier zum Nachkochen anpreise. Das war zwar schon mal nicht richtig übel, aber da ist noch deutlich Luft nach oben.
Die Kombination Kohlrabi und Gorgonzola hat sich allerdings als ausbaufähig erwiesen und sollte auch mit Kartoffeln statt der Lasagneplatten nicht schlechter sein. Vielleicht muss da auch zwingend etwas Würziges dran. Sowas wie Hackfleisch. Wie gesagt: Da probiere ich mal noch ein bißchen. Kohlrabi zum Üben ist ja ausreichend vorhanden.
Nachtrag: Da fehlen doch tatsächlich noch zwei wichtige Bemerkungen. Erstens habe ich den Nachtisch nicht erwähnt, den ich in den neuen flachen
Weck-Gläschen angerichtet habe: Zitronen-Tiramisu. Nochmal von nah und oben? Na gut. Köstlich! Und zweitens ist es wirklich skandalös, was Tim Mälzer eben von sich gegeben hat: "Das Huhn
ist bekanntermaßen das einzige Tier weltweit, dass nicht religiösem Artenschutz unterliegt. Das wird überall gegessen." Wie überaus gemein! Und wie man doch durch Internetforen in seinem
Hörverhalten beeinflusst wird...