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O.k. – es hat ein wenig gedauert, bis ich es verstanden habe. Ich habe es gelesen, mit ins Haus genommen, nochmals gelesen. Und dann dauerte es noch etwa zwei Stunden, bis ich die wahre Schönheit – und den Inhalt – der Nachricht verstand. Als ich es verstanden hatte, gefiel es mir irgendwie. Also wirklich richtig gut. weiterlesen

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Nur kurz. Ich bin nämlich gerade etwas zu aggressiv für ein nettes, ausführliches Posting. Schließlich bin ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln gereist. So einfach steckt man das nicht weg. Vor allem heute nicht.

16:13 Uhr ab Mainz in der RB75 saß ich neben einem Menschen in Max‘ Alter, vielleicht etwas darunter. In den popeligen zwölf Minuten bis Wiesbaden hat er mich soweit gebracht, dass ich ihn töten wollte. Ernsthaft. „Buffy“-mäßig. Mit Fußtritt und Handkantenschlag an den Kehlkopf und so…

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Ich weiß. Wenn ich es jetzt beschreibe, klingt es harmlos. Aber er hat mich mit einer Tüte Würzerdnüsse, einem Apfel und einem kohlensäurehaltigen Getränk komplett in den Wahnsinn getrieben.

Stinkende Erdnusstüte auf -> Nüsschen in die Hand gekippt, in den Mund geschnickt, gekaut -> stinkende Erdnusstüte raschelnd geschlossen -> kohlensäuehaltige Getränkeflasche unter Rascheln aus dem Rucksack gezerrt, geöffnet („Zisch!“) und getrunken -> Flasche unter lautstarkem Geraschel wieder eingepackt -> Nüsschen wieder ausgepackt, Tüte raschelnd geöffnet, Nüsse lautstark gekaut…

Als ich gerade dachte, das war’s jetzt, kam der Todesstoß: ein Apfel! Ab da wurden abwechselnd Nüsschen und Apfel gekaut und die „Zisch!“-Flasche geöffnet und getrunken. Zwischendurch alles natürlich immer wieder ein- und ausgepackt.

Als die Nüsschen endlich alle waren (Danke, Drecks-Nüsschen!), wurde der Apfelkrotz kubikmillimetergenau niedergekaut und zwischendurch immer mal wieder getrunken. „Zisch!“

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Überflüssig zu erwähnen, dass mir dann in der Linie 6 zum Nordfriedhof Wiesbaden ein Mensch mit Kopfhörern und voll aufgedrehtem Scheißmusikgeschmack gegenüber saß, der in einer Endlosschleife dieses Lied hörte, das mich im Büro aus dem Radio schon in den Wahnsinn getrieben hatte. Irgendwas Instrumentales mit ständigen Wiederholungen einer nervigen Melodie. Melodie?! Ich lasse das mal so stehen…

Und als ich endlich zu Hause war, war klar, dass nicht nur die Brücke weiterhin gesperrt bleibt, sondern dass auch ein weiterer Bahnstreik unmittelbar bevorsteht. Ich bin ja nun echt ein großer Freund von Streiks, aber momentan wird das jetzt schon irgendwie blöd. Ach, egal! Keine Bahn – keine Nüsschen!

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Der süße Kuschelbus oben steht auf der Fensterbank in unserem Büro. Seit Jahr und Tag. Das Maskottchen der MVG. Und die hatten heute – unter anderem – einen rabenschwarzen Tag.

Tag 2 nach dem Schiersteiner „Brückengeddon“ erwies sich als äußerst unglücklich. Bereits bei meiner Ankunft am Wiesbadener Hauptbahnhof musste ich feststellen, dass sämtliche „Zugzielanzeiger“ an den Bahnsteigen außer Betrieb waren. In Frankfurt auch. Eventuell hessenweit? Jedenfalls irrten nun ausgerechnet heute unzählige ÖPNV-Analphabeten durch die Bahnhöfe und dieses Problem verstärkte ihr eigenes deutlich.

Ich glaube, bis zum Einsteigen in die RB75 wurde ich etwa zehnmal gefragt, ob das Ding nach Mainz fahre. „Das Ding“ war dann auch brechend voll. Wen wundert’s?! Zudem hielten sich die ahnungslosen Neu-Pendler nicht an die drei Goldenen Regeln des Pendlertums: Hinsetzen! Schnauze halten! Warten, bis es vorbei ist!

Das führte zu einem unangenehmen Geräuschpegel, den man um diese Uhrzeit nur schwer ertragen kann. All diese aufgeregten Menschen, die sich benahmen wie auf Klassenfahrt, eben noch in Schlangen die Fahrscheinautomaten blockiert hatten, und die sich nun gegenseitig wild schnatternd der Wichtigkeit dieses aufregenden Erlebnisses vergewissern mussten. Grmpf!

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Zwei Stunden später musste ich feststellen, dass das allerdings noch echt so richtig gut gelaufen war. Zu diesem Zeitpunkt erzählte mir nämlich eine nette Frau. dass der Mainzer Hauptbahnhof etwa eine Stunde lang komplett blockiert gewesen war, weil es an Gleis 5 zu einem „Personenschaden“ gekommen war.

Etwa zeitgleich wurde die B455 nach Kastel komplett gesperrt, da ein Lkw auf das dort wahrscheinlich seit gestern befindliche Stauende aufgefahren war. Nicht gut. Gar nicht gut. Zwischendurch machten lustige Polizeimeldungen die Runde: „Schlägerei im Stau“ etwa. Ja, da können schon mal die Nerven blank liegen…

Um die Mittagszeit stolperte dann auf der wichtigsten Mainzer Bus- und Straßenbahnspur direkt vor der Hauptpost ein stark alkoholisierter Minderjähriger (es war von 2,37 Promille die Rede…) vor einen Stadtbus. Damit waren alle Fahrten vom Hauptbahnhof zum Schillerplatz (respektive Fastnachtsbrunnen!) erstmal Geschichte.

Wenn läuft, dann läuft’s halt! 😀 

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Aus der Mittagspause kehrte die Kollegin mit dem „Mainzigartig-mobil“-Kuscheltier mit einer batteriebetriebenen, blinkenden und sich um ihre eigene Achse drehenden Zugente (s.o.) zurück. Etwa um die gleiche Zeit trafen dann unsere traditionellen Weiberfassenacht-Vorstands-Kreppel ein. Die Stimmung war jetzt wahrhaftig am Siedepunkt.

Mein Heimweg verlief dagegen dann enttäuschenderweise relativ unspektakulär: RB75 nach Wiesbaden -> Linie 3 zum Nordfriedhof -> Puntili. Wobei noch erwähnt werden muss, dass das Fahrrad- und Kinderwagenabteil der Bahn mit nichtsahnenden Neubahnfahrern besetzt war, sodass sämtliche Gänge mit Rädern und Kinderwagen zugestellt werden mussten. Der mitreisende Bahnangestellte ließ die Fahrkartenkontrolle schulterzuckend gleich ganz sein. Hätte eh keinen Sinn gehabt.

In Wiesbaden dann war von Linie 6 keine Spur. Die noch ausstehenden etwa zwanzig Busse standen wahrscheinlich alle auf der Theodor-Heuss-Brücke im Stau. Wie schön, dass es die Linie 3 gibt. Die traf dann irgendwann ein und verfrachtete mich zum Auto. Und damit auch endlich nach Hause. 

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Dort wartete bereits meine Donnerstags-Öko-Kiste mit Topinambur (Jedes Gemüse hat eine zweite Chance verdient!), Lauch, Mangold und Postelein. Das wären dann die Aufgaben für die kommenden drei Tage. Ich freue mich schon.

Blöderweise hatte ich morgens vergessen, die Leergutkiste rauszustellen. Meine Güte, in dem ganzen Chaos sollte das nicht wirklich lebensentscheidend gewesen sein.

Übrigens auch lustig: Nachdem die Brücke sozusagen „weg“ ist, scheint DHL noch keine Idee gehabt zu haben, wie man Pakete von Saulheim nach Hessen ausliefert. Mal gespannt, ob da vielleicht mal irgendwann eine Nachtfahrt o.ä. geplant ist. Laut Sendungsverfolgung liegt eins meiner anreisenden Päckchen seit jetzt fast 48 Stunden in einem Lkw.

Und was zwingend auch noch Erwähnung finden muss, ist die Tatsache, dass offensichtlich die Mombacher „Bohnebeitel“ schuld an der ganzen Misere sind. Deren Sitzung wurde nämlich am Vorabend des BrückenGAUs beim SWR ausgestrahlt. Und das hier war eins der Highlights: Nick Benjamin – „Der Brigg geht’s nedd gut!“

Da hat sie es dann wohl selbst gemerkt, die Brigg. Und dann hat sie aufgegeben. Und ich fürchte – ganz ehrlich – dass es das jetzt auch mit „de Schiersteiner“ war. Ich glaube nicht, dass ich da nochmal – zumindest nicht mit dem Auto – drüber fahren werde. Schon traurig irgendwie. Seufz!  

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Mal wieder ganz vorne dabei, wenn es darum geht, Missstände aufzuzeigen. Nachdem das Stellwerkchaos – völlig unbegreiflicherweise – schon nicht für eine Revolution gesorgt hat, geht man jetzt das Thema „Schwarze Null“ an. Schön zu sehen, dass das Totsparen von Infrastruktur endlich einmal Ergebnisse zeigt. Das Schließen von Schwimmbädern sorgt halt einfach nicht für genug öffentliche Aufregung.

Das reicht nicht für einen „Schwimmbaduntergang“-Hashtag. Der lockt keinen mehr hinterm Ofen hervor. Mainz hat sich dagegen nach #stellwerk jetzt auch #brückengau unter den Nagel gerissen. Respekt! Dazu muss man natürlich wissen, dass der Schaden auf der Mainzer Seite entstanden ist. Das heruntergestürzte Metallteil hat in Mombach immerhin fast einen tapferen Mainzer Brückenbauarbeiter (hoffentlich kein Pendler!) getroffen.

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Die arme, kleine Theodor-Heuss-Brücke konnte heute natürlich die 80.000 Autos, die über Rheinallee und Amöneburg auszuweichen versuchten, nicht aufnehmen. Das Ergebnis: ein völliges Chaos. In Mainz und in den Vororten auf der „schepp‘ Seit'“.

So kommt nun aber witzigerweise auch der eher leise und unaufgeregte Pendler vielleicht mal auf die Idee, vorsichtig zu hinterfragen, weshalb Steuermillionen in den Nürburgring und den Flughafen Hahn geflossen sind, die besser in die seit 2003 spätestens bekanntermaßen marode Brücke geflossen wären. Da wurde nämlich nach teuren Sanierungsarbeiten das Verfallsdatum von – offensichtlich äußerst genialen Gutachtern – auf 2015 festgelegt. Schwupp! Abgelaufen!

Der Deutsche – und auch der Meenzer – versteht ja vielleicht in vielen Dingen Spaß, aber wenn er nicht pünktlich zur Arbeit kommt – dann ist aber echt Schluss mit lustisch!

Dann wird er sauer. Momentan scheint sich die Wut noch hauptsächlich gegen „die Griene“ und sonstigen „Ökos“ zu richten, die über längere Zeit hinweg gegen den sechsspurigen Ausbau waren, weil eventuell seltene Eidechsenarten im ‚Großen Sand‘ gefährdet werden könnten.

Jetzt steht der Meenzer da mit null statt sechs Spuren. Also deutlich weniger großspurig. Und vielleicht kommt der ein oder andere ja doch noch auf die Idee, dass letztendlich nicht die Eidechsen schuld sind, dass die Brücke zerbröselt. Das ist nicht die Brücke, die einen Riss hat. Nicht nur! Der Riss fängt viel weiter „oben“ an. Ganz oben sozusagen. Ein Systemriss!

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Ich fürchte nur, meine geliebte „Ascheberscher“ RB75, die zeitweise ohnehin überfüllt bis an die Grenze des Ausbruchs von Kannibalismus ist, wird jetzt leider in den nächsten Wochen in die Knie gehen. Und die S8 wird auch keine Lösung sein. Hält das eigentlich die Mombacher Eisenbahnbrücke auf Dauer aus?! Die Bahn ist ja auch nicht gerade bekannt dafür, großangelegte Streckensanierungen mit überbordendem Enthusiasmus voranzutreiben…

Was natürlich weh tut: Ich werde die Meenzer Fassenacht in diesem Jahr auslassen müssen. Es ist wirklich hart. Nach so vielen Jahren Neustadt mit nahezu täglichem „närrischem Lindwurm“ fällt mir das natürlich unglaublich schwer. Kleiner Scherz.

Was wirklich schlimm ist, ist, dass die Laufrunden im Gonsenheimer Wald mit Heike dran glauben werden. Ich möchte mich wirklich nicht schweißgetränkt mit mindestens drei Umstiegen in öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause quälen. Das tut schon ein bißchen weh, zumal Heike gerade erst aus dem Urlaub zurück ist, und wir eigentlich übermorgen wieder durchstarten wollten.

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Vergessen wir aber mal die Einzelschicksale. Die schlimmsten Scherze zur aktuellen Lage habe ich durch Vermeidung der Worte „RheinGAU“ und „Brückentag“ ohnehin geschickt umgangen – Geschenke dafür bitte in den ab morgen dafür eigens vor dem Haus aufgestellten Container.

An einem Tag wie heute, der nicht nur meine Anfahrt zur Arbeit an Freitagen, sondern noch einiges Unerwähnte versaut hat, brauche ich jetzt genau das, was gerade auf dem Herd steht: eine Hühnersuppe! Als ob ich gestern schon gewusst hätte, wie heute verläuft.

Lustig übrigens auch – das nur am Rande -, dass der Kloakengeruch unserer firmeninternen Großbaustelle, der seit den späten Vormittagsstunden das Haus durchwehte (Rohrkrepierer?!), kurz vor Feierabend von intensiven Lösungsmitteldämpfen abgelöst wurde. Zweimal auf dem Flur tief durchgeatmet – und die Brücke ist dein Freund! 

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Klingt jetzt nach fiesen Vorurteilen und „MAGIBA“ (Mainzer Auswanderer gegen die Busfahrerisierung des Abendlandes), aber heute Morgen hatte ich derartig den Hals, dass ich auf den Bus – mitsamt Insassen und Fahrer – eine Panzerfaust abgefeuert hätte, so sich denn eine in meiner Handtasche befunden hätte. War natürlich nicht so. Verdammt!

Da stapfte ich eine Minute vorher noch ganz fröhlich in meinen Wanderschuhen (und mit bürotauglichem Schuhwerk in der Tasche) Richtung Haltestelle, als mich zuerst ein Schneeberg aufhielt. Keine Schneewehe! Sondern ein Berg (und das ist nicht übertrieben!), den das Gemeinderäumfahrzeug beim Beräumen des Fußwegs zur Haltestelle am höchsten Punkt des Fußwegs aufgeschüttet hatte. Rückwärtsgang rein! Sollen die Busfahrdeppen doch sehen, wie sie da durch kommen. Der Weg ist ja geräumt. Pflicht getan. Trallala. Auf meiner Ranch bin ich König. 

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Und während ich mich gerade auf allen Vieren Richtung Haltestelle durcharbeite, naht der Bus. Ich renne los. Quer über die Bundesstraße und am gesamten Bus entlang. Doch als ich gerade keuchend auf Höhe der Fahrertür ankomme, meine rechte Hand hebe, um an die Scheibe zu klopfen, gibt dieses kleine, miese Busfahrerlein Gas und verlässt die Haltestelle.

Ich war fassungslos. Ich sah den Rücklichtern hinterher. Fassungslos eben. Ich tigerte zwecks Aggressionsabbau ein wenig hin und her, checkte, wann der nächste Bus kommen würde, und schleppte mich schließlich – Tränen des gerechten Zorns in den Augen – wieder durch den weißen Dreck nach Hause.

Um zu halbwegs vertretbarer Zeit im Büro einzutreffen, blieb mir nun nur noch das Puntili. Lächerlicherweise traf ich dann in Wanderschuhen im komplett schneefreien Mainz ein, woraufhin mich alle anschauten wie eine Geisteskranke. Reinhold Messner mit voller Ausrüstung, einem Rudel tibetanischer Sherpas und Steigeisen am Lerchen“berg“ sozusagen. Schweigend wechselte ich die Schuhe.

Busfahrer! Ich habe dein Gesicht gesehen! Grrrrrr! 

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Nach einem nervigen Arbeitstag traf ich dann wieder zu Hause ein. Zeit genug, um dem Gatten ein köstliches Mahl zu bereiten, dass ihn bei seiner Heimkehr von den Unbillen seines wahrscheinlich ebenso nervigen Arbeitstags abzulenken in der Lage wäre.

Was kam dazwischen?! Eine S-Bahn-Störung in Frankfurt. Um mit Jauch zu sprechen, praktisch „griechische Verhältnisse“. Auch so ein Depp! Wollte ich übrigens immer schon gesagt haben. Die männliche Maybrit Illner sozusagen. Wirkt nur etwas BTMG-unverdächtiger als sein weibliches Pendant momentan.

Ist ja auch alles nicht so schlimm – also Jauch und Illner schon! -, da ja prinzipiell nur die Hühnersuppe und die Reste der Grünkohlquiche von gestern aufzuwärmen waren, aber gegen meine mittlerweile nicht mehr nur latenten Aggressionen konnte nur ein Dessert helfen. 

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Etwas Schnelles musste her. Da wusste ich schließlich noch nicht, wie ausgedehnt diese S-Bahn-Störung sein würde… Nichts, das stundenlang abkühlen oder abgebacken werden muss. Es lagen Orangen in der Küche, die weg mussten. Crêpe Suzette!

Zutaten, die ohnehin immer vorhanden sind, und Orangen. Perfekt! Teig gerührt, zwischendurch Wasserstandsmeldungen des Gatten zur Kenntnis genommen, Teig in die Pfanne gegeben, Crêpes warm gestellt. Öfen und Herd hoch- und runtergeschaltet. Und irgendwann war es dann doch soweit: Beide gemeldeten Personen befanden sich im Haushalt! Nehmt dies, Busfahrer und Zugführer!

Hier ganz kurz das nicht so übersüße und nicht so überalkoholisierte Rezept. Für meinen Geschmack war das so perfekt. Und das Beste daran: Der Busfahrer bekam nix ab!

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Crêpe Suzette
Zutaten (für zwei Personen):
1 Ei
100 ml Milch
30 g ausgelassene Butter, lauwarm
50 g Mehl
1 Prise Salz
2 Bio-Orangen
Oel
30 g Zucker
1 EL Butter
3 EL Orangenlikör
Zubereitung:
Crêpeteig herstellen aus Ei, Milch, Butter, Mehl und Salz. Dazu alle Zutaten in einen Pürierbecher geben und mit dem Pürierstab aufmixen. Beiseite stellen.
Von einer der beiden Orangen Zesten abziehen und die Orange anschließend auspressen. Saft ebenfalls beiseite stellen. Die zweite Orangen in Filets schneiden, Saft auffangen und Filets darin mit den Zesten und einem wirklich winzigen Schluck Orangenlikör einlegen. Und wieder: beiseite stellen.
Jetzt geht es ans Abbacken der Crêpes: Pfanne mit Oel auspinseln und auf mittlere Hitze aufheizen. Etwa ein Viertel des Teig hineingeben und durch Schwenken verteilen. Der Teig sollte sehr dünn sein und keine Blasen werfen. Nacheinander die vier Crêpes backen, falten und warm halten.
In der Pfanne die Butter und den Zucker auslassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Ausgepressten Orangensaft zugeben und einköcheln lassen. Crêpes einlegen, Orangenlikör gleichmäßig daruber gießen und anzünden. Wenn der Likör abgebrannt ist, Crêpes aus der Pfanne nehmen und auf zwei Teller legen.
Die eingelegten Orangenfilets kurz im warmen Satz in der Pfanne schwenken und gleichmäßig auf die beiden Teller verteilen. Noch warm servieren.
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