Den bequemen, eisfreien Carportplatz hatte ich mir ja in den vergangenen Jahren stets konsequent mit dem Argument „Das bessere Auto steht im Carport“ unter den Nagel gerissen und mit Messern und Klauen verteidigt. Blöderweise hat seit kurz vor Weihnachten der Gatte „das bessere Auto“. Verdammt! Und so kommt es nun, dass mein armes, schutzloses Puntili auf den Stellplätzen steht, allnächtlich bei zweistelligen Minusgraden nach allen Regeln der Kunst und von allen denkbaren Seiten zufriert und morgens stets mühsam enteist werden muss. weiterlesen

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Gleich mal das Hässliche zuerst: meine Zigarrenbörek. Sehr wohlschmeckend, aber irgendwie aufgeplatzt. Wie gesagt: Dem Geschmack tat das keinen Abbruch. Ich hatte zwei verschiedene Füllungen: einmal Schafskäse mit Kräutern, einmal Ziegenkäse mit Pfeffer. Beides o.k. – aber wahrscheinlich für echte Osmanen optisch nicht wirklich satisfaktionsfähig. weiterlesen

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Nein, ich beginne dieses Blogpost nicht mit einem Rückfall in das Übelste, das die Siebziger an Witzischkeit zu bieten hatten. Und das, obwohl es das erste war, an das ich denken musste, als ich mich gerade niedergelassen hatte, um dieses Elaborat hier zu verfassen. Schnell! Weg, du dummes Häschen! Raus aus meinem Kopf!

Gestern brachte mir der Besuch im Hofladen meines Lieblingsbiohofs zwei tolle Sachen ein: bunte Möhren und Kartoffeln der Sorte „Blauer Schwede“. Gleich mal ab ins Körbchen damit. Die Kartoffeln sind nachher dran, die Möhren gab es gestern.

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Ich mischte zwei bunte mit einer orangen und bastelte daraus eine Tarte Tatin:

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Möhren-Tarte-Tatin
Zutaten (für eine kleine Pfanne):
3 Möhren
Butter
4 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer
2 EL Honig mit Knoblaucheinlage
(sollte sich immer im Vorrat befinden:
Knoblauch feingewürfelt mit Thymian in Honig eingelegt)
1 Stück Blätterteig von der Größe der Form
Zubereitung:
Möhren waschen und in gleichmäßig dicke Scheiben schneiden – so etwa zwei Zentimeter. Butter in der Pfanne auslassen. Möhren nebeneinander flächendeckend einlegen, mit dem Thymian bestreuen und mit einem Deckel schließen.
Bei niedriger Hitze garen lassen. Wenn die Möhrenstücke den Eindruck machen, als ob sie in der unteren Hälfte weich sind, einzeln umdrehen und wieder Deckel drauf. Nochmals garen lassen. Anschließend kräftig salzen und pfeffern und den Honig mit einem Löffel darüber verteilen.
Mit dem Blätterteig abdecken und in den Ofen schieben. Bei 200°C Ober-/Unterhitze abbacken, bis der Teig schön knusprig und gut gebräunt ist.
Pfanne aus dem Ofen nehmen, einen Teller auflegen und das Ganze flott und beherzt wenden.
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Die Tarte war sehr lecker. Und da noch Blätterteig übrig ist, probiere ich das heute Abend mit Roter Bete gleich nochmals. Als kleine Vorspeise.

Und: Nein. Ich gebe unumwunden zu, dass ich den Blätterteig nicht selbst gemacht habe. Kann man, muss man aber nicht. Es siegte – wie so oft – die Bequemlichkeit. Komplett ohne schlechtes Gewissen.

Schließlich gab es im Anschluss noch eine Miesmuschelsuppe. Im Prinzip waren das gestern zwei Vorspeisen in Folge. Die Suppe musste ich unbedingt testen. Der Test lohnte sich!  

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Miesmuschelsuppe mit Safran
Zutaten (für zwei Portionen):
1 kg Miesmuscheln
Butter
2 Knoblauchzehen
1 Stange Lauch
2 Schalotten
etwas frischen Thymian
200 ml trockener Weißwein
400 ml Fischfond
200 ml Sahne
etwas Safranfäden
kalte Butter zum Montieren
Saft einer halben Zitrone
wenig Cognac
Pfeffer
Zubereitung:
Muscheln küchenfertig herrichten – d.h. waschen, Bart entfernen, offene Exemplare aussortieren. Knoblauchzehen andrücken und schälen, Lauch in Ringe schneiden, Schalotten würfeln.
Butter in einem Topf auslassen, Knoblauch, Lauch, Thymian und Schalotten darin anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen. Fischfond und Muscheln zugeben und bei geschlossenem Deckel knapp zehn Minuten bedampfen, bis sich die Muscheln geöffnet haben.
Muscheln einzeln herausfischen und das gegarte Fleisch auslösen. Beiseite stellen. Anschließend den Topfinhalt durch ein Sieb geben und wieder zurück in den Topf. Kräftig einreduzieren lassen, Safran und Sahne zugeben und weiter reduzieren.
Hitze herunterdrehen, Butterflocken einrühren und leicht köcheln lassen, bis die Suppe bindet. Zuletzt mit Zitronensaft, Pfeffer und Cognac abschmecken. Falls dann noch Salz fehlt – vorsichtig würzen. Ich sage das nicht zum Spaß, denn ich hatte gestern Abend sehr, sehr großen Durst nach dieser Suppe… 😀
Muschelfleisch kurz in der Suppe erhitzen und auf die Teller verteilen.
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Die Suppenmenge entspricht vier Vorspeisen- oder zwei Hauptgangportionen und ist außerordentlich lecker. Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Salz bitte nur in homöopathischen Dosen zum Einsatz bringen. Die Muscheln haben bereits welches im Handgepäck. Ihr eigenes sozusagen. Und nach dem Einreduzieren verstärkt sich dazu natürlich auch noch die Intensität des Fonds.

Die Suppe ist jedenfalls super. Und ich erwäge, die im Gefrierschrank befindlichen Grünschalenmuscheln ebenfalls auf den Weg zu schicken, den die Miesmuscheln bereitet haben.

Prima… Jetzt habe ich statt des „Haddu Möhrchen“-Mists Xavier Naidoos „Dieser Weg…“ im Kopf. Grmpf…