Saturday, 28. january 2012 6 28 /01 /Jan. /2012 14:39

26 - Schriftliches 2609Geht doch! Mein armseliger Laufversuch hätte mir vor einiger Zeit zwar noch die Schamesröte ins Gesicht getrieben, aber es begegnete mir ja niemand. War ja klar. Die Waldwege waren rutschig und teilweise vereist, während ich mich vorsichtig und im Schneckentempo durch die Gemarkung bewegte - immer in der Angst, mein Fuß könnte schlapp machen.

Tat er aber nicht. Braaav! Der Rest zählt nicht. Außer den drei WP-Punkten natürlich. Dazu sage ich mal: "Alles für den Piti, alles für den Club! Unser Leben für den Hund!"

Nach erfolgreichem Lauf standen nur noch die Zubereitung des Abendessens und die Planung der morgigen Näharbeiten an. Ich hatte schon länger mit der Idee geliebäugelt, mir eine einfache, große Umhängetasche mit Klappe zu schneidern, die auch mal zum Transport der Kamera geeignet wäre.

Irgendwann  - vor etwa 25 Jahren... *grmpf* - hatte ich mal die perfekte Tasche in der perfekten Größe. Die existiert natürlich nicht mehr, aber so ungefähr sollte die neue aussehen. Als Futter- und Klappenstoff kann ich auf einen vor einiger Zeit erworbenen Matrjoschka-Baumwollstoff zurückgreifen. Für den Rest brauche ich etwas möglichst Robustes. Das Material habe ich jetzt immerhin zusammen. Dazu morgen mehr.

Fürs Abendessen habe ich in alten Blogbeiträgen gewühlt und bin auf das hier gestoßen:  "Let's do the Rosenkohl again!" Das sollte auch mit dem gestern erworbenen Spitzkohl (Mjam! Spitzkohl!) funktionieren. Dachte ich mir so und ließ es auf einen Versuch ankommen. Auf den Schmelzkäse verzichtete ich zugunsten geriebenen Bergkäses, der noch im Kühlschrank auf seinen Einsatz wartete. Mein Spitzkohl wog etwa 650 Gramm. Das genügte auch. Ich schnippelte ihn in Streifen, nachdem ich den Strunk entfernt hatte, und ließ das Blanchieren einfach sein. Nach einer Stunde im Ofen sollte er auch so weich werden. Das ist zumindest meine Hoffnung. Auch dazu morgen mehr.



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Friday, 27. january 2012 5 27 /01 /Jan. /2012 16:45

26 - Schriftliches 6779Endlich mal wieder aktenkundige Neuigkeiten vom größten deutschen Radsportler der 70er und 80er Jahre: Dietrich 'Didi' Thurau. Der "blonde Engel" hat diesmal keinen unschuldigen Hund getreten. Nein, er hat sich auch nicht mit Entmietungen beliebt gemacht. Diesmal hat er seinen eigenen - i.ü. seit einem Radunfall querschnittgelähmten - Vater um € 50.000,- gebracht. Die Frankfurter Rundschau berichtet.

Eine wirklich großartige Verbrecherkarriere hat er da in den vergangenen 30 Jahren hingelegt. Respekt! Liegt es tatsächlich nur an den wahllos zu seiner aktiven Zeit eingeworfenen Drogen, dass ihm jetzt irgendwie keine positive Sozialprognose mehr gestellt werden kann? Man ist wirklich bei jeder neuen Meldung wieder erstaunt. Andererseits ist der Weg vom Radprofi zum Kriminellen ja nun so weit auch nicht.

Und nachdem sich 'Didi' 2006 auf faz.net noch mit "Ich habe wieder viel einstecken müssen in letzter Zeit" zum Unfall des Vaters äußerte, scheint sein Mitgefühl nach gut fünf Jahren ziemlich aufgebraucht zu sein. Jedenfalls aufgebraucht genug, um die Zahlungen der Versicherung für das vom Vater bewohnte Pflegeheim zu veruntreuen.

Vielleicht handelt es aber auch nur um eine späte Rache. Hatte nicht Vater Thurau seinen Sohn dereinst in die Autogramm-Prostitution getrieben?! Dazu ein Spiegel-Zitat aus dem Juli 1982: "Alsbald schlüpfte sein Vater Helmut Thurau in die Rolle des Managers. 'Mer koste jetzt 4000', vermittelte er seinen Didi für Autogrammstunden."

Nette Familie... Wer solche Blutsverwandten hat, braucht immerhin keine Feinde mehr. Und was lernen wir daraus? Ich meine natürlich außer "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich". Wir lernen folgendes: Wer seinem Vater einen Helm empfiehlt, tritt auch kleine Hunde. Wer trotzdem ohne Helm radelt, landet mittellos im Pflegeheim. Vielleicht ein neuer Ansatz für die allseits beliebte Helmdiskussion? 

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Thursday, 26. january 2012 4 26 /01 /Jan. /2012 17:46

35b - Netteres 6778Mein Paket ist da! Die neue Nähmaschine - juhuuu! Nachdem die alte (eine Privileg, die immerhin mehr als zwanzig Jahre auf dem Buckel hatte) bei der letzten großangelegten Nähaktion endgültig den Geist aufgegeben - und mir den letzten Nerv geraubt - hatte, habe ich mich nach längeren Überlegungen nach einem Vorschlag des Bauherren, der sich zum Thema ausführlich schlau gemacht hatte, für ein Modell der Marke "W6 - Wertarbeit" entschieden.

Die gerade inflationär von sämtlichen Discountern angebotenen (in den letzten drei Wochen alleine bei Aldi, Norma, tegut und Lidl...) angebotenen "Singer"-Modelle - alle in der Preisklasse zwischen 89,99 bis 99,99 €) und jeweils mit unterschiedlichen Namen - machten mir am Ende etwas Angst.

Die hier macht nun einen wirklich soliden und guten Eindruck und kann alles, was ich brauche. Dafür lag der Preis mit 139,99 € allerdings auch etwas über dem der Discounter-Maschinen.

Ein erster Test eben verlief zu meiner vollsten Zufriedenheit. Sie lieferte einwandfreie Ergebnisse bei den Testnähten, und auch die Blindstichnaht, bei der meine alte Freundin den Geist aufgegeben hatte, wurde super. Ausgedehnte Tests wurden aufs Wochenende verschoben.

Und wo wir gerade beim Nähen sind: Mein Fuß erholt sich deutlich schneller als erwartet. Ich spüre zwar noch, das da was nicht ganz in Ordnung ist, aber die Schmerzen sind größtenteils verschwunden. Vielleicht unternehme ich auch am Wochenende einen zaghaften Laufversuch. 

Ansonsten gibt es wenig zu vermelden. Der Umzug ins neue Gebäude verläuft momentan echt gut. Irgendwie fühlt man sich gleich auch wieder deutlich städtischer, wenn man an Supermarktkassen von irren Schwachmaten vollgelabert wird und überhaupt alle paar Meter seltsamen Gestalten begegnet. Auf dem Weg zum Auto kam mir heute zum zweiten Mal ein Mensch entgegen, der sich während des Gehens die Hände vors Gesicht hielt und irgendwie sommerlich-orientalisch gekleidet war.

Das Auto stelle ich momentan ganz in der Nähe meiner ehemaligen WG-Wohnung ab. Beim morgendlichen Marsch durch die Bahnhofsunterführung Richtung Innenstadt fühle ich mich gleich zwanzig Jahre jünger, aber deutlich weniger ängstlich als damals. Ab März steige ich dann allerdings auf Bus und Bahn um, sodass mein Fußweg sich deutlich verkürzen wird. Wobei es mir fast leid um den schönen Morgenspaziergang tut.       

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Wednesday, 25. january 2012 3 25 /01 /Jan. /2012 18:11

35b - Netteres 6405Unglaublich, aber wahr: Sarrazin verbreitet weiter krude Vererbungstheorien. Der Standard hat dazu folgenden Artikel online: "Sarrazin und die Deutschen als 'edle Lipizzaner'". Da bleiben echt kaum Fragen offen. Gulp!

Zitat: "Wenn man in 'edle' Lipizzaner wiederholt belgische Ackergäule einkreuzte, verlören die Stars der Wiener Hofreitschule ihr elegantes Laufvermögen". Was wurde eigentlich in die Sarrazin-Familie eingekreuzt, damit diese sich bei dieser eine Rückbildung des Gehirns einstellte?!

Manchmal steht man einfach nur fassungslos da. Aber Wundern hilft nicht. Aufregen vielleicht schon eher. Zumindest fühlt man sich selbst danach besser.

Die Welt hingegen titelt "Sarrazin schreibt neues Buch über die Euro-Krise" und bezeichnet in der Unterzeile der Überschrift "Deutschland schafft sich ab" als "Integrationsbuch". Häh?! Wie meinen?!

"Erst vor wenigen Tagen hatte Sarrazin auf 'Welt Online' erklärt, 80 bis 90 Prozent der Menschen, die er treffen würde, stünden 'Deutschland schafft sich ab' positiv gegenüber. 'Und wenn man den Rest in seiner ganzen Dummheit und Dumpfheit analysiert hat, dann kann man damit leben. Es sind wieder die Pharisäer, die versuchen, denjenigen zu kreuzigen, der die falschen Fragen stellt', so Sarrazin auf 'Welt Online'."

Aha! So ist das also! Gut zu wissen.

Und so bastelt sich der Mendel für Arme sein Weltbild zurecht. Wieso wird er eigentlich nicht vom Verfassungsschutz beobachtet? Volksverhetzung genügt da wohl nicht mehr, oder? Aber wenn er sich mit Lafontaine in der Eisdiele treffen würde. Da stellte man wahrscheinlich drei Mitarbeiter eigens für ihn ab. Man fasst es nicht, aber so läuft das offensichtlich.

Vielleicht sollte ein belgisches Kaltblut ihm mal ordentlich eins mit der Hinterhand verpassen. Da würden ihm seine Lipizzaner-Vergleiche (Ein besonderer Dank gebührt an dieser Stelle dem Schwesterlein, das mir ein Foto eines Original-Hofreitschul-Lipizzaners zur Verfügung gestellt hat!) vermutlich vergehen. Ein für allemal. Und wo er mich gerade als 'dummen und dumpfen Pharisäer' bezeichnet hat und wir gerade so schön beim Thema sind: Wie dumm und dumpf muss man eigentlich sein, um solch rassistischen Schwachsinn zu verbreiten? Und um nichts anderes handelt es sich hier.

Ist ja auch nicht so, dass mit der Genetik nicht schon genug Unsinn getrieben - um nicht zu sagen - Verbrechen gerechtfertigt - worden wären. Aber offensichtlich stört das niemanden. Zumindest nicht, so lange das "Dschungelcamp" noch läuft...      

von MrsFlax - veröffentlicht in: Politics
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Tuesday, 24. january 2012 2 24 /01 /Jan. /2012 18:38

quietscheentchenSuper hinbekommen, Flax! In der Mittagspause bin ich umgeknickt. Erst war noch alles o.k., aber während der Fahrt nach Hause begann mein Fußgelenk höllisch weh zu tun. Mittlerweile bewege ich mich recht schleppend voran. Und das während des Winterpokals. Verdammt!

Blöderweise muss ich momentan auch in aller Frühe einen recht ordentlich Marsch vom Parkplatz ins Büro zurücklegen. Und abends in Gegenrichtung. Wirklich ärgerlich. Vor allem der Zeitpunkt für sowas. Dämlicher geht es nicht.

Die gerade heute kurz vor meinem "Unfall" bestellte neue Nähmaschine kann so auch nicht getestet werden. Betroffen ist natürlich der rechte Fuß. Bravo! Ich bin echt frustriert über soviel Dummheit. Schlimmer: soviel eigene Dummheit.

Die Hoffnung, dass das morgen einfach alles wieder gut sein könnte, ist zwar noch nicht ganz gestorben, aber irgendwie glaube ich nicht so recht daran. Wenn es gar nicht geht, schleppe ich mich halt mal zum Arzt. Der darf mich dann gleich kennenlernen. Da war ich nämlich noch nicht, seit wir hier wohnen. 

von MrsFlax - veröffentlicht in: Andere Baustelle
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