Apfel, Garten & Anzuchtrettung

Die erste Entscheidung des Tages – die allerdings bereits seit gestern klar war – war das Fastenbrechen. Zum Frühstück gab es einen Apfel. Wie immer den besten Apfel aller Zeiten. Mittags gab es noch einen. Auch nicht schlecht. Und jetzt bin ich langsam echt heiß auf mein abendliches Knäckebrot mit Kräuterquark. Der Quark steht seit eben bereit – frisch zubereitet und mit einer enormen Menge an Kräutern bestückt. Das Knäcke auch.  Ich freue mich.

Zwischen dem ersten Apfel und und dem bevorstehenden Abendessen habe ich eine Menge erledigt, obwohl ich mich zwischendurch etwas schlapp fühlte. Der Geist war willig. Und er siegte über den schlaffen Körper.

Zu Motivation gab es den ersten Tulpenstraß des Jahres. Den hatte ich gestern extra passend zum Apfel besorgt. Ich fühlte mich wie eine Königin. Kurz danach allerdings bereits nicht mehr. Da hatte ich dreckige Fingernägel. Aber immerhin waren die Kübel vor der Haustür bepflanzt.

Es ging zur Biohofrunde. Und ich ergatterte unter anderem völlig überraschend und ohne Vorbestellung einen fantastischen Ochsenschwanz. Was für ein Tag! Der Ochsenschwanz wird allerdings noch einen Augenblick warten müssen. Mit dem dürfte mein Magen-Darm-Trakt derzeit noch nicht fertig werden.

Bei unserer Rückkehr pflanzte ich erstmal mit letzter Kraft die Bromberen, die mir der Schwager – unter anderem – letzte Woche im Aftrag der Schwester in den Carport gestellt hatte. Danach war ich eigentlich bester Dinge, bis ich in meinem Anzuchtkindergarten etliche fiese, wenn auch winzige Fliegen entdeckte. Verdammt! Trauermücken! Zum Ko**en!

Ich ließ mich also erstmal auf der Terrasse nieder und rettete, was zu retten war. Eigentlich waren die Pflänzchen noch zu klein zum Vereinzeln, aber egal. Wurzeln abgespült und in andere Erde und Töpfchen gesetzt. Was noch nicht gekeimt, aber erst vor kurzem gesät worden war, landete in Quarantäne. Diese verfluchte Anzuchterde…

Die großen Chilipflanzen sind übrigens auch von der Schwester, die deutlich früher gesät hat als ich.

Anschließend räumte ich meine Garnelenschalen- und Fischrestesammlung aus der Gefrierung, die ein mittlerweile recht beeindruckendes Ausmaß angenommen hatte. Ich friere die immer ein und warte, bis ich eine brauchbare Menge zusammen habe.

Daraus setzte ich Krustentier- und Fischfond an. Anschließend gab es eine kleine Fotorunde durch den Garten. sehr hübsch momentan:

Mandelbäumchen und Pfirsich sprießen, der Rhabarber macht schon einen recht ordentlichen Eindruck, der Holunder kriegt Blätter und überall wachsen Duftveilchen. Sogar im Rasen. Macht ja nix. Schööön! Das einzig Blöde: Irgendwem scheint der Bärlauch zu schmecken, der gerade ganz ordentlich kommt. Da waren etliche Blätter angeknabbert. Wenn ich dich erwische, Freund!

Und jetzt. Jetzt begebe ich mich zu meinem Kräuterquark. Der ist mein Freund!