Nie mehr dritte Liga…

Schon wieder drei Tage Blog-Pause. Diesmal unfreillig und mit schlechtem Gewissen. Und hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass ich drei Abende lang mit Bildbearbeitung beschäftigt war. Knapp 1000 Fotos vom sonntäglichen Doppelspieltag warteten darauf, durchgeschaut, ausgemustert, zugeschnitten und hochgeladen zu werden.

Unser grandioses Farmteam hat am Sonntag in Kaiserslautern endgültig den Aufstieg von der Regional- in die 2. Bundesliga in trockene Tücher gebracht. Da kamen dann zu den Spielfotos noch die Sektspritzfotos und die offiziellen Mannschaftsfotos hinzu. Und am Ende dauerte alles länger als geplant.

Zudem fordert mich mein Haupt-Broterwerb gerade heftig. Die Urlaubszeit erschwert die Sache dann gleich in doppelter Hinsicht.
Hinzu kamen einige Schwierigkeiten logistischer Art zum Start des neuen Schuljahres. Am ersten Schultag musste Max erst um 11 Uhr in der Schule sein. Er beschloss noch in sonntäglicher Aufstiegseuphorie, die ca. 15 Kilometer mit dem Rad zurückzulegen. Prinzipiell eine gute Idee, aber der Untertaunus ist ja nun nicht gerade für seine topfebene Topografie bekannt. Die Sache ging dennoch glatt, aber am nächsten Tag sollte nun doch lieber der Bus getestet werden.

Der Herr stand also um 7:16 Uhr fahrplankonform an der Haltestelle – aber es kam kein Bus. Um 7:30 Uhr war klar, dass nun nur noch ein beherzter Radritt helfen konnte. Blöderweise verfuhr er sich in der morgendlichen Hektik zweimal und landete jeweils in unbekannten Gefilden, von denen zwar nicht klar war, wo genau sie lagen, aber dass sie definitiv am Vortag nicht durchfahren worden waren. Mit etwas Verspätung und schweißgetränkt begann der zweite Schultag nicht gerade erfolgversprechend.

Da ich bereits mittags Feierabend hatte, erklärte ich mich bereit, den Unglücksraben auf dem Heimweg an der brutalsten Steigung einzusammeln und ins Auto zu verladen. Die Idee war auch nicht schlecht, wenn ich mich bei der Durchführung nicht auch noch mehrfach verfranst hätte. Wir sind halt „neu hier“…

Letztendlich gelang es mir dann doch noch, mein wertvolles Genmaterial, das sich unterdessen malerisch am Straßenrand sonnte, aufzufinden und nach Hause zu bringen. Bei genauerer Untersuchung der Haltestellensache fanden wir dann heraus, dass der Busfahrer wohl offensichtlich kein gesteigertes Interesse daran hatte, die direkt in der Nähe unseres Domizils befindliche Haltestelle anzufahren, da dies ein Wendemanöver nach sich gezogen hätte. Danke, Verkehrsplanung!

Aus Sicherheitsgründen verlagerte Max deshalb heute morgen seine ÖPNV-Aktivitäten auf die Haltestelle vorher, was zur Folge hatte, dass es diesmal weder zu Verzögerungen noch zu anstrengenden Radtouren kam. Der Busfahrer umfuhr jedoch auch heute die gestern bereits ignorierte Haltestelle. Da werden wir doch vielleicht mal bei der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft anklopfen müssen…

Highlight des gestrigen Tages übrigens: ein Artikel in der FAZ. Auf Seite 41 in „Mikrokosmos mit Aussicht und Bäcker“ ging es um eine Autobahnraststätte an der A5 in der Nähe von Frankfurt. Bei den Beschreibungen der Besucher fiel besonders ein Satz schmerzhaft ins Auge: „Red-River-Rüde Balduin wirkt unzufrieden mit der kleinen Rasenfläche hinter der Rastanlage.“ Wer bitte?! Nach dem zweiten und dritten Lesen beschloss ich, dass mir diese wahrscheinlich extrem seltene Hunderasse völlig unbekannt ist, und dass es sich bei Balduin keinesfalls um einen Retriever-Rüden handeln konnte. Die FAZ hat ja sicherlich ein überaus kompetentes und fähiges Korrektorat! Sollte ich mich in dieser Hinsicht jedoch täuschen, gehe ich davon aus, dass der gute Balduin darüber wohl deutlich enttäuschter sein dürfte als über die zu kleine Rasenfläche hinter der Rastanlage. Retriever sind nicht die dümmsten Hunde…

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