Nach dem ESC ist vor dem ESC, aber jetzt ist erstmal nachher. Bis sich alle wieder beruhigt haben. Das wird nicht allzu lange dauern. Gut. Peter Urban braucht vermutlich ein wenig länger, um über die „unverdiente Schmach“ hinwegzukommen als ich, aber egal. Ist ja eh jedes Jahr der gleiche Katzenjammer. Buäääähhh… Deutschland… Alle hassen uns… Und dann diese unheiligen Allianzen. Blöd nur, dass die übliche Anti-„Ostblock“-Argumentation diesmal nicht zieht. weiterlesen

Der erste Teil des Tages verging mit Nahrungsmittelbeschaffung. Der mittlerweile an Karfreitag obligatorische Besuch beim Hof Berbalk in Waldems brachte mich in den Besitz von vier Lammlachsen und einer entbeinten Keule. Dazu Eier und Sahne. Auf dem Heimweg gab es einen Zwischenstopp am Beuerbacher See, der mir drei geräucherte Forellen einbrachte. Verhungern werden wir über Ostern jedenfalls nicht. weiterlesen

Vielleicht einer der besten meines Lebens. Ich habe die Überstunden für drei freie Frühlingstage mit herrlichem Wetter fast ausschließlich im Winter zusammengespart. An düsteren Nachmittagen. Und früh morgens, wenn man eh nichts mit der Zeit anfangen konnte – außer schlafen. Und jetzt hat mir das drei ausgezeichnete und total freie Sonnentage beschert. Genial! weiterlesen

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Ich weiß jetzt wirklich nicht, wie ich es sagen soll. Und es ist mir auch irgendwie ziemlich peinlich. Also besser gleich raus damit: Es gibt schon wieder Pasta. Und Spargel. Ich fürchte, ich lösche diesen Haushalt auf Dauer mit einseitiger Ernährung aus. weiterlesen

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Und das ist noch das Netteste, das man heute über das Wetter sagen kann. Ich fühlte mich wie eine dieser Figuren aus diesen Schwarzwälder Uhren, die immer rein und raus gehen. Sonne! Schnell raus und die Zucchini unter den riesigen Einmachgläsern befreit, die sie vor dem Nachtfrost retten sollten. Schnee! Wieder rein. Sonne! Raus und Fotos von den zugeschneiten Zucchini gemacht. Graupelschauer! Reingerettet. Sonne! Raus und flott die großen Tomatenpflanzen umgetopft, weil sie ihre mickrigen Töpfchen zu sprengen drohen. Schnee! Verdammt! Alles wieder reingeschleift.

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In all diesem Unwetter verrichtete der Gatte stoisch die geplanten Arbeiten: Rasen düngen, entunkrauten und stellenweise neu einsäen. Selbst während des Graupels zog er in Seelenruhe seine Runden.

Und während das Frühbeet schneebedeckt war, herrschten drinnen 20 Grad. Sehr aprilig sozusagen. Wenn die Sonne schien, war es wirklich warm und angenehm. Zwischendurch wieder echter Untertaunuswinter. Das ist zuviel für mein schwaches Nevenkostüm. Höhö…

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Die Blaumeise auf Wohnungssuche an unseren Nistkästen kam mit dem Aufplustern -> Sonnenbad -> Aufplustern auch nicht mehr wirklich nach. Sieht aus, als würden sie sich eventuell mal wieder im Nistkasten vor dem Küchenfenster niederlassen. Schön wäre es ja. Und dann bitte wieder großes Ausfliegen an einem freien Tag, wenn es nicht zuviel Mühe macht. Danke!

Nachdem gestern die letzten Schweinebäckchen geopfert wurden, waren heute die letzten Rouladen dran. Diesmal Domänenrouladen (Domäne Mechtildshausen), die ich gebunkert hatte. Die Dinger waren riesig. Fast wie kleine Rollbraten.

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Gefüllt klassisch mit Senfaufstrich, Cornichons, Schinken, Zwiebeln. Scharf angebraten in Ghee. Abgelöscht mit einem Mittelklassecognac. Und dann in Rinderfond gaaaanz laaaange eingeschmurgelt.

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Den gestrigen Nudelteig wollte ich noch nicht ganz aufgeben resp. zu weiteren Nervolinos verarbeiten. Etwas Hartweizengrieß, etwas Wasser, endloses Kneten. Fühlte sich schon deutlich besser an. Ich glaube, mein Fehler war, statt Olivenoel Rapsoel genommen zu haben. Stand halt gerade da. Und dann auch etwas zuviel Oel. Never change a running system!

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Nach einiger Nachjustiererei mit Wasser und Hartweizengrieß schaffte ich es dann, den restlichen Teig geschmeidig durch die Nudelmaschine gleiten zu lassen und zu Tagliatelle zu verarbeiten. Ein Sieg der Beharrlichkeit! Ein Triumph des Handwerks! Lektion des Tages: auf das Handgefühl hören.

Selten habe ich mich so gut gefühlt beim Spielen mit Essen. Geht doch! Manchmal hilft es auch, über eine Katastrophe mal eine Nacht zu schlafen. Schwupp. Fluppt doch. Oder um eine meiner allerersten (die zweite?!) Platten zu bemühen. Und Al Stewart: „Nothing that’s forced can ever be right, if it doesn’t come naturally, leave it…“ Jaaaaa… „Year of the Cat“… Peinlich…. Ich weiß… Fiel mir nur gerade so ein. Ich glaube, ich hab‘ sie verkauft, als ich 1993 irgendwann Windeln für Max brauchte. Gilt das als Rechtfertigung?!

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Dann briet ich noch die übrig gebliebenen Champignonköpfe an. Die Stiele landeten wie üblich in der Gefrierung. Die nutze ich gerne nach einer Sammelaktion für Soßen. Ebenfalls auf dem Herd: die restlichen Perlzwiebeln von gestern. Und ein paar Tomaten.

Zwischenzeitlich schneite, regnete und sonnenscheinte es immer im Wechsel. Ich stülpte die Glasglocken wieder über die Zucchini. Die Tomaten sahen mittlerweile auch etwas erholt aus. Entspannt werden sie wohl erst wieder sein, wenn sie im Beet sitzen.

Und dann gab es Essen. Und dann war auch irgendwie das Wochenende schon wieder vorbei. Mist!

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