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Wie konnte es nur soweit kommen?! Nicht, dass sich in der Reihe der amerikanischen Präsidenten nicht schon der ein oder andere Grenzdebile befunden hätte, aber das… Und es wird nicht das Ende sein. Wahnsinnige mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung gibt es ja schließlich allüberall. Neu ist, dass sie jetzt auf allen Schlüsselpositionen sitzen und sich darin gefallen, haarsträubende Entscheidungen zu fällen. Nach dem Motto „Weil ich’s kann.“ Punkt. weiterlesen

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Heute war ich sehr spät dran. Fast zu spät fürs Abendessen. Eine Gonsenheimer Waldrunde mit Heike war schuld. Und wir mussten uns zwischendurch kurz unterstellen, weil der Regen dann doch zu heftig war. Auf dem Heimweg überlegte ich mir, dass das 21-Uhr-Spiel eine perfekte Gelegenheit für ein passendes Essen wäre. Italien gegen Belgien. Mmmmhhh… weiterlesen

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Falls ja, habe ich dann wohl ein Problem. Vitelottismus. Vitelottophilie. Oder so ähnlich…

In meiner Begeisterung habe ich eine nicht haushaltsübliche Menge der lila Kartoffeln erstanden. Gibt’s ja sonst nie. Menno! Jedenfalls sollte das den Vitelotte-pro-Kopf-Verbrauch dieses Landes auf etwa das Doppelte des Wertes der Vorjahre gehoben haben.

Ich finde die Farbe einfach so super. Selten machte „Mit Essen spielen“ so viel Spaß.

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Und mit Kartoffeln kann man ja auch irgendwie so viele verschiedene und so viele leckere Sachen machen. Die Standards sollte ich jetzt durchhaben: Bratkartoffeln, Püree, Hasselbacks, ChipsTarte Tatin

Zuletzt kamen noch Gnocchi dazu. Und gestern dann Waffeln. Schon die Farbe des Teigs war toll. Leider verlor sich das beim Abbacken etwas – zumindest an den stark erhitzten Stellen. Macht aber nix. Trotzdem hübsch.

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Und mit Räucherlachs und ziegiger Grie Soß auch noch äußerst schmackhaft.

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Vitelotte-Waffeln
Zutaten:
500 g Vitelotte
120 g ausgelassene Butter
5 Eier
Salz, Pfeffer
180 g Dinkelmehl, Type 1050
1 gestr. TL Backpulver
200 g Crème fraîche
Zubereitung:
Kartoffeln kochen, ausdampfen lassen und schälen. Anschließend durch eine Kartoffelpresse drücken. Fluchen ist bei Vitelotte hier ausdrücklich erlaubt.
Während die Kartoffelmasse abkühlt, Butter auslassen. Alle Zutaten zu einem hoogenen Teig verarbeiten. Zu einem homogenen, altroséfarbenen Teig.
Im Waffeleisen ausbacken.
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Und um im kommenden Jahr nicht wieder auf Supermarktangebote angewiesen zu sein, starte ich einen zweiten Versuch, sie selbst zu ziehen. Im vergangenen Jahr scheiterte das an der übermäßig langen Keimdauer und zuletzt an den verfluchten Wühlmäusen. Wenn es nicht sogar ein in direkter Linie von Norbert abstammender Mäuserich war, der sich allnächtlich am frischen Blattwerk gütlich getan hatte. Grrrr…

Diesmal bin ich schlauer. Sechs Stück landeten in Gläschen. Die Erntedankvorbereitungen 2016 laufen seit dem 02.01. auf Hochtouren!

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So. Punkt. Und nochmal: So! Urlaub! Um genau zu sein: mein traditioneller Adventsurlaub. Freitag trat ich ihn an. Zwar mit zwei Stunden Verspätung, weil ich meinen Schreibtisch irgendwie nicht leer bekam, aber dann warf ich den Abwesenheitsagenten an und verließ die unwirtlichen Räumlichkeiten.

Zu Hause eingetroffen verklappte ich allerlei Reste in einer Fischsuppe oder besser Muschel-Fisch-Suppe. Nach den letzten Muschelessen hatte ich jeweils den Rest White Wine Broth eingefroren. Nun hatte ich eine nette Menge angesammelt. Dazu das letzte Glas selbstgemachter Fischfond.

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Hinein wanderten Reste von Rotbarsch und Lachs. Und ein paar Grünschalenmuscheln. Fenchel, Lauch, Safran und Noilly Prat – nach gründlichem Einkochen und Abschmecken war ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden. Ein schöner Anfang für ein paar entspannte Urlaubstage.

Bevor jedoch die zweite Kerze entzündet wurde, ging es an die Fortsetzung der Wandtäfelungsarbeiten. Und da ging dann fast der gesamte Samstag drauf. Mein neuer Freund „Kappi“, die Kapp- und Gehrungssäge, war eingetroffen. „Stichi“, die lustige Stichsäge, bekam den Tag frei. Vorsichtshalber schloss ich die Tür zum Technikraum, damit sie nicht mitbekäme, wie ich gutgelaunt „Kappi ist prima, Kappi ist ’ne Wucht. Mit Kappi macht das Sägen Spaaaaaß!“ vor mich hinträllerte.    

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Eifersuchtsszenen von hysterischem Werkzeug konnte ich wirklich nicht brauchen. Und während der Gatte Stück für Stück die Wand mit Parkettkleber vollschleimte, verlegte ich die mit Kappi präzise zugeschnittenen „Wodewa“-Riemchen. Was soll ich sagen? Es sieht besser aus, als wir in unseren kühnsten Träumen zu hoffen wagten.

Blöderweise gibt es gerade kein Foto, weil die, die ich heute gemacht habe, allesamt nichts geworden sind. Oder sagen wir lieber sie genügen meinen Ansprüchen an mich selbst nicht. Wieso hab‘ ich auch nicht zum Weitwinkel gegriffen?! Keine Ahnung. Jetzt ist es jedenfalls zu dunkel, um korrigierend einzugreifen. Egal. Ich bin ja die ganze Woche im Hellen zu Hause. Irgendwann zwischen zwei Blechen Plätzchen werde ich es nachholen. 

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Das Huhn schleppte ich vom Bornhof an. Endlich wieder Suppenhühner!!! Nach den Täfelungsarbeiten am Samstag war es bereits so spät, dass ich das Huhn niemals mehr stundenlang gemütlich vor sich hin hätte köcheln lassen können. Es wurde auf Sonntag geschoben. Die für heute geplanten Rouladen wurden vorgezogen.

Das Huhn setzte ich dann gleich heute Morgen an. Und wer sagt, Hühner könnten nicht schwimmen, der lügt! Hühner sind ausgezeichnete Rückenschwimmer. Ich habe die Zeit nicht gestoppt und die Bahnen nicht gezählt, aber mein Huhn machte mich schon ein wenig stolz. Ein lächerlicher Albatros ist nix dagegen!

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Und während das Huhn seine Runden drehte, warf ich das neu erworbene Waffeleisen für diese dicken, belgischen Waffeln an. Hatte ich schon immer haben wollen. Gab es gerade beim Discounter. Ich schlich allerdings so lange daran vorbei, bis keins mehr da war. Dachte ich. War aber noch! Und zwar genau eins – und reduziert auf zwei Drittel des Preises. Waffeldingens, du bist meins!

Bevor ich es in Betrieb genommen habe, machte ich allerdings den Fehler, die Bedienungsanleitung zu lesen. Man ahnt es ja wirklich nicht, aber so ein Waffeleisen ist deutlich gefährlicher als eine Kapp- und Gehrungssäge. Sogar ohne Laser.

Mein absolutes Highlight jedoch war die Seite „Störung und Behebung“. Jeder Punkt ein Brüller. Bitte sehr:

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Das ist die Art von Störungen, mit denen selbst die auf Seite 9 erwähnten „Kinder und Personen mit eingeschränkten Fähigkeiten“ ohne Kundendienst fertig geworden wären…

Ich testete das „Rezept für ‚Dicke Waffeln‘ (Brüsseler Art)“ aus der Bedienungsanleitung und fand es super. Vor allem mit den Sauerkirschen aus moselanischem Familienbesitz. Da durfte heute das erste, letzthin eingekochte Glas ran. Sahne gab es leider nicht, da ich den einzigen Becher, den ich noch hatte, zu Butter schlug.

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„Dicke Waffeln“ (Brüsseler Art)
Zutaten (für etwa fünf Waffeleisenbeladungen bzw. zehn Waffeln):
100 g flüssige Butter
3 Eier
3 Tütchen Vanillzucker
250 g Mehl
1 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
250 ml Milch
Zubereitung:
Eier trennen, Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Mehl, Backpulver, Salz, Vanillzucker und wenig Milch verrühren. Mit den Eigelben und der Restmilch zu einem lockeren Teig aufschlagen. Flüssige Butter zugeben. Eischnee unterheben.Sofort backen.
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Der Gatte reklamierte den geringen Zuckeranteil im Teig. Wer es eher süß mag, den rettet auch das bißchen Puderzucker nicht, das ich drübergesiebt habe. Ich teste in der kommenden Woche noch ein anderes Rezept mit höherem Zuckeranteil. Und jetzt befreie ich mal mein Huhn vom Badeanzug und zerlege es in mundgerechte Stückchen.