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VIVE LA RÉDUCTION!

Anemone, Tomate, Spiegelei & Flusspferd

This blog proudly presents: die erste Anemone, die unseren Garten überlebt hat. Sogar im Winter. Und jetzt blüht sie. Da könnte ich den ganzen Tag davor sitzen, was aber leider nicht möglich ist, da ich ja gerne auch einmal im Monat mein Gehalt überwiesen bekäme. Und das kann die Anemone nicht. Schade.

Auch mit Tomaten werde ich leider meinen Lebensunterhalt nicht bestreiten können, obwohl sich hier gerade die ersten rot färben. Wurde auch langsam Zeit.

Anemone, Tomate, Spiegelei & Flusspferd

Die Tomaten beim Frühstück am vergangenen Samstag mussten noch zugekauft werden. Ich brauchte sie für etwas, das ich schon seit einer Weile im Hinterkopf hatte, für das sich aber irgendwie nie eine Gelegenheit ergab. Vergangenes Wochenende war es dann soweit.

Memo to myself: beim nächsten Mal Silikonförmchen und mehr Fett testen. Mein Trennfett reichte nicht aus, um die Muffinform in einem benutzbaren Zustand zu hinterlassen.

Anemone, Tomate, Spiegelei & Flusspferd

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Frühstückseier im Brot-Schinken-Nest
Zutaten (für sechs Portionen):
6 Eier, Größe M
3 Scheiben Brot
6 Scheiben Schinken
reichlich Butter zum Fetten der Förmchen
6 Cocktailtomaten
grobes Meersalz
Pfeffer aus der Mühle
Schnittlauch, gehackt
Zubereitung:
Muffinform oder -förmchen fetten. Brot mit einem Dessertring ausstechen (jeweils zwei Kreise aus einer Scheibe Brot). Brotkreise in die gefetteten Förmchen drücken. Jeweils eine Schinkenscheibe einlegen.
Dabei möglichst so verfahren, dass wenig Eiweiß in die Form laufen kann. Eier anschließend hineingeben - jeweils eins pro Förmchen.
Ab in den Ofen! Bei 175°C etwa zwölf Minuten abbacken. Kurz vor Ende der Backzeit die Cocktailtomaten halbieren und jeweils zwei Hälften in ein Förmchen geben.
Wenn das Eiweiß gestockt, das Eigelb aber noch flüssig ist, Ofen ausschalten. Schnittlauchröllchen, Salz und Pfeffer darüber geben. Sofort servieren.  
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Anemone, Tomate, Spiegelei & Flusspferd

So simpel wie lecker - und auch in größeren Mengen zuzubereiten. Perfekt für ein ausgedehntes Frühstück oder einen Brunch. Dazu hatte ich noch Blätterteigschnecken mit Ziegenfrischkäse-Räucherlachs-Füllung hergestellt, die auch recht gut ankamen. Und gefüllte Eier. Und Bratwurstbällchen. Könnte man öfters mal machen. Das war nicht schlecht. 

Anemone, Tomate, Spiegelei & Flusspferd

Sonntag war ich dann mit dem Übernachtungsneffen im Opelzoo. Schön war's. Richtig schön. Wir wollten eigentlich samstags hin, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Da blieb nur Indoor-Monopoly.

War auch auszuhalten. Ich habe sogar gewonnen. Man fasst es nicht. Das letzte Mal, dass ich da einen Stich gemacht hatte, ist so lange her, dass ich mich nicht mal mehr an das "Yeah! Monopoly-Sieger!"-Gefühl erinnern konnte. Der Neffe erwies sich als ausgesprochen guter Verlierer. Wir lachten uns zwischendurch schlapp.

Anemone, Tomate, Spiegelei & Flusspferd

Da ich ja nun eine Jahreskarte für den Opelzoo habe - Geburtstagsgeschenk des Gatten! -, werde ich in diesem Jahr sicherlich noch ein paarmal durchstarten. Das neue Elefantengehege ist toll geworden.

Nur Max ist weg. Der wurde nach Hannover transportiert, nachdem Tana gestorben war. Aber es sollen wohl irgendwann wieder Flusspferde kommen. Nämlich dann, wenn ein neues Gelände für sie gebaut wurde. Vielleicht kann ja ein Bewohner dieser herrlichen Stadt Max in Hannover mal besuchen und ihm Grüße ausrichten. Ohne ihn fehlt was. Schnief.

Anemone, Tomate, Spiegelei & Flusspferd

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Published by MrsFlax - - In der Küche

... und dann stolperte die Revolution über die Fruchtendfäule!

Was für ein blöder Tag! Erst eine zeitraubende und überflüssige Teamsitzung im Büro, die für nichts als Ärger sorgte, weil eine einfache Sachbearbeiterin der Meinung war, dass acht Stunden ihrer wertvollen Lebenszeit pro Tag für die Firma genügen müssten.

Und nach Ausführung ihrer Meinung fühlte sie sich ein ganz klein wenig wie ein weiblicher Spartakus für Arme. Und ausnahmsweise hielten mal nicht alle anderen die Klappe, sondern schlossen sich an. 

Und weil diese Mitarbeiterin dann frecherweise auch noch der Meinung war, dass die Firmenleitung nicht zwingend wissen müsse, ob sie anschließend per App Waldlaufduelle mit Kollegen austrage oder einfach nur faul auf dem Sofa liege.... ach...  'nuff said!

... und dann stolperte die Revolution über die Fruchtendfäule!

Aber jetzt mal ernsthaft: Hat es eben diese aufopferungsvolle und für die gute Sache streitbare Mitarbeiterin etwa verdient, erschöpft vom Klassenkampf nach Hause zu kommen und das hier vorzufinden: Stoffwechselkrankheiten im Tomatenbeet! Nein, oder?! Nicht wirklich.

Manchmal ist das Leben echt hart. Ob für Rosa Luxemburg oder für Gärtner Pötschke.

Nach dem blöden Pilzkram kann ich jetzt also auch noch an die Fruchtendfäule einen Haken machen und gelangweilt gähnen. Hatten wir schon... Böh...

... und dann stolperte die Revolution über die Fruchtendfäule!

Allerdings sprach dann nach einem kurzen Augenblick der inneren Einkehr - der fast unmittelbar auf einen längeren Augenblick überbordenden Selbstmitleids und unbarmherziger Wut folgte - eine kleine Stimme zu mir: Haltet ein, gestrenge Gärtnerin! Denkt noch einmal kurz nach!

Und dann antwortete nach kurzem Überlegen eine andere Stimme: Vollkommen richtig! In meinem Beet ist nämlich nicht nur Platz für Hochleistungstomaten, die in bester neoliberaler Manier in permanentem internem Wettkampf um die dicksten Früchte stehen. Nein!

In meinem Tomatenbeet ist Platz für alle: Dicke und Kleine, Rote und Gelbe, Hoch- und Minderleister. Und jede hat ihre Berechtigung und behält ihren Platz. Sogar die mit Fruchtendfäule. Morgen gibt's Kalzium, Baby! Das wird schon wieder.

... und dann stolperte die Revolution über die Fruchtendfäule!

Und ich bin auch nicht bereit, einem dicken, fetten Ochsenherzen mehr Respekt entgegenzubringen als einer winzigen Cocktailtomate. Nein. So läuft das hier nicht!

Falls das jetzt allerdings eine meiner Tomaten lesen und für einen Freibrief in Sachen "Was könnte ich mir denn sonst noch mal so einfangen...?!" halten sollte: Freunde des Nachtschattens! Bei einem verstehe ich nach wie vor keinen Spaß: Stengelfäule. Also. Obacht! 

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Published by MrsFlax - - Politics, Im Garten

Melonenbowle mit ganzen Früchten...

... wollte ich nicht daraus machen, aber die Melone aus dem Gemüsefach sollte dann kurz vor knapp doch noch verarbeitet werden. Der Gatte hatte sie angeschleppt, ich hatte sie verstaut - wir hatten sie vergessen. Gemeinschaftlich. Eine Charentaismelone, die definitiv besseres als den Kompost verdient hat.

Auf den letzten Drücker wurden daraus Melonentörtchen mit Schokokeksboden und Saure-Sahne-Crème. Und obendrauf landeten mazerierte Melonenkugeln. Memo to myself: Melonenausstecher in einer weiteren, kleineren Größe kaufen!  

Melonenbowle mit ganzen Früchten...

Das beste am heutigen Tag aber war der Regen. Nachts ging es mit einem Gewitter los, und bis Mittag kamen wir dann auf über 16 Liter / Quadratmeter. Juhuuu! Besonders das Heu - formerly known as Rasen - freute sich. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein, aber heute Abend sieht es bereits viel grüner aus als gestern.

Was mir auch noch in die Hände fiel und weg musste, war eine Räucherforelle. Und da das Abendessen für heute durch Reste von gestern eigentlich bereits stand, bastelte ich halt zusätzlich noch eine Vorspeise. Erst wollte ich als Sockel Reibekuchen, aber dann schwenkte ich auf Polenta um. Der Maisgrieß lungert auch schon viel zu lange nutzlos im HWR rum.

 

Melonenbowle mit ganzen Früchten...

In der Polenta landeten Erbsen. Schon wegen der Farbe. Und dazu gab es Zwiebelmarmelade und karamellisierte Kirschtomaten. Und ein bißchen in Balsamicoreduktion geschwenkten Rucola aus dem Garten. Das war sehr lecker.

Die Polenta selbst wurde nach diesem Rezept hergestellt - bloß, dass ich den Spinat durch Erbsen ersetzte und an den Gewürzen ein wenig herumfriemelte. Schön knusprig angebraten, die leicht erwärmte Räucherforelle darauf. Mjam!

Schade, dass das Wochenende vorbei ist. War so nett irgendwie. Sogar mit Regen und Abkühlung. Was will man mehr?!

Melonenbowle mit ganzen Früchten...

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Published by MrsFlax - - In der Küche

Eines der letzten Abenteuer der Menschheit

Und ich habe es vergangene Woche in Angriff genommen: Artischocken zubereiten. Im Prinzip hat am Ende die Artischocke mehr mich zerlegt als ich sie. Und zwar in eine Mischung aus YouTube-Videos, Foto-Anleitungen und Ratlosigkeit.

Schließlich nahm ich beherzt das Messer in die Hand un schnippelte und zupfte drauflos. War gar nicht soooo schlimm - wenn man mal weiß, was da alles weg muss. Blöd nur, dass am Ende von meinen vier Artischocken nur ein kleines Häuflein übrig blieb. Der Großteil landete im Komposter.

Eines der letzten Abenteuer der Menschheit

Aus dem Rest wurde ein Risotto. Eine Artischocke pro Person, d.h. wir aßen zwei Tage davon. Es war köstlich. Deshalb war das auch nicht weiter schlimm. Mittwoch und Donnerstag. So musste ich am langen Arbeitstag nur das Regenerationsprogramm des Dampfgarers anwerfen. Perfekt!

Das Risotto wurde hergestellt, wie man halt ein Risotto herstellt. Ich habe eben gesucht und dabei festgestellt, dass ich niemals ein Risotto-Grundrezept verbloggt habe. Das werde ich beim nächsten Mal nachholen. Versprochen.

Eines der letzten Abenteuer der Menschheit

Was allerdings so einfach wie lecker ist und sofort hierher gehört, ist folgendes:

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Heidelbeer-Pastetchen mit Blätterteig
Zutaten (für zwei Törtchen):
Blätterteig aus dem Kühlschrank
2 Handvoll Heidelbeeren aus dem Garten
Zucker
1 Eigelb
Zubereitung:
Förmchen auswählen. Ich nahm Tarteletteförmchen aus Porzellan. Aus dem Blätterteig viermal den Grundriss eines Förmchens ausstechen. Förmchen fetten. Je eine Lage Teig hineindrücken. Rand hochziehen.
Heidelbeeren waschen und auf die Förmchen verteilen. Zuckern - Menge nach Geschmack. Aus den beiden restlichen Teigkreisen mit einem kleinen Ausstechförmchen (oder auch Apfelausstecher o.ä.) nach Belieben Löcher ausstechen. Teig auf die Förmchen geben. Ausgestochene Teigreste evtl. ebenfalls darauf verteilen. Mit dem Eigelb einpinseln und zuckern.
Bei 170°C Umluft in den Ofen geben und backen, bis die Kruste schön knusprig braun ist. Eis oder Schlagsahne dazu. Viel leckerer geht es nicht.
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Eines der letzten Abenteuer der Menschheit

Meine Heidelbeeren von heute reichten für eine erneute Herstellung nicht ganz aus. Ich gab noch die am Strauch hängengebliebenen schwarzen Johannisbeeren dazu. Noch leckerer als nur mit Heidelbeeren. Dazu gab es Holunderblüten- und Erdbeereis. Zum Reinlegen!

Und das geht wirklich flott, wenn man Blätterteig im Haus hat. Auch für überraschenden Besuch zum Beispiel. Könnte ja jemand vorbeikommen, mit dem man gerade mal nicht rechnet. Ist mir vor einer Woche passiert - aber da war ich zu matschig, um der lieben Tine irgendwas zu kredenzen. Ich gelobe Besserung!

Eines der letzten Abenteuer der Menschheit

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Tomatenspielchen

Am vergangenen Wochenende fand im Garten unser traditionelles jährliches Angrillen statt, dass im Prinzip auch gleichzeitig das Abgrillen für die Saison ist. Mehr als einmal pro Jahr schaffen wir irgendwie nicht. Man könnte das fast als Grillverweigerung bezeichnen.

Zu diesem Anlass wurde auch die oben dokumentierte Tomatenauswahl erworben, was zwischen Vorspeisen und Grillgang für allerlei Kurzweil sorgte. Es wurde nämlich vor der feierlichen Degustation durch die Schwester Saatgut fürs kommende Jahr sichergestellt. 

Tomatenspielchen

Das lag jetzt alles drei Tage im eigenen Saft, wurde anschließend sorgfältig abgespült und getrocknet. Was jetzt noch fehlt, sind unsere eigenen Saatguttütchen. Und daran habe ich mich heute versucht.

So ganz 100%ig überzeugt bin ich noch nicht, aber zum Eintüten der ersten Samen sollte die Erstauflage der "Sisters are seeding it for themselves!"-Packages wohl genügen. Am Design schraube ich dann bei Gelegenheit mal weiter rum. Und meine Stempelskills sind auch noch verbesserungswürdig.

Tomatenspielchen

Um die Kreativität des Tages auf die Spitze zu treiben, bastelte ich anschließend noch lustige Anhänger für die inzwischen sechs Exemplare umfassende Schnapskollektion auf der Terrasse. Man will ja am Ende noch wissen, was man genau trinkt - und nach welchem Rezept und mit welchem Alkohol es denn nun vor Wochen und Monaten produziert wurde.

Der Sauerkirschansatz besteht aus Korn, braunem Kandis, Orangenschalen, Vanilleschoten, wenig Zimtstange und - Überraschung! - Sauerkirschen. Ich muss nicht eigens erwähnen, dass ich jetzt im örtlichen "Norma" als Alkoholikerin verschrieen bin. Immerhin habe ich zur Kiste Korn noch Kandiszucker mitgenommen. Aber ich glaube, das konnte letztlich auch nicht wirklich vom Fusel ablenken und das Bild korrigieren. Hicks!

Tomatenspielchen

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Published by MrsFlax - - Im Garten

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