Nebenbaustellen

Monday, 13. february 2012 1 13 /02 /Feb. /2012 18:18

48 - Aushäusig 6731Was soll man da erwarten?! Eben. Nix! Immerhin der vorletzte Montag, an dem ich mit dem Auto ins Büro gefahren bin. Noch zwei Wochen. Dann vertraue ich mein junges Leben dem ÖPNV an. Eine gute Idee? Wir werden sehen.

Erstmal gönne ich diesem Blog ein hübsches Foto, denn zu berichten gibt es wenig. Beziehungsweise eigentlich gar nichts. Mmmhhh... Blöd...

Nicht mal das Abendessen ist aufregend. Frikadellen, Bratkartoffeln (natürlich nicht für mich - bevor Fragen kommen...) und Wirsingreste von gestern (natürlich nicht für Max, aber das ahnt ohnehin jeder...).

Vom Einkaufen schleppte ich Spitzkohl an, de momentan gar nicht mehr so einfach zu besorgen zu sein scheint. Wieso auch, wenn es Erdbeeren und Spargel aus Peru gibt... ? Kotz!

Das Spannende an der Erdbeer- und der Spargelzeit ist doch letztendlich, dass sie jeweils begrenzt ist. Man hat reichlich Zeit, sich darauf zu freuen. Man genießt es, so lange es andauert. Man ist traurig, dass es vorbei ist. Und dann beginnt man langsam, sich auf die nächste Saison zu freuen. Schließlich koche ich im Sommer auch keinen Kohl. Und keinen Linseneintopf.

Irgendwie ist das alles völlig absurd geworden. Man kann jederzeit alles kaufen, nach dem einem gerade so der Sinn steht. Aber ist das wirklich eine gute Idee?! Nö, oder? Dieser Haushalt wird jedenfalls bis zum Letzten am saisonalen Kochen und Essen festhalten. Und wenn ich dabei drauf gehe. Hrrrrrr! 

von MrsFlax - veröffentlicht in: Nebenbaustellen
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Friday, 3. february 2012 5 03 /02 /Feb. /2012 17:28

35b - Netteres 6817Die Kaffeekrise erreichte heute einen ungeahnten Höhepunkt, als der Bauherr feststellte, dass die raffinierten Italiener von De Longhi uns irgendwie ausgetrickst hatten. Drei Jahre Garantie - das war gestern nach Feststellen des Kaufdatums noch ein Grund zur Freude.

Da wussten wir noch nicht, dass das so einfach nicht ist. Bei De Longhi läuft nämlich die Garantie zwar prinzipiell nach drei Jahren aus, es sei denn - und jetzt kommt der Haken! - es werden vorher 5.000 "Bezüge" erreicht.

Die sind bei uns natürlich längst überschritten. Da gibt es kein Vertun. Die Sache mit der Garantie hat sich also erledigt. Ein Anruf bei einer Reparaturwerkstatt in Wiesbaden ergab, dass man uns für 25,- € einen Kostenvoranschlag machen würde, sich aber aufgrund der Beschreibung des Bauherrn als Ferndiagnose schon mal auf einen Platinendefekt festlegt, dessen Reparatur etwa 180,- € kosten dürfte.

Ob man die wirklich in eine knapp drei Jahre alte Maschine stecken soll, von der man nicht weiß, wann der nächste Defekt fällig ist? Wir zweifeln. Geniale Barmittelbeschafferin, die ich bin, machte ich mich erstmal an die Zählung des Inhalts meiner seit geraumer Zeit übervollen Münzgeldspardose. Darin befanden sich sagenhafte 201,- € plus etwas Kupfer! Das ist doch schon mal nicht schlecht.  Und in was ließen die sich wohl sinnvoller investieren als in eine Kaffeemaschine? Wir werden in uns gehen müssen.

By the way: Nach Tagen des Testens der Nivona-Maschine im Büro muss ich sagen, dass der Kaffee deutlich übler schmeckt als das von zu Hause gewohnte De Longhi-Gebräu. An hektischen Tagen kann man das ertragen. Ich habe allerdings beschlossen, mir schon bisweilen einen Jura-Espresso aus dem 1. OG als Gegengift zu verabreichen. Und dabei habe ich nicht einmal erwähnt, dass die Nivona heute bereits zum ersten Mal zickte. Und das Ding kostet immerhin auch um die 500,- €.

Was das Aufschäumen von Milch angeht, kann man sie i.ü. auch komplett vergessen. Die Aufschäumdüse ist ein Witz. Der waren selbst die meiner vorherigen Siebträgermaschinen deutlich überlegen. Wer natürlich Spaß daran hat, nach jedem Cappuccino die Düse inklusive des daran befindlichen Drehschalters zu zerlegen und einer Grundreinigung zu unterziehen, für den ist sie vielleicht perfekt. Ich zumindest bin nicht sehr heiß darauf. Aber ich trinke ja ohnehin "schwarz". Allerdings glaube ich auch nicht, dass ein regelmäßiger "Aufschäumer" wie der Bauherr Interesse daran hat, nach jedem Heißgetränk die halbe Maschine zu zerlegen und akribisch zu säubern.

Aber was soll's?! Ich mache mich jetzt mal ans Abendessen. Und diesmal bekommt der Bauherr ein eigenes, nachdem er die ganze Woche über tapfer bei den sättigungsbeilagenfreien Abendmahlzeiten an meiner Seite stand. Heute kriegt er Gnocchi mit fetter Sauce. Für mich gibt es Spitzkohl. Der hat sich in der letzten Woche hüftgoldtechnisch mehr als bewährt.     

von MrsFlax - veröffentlicht in: Nebenbaustellen
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Thursday, 2. february 2012 4 02 /02 /Feb. /2012 18:17

am endgültigen platzDas war heute der erste Morgen, an dem ich ohne Kaffee das Haus verlassen musste. Nachdem das Maschinchen bereits seit ein paar Tagen gezickt hatte und einer gründlichen Untersuchung unterzogen worden war, gab es mindestens einmal pro Benutzung einen totalen Blackout im gesamten Haus.

Unsere Verzweiflung bekamen wir dann gestern wieder unter Kontrolle, als der Bauherr feststellte, dass die Garantie für das Ding noch ein halbes Jahr läuft. Bis zur Reparatur werden wir uns nun mit regulärem Kaffeemaschinenkaffee behelfen müssen. Grmpf!

Glücklicherweise kann ich ja unter der Woche im Büro auf guten Kaffee zurückgreifen. Für die in unserem Haushalt befindliche Krups T8 - meiner Meinung nach die beste Kaffeemaschine abseits von Vollautomaten und Siebträgermaschinen - muss ich erstmal Filter besorgen.

Das einzige, das uns härter hätte treffen können, wäre der Exitus der Spülmaschine gewesen. Ich möchte an dieser Stelle einmal ausdrücklich feststellen, dass ich noch immer ohne Murren das Ding ein- und ausräume. Nach vierzig Jahren des Spülens in Spülbecken bin ich an jedem einzelnen Tag begeistert, dass ich eine Spülmaschine in meiner Küche habe.

Nicht zu vergessen: Danke, Erfinder der Wasch- und Nähmaschine! Danke, Erfinder des Handrührgeräts! Danke, Erfinder des Küchenkrepps! Auf manche Dinge will man einfach nicht mehr verzichten, obwohl es sicher auch ohne sie ginge. Und manchmal bin ich mir auch gar nicht so schlüssig, ob es wirklich gut und wichtig ist, das alles zu besitzen. Aber das würde jetzt wirklich zu weit führen.

Was auch definitiv zu weit führen würde, wäre eine Schilderung der Büroszenen der letzten Tage. Manchmal bin ich mir wirklich nicht sicher, ob die Menschen um mich herum im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind. Viel mehr möchte ich dazu dann auch nicht sagen. Aber langsam sollte ich vielleicht tatsächlich nach einem alternativen Broterwerb Ausschau halten. Es spielen sich wirklich teilweise völlig absurde, ja fast Eugène-Ionesco-reife Szenen ab. 

Nebenbei bemerkt: Ich warte immer noch auf mein Zwischenzeugnis, dass ich bereits vor etwa drei Monaten angefordert habe. So langsam finde ich das tatsächlich etwas seltsam. Das fällt dann auch irgendwie schon nicht mehr unter "Was lange währt, wird endlich gut". So gut kann das nämlich gar nicht werden.

Andererseits wäre ich momentan ja bereits mit einer funktionierenden Kaffeemaschine zufrieden. Man sollte ja nicht gleich unbescheiden werden.

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Friday, 4. november 2011 5 04 /11 /Nov. /2011 18:40

max 2011 - dessertbestandteilbestandteilMein letzter Urlaubstag dieses Jahres wurde heute in die kulinarischen Vorbereitungen des Sonntags gesteckt. Menueplanung, Einkaufsliste, Herstellung der ersten Bestandteile. Hach, das mag ich! Der Plan steht jedenfalls, der Kühlschrank ist derart vollgestopft mit noch zu verarbeitenden Lebensmitteln, dass der Bauherr mich nach dem Öffnen nur entsetzt anstarrte und die ersten drei Punkte sind abgehakt.

Ich könnte ja jetzt Rezepte posten, aber das lasse ich mal lieber, damit der Überraschungseffekt erhalten bleibt. Nur soviel: Das Foto links zeigt einen Bestandteil eines Bestandteils der Dessert-Trilogie. Und das hier kommt auch zum Einsatz. Und damit ist auch bereits genug ausgeplaudert. My lips are sealed. Zumindest bis Sonntag.

Morgen gibt es noch weiteres vorzubereiten. Im Prinzip bleibt wenig Last-minute-Action, sodass ich eigentlich die meiste Zeit gemütlich mit am Tisch sitzen kann. "Gemütlich sitzen" hat sich ja dann ab Montag auch erledigt, wenn der Winterpokal startet. Da sind dann gemütliche Waldläufe angesagt. Gemach, gemach, da es ja um Zeit schinden und nicht um das Aufstellen neuer Geschwindigkeitsrekorde geht.

Und über all die Planung darf jetzt auch gleich das Abendessen nicht zu kurz kommen. Der Bauherr hat schließlich eine harte Arbeitswoche hinter sich, während ich mehr oder weniger luxuriös herumgelungert habe. Hopp, Flax. Kochen!    

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Saturday, 30. april 2011 6 30 /04 /Apr. /2011 18:17

30 - Blumiges 2921... aber viel fehlt nicht mehr. Die Allii (Aliums? Allien?)... ähemm... Zierlauchblüten sollten in ein paar Tagen die perfekte Kugelform erreicht haben. 'Gladiator' liegt vorne - zumal auch die Farbe mir mittlerweile deutlich mehr zusagt als die der deutlich langstieligeren 'Purple Sensation'. Der 'Globemaster' holt derweil kräftig auf.

Ebenfalls nicht ganz rund und nicht ganz fertig: unsere blöde Straße. Statt die paar Steinchen auf den Grundstücken der Anwohner zu verlegen und die Straße zu rütteln, damit wir endlich wieder an die Häuser heranfahren können, wurde eifrig Pflaster im weiteren Straßenverlauf verlegt. Um die Ecke und an den neuen Parkplätzen vorbei. Befahren kann man das alles leider nicht, weil der eine Zugang verstellt und der andere - zur Hauptstraße - immer noch nicht fertig verlegt ist. Danke auch...

Im übrigen haben wir uns endgültig von einer der drei Buddlejas verabschiedet. Von der schönsten, die dunkellila blüht. Sie hat den Winter - aus welchen Gründen auch immer - nicht überstanden. die beiden kleineren Exemplare (in rosa und blau) sehen schon wieder richtig gut aus, während die schöne 'Black Knight' nur zwei Blätter an einem einzigen dürren Ästlein ansetzte. Ihre Nachfolgerin wurde heute erworben und steht jetzt pflanzbereit auf der Terrasse. Wir werden sie allerdings erst setzen können, wenn unser Pflaster fertig verlegt und das Rhododendronbeet aufgefüllt ist.

Wir brachten sie von einem Baumarktbesuch mit, der eigentlich der Materialbeschaffung für ein Wetterhäuschen dienen sollte. Die nötigen Teile haben wir auch bekommen. Der Bauherr hat sich nämlich zum Geburtstag eine Wetterstation gewünscht. Und ich mir ein 50mm-Makro. So haben wir in der letzten Woche beschlossen, die gegenseitige Beschenkerei bereits jetzt in Angriff zu nehmen. Der Bau des Wetterhäuschens wird ohnehin noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Die Bauphase beginnt morgen. Der Bauherr ist Bauherr und ich bin Bauleiter und Handwerker. Wir werden über den Baufortschritt natürlich berichten. Was wäre das Leben mittlerweile ohne Projekte? Eben... Doof... Und außerdem kann ich endlich beweisen, dass es auch tüchtige und zuverlässige Handwerker gibt. Ich werde ihre Ehre retten. Zumindest ist das der Plan.

Der Plan fürs Abendessen besteht übrigens aus einem Chili con Carne, das gerade auf dem Herd schmurgelt. Dessert ist noch von gestern übrig. Perfekt. Zumindest für mich, die wenig Arbeit hat - außer ein bißchen Tomaten und Paprika schnippeln, anbraten und abschmecken.

Sehr rund übrigens: das heutige Bundesligaergebnis des Rhein-Main-Derbies. Aber das nur mal so am Rande...   

von MrsFlax - veröffentlicht in: Nebenbaustellen
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