Es kam am Ende, wie es kommen musste: Hugo Chavéz Frías ist tot. Mein Hugo liegt seit Stunden weinend auf der FAZ-Meldung und schluchzt ununterbrochen „Mi Comandante…“ vor sich hin. Der Ärmste. Es trifft ihn wirklich hart.

Und nicht nur ihn. Wer wagt es jetzt noch, den Merkels, Bushs und Konsorten dieser Welt die Wahrheit ins Gesicht zu sagen? Selbst Clown Berlusconi nuschelt nur die zweitschönste Merkel-Beleidigung aller Zeiten in abgehörten Telefonaten vor sich hin.

Schöner als seine etwas lahmen Merkel-Schmähungen und seine Tony-Blair-Anwürfe („Go right to hell.“ oder „You are a pawn of imperialism.“) waren nur seine Ausfälle gegen George W. Bush. Bestes Beispiel: „You are a murderer, a coward!“ (<- Youtube-Link! Zum Aktivieren des Videos musst du den Link an klicken. Ich weise dich hiermit darauf hin, dass nach der Aktivierung Daten an den jeweiligen Anbieter übermittelt werden.)

„Du bist ein Ignorant, ein Esel, ein kranker Mann, unmoralisch, feige, Lügner, Völkermörder, … Trunkenbold, lächerlich.“

Zitate von Chávez: Sprüche von Hugo Chávez – Ruhr Nachrichten – Lesen Sie mehr auf:
https://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/politik/ausland/Zitate-von-Ch%2525E1vez-Sprueche-von-Hugo-Ch%2525E1vez;art29858,1930645#1706154182

„Du bist ein Ignorant, ein Esel, ein kranker Mann, unmoralisch, feige, Lügner, Völkermörder, … Trunkenbold, lächerlich.“

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„Du bist ein Ignorant, ein Esel, ein kranker Mann, unmoralisch, feige, Lügner, Völkermörder, … Trunkenbold, lächerlich.“

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Und auf die lächerliche Bitte des unschuldige Elefanten mordenden spanischen ‚Königs‘ („Warum hälst du nicht endlich den Mund?!“) kam dann auch gleich eine passende Antwort: „Herr König, ich sage Ihnen folgendes: Wir sind 500 Jahre alt, und wir werden niemals schweigen, ganz bestimmt nicht durch die Stimme eines Monarchen.“
Er hat sich niemals und von Niemandem den Mund verbieten lassen. Alleine das vedient Respekt. Und am Ende war er vielleicht einer der letzten Idealisten auf dieser Welt.

„The world is for all of us, then, but it so happens that a minority, the descendants of the same ones that crucified Christ, the descendants of the same ones that kicked Bolívar out of here and also crucified him in their own way over there in Santa Marta, in Colombia. A minority has taken possession all of the wealth of the world.“

Herr König, ich sage Ihnen Folgendes: Wir sind 500 Jahre alt, und wir werden niemals schweigen, ganz bestimmt nicht durch die Stimme eines Monarchen.

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Herr König, ich sage Ihnen Folgendes: Wir sind 500 Jahre alt, und wir werden niemals schweigen, ganz bestimmt nicht durch die Stimme eines Monarchen.

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Herr König, ich sage Ihnen Folgendes: Wir sind 500 Jahre alt, und wir werden niemals schweigen, ganz bestimmt nicht durch die Stimme eines Monarchen.

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Und wenn man dann die offiziellen Statements von z. B. „Move America Forwards“ („Chavez openly hated the United States and opposed any effort to spread freedom, democracy and free markets to Latin America.“) oder einiger amerikanischer Republikaner (Mike Mike Rogers, Michigan: Hugo Chavez was a destabilizing force in Latin America, and an obstacle to progress in the region. I hope his death provides an opportunity for a new chapter in U.S.-Venezuelan relations.“ oder auch John Wilkes Booth, Arkansas: Sic semper tyrannis (…) After the welcome news of Hugo Chavez’s death, I hope that the oppressed people of Venezuela will be able to live in freedom, not under miserable tyranny. I look forward to working in the House to promote a free, democratic, and pro-American government in Venezuela.“) liest, dann wünscht man ihn sich sofort zurück, den Hugo. Damit er mal so richtig verbal zuschlägt.

Ach, Hugo. Und singen wirst du auch nie wieder – obwohl du das echt gut konntest (youtube-link(<- Youtube-Link! Zum Aktivieren des Videos musst du den Link an klicken. Ich weise dich hiermit darauf hin, dass nach der Aktivierung Daten an den jeweiligen Anbieter übermittelt werden.)). Ich werde dich vermissen. Und Hugo auch.    

Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Offensichtlich habe ich mir jetzt doch noch diese blöde Erkältung eingefangen, die alle ja schon irgendwie hatten. Kann man sich eigentlich über PNs infizieren?

Sehr ärgerlich, zumal gerade das Wetter mal wirklich schön ist. Andererseits verbringe ich die Schönwetterstunden des Tages ja ohnehin in Büro. Von der halben Stunde Mittagspause mal abgesehen.

Und am Wochenende soll es ja auch wieder blöd werden. Und kalt. Da hätte ich dann ja auch Zeit, bei miesen Außenbedingungen geschwächt auf dem Sofa zu liegen und den Bauherren vollzujammern.

Gut, dass das Kochen heute nur aus Aufwärmen besteht. Zu viel mehr fehlte mir auch die Kraft. Blöder ÖPNV voller Bakterien und Viren! Ich hasse es, krank zu sein!

Ich schätze, der Schnee auf der Terrasse und dem Rasen ist nicht nur getaut, weil am Wochenende fast ununterbrochen der Backofen lief. Das hätte auch so geklappt.

Gestern schien sogar die Sonne! Sonne. Das ist dieses gelbe, runde Ding am Himmel, dass man manchmal ganz kurz sieht. Die Älteren unter uns werden sich sicher noch erinnern…

Aber zurück zum Ofen. Freitag startete ich mit etwas, das ich bereits seit längerer Zeit testen wollte: Krokanthippen. Ermutigt durch den Erfolg der Orangenhippen von letzter Woche legte ich nach Feierabend und Waldschinderei mit Heike gleich durch.

Dazu gab es Vanilleeis mit heißen Rumtopffrüchten. Das war ganz nach dem Geschmack des Bauherren. Und ich muss sagen: Ich weiß zwar nicht, woran es liegt, aber der Rumtopf ist in diesem Jahr noch deutlich besser als im letzten. Wir finden, dass ihm etwas festere Früchte sehr gut tun. Erdbeeren sind gar keine, und Himbeeren nur ansatzweise drin. Dafür mehr Heidelbeeren und Pflaumen in Stückchen. Sehr köstlich.

Dazu passte der Crunch der Hippen ganz hervorragend. Ich hatte dazu ein Chefkoch-Rezept („Sesam-Krokant-Hippen“) aus der Not heraus ein wenig abgewandelt. Freitags hatte ich weder Orangensaft noch Orangen im Haus. Und auch nur noch helles Dinkelmehl. Das erwies sich dann allerdings als recht praktisch, da es etwas mehr Flüssigkeit benötigt und dadurch die Hippen am übermäßigen Zerlaufen hinderte. Hier mein Ansatz:

Sesam-Krokant-Hippen

Zutaten

  • 10 ml Cointreau
  • 15 ml Zitronensaft
  • 60 g Puderzucker
  • 30 g Butter
  • 15 g Dinkelmehl
  • 40 g Sesam

Zubereitung

  • Likör und Zitronensaft verrühren. Gesiebten Puderzucker darübergeben und einrühren.
  • Butter auslassen und wieder etwas abkühlen lassen. Unter der Zucker-Saft-Mischung rühren. Mehl und Sesam hinzufügen und ebenfalls unterrühren.
  • Das funktioniert übrigens alles hervorragend mit einem Esslöffel, den man dann anschließend auch benutzen kann, um winzige Häufchen in größerem Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech zu verteilen.
  • Bei 180°C Umluft abbacken, bis die Tupfer ordentlich verlaufen und goldbraun sind. Bevor die Ränder zu dunkel werden aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.
  • Für Körbchenformen noch warm über Eierbecher o.ä. legen.

Das ergab zwei Bleche kleinere Hippen plus vier Körbchen, über deren Einsatz ich noch nicht endgültig entschieden habe. Luftdicht verpackt hält das Ganze eine Weile.

Am Samstag Morgen beschlossen wir spontan, uns nach einer alternativen Nahrungsmittelquelle umzuschauen. Der Appetit auf Frühstückseier – auch wenn es sich angeblich um Bio-Eier handelt… – und ähnliche Supermarktware ist mir irgendwie endgültig vergangen. Wie kommt es nur?!

Ein Bioland-Hof in der Nähe („Bornhof-Bioland“) schien einen Besuch wert. „Erst streicheln, dann aufessen“ – endlich ein Lebensmittelerzeuger, der mich versteht! Die Hühner wirkten ausgeglichen und glücklich. Wir nahmen Eier, Frischmilch und Rapsoel mit. Und vier Bio-Orangen aus dem Hofladen. Die ersten beiden Orangen landeten kurz darauf in einer Orangen-Crème brûlée, mit der ich aber nicht ganz zufrieden war. Und das lag sicher nicht an den Orangen.

Es lag am Rezept aus der aktuellen „Sweet Dreams“. Zuviel Flüssigkeit. Definitiv. Ich startete gleich heute einen weiteren Versuch. Es waren ja noch zwei der sensationell aromatischen Orangen übrig. Und ich brauchte nur eine. Den Schnickschnack mit den befüllten Orangenhälften ließ ich gleich. Ich nahm Glasförmchen.

Orangen-Crème brûlée

Zutaten

  • 1 Bio-Orange
  • 1 Vanilleschote
  • 70 ml Milch
  • 160 ml Sahne
  • 4 Eigelb
  • 60 g Zucker
  • brauner Zucker zum Abbrennen

Zubereitung

  • Orange unter heißem Wasser waschen, trocken reiben und etwa von der Hälfte der Orange Zesten reißen. Orangen aufschneiden und auspressen.Vanilleschote aufritzen und Mark herausschaben. Orangenzesten, Vanillemark und -schote mit Milch, Sahne und dem Orangensaft in einem Topf kurz wallend aufkochen. Schote entfernen. Backofen auf 130°C Umluft vorheizen.
  • Eigelbe und Zucker mit einem Schneebesen cremig, aber nicht schaumig schlagen. Heiße Vanille-Orangen-Sahne nach und nach unterrühren.
  • Crème durch ein feines Sieb in die Auflaufförmchen gießen. Diese in eine Auflaufform stellen und soviel heißes Wasser angießen, dass die Förmchen zu zwei Dritteln im Wasser stehen. Ich startete bei meinem zweiten Versuch einen Testlauf bei 150°C im Dampfgarer, und es funktionierte hervorragend. Ohne Wasserbad.
  • Etwa eine Stunde stocken lassen, herausnehmen, auf der Terrasse zwischenlagern, und schließlich für vier Stunden in den Kühlschrank (oder in einem Behälter auf die Terrasse bei ähnlichen Temperaturen) geben.
  • Vor dem Servieren mit braunem Zucker bestreuen und gleichmäßig mit einem Flambierbrenner abflämmen, bis der Zucker eine goldbraune Farbe angenommen hat. Mjam!

Damit waren aber nun meine Dessertspielchen für dieses Wochenende noch nicht beendet. Immerhin hatte ich insgesamt sieben Eiweiße übrig. Und die wollten verwertet werden. Baiser! Das ergab am Ende drei Bleche kleine Baisers, einige Baiserringe und ein paar Pavlovaböden.

Ich überlege derzeit, ob man die eventuell mit Rumtopffrüchten essen kann. Überteuerte, geschmacklose Erdbeeren o.ä. kaufe ich jedenfalls jetzt ganz sicher jetzt noch nicht. Pah!

Eines der Highlights des Wochenendes waren dann allerdings die heutigen Frühstückseier vom Bornhof. Nie wieder möchte ich ohne so ein Ei auf meinem gerösteten Brot mit Schinken leben. Einfach köstlich. Abgesehen vom Geschmack konnte ich es kaum fassen, wie genial die Schale war. Wie früher. Die ließ sich einfach so aufschlagen. Ohne Bröselei. Und ich hatte in den letzten Jahren schon an mir gezweifelt. Kann man Eier aufschlagen verlernen? Offensichtlich nicht. Zumindest nicht, wenn die Qualität der Eier stimmt.

…  klappen im Garten einwandfrei!“ – sagt jedenfalls der Herr Gärtner Pötschke. Sein neuer Katalog liegt hier gerade vor mir. Die Gedichte sind mal wieder die aboluten Highlights. Poetschke, you made my day!

„Die Möhre lacht, der Gärtner auch, sie bringt Gesundheit in den Bauch“.

Lachende Möhren. Bisher dachte ich immer, nur Bargeld lacht, aber man lernt ja nie aus. Und prinzipiell sind Möhren ja nun auch nicht zu verachten. Sofern sie noch nach Möhre schmecken.

Allerdings kommt man mit Möhren allein ja nun auch nicht weit: „Hast du die Kochkunst als Marotte, brauchst du im Garten die Schalotte“. Ist ja klar. Habe ich ja auch. Allerdings von Muttern und nicht von Poetschke. Aber gut. Wird auch gehen.

Petersilie unentbehrlich – frag den Koch, der meint es ehrlich“. Ob ‚der Koch‘ es nun wirklich immer ehrlich meint, wissen wir nicht, aber Petersilie ist ja nun etwas, das immer gerne genommen wird. Und solche ‚Gedichte‘ sind ja bis zu diesem Punkt auch wirklich noch witzig. Kurz darauf wird es dann allerdings erstmal etwas absurd. Wenn denn wenigstens noch der Reim stimmen würde…

Aug‘ in Aug‘ mit einem Tiger. Die Tomate ist mir lieber.“ Ja, nun… Wem nicht?! Außer vielleicht Juan Carlos von Spanien, der sicher bereits beim Lesen dieser Zeilen zur Schrotflinte greift. Dieses Foto vom armen, an einen Baum gelehnten, toten Elefanten kriege ich übrigens seit Monaten nicht mehr von meiner Netzhaut gekratzt. Verdammt!

Aber zurück zu Poetschke. Mit Aus einem Korn wächst oft heran, mehr noch als man tragen kann“ wird schließlich der Mutantenteil des Katalogs eingeläutet. Seine Fortsetzung findet er – mal wieder… – in Fotos von Kleinkindern aus dem Familienkreis, die sich an zentnerschweren Früchten und Gemüse verheben. Zwiebeln zwei, drei Kilo schwer, sind heute gar nicht selten mehr“ meint da nur launisch der Herr Gärtner. Mich gruselts.

Richtig hart wird es allerdings dann bei folgendem Reim: Die Asternblüte in meiner Hand, hab‘ ich nach Enk’lin ‚Angela‘ benannt“. Da bleibt dann allerdings auch nur noch eine Frage offen: Nach wem wurde ‚Enk’lin Angela‘ eigentlich benannt?! „Die Enkelin in meiner Hand, hab‘ ich nach Kanzlerin ‚Angela‘ benannt“, oder wie?! Und da wundert er sich noch über mieses Aussaatwetter, fiese Erntebedingungen und späte Fröste?! Mir ist spätestens an dieser Stelle alles klar…

 

So lautete der Betreff einer Mail, die in meinem Spamordner landete. Süß! Und wenn ich ‚Aufhore fur andere zu arbeiten‘?! Soll ich dann etwa ins Analphabetenbusiness einsteigen?! Oder wie?!

„Hallo,
Sie haben genug von all den nutzlosen
E-Mails in Ihrem Posteingang?
loschen sie diese nachricht nicht
es konnte das angebot ihres lebens sein…“

Davon bin ich allerdings sofort überzeugt. Her mit den Einzelheiten! Was muss ich tun? Ah. Einen Link anklicken… Mmmmhhh…

„… – Wir verkaufen nichts
– Wir stellen Ihnen nichts in Rechnung
– Es nimmt nicht mehr als 10 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch…“

Und wo ist da jetzt nochmal das ‚angebot meines lebens‘? Ich finde, zehn Minuten meiner Lebenszeit zu beanspruchen, um mir bei dieser Gelegenheit einen fiesen Virus oder etwas anderes Ekelhaftes herunterzuladen, ist schon ein unverschämt günstiges Angebot – das man allerdings dringend ablehnen bzw. ignorieren sollte.

… Sie bekommen von uns ein kostenloses System, das Sie nirgendwo sonst finden.
Wir bitten Sie lediglich darum, auch anderen von diesem großartigen System zu erzählen,um die Welt gerechter zu machen…“

Sicher, sicher… Die Welt gerechter machen… Da bin ich doch gerne dabei. Aber nicht auf diese Art. Wirklich nicht. Und ich verkaufe auch keine Autos (wahlweise: Ferienwohnungen, Rennpferde, Ziervögel…) übers Internet, reagiere auf sensationell günstige Angebote, nehme gefälschte und viel zu hoch ausgestellte Schecks, die auf britische Banken bezogen sind, an, und zahle anschließend die Differenz sofort per Western Union an einen mir völlig Unbekannten nach Nigeria. 

Und ich kaufe auch nichts in Spanien bei dubiosen Verkäufern, die mir Links zu nicht existenten Speditionen schicken, und denen ich vierstellige Beträge überweisen soll. Das sind keine Schnäppchen! Und wenn ich mir einen neuen Job suche, dann antworte ich im übrigen auch nicht auf Mails – diesmal vom vergangenen Mittwoch -, die etwa so lauten:

„… sind Sie  auf der Suche nach einer
interessanten Aufgabe?-  egal ob Haupt oder Nebenberuflich?
Wir können Ihnen eine Stelle in unseren Internet Service anbieten.
Die Arbeitszeit ist individuell wählbar. Die Arbeitsstelle ist auch für Rentner und Hausfrauen bestens geeignet.
Richten Sie uns bitte Ihre Bewerbungsschreiben  an unsere Abteilung per E-Mail.  Wir werden Ihnen so schnell wie möglich ein unverbindliches Arbeitsangebot machen und weitere Informationen senden.
Wir würden uns freuen Sie schon bald in unserem Team zu begrüßen…“

Nein. Mich reizt eine Stelle ‚in euren Internet Service‘ nicht. Und ich möchte euch auch nicht dabei helfen, die Millionenerbschaft eines gerade verstorbenen Schweizers aus Südafrika an der Steuer vorbei nach Deutschland zu schaffen. Ich habe nämlich keine Lust, mich in niederländischen Coffee-Shops mit angeblichen Notaren zu treffen, denen ich bei dieser Gelegenheit fünfstellige Euro-Beträge in bar überreiche.

Und noch etwas: Ich würde nie-nie-niemals auch nur einen Cent nach Tanzania überweisen. Auch nicht, wenn ich dort ein eigenes Konto hätte. Das aber nur mal so am Rande…

Bei Internetkäufen gilt generell: Passt der Empfängername nicht zum Land, in das die Zahlung gehen soll? Keinesfalls überweisen! Ernsthaft. Vor allem bei Beträgen zwischen 1.000,- und 5.000,- Euro (sehr beliebt sind zur Zeit um die 3.000,- Euro…). Wichtig: Auslandsschnäppchen sind meist keine Schnäppchen, sonden hochgradig unseriös. Finger weg beim geringsten Zweifel! Unbedingt afs Bauchgefühl vertrauen!

Diese Internetbetrugsmaschen gehen mir nämlich langsam aber sicher wirklich auf die Nerven. Jeder, der irgendwann in eine Situation gerät, in der er überlegt, sein meist sauer verdientes Geld gutgläubig völlig Fremden zu übereignen, sollte sich unbedingt vorher fragen, ob er dabei vielleicht doch ein ungutes Gefühl hat. Und falls das so ist, sollte er es lassen. Und zwar sofort und unbedingt!

Das war jetzt mal etwas, das ich dringend loswerden wollte. Bin ich ja nun losgeworden. Feierabend!