Croissant und Pain au chocolat

Zutaten

  • 14 g Frischhefe
  • 60 ml lauwarmes Wasser
  • 10 g Zucker
  • 460 g Weizenmehl (nach und nach noch mehr zum Bearbeiten des Teigs)
  • 20 g Zucker
  • 15 g Salz
  • 240 g lauwarme Milch
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 300 g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 1 EL kaltes Wasser
  • Schokolade (hier Chocolate Chunks) - falls ein Teil des Rezepts Pains au chocolat werden sollen

Zubereitung

  • Hefe, Wasser und 10 Gramm Zucker in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Vermischen und warten bis die Hefe sichtlich in die Gänge gekommen ist.
  • Milch lauwarm erhitzen. 20 Gramm Zucker und das Salz in der darin auflösen und alles zusammen mit dem Öl und dem Mehl in die Schüssel geben.
  • Küchenmaschine marsch-marsch! Auf kleinster Stufe etwa fünf Minuten kneten, eventuell noch etwas Mehl zugeben (bei mir waren das etwa drei Esslöffel). Weiter auf niedrigster Stufe auskneten lassen. Nach wenigen Minuten war der Teig bei mir ohnehin ein einziger Klumpen, der am Flachrührer hing und nicht mehr wirklich geknetet wurde.
  • Teig in der Schüssel mit einem feucht-warmen Küchenhandtuch (irgendwie habe ich eine Schwäche für feucht-warme Küchenhandtücker...) zudecken und bei Zimmertemperatur etwa drei Stunden gehen lassen. Das Teigvolumen sollte sich verdreifachen. Und das tut es auch bereitwillig.
  • Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen zu einem halbwegs passablen Rechteck von etwa 30 mal 40 Zentimetern drücken.
  • Teig im Geiste (hier der Pfingstteil des Rezepts!) in Drittel teilen und das obere Drittel nach innen einschlagen. Dann das untere Drittel ebenfalls einschlagen. Der Teig liegt jetzt praktisch dreifach. Schwer zu beschreiben... Ich weiß...
  • Den gefalteten Teig zurück in die Schüssel legen und zugedeckt etwa anderthalb Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Das
  • Teigvolumen sollte sich dabei nochmals verdoppeln.
  • Jetzt geht's an den schmierigen Teil, den Butterteil! Dazu den Teig mal kurz im Kühlschrank zwischenlagern und sich derweil der Butter widmen.
  • Eine Frischhaltefolienschicht auslegen, die etwa eine Größe von 25 mal 38 Zentimetern (mal zwei zum Zuklappen!) hat. Die kalten Butterscheiben nebeneinander dicht an dicht darauf auslegen. Zweite Hälfte der Folie darüberklappen. Mit einem Nudelholz zu einer konsistenten Platte verarbeiten. Klingt doof, klappt aber super.
  • Arbeitsfläche leicht mehlen, Teig aus dem Kühlschrank nehmen und darauf legen. Kurz ruhen lassen
  • Mit dem Nudelholz Teig zu einem Rechteck von 35 mal 40 Zentimetern auswalzen.
  • Butterplatte auf die oberen zwei Drittel des Teigs legen - etwas Abstand zum Rand lassen.
  • Das untere butterfreie Drittel des Teiges nach oben über das mittlere Drittel legen, dann das obere Drittel über die unteren beiden Schichten legen. Der Teig ist damit wieder "gedrittelt".
  • Vorsichtig wieder zu einem Rechteck von 35 mal 40 Zentimetern ausrollen. Vorsicht bedeutet, dass die Teigschicht möglichst nicht verletzt werden sollte, sodass keine Butter austritt.
  • Den Teig wieder in Dritteln falten. In Folie einschlagen und für weitere zwei Stunden in den Kühlschrank geben.
  • An dieser Stelle klebten bei mir bereits Teigreste an der Oberseite des Kühlschranks. Sehr umtriebig, der Kleine.
  • Schließlich den Teig wieder aus dem Kühlschrank nehmen und auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche legen. Geschlossene Seite zum Bäcker!
  • Teig mit dem Nudelholz vorsichtig etwas flach klopfen und anschließend etwa zehn Minuten ruhen lassen.
  • Anschließend wieder zu einem Rechteck von 35 mal 40 Zentimetern ausrollen.
  • Teig wieder drittelig falten, um 90° drehen und erneut auf eine Größe von 35 mal 40 Zentimetern bringen. Jetzt ist der richtige Augenblick zuzugeben, dass ich einen Zollstock auf der Arbeitsplatte liegen hatte. Meinen Zollstock vom Innenausbau nämlich. "Zolli" und ich - wiedervereint! Endlich!
  • Anschließend nochmals dreifach falten, in Folie packen und für weitere zwei Stunden im Kühlschrank deponieren.
  • An dieser Stelle war bei mir später Samstag Abend. Ich beschloss, die Fortführung der Aktion auf den sehr frühen Sonntag Morgen zu verschieben. Zum Frühstück würde das ja auch perfekt passen. Blöderweise scheiterte der Plan daran, dass ich exakt an diesem Morgen - also am einzigen Morgen in den letzten Monaten - bis nach sieben schlief. Wo ist die senile Bettflucht, wenn man sie braucht?!
  • Egal! Morgens dann: Backbleche mit Backpapier auslegen und den
  • Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Bei mir hatte der Teig die Frischhaltefolie durchbrochen, die ihn vom ungehinderten Aufgehen abhalten sollte. Er war gerade dabei, den Kühlschrank zu verlassen und die Weltherrschaft an sich zu reißen, als ich ihn erwischte.
  • Arbeitsplatte leicht mehlen. Teig zwanzig Minuten ruhen lassen und anschließend halbieren (doppelte Rezeptmenge! Remember?!). Eine Hälfte zurück in den Kühlschrank geben.
  • Erste Teighälfte zu einem Rechteck von 50 mal 12 Zentimetern ausrollen. Teig abermals halbieren also in zwei Rechtecke zu je 25 mal 12 Zentimetern teilen.
  • Eins dieser Rechtecke ebenfalls in den Kühlschrank legen.
  • Das zweite Rechteck auf eine Größe von 38 mal 12 Zentimetern ausrollen.
  • Das Rechteck in drei gleich große Quadrate teilen. Jetzt widmen wir uns dem ersten Quadrat - also einem 24stel des Teig. Ich Mathegenie!
  • Das Quadrat diagonal in zwei Dreiecke schneiden.
  • Die Dreiecke etwas lang ziehen, sodass langgezogene, spitze Dreiecke entstehen. Teigdreiecke von Basis her aufrollen und aufs Blech legen.
  • Mit dem restlichen Teig analog verfahren.
  • Für die Pain au chocolat ging ich ähnlich vor, halbierte aber im letzten Schritt nicht in Dreiecke, sondern in Rechtecke. Dann isses einfach: Schoki rein und aufwickeln.
  • Auf diese Art und Weise den kompletten Teig nach und nach ofenfertig machen.
  • Alles auf den Blechen zugedeckt etwa drei Stunden gehen lassen. An dieser telle hatte sich die Sache mit dem Frühstück erledigt.
  • Ofen auf 220° C Umluft aufheizen.
  • Ei mit Wasser vequirlen und Teiglinge damit bestreichen. In den Ofen schieben und etwa fünfzehn Minuten abbacken. Oder halt bis sie die gewünschte Bräunung erreicht haben. Bei mir lief das auf Ofen-TV hinaus.
  • Croissants und Schokoteilchen aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Was mich tatsächlich erstaunt hat ist die Tatsache, dass ich die Croissants deutlich schmackhafter fand, nachdem sie richtig ausgekühlt waren. Normalerweise bin ich ein Freund von "Aus dem Ofen in den Schlund". Vielleicht sollte man sich öfters mal etwas beherrschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.