Ich weiß nicht, wie lange ich versucht habe, dieses Brot zu backen. Immer wieder stieß ich auf irgendein Rezept, testete es – und weinte anschließend hemmungslos. Aus unterschiedlichen Gründen. Keins war so wie es sein soll. Wir schienen nicht füreinander bestimmt zu sein. Und jedes Jahr kaufte ich mir eins (oder zwei…) im Gozo-Urlaub in unserer Lieblingsbäckerei in Nadur. Und bekam es trotzdem hinterher wieder nicht hin. Ich hab’s mit Sauerteig probiert. Ich hab’s mit Hefe probiert. Nix!

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Ende Juni ging nicht viel. Ich schleppte mich den ganzen Tag zwischen den beiden Ventilatoren im Haus hin und her. Den in meinem Homeoffice schleifte ich abends mit letzter Kraft ins Schlafzimmer, richtete ihn aufs Bett aus und machte den Seestern. Wessen hirnrissige Idee war es denn nur, mir den heißesten Geburtstag seit ich denken kann, zu bescheren?!

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Seit dem Besuch im Weinhaus Wilhelmi vor vier Wochen sind da Notizen auf meinem Handy. Für einen Spundekäs mit Butter im Rezept. Ich stellte mir das – als Zugezogene! – bisher irgendwie eklig vor. Nachdem ich es gegessen hatte, war ich bekehrt. Logischerweise wird die Sache damit auch deutlich “nahrhafter”, um es mal vorsichtig zu formulieren. Aber man snackt davon ja auch nur etwas zum Wein und haut sich nicht gleich ein Pfund als Hauptgang rein.

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Und schon ist er wieder dahin, der Mai. Er spargelte lustig vor sich hin. Das Wetter wechselte von lahm über spannend zu sommerlich. Ähnliches passierte parallel mit meiner Arbeitssituation. Ein Silberstreif tauchte am Horizont auf. Und er wuchs sich zu etwas sehr Gutem aus. Ein Abend mit den Kollegen in Mainz sorgte zusätzlich für gute Stimmung.

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