Zumindest ein Lebenszeichen…

Irgendwas müsste ich ja mal wieder schreiben, aber „man kommt ja zu nix“. Ich koche mich immer noch lustig durch die indische Küche. Mehrere Rezepte wurden am Wochenende getestet. Unter anderem habe ich mich auch daran gemacht, Papadam selbst herzustellen.

Und ich finde, das ist ziemlich praktikabel. Beim ersten Versuch (siehe oben) waren sie noch etwas zu dick für meinen Geschmack. Beim zweiten Versuch passte das. Ich war in Ermangelung von Linsenmehl auf Kichererbsenmehl umgeschwenkt, werde es aber bei Gelegenheit – ich muss aus anderen Gründen morgen ohnehin in den Asialaden… – nochmal im Original testen.

 

Was ich dazu aber schon einmal erwähnen möchte, sind zwei neu gewonnene Erkenntnisse: Erstens hält sich der Teig perfekt mehrere Tage im Kühlschrank und kann dann bei Bedarf ausgerollt und gebacken werden. Und zweitens habe ich auch hier wieder auf die Pastamaschine zurückgegriffen. Damit kriegt man das wirklich auf die perfekte Dicke bzw. Dünne. Wenn ich in Rente bin, werde ich meine Walzkünste perfektionieren. Bis dahin nehme ich die Pastamaschine. Pah!

Dazu gab es zwei verschiedene Experimente mit frisch hergestelltem Paneer – nach diesem Rezept. Einmal Palak Paneer, einmal Jeera Paneer. Der zweite Versuch gefiel besser. An ersterem muss ich noch arbeiten. Es war mir – wohlgemerkt nur mir – etwas zu „läpsch“.

Prinzipiell finde ich es eine ausgesprochen gute Idee, den Paneer anzubraten vor der Verarbeitung. Ist einfach irgendwie knackiger. Und hat mehr Geschmack. Zumindest für etwas, das eigentlich null Eigengeschmack hat.

Wobei das Jeera Paneer durch die Gewürze einiges an Geschmack gewinnt. Hier das Rezept:

Jeera Paneer

Gericht: Beilagenteller
Land & Region: Asiatisch, Indisch
Keyword: käse
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 200 g Paneer
  • 3 EL neutrales Öl hier: Rapsöl
  • 0,5 TL Kreuzkümmelsaat hier: wilder Kreuzkümmel von Gozo
  • 1 getrocknete Chilischote meine war recht groß und mittelscharf - fein gehackt
  • 1 Zwiebel in feinen Streifen
  • 1 Pise gemahlener Koriander
  • 1 Prise Chilipulver hier: scharf
  • 1 Prise Garam Masala
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 Tomaten meine waren recht klein - entkernt und in Streifen geschnitten
  • 1 Handvoll frischer Koriander fein gehackt
  • 1 Stück Ingwer gerieben

Anleitung

  • Öl in einer hoehen Pfanne erhitzen. Kreuzkümmelsaat und Chili darin anschwitzen.
  • Zwiebelringe zugeben und ebenfalls mit anschwitzen.
  • Koriander, Chili, Garam Masala und Salz zugeben und ebenfalls ein Weile anschwitzen. Tomatenmark zugeben und beständig rühren.
  • Paneer in mundgerechten Stücken zugeben und kurz mit anbraten. Tomatenstreifen und Ingwer in die Pfanne geben. Rühren.
  • Etwas weiter braten und zuletzt den gehackten Koriander darauf geben. Sofort servieren.

Weiterhin gab es einiges an Currys und Masalas – größtenteils vegetarisch. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass wir am Wochenende „geschlemmt“ haben. Das einzige mit Fleisch war ein Hähnchen Masala mit einer halben Brust eines Waldhof-Hähnchens. Und das war perfekt. Scharf, aber nicht zu scharf. Dazu kommen wir dann bei Gelegenheit nochmal. Das ist zu gut zum Vergessen.

Was ich noch nachlege, ist das Papadam-Rezept. Allerdings mit Kichererbsenmehl. Lohnt sich  auch so.

Papadam

Gericht: Brotkörbchen
Land & Region: Asiatisch, Indisch
Keyword: brot
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 250 g Kichererbsenmehl
  • 1 TL Pfeffer, Kreuzkümmel, Salz, Knoblauchgranulat jeweils
  • 250 ml Wasser

Anleitung

  • Alle trockenen Zutaten vermischen und in die Schüssel der Küchenmaschine geben.
  • Auf der niedrigsten Stufe mit dem Knethaen bearbeiten und nach und nach Wasser zugeben. Der Teig sollte eher trocken als geschmeidig sein. Von Hand weiter kneten.
  • Den Teig anschließend zu einer Rolle formen. Von der Rolle Stücke herunter schneiden, von beiden Seiten leicht ölen und durch die Pastamaschine lassen oder sehr fein ausrollen.
  • Bei 150°C Umluft für etwa zwanzig Minuten abbacken. Sobald sie aussehen wie Papadam herausnehmen.

Wir lassen dann jetzt das indische Wochenende mit Resten ausklingen. Ich bin sicher, dass das ein ausgezeichneter Ausklang werden wird.

Was ich sonst so getan habe?! Kimchi hergestellt und karamellisiert (nach Haya Molcho).

Und meine letzte Ruhestätte ausgewählt. Der Gatte und ich werden im nahegelegenen Wald unter einer Lärche enden. Zumindest ist das der Plan. Und wir schreiben zur Zeit beide an unseren Nachrufen. Geht ja manchmal schneller als geplant. Wir bereiten uns gewissenhaft vor. Obwohl ich noch nicht mal die Weihnachtsbäckerei ernsthaft geplant habe. Ich gehe mal davon aus, dass die Lärche noch einen Augenblick wird warten müssen.

3 Kommentare

  1. Nicht, dass ich die Lärche nicht schön fände und ein Freund von Friedwäldern bin, aber ist es nicht ein bisschen früh sich damit zu beschäftigen? Gibt doch bestimmt noch eine Menge Rezepte, die von Dir gekocht und dem Liebsten gegessen werden wollen.
    Und wenn es Euch zu viel wird….ich biete mich zu gerne als Resteverwerter an 😉

    Schön gesund bleiben!

    1. Jaaa. Schooon. Aber es schadet ja nichts, sich mal damit auseinanderzusetzen. Ich finde es schön beruhigend, wenn sich der, der „übrig“ bleibt dann nicht auch noch mit sowas befassen muss.
      Ich gehe natürlich trotzdem davon aus, dass hier noch jahrelang gekocht und gegessen wird. In meiner Familie sterben alles kurz vor 100 😀

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