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Gut… Vielleicht nicht ganz so wirr wie die Störchin oder der „Stern“, aber wirr.

An dieser Stelle – um der „Wirrnis“ gleich zu Anfang die Ehre zu erweisen – erstmal ein Wort zu Gauland. Ich finde, es ist nicht sehr schwer zu verstehen, was er eigentlich meint. Oder ob er nur etwas wiedergibt, was seiner Meinung nach so ist. Darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, DASS er sich äußert. Thilo Sarazin hat diesem Schwachsinn (natürlich mit Hilfe der Springer-Presse…) den Weg geebnet. Plötzlich fühlen sich sämtliche Deppen, die jahrzehntelang wohlweislich (!) den Mund gehalten haben, in ihrer Ansicht bestärkt, dass sie ja schließlich auch mal ihre „Meinung sagen“ dürften. weiterlesen

Umland:Landschaft 4144Die Lektüre der heutigen „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ brachte mich eben auf eine ausgezeichnete Idee.

Nachdem Ulle ja nun offensichtlich wieder unter uns weilt, um ‚… Fahrradtouren für Hobbyradler an[zu]bieten, sich an der Basis [zu] engagieren, sich mit Kindern [zu] beschäftigen und sie an das Radfahren heran[zu]führen…‘, könnten wir ihm doch ein Angebot machen, das er nicht ausschlagen kann.

Was passte da besser als wahlweise eine Rheingau-Taunus-Tour, ein „Rund-um-Berlin“ oder ein „Tag von Hannover“?!

Wie wäre es, wenn wir – d. h. unser herrliches WP-Team – eine Radtour mit Ulle machen würden? Für lächerliche 1.000,- € pro Mitfahrer. Da müsste Ullrich ja nicht mal gar so tief in die Tasche greifen.

Damit er sich unterwegs auch ‚mit Kindern beschäftigen‘ kann, schließt sich Max den Herren an, während ich – als ‚Basis‘ – für die Verpflegung sorge.

Red-Bull-Cola und Partydrogen am Vorabend, Claqueure und Fahrbahnbeschriftungen für unterwegs und warmes Nutella aus der Trinkflasche sind gegen Aufpreis optional zubuchbar.

Unsere Gegenleistung? Wir – allesamt unbescholtene Bürger – zeigen uns an der Öffentlichkeit mit Herrn Ullrich. Ich denke, das sollte es ihm wert sein. Ein faires Angebot. Auch im Sinne der „Chancengleichheit“.

Die Zahlung erfolgt übrigens per Vorkasse. Aber keine Angst! „Wir haben noch nie jemanden betrogen!“

henninger 2007Was war denn heute nochmal Wichtiges… Irgendwas war da doch… Verdammt! Winterpokal! Nuuuun… Sagen wir es so: Als ich nach Hause kam, war es dunkel.

Ich schnippelte gerade so  lustig Suppengemüse für den Linseneintopf vor mich hin. Es wurde dunkler. Da schwappte ein noch dunklerer Winterpokalgedanke an die Oberfläche meines Bewusstseins.

Als mich gerade leise Panik beschlich, weil der Tag jetzt offensichtlich komplett punktelos verlaufen war, fiel mein Blick auf die WP-TopTen. Und ab da bewegte sich meine Reue in äußerst überschaubaren Grenzen.

Hier ein Screenshot der drei Führenden: Klick! Ähemm… Da lohnt sich doch mal ein Blick auf die von „sickgirl“ eingetragene 56-Punkte-Einheit: Blick!  Ja, Mensch… Nehmen wir mal Freiburg als Start- und Zielort der „großen Schwarzwaldrunde“ an, dann ging um 7:21 Uhr die Sonne auf. Um 17:03 Uhr ging sie unter. Der Schwarzwald ist ja nun auch nicht gerade als Flachland bekannt. Über 14 Stunden auf und ab innerhalb der ersten maximal 18 Stunden des WPs. Wer’s braucht…

Meine Lust, doch noch verbissen einen oder zwei jämmerliche Punkte aus dem Tag herauszuergometern tendierte gen Null. Und da blieb sie auch. Linseneintopf gilt ja leider nicht als Alternativsport. NOCH nicht! Grrrrr…

Immerhin gab es online eine lustige Replik von Tyler Hamilton (ARD-Link) auf Jens Voigts unerträglich weinerliche „Ich bin klein, mein Herz ist rein“-Litanei auf Bicycling.com. Vielleicht wird sich ja tatsächlich der „Voigt, dich kriegen sie auch noch!“-Ausruf bei jenem Henninger, von dem das obige Foto stammt, bewahrheiten.

Da gibt es sicher eine Reihe von Leuten, die schon im nahegelegenen Forst das Holz für des Jensis ureigenen Scheiterhaufen sammeln. Falls Freiwillige gesucht werden: Ich wäre dabei. Für den Tag, an dem Jens Voigt auffliegt, steht hier jederzeit eine Flasche hervorragenden rheinhessischen Winzersekts kalt. Und mein herrliches WP-Team kann sofort anrücken. Ich koche, bis der Arzt kommt! Auf Zuruf.

Am Ende kriege ich dadurch auch nicht einen einzigen armseligen Winterpokal-Punkt auf mein Konto, aber wer will sich schon mit Kranken messen?! Auf meinem Laufplan stand heute jedenfalls „Ruhetag“. Und ich halte mich an Trainingspläne. Auch wenn sie nicht von einem Großen des Genres – wie Cecchini oder Ferrari – geschrieben wurden.