Da ist das Wetter doch heute tatsächlich so sonnig wie angekündigt. Unfassbar. Und doch kann man nicht draußen sitzen, weil es so wahnsinnig windig ist. Verdammt! Und abends kohlenhydratfrei essen kann man auch nicht, wenn man parallel an seinen Bratkartoffelskills arbeitet. Zur Begrüßung des Gatten, der am Freitag nach fünf Tagen, die kulinarisch gesehen selbst einer deutschen Kantine unwürdig gewesen waren, aus Rom zurückkehrte, gab es Spargel, Lachs und ebendiese Kartoffeln. Und eine Orangensoße mit Thymian. Um genau zu sein mit Zitronenthymian aus dem Garten. Der gibt sich nämlich gerade große Mühe, der Kleine. weiterlesen

Woher kommt der Begriff?! Ging mir gestern so beim Kochen durch den Kopf. Nicht, dass es Spinat zu den Wachteln gegeben hätte… Wikipedia meint:

Etymologie
Der Begriff ist seit etwa 1850 bezeugt. Der Wortteil „Spinat“ stammt wahrscheinlich aus dem süddeutschen Dialekt und geht wohl auf die Redewendung „spinnete Wachtel“ zurück. Das Wort spinnet kann sowohl „verrückt“ als auch „(spindel-)dürr“ bedeuten. Die Wachtel ist metaphorisch zu verstehen und spielt auf die Vogelart an.
Die Brüder Grimm weisen den Wortgebrauch mit der Bedeutung „altes, grimmig aussehendes Weib“ aus dem Danziger Dialekt nach.“

So, so… „Altes, grimmig aussehendes Weib“ also… Gibt’s hier nicht. Weder noch! Pah! weiterlesen

Zum Abschluss der Osterfeierlichkeiten gab es die an Karfreitag erworbenen Lammlachse mit scharfem Gemüse. Die Lachse waren in Knoblauch, Thymian und Olivenöl mariniert und eingeschweißt, sous vide gegart (memo to myself: 57°C / 50 Minuten) und anschließend kurz angebraten. Salz und Pfeffer darüber gemahlen – ein Hochgenuss! Und das beste daran: Ich habe noch zwei fertig marinierte (diesmal mit Knoblauch und Rosmarin) gebunkert. Ich Fuchs! weiterlesen

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„Oh, Anselm boy, the pipes, the pipes are calling,
From glen to glen and down the mountain side;
The summer’s gone, and all the roses falling;
It’s you, it’s you must go, and I must bide…“

Nachdem heute morgen kein Anselm vom Dach sang, stutzte ich schon. Als ich kurz darauf Unmengen von schwarzen Federn hinterm Haus fand, war es klar: Eine von den hirntoten Nachbarskatzen hat Anselm geholt. Ich hasse erstmal alle. Blödes Pack!

„Lieber Anselm, ich persönlich werde dich als Amsel und Vertrauten vermissen. (…) Wir konnten uns immer aufeinander verlassen. Du warst streitbar, empfindsam, nachdenklich, verlässlich, treu. Du wirst sehr fehlen.“

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Ein großer Vogel ist von uns gegangen. Er hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen sein wird. Wahrscheinlich haben seine Freundlichkeit und seine Arglosigkeit ihn das Leben gekostet. Jetzt singen gerade alle anderen Amseln. Und er antwortet nicht mehr. Er hinterlässt eine Frau und – hoffentlich – einige Eier. Mach’s gut, Anselm!

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Schluchz… Themenwechsel. Das hat mich echt runtergezogen an meinem ersten freien Tag.

Mein erster freier Tag bestand dann am Ende aus Kompost anschleppen, Hochbeet auffüllen und Frühbeet montieren. Der Gatte hatte schließlich Pläne, nachdem er jetzt wieder einigermaßen auf dem Damm ist. Die Hochbeete sind in einem Jahr extrem abgesackt. War klar. Bevor sie jetzt neu bepflanzt werden können, müssen sie aufgefüllt werden.

Beet Nummer drei war als erstes dran. Die Erdbeeren des Gatten mussten geborgen und später wieder eingepflanzt werden. Zwei Fahrten zur Kompostierungsanlage genügten. Und etwas Blumenerde. Und reichlich Hecken- und Staudenschnitt.

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Am Ende bauten wir noch das Frühbeet zusammen und befestigten es im Hochbeet. Ab morgen dürfen ein paar Pflänzchen darin die Sonne genießen.

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Was aber unbedingt heute noch verbloggt werden muss, ist das Rezept für die Bärlauchnudeln von gestern. Die waren wirklich sensationell. Wir hatten geschmorte Lammhüfte dazu. Köstlich!

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Und das Beste: Es gibt noch Reste von Nudeln und Soße für heute. Und Lammlachse. Hier das Rezept:

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BÄRLAUCHPASTA
Zutaten:
2 Eier
1 Bund Bärlauch (etwa 50 Gramm)
300 g Pastamehl (65% Mehl Type 00, 35% Hartweizengrieß)
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Alle Zutaten verkneten, walzen, schneiden, in Salzwasser garen.
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Herrlich grün, herrlich frisch, herrlich herrlich! Aus dem letzten Bund Bärlauch – und aus dem im Garten – mache ich auf alle Fälle Pasta. Besser geht es nicht.

„… But come ye back when summer’s in the meadow,
Or when the valley’s hushed and white with snow;
I’ll be here in sunshine or in shadow;
Anselm boy, Oh Anselm boy, I love you so…“ (wahlweise von Sinead O’Connor oder Johnny Cash – YouTube-Links! Zum Aktivieren der Videos musst die Links anklicken. Ich weise dich hiermit darauf hin, dass nach der Aktivierung Daten an den jeweiligen Anbieter übermittelt werden.)

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Ich bin ja generell so mehr der Typ, dem man „einen vom Pferd“ erzählen kann. Und der es dann glaubt. Aber, dass das da oben Vitelotte sind, glaube ich nicht. Auch wenn sie mir als solche verkauft wurden. Ich habe sie auch nur mitgenommen, weil mir klar war, dass es keine sind. Klingt seltsam, ist aber so.

Ich denke, dass sich mein Verdacht nach dem Aufschneiden bestätigt hat. Das sind wohl eher „Blauer Schwede“. Und die suche ich schon ewig. Zwei davon werden definitiv im Beet landen. Falls sie schmecken.

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Immerhin entstamme ich von beiden Seiten zwei alteingesessenen Bauerngeschlechtern. Mir macht man keine Vitelotte für einen Blauen Schweden vor. Am gestrigen Ostersonntag wurden etliche Fotoalben gewälzt und unter anderem dieses wundervolle „Juhuuu! Zwillingskälber!!!“-Foto zu Tage befördert. Das sind meine Großeltern von der Mosel. Oma Käthchen und Opa Toni. Wer das – jetzt nicht so wahnsinnig professionelle – Foto im Kuhstall geknipst hat, weiß man nicht mehr so genau.

Nach gestern habe ich jetzt jedenfalls beschlossen, bei passender Gelegenheit mal alte Fotos und alte Geschichten auszugraben. Da ist so viel – und es wird irgendwann verschwinden. Vielleicht kann man ja etwas dagegen tun. Mein Opa war ein großer Geschichtenerzähler. Und ich habe ein gutes Gedächtnis. Noch…

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Den Hefekranz gab es gestern als Ostergeschenk. Wenn jemand gescheites Hefegebäck herstellen kann, dann ist es meine Mutter. Der schmeckt wie er aussieht.

Der Gatte hat leider nach wie vor seine Appetitlosigkeit nicht überwunden. Ich werde heute versuchen, ihn mit Jacobsmuscheln und Lammfilets wieder auf den rechten Weg – also an den Esstisch – zurückzuführen.

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Derweil wird die Anzuchtecke in meinem Zimmer stetig voller. Gestern wurden noch einige Pflänzchen mit der Schwester getauscht. Leerer wurde es dadurch nicht wirklich.

Zurück zu den Kartoffeln. Aus denen wurde Püree. Nicht ganz so lila wie von Vitelotte, aber zartlila.

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Dazu die Lammfilets – bereit zum Sous-vide-Garen. Immer etwas schwierig, weil unglaublich klein und zart. Aber das kriege ich schon irgendwie hin. Hoffe ich.

Vorab gibt es Jacobsmuscheln. Auf Fenchel und Kräuterseitlingen. In Sahne und Safran gegart. War mal so eine Idee. Mal gespannt, ob es schmeckt. Ich begebe mich dann mal wieder in die Küche. Das Ergebnis gibt es dann später oder morgen.

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