Montag, 8. februar 2010
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/2010
15:32
Nach ein paar Telefonaten (Der Herr Bauleiter klingelte beispielsweise bereits heute morgen um 7 Uhr an!) und intensiver
Fehlersuche haben wir die undichte Stelle in der Dusche immerhin lokalisiert. Der Bauherr hat bei seinen Tests zwar nochmals die Küche geflutet, aber das ließ sich leider nicht vermeiden. Und dann:
Volltreffer!
Der Grund für die Undichtigkeit liegt offensichtlich darin begründet, dass das zugehörige Dichtmaterial (jeweils ein Eimer Wedi fundo pro Dusche oben und unten) vor dem
Fliesen nicht ordnungsgemäß angewandt wurde. Ich erinnere mich noch gut, dass der eine Eimer irgendwann geleert und zweckentfremdet anderen Tätigkeiten zugeführt wurde. Der zweite Eimer stand mit
dem Großteil des Dichtmaterials ewig in der Gegend herum. Wahrscheinlich befindet er sich immer noch im Technikraum. Das müsste man dann jetzt wohl einmal prüfen.
Lubor kommt jedenfalls morgen Mittag vorbei, um sich der Sache anzunehmen. Am Ende ist er tatsächlich der "Schuldige". Die Sache muss jedenfalls von Grund auf bereinigt werden, was
höchstwahrscheinlich bedeutet, dass sowohl Mosaikfliesen für mehrere hundert Euronen als auch beide Duschkabinen erstmal entfernt werden müssen. Die Fliesen müssen komplett neu verlegt und die
Glasabtrennungen anschließend möglichst ohne größere Flurschäden wieder montiert werden.
Von den Boden- als auch von den Wandfliesen gibt es noch Restbestände, aber die Mosaikfliesen müssen anschließend neu bestellt und verlegt werden.
Wer am Ende für alles aufkommen muss, wird sich morgen zeigen. Ich vermute allerdings, dass es sich tatsächlich um einen Lubor-Fehler handelt. Damit hätte wirklich niemals jemand gerechnet. Nun
denn. Er wird es richten müssen.
Größere Wandflutungen sollten eigentlich nicht stattgefunden haben, sodass zumindest nicht noch weitere Räume betroffen sein sollten. Der Dreck und das bevorstehende Chaos in den Bädern genügen
allerdings auch, um einem die Laune zu vermiesen.
Lustigerweise traf gerade heute mit der Post ein Weinkatalog aus Frankreich ein. Die witzigen Franzmänner offerieren uns ausgerechnet jetzt erlesene Tropfen zum Preis der Außenanlagen. Albern
kichernd gaben wir uns kurz dem Gedanken hin, eine Kiste Château Le Pin von 2005 à 6 Flaschen für dezente EUR 14.710,- (immerhin EUR
3.268,89 / Liter!) zu ordern, um uns an einem einzigen Abend sämtliche Pflasterarbeiten, Bepflanzungen und den gesamten Carport in flüssiger Form durch den Kopf gehen zu lassen bzw. uns damit
standesgemäß hinzurichten.
Netter Gedanke. Zumindest ganz kurz mal. Am Ende bleibe ich beim billigen Rioja und der Bauherr beim alkoholfreien Bier. Was bleibt einem schon in Krisenzeiten außer Träumen - wenn man nicht
zufällig Risikomanager ist oder sich in einem ähnlich sinnlos-lukrativen Beschäftigungsverhältnis befindet? ^^
"Zwei Mann auf des toten Manns Kiste,
Ho ho ho und 'ne Buddel mit Château!
Zwei Mann schrieb der Hausbau auf die Liste,
Rotwein und Hausbau brachten alle um! Ja!
Zwei Mann auf des toten Manns Kiste,
Ho ho ho und 'ne Buddel mit Château!
Zwei Mann schrieb der Hausbau auf die Liste,
Rotwein und Hausbau brachten alle um! Ja!
Rotwein und Hausbau brachten alle um"
von MrsFlax
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Sonntag, 7. februar 2010
7
07
/02
/2010
13:55
Wie war das noch mit dem "positiven Denken"? Und mit "Wenn die Nacht am
tiefsten ist, ist der Tag am nächsten"? Und überhaupt mit dem ganzen "Licht am Ende des Tunnels"-Quark?! Genau! Man muss nur dran glauben...
Der Versuch, der Wasserschaden-Sache etwas Gutes abzugewinnen, ist nicht ganz geglückt, aber beim Spaziergang auf dem Forellenweg eben, fanden wir zumindest einige Vorteile der Situation:
1. Das Haus kann viel schwerer in Brand geraten, wenn die Böden und die Wände nass sind.
2. Man muss nicht extra ins Bad, um zu duschen. Das geht jetzt auch in der Küche.
3. Die bisher eher selten genutzte EG-Dusche wird nun wenigstens etwas stärker frequentiert werden.
4. Die Bauphase ist doch noch nicht abgeschlossen. Es bleiben Gründe, weiterzubloggen.
5. Der Schaden entstand gleich zu Anfang der Garantiezeit. Da bleiben nicht viele Möglichkeiten, uns die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben.
6. In derartigen Schocksituationen darf man schon mal das ein oder andere Glas Rotwein trinken - ohne schlechtes Gewissen!
7. Aufregungen dieser Art erhöhen den Energieumsatz des Körpers. Ärgern macht schlank!
8. Wir erhalten höchstwahrscheinlich die Chance, unsere gesamte Badplanung nochmals zu ändern.
9. Das Klima im Holzhaus wird durch die Feuchtigkeit enorm verbessert. Atemwegserkrankungen sollten seltener auftreten.
10. Durch das warme Duschwasser, das in den Estrich eindringt, erhält die Fußbodenheizung wertvolle Unterstützung und ist nicht mehr allein für das Aufwärmen der Fliesen im Badbereich
verantwortlich.
Wenn man sich diese oft genug vor Augen führt, wirkt alles gleich weniger schlimm.
Morgen wird sich der Gutachter bei uns melden. Mit diesem wird dann das weitere Vorgehen zu besprechen sein. Am Rande bemerkt: Mit dem Wissen von heute hätten wir diesen gleich von Anfang an
einschalten und jedes einzelne Gewerk abnehmen lassen sollen. Das hätte die Probleme, die wir jetzt haben, möglicherweise gar nicht erst entstehen lassen.
Nun. Hinterher ist man immer schlauer. Aber das nutzt dann ja nun auch nichts mehr. Da kann man dann nur noch hoffen, dass dem Problem das gleiche Schicksal bevorsteht, das unser Schneemann gerade
hinter sich hat.
von MrsFlax
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Samstag, 6. februar 2010
6
06
/02
/2010
20:27
Nein. Die Schneeschmelze hat nicht den Rhein über die Platte (immerhin 500 m über NN) schwappen lassen. Heute war der Tag der
großen Krise.
Während Max um die Mittagszeit gutgelaunt im OG unter der Dusche stand, begann es in der Küche zu tropfen. Und das nicht zu knapp. Durch die offene Holzbalkendecke (siehe Foto links).
Bereits vor ca. zwei Wochen war mir aufgefallen, dass eine Tupperware-Schüssel, die neben dem Herd stand, seltsamerweise mit Wasser gefüllt war. Ich schob es auf einen Rest aus der
Spülmaschine.
Letztes Wochenende war plötzlich wieder Wasser in zwei Schüsselchen, die an der gleichen Stelle standen. Wir wurden mißtrauisch. Eine genauere Untersuchung ergab, dass die Decke absolut trocken
war. Die sichtbaren Ränder des Wasseraustritts wurden nach längerem Hin und Her als seltsame Maserung im Holz ad acta gelegt.
Bis heute. Da stand der Bauherr brotbackend in der Küche und hörte plötzlich ein Tropfgeräusch. Und stieß schließlich auf die Quelle des Übels. Direkt unter der Dusche tritt Wasser aus der Decke
aus. Max wurde sofort zum Abbruch seiner Körperpflege-Tätigkeiten gezwungen. Das Tropfen endete. Panik brach aus! In Großbuchstaben: WASSERSCHADEN!!!
Der Bauherr entwickelte einen strengen Schlachtplan, der mich zwang, zumindest vorübergehend die Nerven zu bewahren. Fotografieren, Fotos bearbeiten, Fotos mailen. Keine Zeit für Hysterie.
Anschließend wurde telefoniert. Lubor gab gute Tipps und organisierte einen Gutachter. Der Herr Bauleiter und der Herr Architekt waren mal wieder nicht zu erreichen. Ein Anruf beim Inhaber unserer
Baufirma ergab erst ebenfalls kein Ergebnis, dann aber immerhin einen Rückruf.
Er wird sich ab Montag selbst der Sache annehmen. Wo genau der Fehler liegt, lässt sich schwer orten. Unser Tipp ist der Ablauf der Dusche, da das Abwasserrohr sich genau über der tropfenden Stelle
befindet. Auf alle Fälle muss ein Gutachter her, um festzustellen, was der Grund des Schadens ist und welchen Umfang dieser letztendlich hat. Falls die Dämmung in den Außenwändern betroffen sein
sollte, muss eben alles wieder zerlegt werden. Am Ende gar meine schöne Küche!!!
Eigentlich dachten wir, dass nun nur noch die Arbeiten an den Außenanlagen vor uns lägen, aber das scheint ja wohl doch nicht so zu sein. Es ist echt der Horror. Aber Heulen und Zähneknirschen
bringt uns nicht weiter. Es gilt, das Leck zu finden. Und den Verursacher. Und schließlich die Sache zu korrigieren.
Es ist aber trotzdem zum Verzweifeln. Zumindest gerade jetzt.
von MrsFlax
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Freitag, 5. februar 2010
5
05
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/2010
17:50
Wochenende! Juhuuu!!!
Aber vorher gab es noch schlimme Prüfungen zu bestehen. Wie verkraftet man beispielsweise ein Auto, das vor einem an der Ampel steht, und bei dem direkt vor dem Auge des entsetzten Beobachters
hinten der Namen des jüngsten Beifahrers auf der Heckscheibe prangt? An sich schon schlimm genug. Unerträglich allerdings, wenn dort "Tyler Shaun" steht! Aua...
Noch ein Beispiel für besondere seelische Grausamkeit: Morgens um 6:30 Uhr im Büro unbedarft und einigermaßen fröhlich eine Kundenmail zu öffnen, die mit dem Satz endet: "Nochmals 'Sorry', Frau
Flax. Da war ich wohl etwas verwirrt. Muss am Wetter in der Karibik liegen..."? Waaaaaah!!!
Auch übel: per SMS zu erfahren, dass Ulle sich beim Interview anlässlich der Kölner Schokoladenmesse mal wieder völlig 'verformuliert' hat (irgend ein irres Gestammel über "Schockolade auf
Körperfrauen") und den Ausschnitt nicht auf youtube zu finden. Kann das bitte mal jemand hochladen?! Aber zackig!
Dauerschlimm: Meine Kollegin neben(dr)an (Achtung! Hammer-Wortwitz!), die leider unter einer akuten Akkusativ-Nominativ-Schwäche leidet und den ganzen Tag in Sätzen wie "Welchen Betrag ist das
bitte?" oder "Kann ich mal der Herr Müller sprechen?" oder "Kannst du mir ein Kaffee mitbringen?" redet. Nach sechs Stunden regiert dann hartnäckig nur noch ein Satz das
gemarterte Hirn: "Reicht mir bitte mal einen Bolzenschussgerät!"
Unerfreulich auch das Wetter. Der Schnee taut so langsam weg, aber wenn man schon auf den letzten Drücker aus dem Bett fällt, gibt es sicher angenehmere Möglichkeiten hellwach zu werden, als durch
den Adrenalinstoß, der durch den unwilligen Körper peitscht, wenn man sich beim Verlassen des Hauses fast den Hals bricht, weil vor der Tür eine einzige Eisfläche auf einen wartet. Danke auch! Ein
Kaffee wäre mir lieber gewesen.
Nebenbei: Liest bei focus online eigentlich jemand Korrektur? Wenigstens die Überschriften?
Falls es mittlerweile korrigiert sein sollte - hier ein Screenshot. Was ist das? Ein gerade entdeckter
Bruder des schlappohrigen StarWars-Meisters?
Und dann die google-Suchanfrage des Tages: "Was soll ich tun?" Ja, was weiß ich denn! Mir doch egal! Frag' mich morgen nochmal!
Es gibt so Tage, da kann man es einfach nicht fassen. Egal! Freitag. Wo-chen-en-de!
von MrsFlax
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Donnerstag, 4. februar 2010
4
04
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/2010
20:52
Is it a plane? No, it's a Norbert! Er ist zurück. Und er hatte
offensichtlich mächtigen Hunger. Das Abschmelzen der Schneemassen auf Grundstück und Terrasse hat ihm ermöglicht, zu seinem Napf zurückzukehren. Norbert-Schatziiiii!
Mißtrauisch beäugt vom Bauherrn (O-Ton: "Wenn die kleine Ratte die Terrasse versaut, ...") geriet ich beim Anblick frisch geknackter Sonnenblumenkerne regelrecht in Euphorie.
Er lebt! Und es geht ihm gut!
Viel Zeit, mich darüber zu freuen blieb nicht. Max musste nach Mainz. Eine Einladung von Doris Ahnen in den Landtag mit anschließendem Imbiss als Anerkennung für das Erringen des
Junioren-DM-Titels.
Die Herren fanden es nicht so wahnsinnig prickelnd und hoffen, dass die kommenden beiden Ehrungstermine (Stadt Mainz und Landessportbund) spannender werden. Immerhin musste bereits ein weißes Hemd
angeschafft werden. Wir werden sehen...
Nach dem Landtagstermin stürzten wir uns noch in den seit Jahren eigentlich nicht mehr existenten WSV, um Max eine Winterjacke zu kaufen. Die im Herbst erstandene sieht mittlerweile aus wie ein
aufgeplatzter Fernsehsessel. Da fusselt überall die Füllung raus. Seltsam...
Nach langem Hin und Her ("Du bist schlimmer als ein Mädchen!" - "Aber nicht schlimmer als du!") fiel dann doch noch eine für beide Seiten akzeptable Kaufentscheidung.
Und damit war es das auch schon für heute. Ich muss Norbert noch pitti "Grüne Ringies" rauslegen. Mal sehen, ob er die mag. Mein süßer, kleiner, wiederauferstandener Norbert!
von MrsFlax
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