Jaaaa…. Ich will ja nicht meckern. Regnet es, wird gemotzt. Regnet es nicht, wird über das Gießen gemotzt. Dieses Wochenende über wurde reichlich gegossen. Nach Freitag Mittag fiel kein Regen mehr. Der Freitagsregen zerstörte unsere Laufpläne, aber egal. weiterlesen

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Gut, dass diese Woche vorbei ist. Zumindest der Büroteil der Woche. Das Geschenk oben auf dem Foto lag heute morgen auf meinem Schreibtisch. Jetzt habe ich als Ergebnis dieser Woche zwar hundert Euro in die Tonne gekloppt, dafür aber Schokolade und ein Klistier. Was will man mehr?! So erfolglos war es dann auch nicht…

Das Klistier habe ich in meinen Besitz gebracht, nachdem ich am Mittwoch meine komplette Mittagspause in der Bahnhofsapotheke mit dem Versuch verbracht habe, den drei Angestellten zu erklären, was ich genau will. Mal am Rande: Ich brauche das Ding, um meine Kamera zu reinigen. Klingt seltsam, mache ich aber schon immer so. 

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Und damit ich beim nächsten mal nicht wieder blöd da stehe: Das Ding heißt Klistierspritze (Birnspritze) 90 ml. Man kann damit hervorragend Spiegelreflexkameras so richtig durchpusten, bis der letzte Fleck vom Spiegel verschwunden ist. Für ganz hartnäckige Sachen gehen dann Wattestäbchen.

Man kann die Kamera natürlich auch in den Fotoladen bringen und für ca. 100,- Euro reinigen lassen. Mache ich aber nicht. Weil ich ja mit 100,- Euro viel tollere Sachen mache.

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Kurz mal etwas Positives dazwischengeklemmt, weil ich merke, dass ich mich schon wieder aufrege… Die erste Amaryllis des Jahres. Atmen…

Die habe ich am Montag gekauft, nachdem ich dank des Gatten ein ÖPNV-Versagen verkraftet hatte. RB75 verspätet, Bus verpasst. Danke. Am Ende wurde ich am Wiesbadener Nordfriedhof eingesammelt, wohin mich die ESWE gebracht hatte. Wenigstens die Linie 3 war pünktlich.

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Dienstag spielte ich mit einem Granatapfel herum. Das war dann noch der netteste Tag der Woche. Und die Verspätung der S-Bahn am Morgen sorgte dafür, dass ich sie überhaupt erreichte. Die ist nämlich sonst immer gerade weg, wenn ich am Wiesbadener Hauptbahnhof eintreffe. Das sparte mir zehn Minuten Arbeitszeit.

Mittwoch ging dann die Woche komplett den Bach runter. Dabei war es so nett geplant. Ich wollte nach Feierabend mit einer Kollegin noch in die „Annabatterie“ auf einen Kaffee und ein Stück Torte. Vorher machten wir einen Zwischenstopp beim Geldautomaten.

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Und ab jetzt wird es richtig blöd. Die dämliche „Annabatterie“ war vollgestopft bis auf den letzten Platz. Wir überlegten hin und her und entschlossen uns schließlich, den Kaffee in der Bagatelle einzunehmen. Und ein Stück recht leckeren Gateau au Chocolat gab es auch dazu. Beim Bezahlen stellte ich fest, dass sich in meinem Geldbeutel nicht die hundert Euro befanden, die ich eben noch am Automat geordert hatte.

Nach intensivem Nachdenken stellten wir fest, dass ich sie nicht entnommen hatte. Wir hatten gequatscht, ich hatte getippt. Dann hatte ich die Karte eingesteckt und wir waren gegangen. Verdammt!!!

Gut. Ruhe bewahren. Die waren garantiert wieder eingezogen worden. Waren sie nicht, wie sich am kommenden Tag herausstellte. Stattdessen hatte sie sich ein wildfremder Mensch geschnappt, während wir noch gutgelaunt die SB-Zone verließen. Und er hatte sie freudig erregt eingesteckt. Vielen Dank, du A***h!

Jedenfalls weiß ich jetzt, wie er aussieht. Und ich kriege das Bürschchen! Harrrrr!!! Lassen wir die schmutzigen Details. Frau quatscht und ist dumm, Kohle weg – das fasst eigentlich alles perfekt zusammen. Immerhin: DAS passiert mir jetzt nie wieder!

Zurück zum Ausgangspunkt: „It’s 106 miles to Chicago, we got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it’s dark… and we’re wearing sunglasses.“ – „Hit it.“

Oder: „Es sind 34 Kilometer bis Mainz, wir haben Vollnussschokolade und ein Klistier, es wird gerade dunkel… und wir tragen Lesebrillen.“ – „Hit it.“ 😀

 

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Da wirkt selbst das Retroküken irgendwie traurig. Und ich erst! Zumal ich den heutigen Tag komplett mit einer Aufräum- und Sortieraktion in meinem Zimmer verbracht habe. Guuuut… Ist jetzt schon irgendwie cool. Zumal sich auch wieder jemand aufs Sofa setzen kann, das von Zeitschriften, Ausdrucken und Büchern blockiert war.

Gestern waren wir in der Eifel eingeladen. Muttern hatte alles gegeben. Vor allem die Käsehäppchen zum Sekt waren ziemlich lecker. Ziemlich… Wir haben sie gnadenlos vernichtet.

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Außer Geflügelsalat und Filettopf wurde uns am Ende noch ein Dessert kredenzt. Hammer. Kaffeewaffeln mit Sahne, Vanilleeis und heißen Sauerkirschen. Wirklich göttlich! Dass schließlich niemand mehr wirklich Interesse an der Käsesahnetorte hatte, verwundert nicht.

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Für heute lagen dann die Lammfilets bereit. Und ich hatte großartig ein Wahnsinnsdessert geplant. Dazu kam es allerdings nicht mehr, da die Ordnungsaktion sich bis in den Nachmittag zog. Grrrr…

Immerhin reichte die Zeit noch für Marinieren der Lammfilets und für die Zubereitung eines Bärlauchrisottos. Puh! Das war am Ende echt knapp!

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Das Risotto entstand unter Zuhilfenahme des restlichen Bärlauchpestos. Die Filets wurden in Knoblauchoel, Rosmarin und Thymian mariniert.

Das Foto des Tellers gibt’s morgen. Jetzt bleibt nur noch der vorwurfsvolle Blicke des Berbalk-Schafs.

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Das beste Foto der wahnsinnig gehypten Sonnenfinsternis vom Donnerstag hat dann mein Neffe mit dem Handy gemacht. Ich saß derweil im Büro, hatte zwar die Kamera dabei, aber keinen geeigneten Filter, und ließ es am Ende einfach. Es wurde dunkel, es wurde hell. „And the sound upon the roof is only water…“

1999 hatte ich noch mit den Kollegen und Kolleginnen mit entsprechender Brille begeistert auf das Phänomen gestarrt. Jaaaa… Schon irgendwie toll, wenn sich der Schatten von Varoufakis vor die Merkelsonne schiebt, aber – mein Gott! – man ist ja abgeklärt. Harhar!

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Statt total auszurasten kaufte ich mir zwei Bündel Tulpen. Auch nett. Und man verschmurgelt sich den Sensor der Kamera nicht, wenn man sie fotografiert. Der Gedanke an weitere Diskussionen mit Canon hat mich dann doch ziemlich „abgetörnt“.

Stattdessen habe ich die Woche über meine Viren gepflegt. Ich habe mitgezählt: Seit Mittwoch haben mir insgesamt 12 Kollegen „Gute Besserung!“ gewünscht. Ich habe beschlossen, es zu akzeptieren: Ich klinge krank. Verdammt!

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Gekocht habe ich trotzdem – zumindest an drei Tagen der vergangenen Woche. An den anderen beiden musste der Gatte sich von belegten Brötchen ernähren. Ging nicht. Sorry.

Am Ende siegte die Vernunft. Ihr Name war „Fenchel“. Der musste dringend weg. Es gab an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Fenchelvariationen. Die eine mochte der Gatte, die andere ich. So isses halt im Leben.

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Heute geht’s dann wieder einigermaßen. Für die geplante Hochbeetaktion passte allerdings das Wetter nicht. Wir beschlossen bereits am Morgen, es einfach zu lassen. Muss ja nicht. Uns hetzt ja keiner.

Stattdessen wurde uns beim Eierhof das beste noch vorhandene Suppenhuhn anvertraut. Es badet seit einer Weile im Topf. Ich schätze, das wird dann jetzt aber echt die letzte Hühnersuppe der Saison sein. Irgendwann muss das mit den Temperaturen ja mal was werden…

Und dann habe ich eben als Dessert letzte Sticky-Toffee-Pudding-Reste im Gefrierfach ausgegraben. Dazu wird es ein Eis – neuer Eisversuch mit Quark – geben und Sticky-Sauce. Was kann man am Ende schon mehr erwarten von diesem Leben?!

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Die Woche begann ja irgendwie schon seltsam. Nach etwa einer Stunde Arbeitszeit erklangen die lieblichen Töne des Feueralarms. Also alle raus! Feuerwehr rückte an. Polizei rückte an. Krankenwagen rückte an. Arbeiter traten seelenruhig aus dem vermeintlich brennenden Gebäude: Fehlalarm!

Leider wurde das recht schnell aufgeklärt. Draußen war es echt nett. Sonnenschein. Blauer Himmel. Richtig frühlingshaft. Also zurück an die Schreibtische. Mist!

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Auch nett: Diese Woche konnte ich das Wasser nicht mehr halten und gönnte mir den ersten Tulpenstrauß der Saison. Das war irgendwie fällig. Und es sorgt immer noch für gute Stimmung. Schön.

Zum Verhängnis wurde mir dann am Mittwoch Abend der oben abgebildete Terrassenboden. Erst hagelte es leicht. Dann schneite es. Dann hörte ich das Auto des Gatten vor dem Haus. Voller Begeisterung – so etwa in der Manier eines schwanzwedelnden Hundes, der für drei Wochen im Tierheim abgegeben worden war – hechelte ich auf die Terrasse und wollte hocherfreut winkend den Chef darauf aufmerksam machen, dass sein Timing perfekt war. Das Essen war exakt in diesem Augenblick fertig geworden.

Statt der geplanten freudigen Begrüßung schlitterte ich über die Terrasse, hob ab und landete seitwärts mit der Hüfte im Rasen. Das muss exakt das gleiche Gefühl gewesen sein, das Max damals verspürte, als er – von mir mit einer Mark ausgestattet die Erlaubnis erhielt, sich am Schillerplatz beim Bäcker eine Brezel zu holen. Er raste los – und hing Sekunden später wie eine Fliege an der Schaufensterscheibe. Aua…

Der Chef sah mich praktisch kurz hinter der Würfelecke auftauchen und anschließend winkend hinter der Hecke verschwinden. Ich nehme an, es wirkte wie die Fehlzündung eines Feuerwerkskörpers. Und es tat weh. Sehr weh.

Es sorgte dafür, dass ich den Donnerstag stark hinkend und hüftlahm mühsam über die Runden brachte. Ich verpasste zwei Busse und eine S-Bahn. Und das nur weil ich nicht so flott wie gewohnt war. Die hätte ich alle noch gekriegt. Ich bin sicher. Grrrr…

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Trotzdem schaffte ich es am Mittwoch Abend noch, Bratkartoffeln aus Bamberger Hörnchen herzustellen, die der Gatte super fand. Blöderweise ist er eigentlich kein Liebhaber gepflegter Bratkartoffeln. Und das, wo ich bereits 1993 in Mombach als Bratkartoffelkönigin galt.

Dazu gab es ein Charolaiswürstchen und Kräuterseitlinge mit Mangold. War super, linderte den Schmerz aber nicht wirklich. Donnerstags gab es dann kein Abendessen, weil der Gatte aushäusig beschäftigt war.

Nach einem ausgedehnten Vollbad („tetesept Meersalz Entspannung“) war ich praktisch ein neuer Mensch. Und ich verzichtete auch darauf, ihn bei seiner Rückkehr jauchzend auf der Terrasse zu begrüßen. Ich blieb einfach auf dem Sofa liegen. Weil’s gesünder ist. Zumindest in fortgeschrittenem Alter.

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Die Ökokiste, die gestern angeliefert wurde, enthält – natürlich nur dank meiner weisen und vorausschauenden Auswahl – ganz hervorragende Dinge: Fenchel, Schwarzwurzeln, Postelein, Sauerkraut, Äpfel, Möhren und Wirsing. 

Die werden also am Wochenende und in der kommenden Woche verarbeitet werden. Ich bin schon ein wenig aufgeregt. Die Äpfel und das Sauerkraut werden zu einem Champagnerkraut. Aus dem Postelein wollte ich mal ein Postelein-Risotto machen. Der Fenchel wird wahrscheinlich unter einem Fisch landen.

Und dann mal sehen. Schwarzwurzeln und Wirsing müssen unbedingt noch gegessen werden, bevor die Saison vorbei ist. Und bevor kein Mensch mehr Lust darauf hat. Und dann dauert es wieder ewig, bis man sie wieder bekommt.

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Ich glaube, heute Abend reizt mich der Postelein schon wieder vorrangig. Das Risotto würde vielleicht zu Lachs passen? Der wäre noch da…

Was ich übrigens auch noch getestet habe in den vergangenen zwei Wochen ist folgendes: „Never buy celery again“.

Einen Versuch war es ja mal wert. Und bei der Gelegenheit landete auch gleich eine abgearbeitete Lauchstange mit im Fußbad. Beide sehen mittlerweile recht vielversprechend aus. Finde ich zumindest. Ich werde sie kommende Woche in Anzuchterde umpflanzen und weiter berichten, ob das Experiment funktioniert.

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