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VIVE LA RÉDUCTION!

Kürbissaisonstart

Ohne langes Vorgeplänkel: Das gestern war die leckerste Kürbissuppe meines bisherigen Lebens. Das Rezept aus der aktuellen "Lecker" wurde etwas abgewandelt, aber die darin enthaltene Kombination aus Hokkaido und Koriander ist echt eine gute.

Das Beste daran ist, dass der Rest heute noch für ein Vorspeisensüppchen reicht, und sensationell auch die Einlagenidee aus Croutons, die am Ende des Bratens mit einer Art Kräuterpesto verrührt werden. Das war toll.

Kürbissaisonstart

Hier meine Variante des Rezepts:

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Kürbissuppe mit Koriander und Kräuter-Croutons
Zutaten (für 6 Vorspeisen- oder drei Abendessensportionen):
1 Hokkaido (meiner wog gut 800 Gramm)
2 Schalotten
Butter zum Anschwitzen
1 TL Koriandersamen
Paprikapulver (edelsüß - oder bei mir doce aus portugiesischen Beständen)
Salz, Pfeffer
800 ml Gemüsefond
200 ml Weißwein, trocken
200 ml Sahne
reichlich Kräuter: Petersilie, Minze, Koriander, Schnittlauch
2 Knoblauchzehen (oder 2 TL confierter Knoblauch)
Olivenoel
1 Brötchen oder drei Scheiben Graubrot (was auch immer gerade weg muss)
Zubereitung:
Kürbis waschen, vierteln, Kerne entfernen. Kürbis in grobe Stücke schneiden. Schalotten fein würfeln.
Butter erhitzen. Zwiebelwürfel und Koriandersaat darin bei mittlerer Hitze andünsten. Kürbiswürfel kurz mitdünsten lassen. 1 TL Paprika darüber geben, noch etwas weiter ziehen lassen, mit dem Wein ablöschen.
Gemüsefond angießen. Zugedeckt etwa anderthalb Stunden einköcheln lassen. Dann Pürierstab rein und fein pürieren. Sahne bis auf einen Rest zum Dekorieren zugeben und nochmals etwa eine halbe Stunde ganz leicht simmern lassen.
Kräuter waschen, trocken schütteln und Blätter abzupfen, Schnittlauch in längere Röllchen schneiden. Alle anderen Kräuter - bis auf einen Rest für die Deko - grob hacken.
Aus den Kräutern, dem ebenfalls grob gehackten Knoblauch und Öl nach Gefühl mit dem Pürierstab eine Art Pesto herstellen. Kurz beiseite stellen.
Brot / Brötchen in mundgerechte Stücke schneiden und in Olivenoel in einer Pfanne knusprig braten. Kurz vor dem Anrichten das Kräuteröl zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen.
Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Teller geben und mit wenig Sahne, den Croutons und den restlichen Kräutern anrichten.
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Kürbissaisonstart

In meiner Ökokiste waren in dieser Woche ausschließlich Tomaten - davon aber reichlich! Unsere eigenen reichen gerade mal so für den täglichen Bedarf, sodass ich zur Konservierung ein paar kaufen musste. Und die hier - Sorte "Temptation" aus vertrauenswürdigem Anbau - schmecken hervorragend.

Aus drei Kilo davon koche ich gerade Sugo für den tomatenlosen Winter ein. Und morgen gibt's noch eine Tomatensuppe. Das Beste am Herbst ist echt, dass man richtig Lust auf Suppen bekommt. Und Eintöpfe. Trotzdem wäre ein bißchen Sonne jetzt noch gut, damit unsere letzten Tomaten noch reif werden.

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Published by MrsFlax - - In der Küche

Im Selbstzerstörungsmodus

Bevor Nachfragen kommen: Der Bürgermeister war lecker. Vor allem die Soße. Das Fleisch war mir etwas zu fest. Der Chef fand es in Ordnung. Nicht mehr fest war es, als ich die Reste am nächsten Tag mit einem großen Soßenrest zusammen wie Gulasch eingekocht habe. Da war ich dann auch begeistert.

Blöd nur, dass als ich gerade das Essen anrichten wollte, mir die sensationelle Idee kam, auf die Schnelle noch zwei Cocktailtomaten aus dem Garten zu holen, um sie für die Deko zu karamellisieren...

Im Selbstzerstörungsmodus

Ist ja nicht so, dass ich das zum ersten Mal getan hätte, aber ich stellte mich derartig blöd an, dass eine der Tomaten, die ich gerade am Stiel ins heiße Karamell hielt, in der Hand explodierte, woraufhin Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand fette Spritzer des kochenden Karamells abbekamen. Grmpf!

Nach einer halben Stunde unter dem eiskalten Wasserhahn tat es immer noch sauweh. Verdammt! Jetzt sieht es mittlerweile wie Krampfadern aus, aber ich versuche es zu ignorieren. Und ein Foto gibt es auch nicht...

Wie kann man nur so blöd sein?!

Das nur als Erklärung, warum ich nicht früher eine Rückmeldung zum Bürgermeister gegeben habe. Aua...

Im Selbstzerstörungsmodus

Themenwechsel... Der erste Neuseeländer Spinat aus dem Garten wanderte als Beilage übrigens in Spinatknödel, deren Rezept ich irgendwann schon mal verbloggt hatte. Die sind köstlich! Immer wieder!

Die ersten beiden Hokkaidos sind auch geerntet. Mit einem davon habe ich eben eine Kürbissuppe angesetzt. Kühl genug isses ja mittlerweile. Mal sehen, was ich so als Einlage auftreiben kann.

Keine karamellisierten Tomaten jedenfalls. Bevor ich die wieder herstelle, müssen die alten Wunden verheilt sein. Kleiner Tipp: Sonst habe ich das immer mit Schaschlikspießen oder langen Holzstäbchen gemacht. Viel bessere Idee! Selbst wenn es schnell gehen soll. Wie lange dauert es nochmal, einen Schaschlikspieß in eine Tomate zu bohren? Genau. Exakt 1,37 Sekunden länger als ohne. Waaah!

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Published by MrsFlax - - In der Küche

Winter...

Schlagartig... Gestern - wohlgemerkt noch im August! - habe ich bei REWE die ersten Lebkuchen gesichtet. Schockierend! Und heute war es dann prompt ja auch nicht mehr so heiß wie gestern.

Und da ich bereits um 12 Uhr Feierabend hatte, und da das Bürgermeisterstück mal weg musste - da dachte ich "Now or never" und habe alles Heizbare in der Küche angeworfen. O.k.... Im ersten Stock ist es jetzt ziemlich schwül... Aber egal!

Nach dem Meeresfrüchte- und Fischurlaub war jetzt irgendwie mal ein ordentliches Stück Fleisch fällig. Mit Sooooße!

Winter...

Ich war mir auch ehrlich gesagt, nicht sicher, ob ich noch Soßen kann. Also richtige Soßen. Soßen, die fünf, sechs Stunden einköcheln. Bin mir immer noch nicht sicher, weil es den Bürgermeister ja erst später geben wird, aber bevor hier die Herbst-Winter-Saison ausbricht und es wochenlang nur Kürbisse, Eintöpfe und Aufläufe geben wird, serviere ich heute hier mal noch das Essen von vorgestern.

Dazu muss gesagt werden, dass es das Essen von vorgestern gestern gleich nochmal gab, weil noch reichlich Tomaten reif waren. Und weil es wirklich super schmeckte.

Winter...

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Blätterteigtarte mit Ziege, Tomate, Büffel & Basilikum
Zutaten (für zwei hungrige Personen als Hauptgericht):
1 Rolle Blätterteig aus der Kühlung
125 g Ziegenfrischkäse auf Zimmertemperatur
Cocktailtomaten (halbiert, etwa ein kleines Schüsselchen voll)
Pfeffer aus der Mühle
2 Kugeln Büffelmozzarella
grobes Meersalz
frischer Basilikum
Zubereitung:
Blätterteig ausrollen, Ränder etwa einen Zentimeter nach innen schlagen. Blätterteig mit dem Ziegenfrischkäse flächendeckend bestreichen. Halbierte Cocktailtomaten mit der Schnittseite nach oben gleichmäßig verteilen. Pfeffern.
Mozzarella in Würfel schneiden und gleichmäßig über die Tomaten verteilen. Bei 175°C Umluft abbacken, bis die Ränder gebräunt sind.
Salz darüber geben, Basilikumblätter verteilen. Servieren.
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Winter...

So. Und jetzt hoffe ich mal, dass mein Bürgermeister brav ist, die Soße ausreichend einköchelt und ich die Spinatklöße hinbekomme. Falls nicht, werde ich das heutige Essen nie mehr erwähnen. Falls doch, melde ich mich morgen.

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Published by MrsFlax - - In der Küche

Schnapsidee...

oder: Wie ich einmal ein ganzes Wespenvolk an die Flasche gebracht habe.

Der Urlaub ist vorbei. Zwei Bürotage liegen bereits hinter mir, das Grauen der nächsten fünf vor mir. In der vergangenen Woche, in der ich meine Freizeit vorwiegend mit Fotobearbeitung und Urlaubsnachbetrachtungen verbracht habe, blieb noch Zeit für neue Erkenntnisse und einen echten Horrorfilm.

Schnapsidee...

1. Die befürchtete Tomatenschwemme blieb ob des schlechten Wetters der letzten Urlaubswoche, die wir nicht zu Hause verbrachten, aus. Es mussten nicht nachts noch größere Mengen an Tomaten eingekocht werden. Puh!

2. Eine "Küstenwanderung" klingt harmlos, isses aber nicht. Wer bei diesem Wort Dünen, Flachland und Watt vor dem inneren Auge sieht, ist grenzenlos naiv. Küstenwanderungen sind steil - bergauf wie bergab -, unmenschlich und benötigen Gebetsecken gegen Ende.

Schnapsidee...

3. Kuhhunde sind nicht bedrohlich, wenn sie sich auf anderen Inseln befinden. Auf Terceira, Graciosa, Pico, Flores und São Miguel begegnete uns kein einziger auf den Wanderungen. Ganz am Anfang - ich bin nicht mehr sicher, ob es auf Terceira oder Graciosa war - wurde unser Auto einmal von einem auf offnener Straße angefallen. Aber da war ja der Hund draußen und wir drinnen. Puh!

4. Babyvögel sollte man, wenn sie desorientiert und verhaltensauffällig erscheinen, keinesfalls am Wegesrand herumstehen lassen. Ich habe das getan. Der Gatte erinnerte mich dafür tagelang an diesen Akt der "unterlassenen Hilfeleistung". Er tut es selbst jetzt noch bisweilen. Hätte ich gewusst, dass wir am kommenden Tag an einer Vogelschutzstation vorbeikommen würden, hätte ich das Ding mitgeschleppt. Aber bis zur Fähre nach Corvo war mir nicht bewusst, dass es auf portugiesisch bzw. azoranisch ein Wort für Tierschutz gibt. Sorry, Vogel...

Schnapsidee...

5. Es gibt online ein Rezept für die köstlichen Queijadas da Ilha Graciosa. Ich habe es abgespeichert. Und ich habe witzigerweise sogar Förmchen, die man dafür benutzen könnte. Vielleicht kann mich bei Gelegenheit wer daran erinnern, dass ich die nachbasteln wollte?!

6. Ich habe es geschafft, alle in Gläschen und Tüten importierten Tomatensamen einzutüten. Auf den Tüten befinden sich jeweils Originalfotos der ausgenommenen Tomaten. Im kommenden Frühjahr landen die alle im Töpfchen. Für die Schwester gibt es eine zweite Kollektion.

Schnapsidee...

7. Ich kann noch ohne Tomaten oder Thunfisch kochen. Am Montag gab es warmen Ziegenkäse mit Kaktusfeige und Salat, am Freitag gab es Saltimbocca, Tomaten und Mangold und gestern gab es Nudeln mit Gorgonzola-Mangold-Soße und Lachsfilet. Dazwischen jeweils Resteküche und Tomatiges. Ein paar Tomaten warten ja dann doch auf ihre Verarbeitung...

Schnapsidee...

8. und wichtigstens: Die übelste Idee, die ich je hatte, setzte ich gestern in die Tat um. Das letzte Glas Nussschnaps sollte gefiltert werden. Keine Ahnung, was mich geritten hat, aber ich wollte das auf der Terrasse machen, um drinnen größere Kleckereien zu vermeiden. Im Ernst: Lieber das ganze Haus grundreinigen als nochmal sowas.

Ich hatte gerade meinen einzigen passenden Melittafilter inklusive Filtertüte auf das Glas gesetzt und die erste Ladung Schnaps in den Filter gegossen, als die ersten Wespen auftauchten. Ich brachte das volle Glas drinnen in Sicherheit. Als ich wieder raus kam, war der Filter von zahllosen Wespen belagert. Keine Ahnung, wo die so plötzlich alle herkamen.

Den ganzen Tag über versuchte ich, meine Superkonstruktion in Sicherheit zu bringen. Ich schaffte es irgendwann immerhin, mittels einer Grillzange und eines Grillhandschuhs meinen wertvollen Filter zu retten. Rund um die Filtertüte lagen gegen Abend allerdings etwa zwanzig sturzbesoffene Wespen, von denen der Gatte meinte, sie seien in diesem Zustand wahrscheinlich unberechenbar. Von diesem Moment gibt es leider nur ein schlechtes Handyfoto, das das wahre Ausmaß des Schreckens nur unzureichend abbildet...

Schnapsidee...

Irgendwann im Schutz der Dunkelheit schlich ich mich hinaus, um festzustellen, dass das Partyvolk sich anscheinend mühsam nach Hause geschleppt hatte. Alle Reste des Festgelages beseitigt. Gute Nacht!

Heute morgen irrten dann stundenlang alkoholsüchtige Wespen, die ich offensichtlich mit dem blöden Nusslikör angefixt hatte, suchend über die Terrasse. Jetzt - kurz vor achtzehn Uhr - lässt der Andrang etwas nach. Ich glaube, ich drehe durch.

Schnapsidee...

9. Kürbisse schaffen es nicht, innerhalb von drei Wochen von "hinter dem Haus" bis "auf die Straße" vorzudringen. Das war nämlich im Urlaub meine tagtägliche Befürchtung gewesen. Dass wir bei der Anfahrt einen monströsen Riesenkürbis vor dem Stellplatz rammen würden. Die Kürbisse kamen bis zur Terrasse. Und sehen wirklich gut aus.

10. Estragon sollte unbedingt, wenn man einen mehr als dreitägigen Urlaub plant, radikal zurückgeschnitten werden. Meiner hat in drei Wochen das gesamte Kräterbeet unter seine Kontrolle gebracht und einige Kräuter einfach überwuchert und getötet. Estragon - die Wespe des Pflanzenreichs!

Schnapsidee...

So. Das war's dann auch im Prinzip. Wenn mir noch mehr einfällt, melde ich mich. Bis dahin schaue ich mal, was es heute zum Abendessen gibt.

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Published by MrsFlax - - Im Garten

Letzte Station: São Miguel

Nach dem Motto "Man sieht sich immer zweimal" war für den Abschied von den Azoren ein erneuter Besuch auf São Miguel geplant. Damit hatten wir im vergangenen Jahr den Urlaub begonnen. Wir bezogen wieder Quartier in der "Quinta Altamira" in Caloura, wo wir überaus freudig begrüßt wurden. Und den guten Basalto gab es auch wieder als Gastgeschenk.

Das Tollste allerdings waren die Betten. Nach einer halben Woche rückenzerstörenden Schlafens auf einer Matratze, die diese Bezeichnung nicht wirklich verdient hatte, wartete hier ein Doppelbett in voller Länge auf uns. Hart, aber nicht zu hart. Herrlich! 

Letzte Station: São Miguel

Auf dem Hinweg hatten wir bereits im altbekannten "Continente" eingekauft und uns mit Getränken und Lebensmitteln versorgt. Der Rest des Tages verging mit der Vereinbarung von Tauchterminen für den Advanced Open Water Husband und mit einem Abendessen in der Bar Caloura im Hafen.

Das altbekannte Salatbuffett mit dem köstlichen Salada Fejão Frade wartete. Der Frischkäse mit Piripiri hatte nirgends besser geschmeckt. Und wir suchten uns unseren Fisch aus der Vitrine aus.

Auf meinem Teller landete ein Parrotfisch, auf dem Teller gegenüber ein Amberjack. Wir schafften sogar noch Desserts: Ich bestellte mit einen Puddim Inhame und der Chef orderte Maracujamousse. Hach! Schön!

Letzte Station: São MiguelLetzte Station: São MiguelLetzte Station: São Miguel

Gut gestärkt fielen wir in unserem herrlichen Bett in einen erholsamen Schlaf. Am nächsten Morgen war das Wetter ausgezeichnet. Und wir hatten noch eine Rechnung aus dem vergangenen Jahr offen. Unsere Wanderung zum Lagoa do Fogo war damals kurz vor dem Ziel abgebrochen worden, da wir völlig durchnässt waren. Den See hätte man damals ohnehin nicht sehen können, da er seinem Namen mal wieder alle Ehre machte.

Diesmal jedoch war alles ganz anders. Wir gingen die Rundwanderung von der anderen Seite an, sodass wir in der zweiten Hälfte an den Levadas entlang marschieren würden, wo wir im vergangenen Jahr gestartet waren. Ein gute Idee!

Letzte Station: São Miguel

Der Aufstieg war landschaftlich herrlich - meist mit Meerblick und zog sich mehr gleichmäßig in die Höhe. Als wir den See erreichten, war ich total überrascht, wie schön er ist. Bislang kannte ich ihn eben nur als Lagoa do Fogo (auch vom Miradouro an der Straße hatten wir ihn im letzten Jahr nur im Dauernebel gesehen).

Ein außerordentlich hübscher See, der Lagoa do Fogo sin Fogo.

Letzte Station: São Miguel

Auch der Rückweg entlang der Levadas, kleiner Wasserkanäle die einen Großteil des Wegs säumen, und durch den Wald war ohne Regen viel schöner. Quelle surprise! Was für einen Unterschied doch so ein wenig Sonne macht.

Als wir zurück zum Auto kamen, musste ich feststellen, dass meine Crocs nach stundenlanger direkter Sonneneinstrahlung eine Temperatur hatten, die es nicht erlaubte, sie anzuziehen. Nach dem Abkühlen verursachten sie Druckstellen. Irgendwas ist da geschmolzen und verquer wieder abgekühlt. Grrrrr....

Letzte Station: São Miguel

Am Nachmittag blieb noch etwas Zeit, um die schönsten Miradouros der Azoren abzufahren: Miradouro da Ponta da Madrugada und Miradouro da Ponta Sossego. Beide wie wunderbare Gärten gestaltet, mit etlichen Grillplätzen bestückt und mit einer herrlichen Aussicht aufs Meer ausgestattet. 

Und das Beste: Man kann mit dem Auto vorfahren! Anstrengungsloser Wohlstand... ääähhh... Panoramablick praktisch!

Letzte Station: São MiguelLetzte Station: São MiguelLetzte Station: São Miguel

Apropos "Panoramablick": Es folgte eine Fahrt auf den Pico Bartholoméu, die nichts für schwache Nerven ist. So schön der Ausblick von oben auch ist: Wer nicht ganz schwindelfrei ist, sollte es lieber lassen. Die Auffahrt geht über einen sehr schmalen Grat. Ich schloss die Augen und betete. Gottlob saß der Gatte am Steuer, der allerdings ob meiner Jämmerlichkeit ein wenig die Contenance verlor.

Immer, wenn er mir rechts oder links etwas zeigen wollte, wimmerte ich nur vom Beifahrersitz. So etwas hatte er ja seit Feteira nicht mehr erlebt! Ich war jedenfalls froh, als wir unbeschadet wieder im Flachland waren. Auch wenn ich zugeben muss, dass der Ausblick wirklich ausgezeichnet war.

Letzte Station: São Miguel

Der Abend verging mit einem Gläschen Basalto bei Sonnenuntergang an der Steilküste. Schön war das. 

Letzte Station: São Miguel

Für den folgenden Tag war der Besuch von Furnas und dem Lagoa das Furnas geplant. Das hatte ich im letzten Jahr verpasst, weil ich halbtot und erkältet im Haus rum lag. Jetzt aber! Diesmal war ich dabei!

Zuerst schauten wir uns die Kochstellen, sog. "Fumaroles", an, in die die ortsansässigen Hotels große Töpfe mit "Cozhido" versenkten, der dann einige Stunden im heißen Schwefeldampf garte. Überall schwefelte und brodelte es. 

Letzte Station: São MiguelLetzte Station: São MiguelLetzte Station: São Miguel

Am Lagoa das Furnas stank es dann nicht mehr nach Hölle-Hölle-Hölle, sondern war sehr hübsch. Irgendwie hatte ich etwas mehr Hades-mäßiges erwartet. Wir liefen am Westufer bis zur Hälfte um den See herum. Die Wege sind sehr abwechslungsreich und schön schattig.

Lediglich auf die lächerlichen "Kunstwerke" vom letzten Stihl-Woodcarving-Contest hätte man locker verzichten können. Hans-Peter Stihl, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages hat zwar schon einiges an Leid über deutsche Arbeitnehmer gebracht, aber mit der Ausrichtung eines Woodcarving-Contests auf den Azoren hat er eindeutig überzogen. Oder um mit der Kanzlerin zu sprechen: "Das geht gar nicht." 

Letzte Station: São Miguel

Nach Durchsicht der Gewinner-Elaborate ist man heilfroh, nicht erfahren zu müssen, wie die Werke der Zweit- und Drittplatzierten ausgesehen haben. Gulp!

Zurück zum See: Wirklich schön mit netten Uferplätzen und immer wieder anders. Mehr Fotos auf Flickr.

Letzte Station: São Miguel

Und wo wir gerade bei schönen Plätzen sind: Unser Weg führte uns anschließend in den Parque Terra Nostra in Furnas, der mit Abstand der schönste Park ist, den ich je besucht habe.

Vor dem dazugehörigen Hotel gibt es ein riesiges Schwimmbecken mit schwefeligem Inhalt, indem aber auch wieder nur einer von uns schwamm: der Gatte. Das Wasser ist zwar konstant 38° C warm, was mir prinzipiell entgegenkommen würde, aber es stinkt total schwefelig. Börks.

 

Letzte Station: São Miguel

Zu Abend aßen wir dann nochmals meinen neu entwickelten Bohnentopf, dessen Rezept ich bei Gelegenheit (Herbst vielleicht?!) mal verbloggen werde.

Der nächste Tag verging für den Gatten mit zwei Tauchgängen und für mich mit einem Buch auf der Terrasse. Herrlich. Für beide...

Abends marschierten wir wieder in die Bar Calhoura und gönnten uns Käse & Brot, Makrele, Barracuda, Bolo de Ananás und Maracujamousse. Faul rumliegen und essen war auch mal nicht schlecht. Vor allem die frischen Feigen vom Frühstück sind auch eine Erwähnung wert. 

 

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Der nächste Tag begann wie der vorherige. Abtauchen war angesagt. Am Nachmittag fuhren wir dann nach Ponta Delgada, da zum einen ich mir mal die Stadt, in der wir beim letzten Mal nur einen Abend verbracht hatten, anschauen wollte, und zum zweiten für den letzten Abend ein Tisch im "Tasca" reserviert werden sollte.

Ersteres gelang, die Tischreservierung scheiterte. Komplett ausgebucht. Mist! Nach dem letzten Besuch wollten wir unbedingt nochmals dort essen. Das war jetzt natürlich blöd.

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Wir schlenderten also etwas frustriert durch die Stadt, sahen uns einen Park an (der andere war geschlossen...), fanden zufällig den letzthin in einer einzigen Nacht vernichteten Anis-Likör zu einem unglaublich günstigen Preis, sodass wir eine Flasche erstanden, bummelten durch den Hafen - und standen vor den Läden mehrerer Anbieter von Whale-Watching-Touren.

Mmmhhh... Auf Pico hatten wir schon überlegt, weil es doch beim letzten Mal so unglaublich schön gewesen war, aber wir hatten gezögert. Nachher sieht man nichts oder es ist sonstwie blöd... Soviel Glück wie bei der letzten Tour hat man sicher nicht immer...

Letzte Station: São Miguel

Hier nun rangen wir uns doch noch auf den letzten Drücker dazu durch, zwei Tickets für den kommenden Tag zu erwerben. Und wenn schon... Risiko! Im Untertaunus sieht man ja so selten Wale oder Delphine.

Zuletzt schauten wir uns noch die Arruda-Ananasplantage an, die wir allerdings erst nach endloser Suche in Fajã de Baixo fanden. Der Azoraner an sich hält eh nicht sehr viel von Ausschilderungen...

 

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Der Abend verging auf der Terrasse mit der Vernichtung von Lebensmittelresten, die wir weder wegwerfen, noch in den Koffer packen mochten.

Und jetzt kommt er auch schon: unser letzter Urlaubstag! Heul... Zähneknirsch...

Vor unserem Whale Watching schauten wir uns noch die Keramikmanufaktur Viera an, die diese netten Azulejos und allerlei Geschirr in blau-weiß herstellen. Ein bißchen was würde doch noch in die Koffer passen. Der Gatte war kritisch. Klar.

Letzte Station: São Miguel

Und dann ging es auch schon zum Hafen. Und ins Boot. Ein deutlich größeres Boot diesmal, das wohl die befürchtete Flutung meiner Kamera verhindern würde. Tat es dann auch.

Und wir hatten Glück! Wir sahen Tümmler, Fleckendelphine und Pottwale. Und ich konnte - das hatte ich mir schon die ganze Zeit gewünscht - tatsächlich ein Walschwanzflossenfoto beim Abtauchen machen! Und der Wal, der abtauchte, hatte ein erst wenige Tage altes Kalb dabei. Hach!!!

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Das Whale Watching war eine sensationell gute Idee gewesen. Beim letzten Abendessen in der Bar Caloura waren wir immer noch total begeistert.

Das hinderte uns jedoch nicht daran, und wieder einen nett aussehenden Fisch aus der Vitrine auszusuchen, der kurz darauf auf dem Grill landete. Meiner ist der Zweite von links. 

Letzte Station: São Miguel

Gegrillt sah er dann zwar etwas anders, aber deutlich leckerer aus, der Kleine. Und er schmeckte sensationell. Skorpionfisch hatte ich vorher noch nie probiert und war echt begeistert. Der Chef gönnte sich zum Abschied nochmal eine Pfanne Lapas. Vorab hatten wir Käse & Brot und einen Salada Polvo.

Zum Dessert gab es für mich nochmals Puddim Inhame. Hier beging der Gatte den Fehler etwas Neues testen zu wollen. Das Glas mit dem pinkfarbenen Zeugs sah aber auch lecker aus. Sah aber leider nur so aus - die Mousse Babosa. Schmeckte total langweilig. Schade...

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Und das war es dann jetzt auch schon. Am nächsten Morgen ging es zum Flughafen, in den Flieger und nach Frankfurt. Schön war's, Azoren! Bye-bye, Wale!

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Published by MrsFlax - - Weit weg

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