Sunday, 28. september 2014 7 28 /09 /Sept. /2014 19:09

federweißer no. 1 2014 - mit räucherlachs-spinat-tartelettsUnd da zum Federweißer, den ich spontan gestern an einem Straßenstand erworben habe - eine Flasche Roter Rauscher lagert auch noch im Kühlschrank -, das geplante Abendessen nun überhaupt nicht passte, bastelte ich eine Art Häppchenvorspeise, die Federweißerkompatibel war. Und ließ zum Hauptgang die Sättigungsbeilagen weg. Sensationelle Idee. Hätte eh niemand mehr gepackt.

Weniger sensationell: das Foto davon. Etwas schummrig an unserem Esstisch... Der Anblick ist eher suboptimal, aber der Geschmack war köstlich. Und mit der Menge an Zutaten, aus der ich die kleinen Tarteletts gemacht habe (plus ein größeres Stück aus den Resten - siehe unten) sollte man eigentlich auch perfekt eine große, runde Tarteform befüllen können.

Wieder mal Räucherlachs übrigens. Diesmal mit Babyspinat. Und so simpel wie lecker, wenn man sich - wie ich - aus Ermangelung an Zeit die Zubereitung des Bodens spart und statt dessen einen dringend aufzubrauchenden Butterblätterteig aus dem Kühlregal verwendet. Ja... Peinlich... Ich weiß...
_________________________________________

Räucherlachs-Spinat-Tarte oder -Tartelettes
federweißer no. 1 2014 - mit räucherlachs-spinat-tarteZutaten (für eine Tarte oder etwa 12 Tartelettes in kleinen Förmchen):
1 Packung Butterblätterteig (Rolle)
2 Schalotten
Butter zum Anschwitzen
300 g Babyspinat
2 große Eier
200 ml Crème fraîche
200 g Räucherlachs
Salz, Pfeffer, Muskat
Zubereitung:
Blätterteig auspacken, ausbreiten und eine Tarteform oder mehrere kleine Förmchen (jeweils gefettet!) damit auskleiden.
Schalotten fein würfeln und in der Butter anschwitzen. Spinat zugeben, Deckel drauf und ordentlich zusammenfallen lassen. Was vorher überdimensioniert wirkt, sollte beim späteren Öffnen des Deckels zumindest enttäuschen.
Eier verquirlen, Crème fraîche unterrühren. Etwas abgekühlte Spinatmasse ebenfalls einrühren. Räucherlachs fein würfeln und zugeben. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Masse in die Form geben. Das Blindbacken fiel bei mir ebenfalls aus. Ab in den Ofen und je nach Größe der Form / Förmchen bis zum Bräunen der Oberfläche bei 180°C Umluft bzw. 200°C Ober-/Unterhitze abbacken. Bei einer großen Tarteform dauert es natürlich wesentlich länger als bei kleinen Förmchen.
Aus der Form lösen und genießen!
__________________________________________

Optisch jetzt nicht das totale Highlight, aber geschmacklich super. Und kalt fast noch besser. Die Reste gehen morgen mit ins Büro. Mjam!

muskatkürbis später 2014Heute stand dann Arbeit an. Am vergangenen Wochenende waren eine Reihe von Pflanzen angekarrt worden. Eine riesige Thuja, eine Muschelzypresse, zwei rankende Irgendwas (die mütterliche Schenkerin wusste den Namen nicht, und mir fällt ohne Blüten dazu rein gar nichts ein...) und eine lila Aster. Zudem war des Chefs Plan, den Himbeeren, von deren Nutzlosigkeit wir uns nun seit vier Jahren - oder sind es bereits fünf? - überzeugen durften, den Garaus zu machen. Er hatte auch bereits drei neue Pflanzen bestellt. 

Angeblich haben die größere Früchte als die alten. Man wird sie also auch ohne Rasterelektronenmikroskop ernten können. Hoffen wir jedenfalls. Die sehr große Thuja, die ich nach deren Platzbedarf im Punto auf irgendwas zwischen "monströs" und "waaaaah!" geschätzt hatte, wirkt neben ihrer Schwester in der Hecke relativ überschaubar.

Lustig übrigens insgesamt die Größe der Thujen in der Hecke vor dem Küchenfenster.

42 - Werner, Norbert & Co. 1826So sah das mal aus: Klick! Ganz links steht jetzt die neue, "riesige" Thuja. Man erkennt den Rest kaum wieder.Ach, übrigens: Die Gartenarbeit hat heute fast komplett der Chef übernommen. Danke!

Apropos "Wiedererkennen": Hatte ich eigentlich nach dem Urlaub schon erwähnt, dass ich im Garten eine Leiche fand? Die Leiche von Norbert nämlich, der während unserer Abwesenheit in einem mit Regenwasser gefüllten Blumentopf ertrunken war.

Für die letzte Ölung war es bereits zu spät. Wasserleichen sind echt irgendwie eklig.

Jedenfalls rief mich dann gestern der Chef ganz aufgeregt vors Haus. Er hatte einen neuen Norbert (seinen Sohn?!) entdeckt. In einem unserer Gartenabfallkübel. Da saß er friedlich, bis er bemerkte, dass er beobachtet wurde. Ein kurzes Schnüffeln - und schwupp ab durch ein Loch im Boden!

Gut. Er ist vielleicht nicht direkt sein Sohn. Obwohl... Vielleicht hat Norbert ja eine Spitzmausdame beglückt. Man weiß es nicht. Zuzutrauen wäre es ihm jedenfalls. Den neuen Norbert werde ich im Auge behalten. Der ist praktisch adoptiert. Pfoten weg, Nachbarskatzen!

271/365 20140928Kommen wir zum heutigen Abendessen. Bekanntermaßen ist der September einer der Monate mit "R" am Ende. Es gibt also Muscheln! Ich schleppte ein Kilo davon gestern an. Als Dank dafür, dass der Gatte mir beim ungeliebten Federweißer Gesellschaft geleistet hatte. Dann würde ich also mal wieder Muscheln kochen und essen. Mit geschlossenen Augen. Wie immer.

Das Rezept - never change a running recipe! - ist das hier: "Steamed Mussels in White Wine Broth". Dazu gab es Knoblauchbrot. Bereits an dieser Stelle einen Dank an meine Kolleginnen, die mich morgen ertragen werden müssen. Immerhin sitzt mir zur Zeit niemand direkt gegenüber.

Da ich gestern bei meinem - zugegebenermaßen recht erfolgreichen Einkauf - auch noch die letzte Räuchermakrele aus dem Angebot an der Fischtheke geschnappt hatte, hieß es daraus eine Vorspeise zu basteln. Es wurden Gläschen geploppt, da sich keinerlei Salat mehr im Haushalt fand. Heraus kam am Ende Räuchermakrele mit eingelegten Zucchini und Roter Bete, Ziegenkäse und schwarzen Nüssen. Und mit einem Schuss Balsamicoreduktion. Nicht zu vergessen, ein wenig Crunch in Form von karamellisierten Walnüssen. Auch hier: Mjam!   

von MrsFlax
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Wednesday, 24. september 2014 3 24 /09 /Sept. /2014 17:56

267/365 20140924Unweigerlich. Ein echter Indikator: die Sehnsucht nach Linseneintopf. Vorgestern war es soweit. Es musste einfach sein, nachdem im Büro die Heizung ausgefallen und gleichzeitig die Temperaturen um gefühlte 20°C gesunken waren. Linseneintopf! Sing along: Li-hiiiii-se-heeeen-eintopf! 

Um es vorweg zu nehmen: Die Heizung funktioniert immer noch nicht. Gut, dass Linseneintopf bei jedem Aufwärmen der Reste immer besser schmeckt. Und von innen wärmt. Zumal wir am Vortag schon einen Döbbekoche hatten. Der schafft solide Isolationsschichten. Grrr...

Dieser Herbst aber auch immer mit seinen deftigen Gerichten... Und wenn er vorbei ist, startet die Plätzchenbäckerei. Und direkt im Anschluss die Weihnachtsvöllerei. Themenwechsel!

265/365 20140922Der erste Linseneintopf der Saison gelang. Und noch viel wichtiger: Ich schaffte es, ein Linseneintopffoto zu machen, das tatsächlich lecker aussieht. Wer diese Leistung nicht so recht anzuerkennen vermag, möge es bitte selbst einmal versuchen. Eintöpfe, Aufläufe, Schmorgerichte, Curries - das sieht am Ende immer eklig aus irgendwie.

Diesmal habe ich es jedenfalls geschafft. Das verheißt einen guten Start in die diesjährige "Ja... Ich weiß... Ich sehe eklig aus, schmecke aber toll... Los! Fotografier' mich!"-Saison.

Viel hübscher dagegen war das, was es gestern vorab als kleinen Test für künftige Gästeessen gab: Ziegenfrischkäseterrine im Zucchinimantel mit Datteln und karamellisierten Walnüssen. Das Rezept stammt von hier: www.franzoesischkochen.de, dem Blog von Aurélie Bastian. Herrliches Blog, tolle Fotos und Rezepte - und im Shop habe ich auch bereits das ein oder andere Nützliche erworben, das es sonst nirgendwo gab.

266/365 20140923Abweichend vom Original habe ich Haselnüsse weggelassen. Die vertrage ich nicht besonders gut. Stattdessen habe ich Walnüsse gehackt und karamellisiert. Perfekt.

Da meine Ernte an grünen Zucchini nicht ausreichte, musste zusätzlich eine gelbe dran glauben. Finde ich jetzt aber optisch nicht mal so übel. Und verschönert wurde mit gelben und orangen Ringelblumenblüten. Viel mehr blüht da draußen leider nicht mehr...

Drumherum gab es einen Spinatsalat mit selbst eingekochter Balsamicoreduktion. Das war wahnsinnig lecker. Und dazu noch leicht herzustellen, wenn man Basteln beim Kochen mag.

Und endlich kamen auch die kleinen Aluförmchen zum Einsatz, die ich von den Azoren angeschleppt hatte. Zu einem Spottpreis übrigens. Ich glaube, fünf Stück für EUR 1,99. Da landeten gleich beim ersten Einkauf zehn von den Dingern im Koffer.

Und für sowas wie rechts sind sie perfekt. Nur halb so groß wie die handelsüblichen Dariolförmchen, die für Vorspeisen einfach zu brutal groß sind. Gestern Abend war ich jedenfalls sehr verliebt in sie. Und in ihre Füllung.   

von MrsFlax - veröffentlicht in: In der Küche
Kommentar hinzufügen - Kommentare (2)ansehen
Thursday, 18. september 2014 4 18 /09 /Sept. /2014 19:15

aster 2014Nach einem Blick in den Garten und einem weiteren Blick in den Kühlschrank war klar: Es befindet sich zwar immer noch kein Federweißer in diesem Haushalt, aber eine weitere Quiche kann ja nicht schaden. Reife Zucchini, reife Cocktailtomaten, ein Rest Feta - fertig war der Plan!

Dankenswerterweise waren gleichzeitig gelbe und grüne Zucchini erntereif. Sieht einfach hübscher aus, wenn es ein bißchen bunt wird. Den Teig knetete ich erneut nach diesem Rezept: "Ding-dong!". Diesmal gab es auf der Kräuterseite eine Ladung frischen Thymian, gezupft und sehr fein geschnitten. Diesmal habe ich den Teig etwa zwanzig Minuten vorgebacken - hülsenfrüchtefrei -, und er war perfekt.

Das Rezept für die Füllung wurde aus den Resten im Kühlschrank zusammengestoppelt:
________________________________________

Zucchini-Feta-Quiche
gartenquiche mit feta - rohZutaten...
... für den Teig:
150 g Mehl
75 g Butter
1 Ei
30 g Parmesan, gerieben
Salz
Kräuter nach Belieben
... für die Füllung:
1 grüne und eine gelbe Zucchini (nicht zu groß)
ein paar Cocktailtomaten
2 Eier
200 g Feta
100 ml Crème fraîche
50 g Walnüsse, grob gehackt
20 g Parmesan, gerieben
frische Kräuter nach Belieben
gartenquiche mit feta - topZubereitung:
Alle Teigzutaten miteinander verkneten, zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie für eine halbe Stunde im Kühlschrank deponieren. Teig ausrollen und in eine Quicheform drücken. Bei 200°C Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten abbacken.
Derweil die Zucchini in dünne Scheiben schneiden und die Cocktailtomaten halbieren. Eier, Feta, Crème fraîche, Nüsse, Kräuter und Parmesan verrühren. Eiermasse auf den Teig geben. Zucchini fächerförmig darauf legen. Tomatenhälften gleichmäßig verteilen.
Alles nochmals in den Ofen geben, auf 170°C Umluft umschalten und garen, bis die Quiche eine schöne Farbe hat.
________________________________________

So. Feierabend!

von MrsFlax - veröffentlicht in: In der Küche
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Monday, 15. september 2014 1 15 /09 /Sept. /2014 20:50

48 - Aushäusig 9886Dass ich heute Pilze mag, ist etwas, das ich in frühester Kindheit niemals für möglich gehalten hätte. Das war zu einer Zeit als "Pilz" bestensfalls "Dosenchampignon I. Wahl" bedeutete. Und wenn es - wohlgemerkt sonntags! - mal diese Gummistöpsel in Mehlschwitze gab, bot mir meine Mutter fünfzig Pfennig pro heruntergewürgtem Pilz an.

Auch eine Erziehungsidee. Gottlob mittlerweile eher nicht mehr alltäglich. Und Dosenchampignons auch nicht. Macht ja auch nicht wirklich Sinn, wenn unschuldige Kinder sich ekliges Essen ungekaut runterwürgen, weil sie sich vom Erlös Lakritzschnecken kaufen wollen, um den fiesen Geschmack wieder loszuwerden.

Der Herr Max hasste und hasst Pilze jeglicher Art. Möglicherweise kann das auch darauf zurückzuführen sen, dass ihn wohlmeinende, aber erzieherisch ebenso fehlgeleitete Erwachsene mit den Worten "Das ist kein Pilz. Das ist chinesisches Gemüse. Probier' mal!" einem Mu-Err-Pilz näher bringen wollten. Ich war selbst nicht dabei, aber die betreffenden Erwachsenen sind noch heute traumatisiert davon, was sie dem armen Kind angetan haben. Wie auch immer. Er hasst die Konsistenz - und auch alles andere am Pilz - so sehr, dass er auch nach knapp zwanzig Jahren nicht bereit ist, dem Pilz an sich eine zweite Chance zu geben.

kartoffelklöße mit pfifferlingsoßeIch hingegen habe meine Pilzophobie mittlerweile mehr als überwunden. Ich mag Pilze. Sogar sehr. Und nachdem wir am Wochenende hingebungsvoll Steinpilze mit kleinen Messerchen geputzt hatten, hechelte ich heute beim Einkaufen um die Pilzauswahl herum.

Im Körbchen landeten Kräuterseitlinge. Dazu sollte es die letzthin bereits mit Pfifferlingen erprobten Kartoffelklöße geben, die man herrlich am nächsten Tag nochmals anbraten kann. Und dann vielleicht nochmal ein paar Pilze dazu? Mal sehen.

Das Kartoffelkloßrezept ist toll. Ich weiß bloß nicht mehr, woher ich es habe. Irgendwann mal notiert, Zettel in der Küche abgelegt, ohne Quellenangabe nochmals gekocht... Wie das halt so ist.

Hier also erstmal die Klöße:
___________________________________________

Kartoffelklöße
251/365 20140908Zutaten (für etwa vier Portionen als Beilage):
1 kg mehligkochende Kartoffeln
80 g Mehl (Type 405)
20 g Kartoffelmehl (oder Speisestärke)
Salz, Pfeffer
1 Ei (M)
Zubereitung:
Pellkartoffeln in Salzwasser kochen. Ausdampfen lassen und noch warm pellen. Durch die Kartoffelpresse drücken und etwas abkühlen lassen.
Mehl und Kartoffelmehl über die Kartoffelmasse stäuben. Salzen, leicht pfeffern, das Ei zugeben und zu einem glatten Teig verkneten.
Salzwasser aufkochen lassen. Mit angefeuchteten Händen aus der Kloßmasse Klöße formen. Die Größe ist dabei beliebig. Klöße ins kochende Salzwasser geben und nach Reduzieren der Hitze etwa fünfzehn Minuten gar ziehen lassen.
Kartoffelmasse zügig kneten, formen und garen. Fertige Klöße können hervorragend im Kühlschrank aufbewahrt und am nächsten Tag in Scheiben angebraten werden.
____________________________________________

"Wenn meine Gattin Klöße macht, sind sie leicht und bekömmlich." - diesen Loriot-Satz meditiere ich beim Knödelformen stets vor mich hin. Keine Ahnung, weshalb, aber der drängt sich immer so auf. "Sie lassen jetzt sofort die Knödel zu Wasser!" Das ist nicht ganz authentisch, aber egal. Jodeln, Enten und Klöße - da fällt mir immer Loriot ein... Zurück zum Thema: Kräuterseitlinge.

Ich behaupte jetzt mal ganz dreist, dass die Dinger so heißen, weil sie nicht allein angebraten werden möchten, sondern in der Gesellschaft von Kräutern. Und anbraten kann man sie ganz vorzüglich, da sie sehr fest sind und eher nicht zum Schlabberizismus neigen. Also ab mit den Seitlingen in die Pfanne:
_______________________________________________

Gebratene Kräuterseitlinge
kartoffelknödel mit kräuterseitlingenZutaten:
wenig Knoblauchoel zum Anbraten (ersatzweise neutrales Oel mit einer fein gehackten Knoblauchzehe)
Butter

eine Schalotte, fein gewürfelt
Kräuterseitlinge
Petersilie, Majoran, Salbei, Thymian
ein Schuss Madeira
kalte Butter zum Montieren
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Oel und Butter erhitzen, Scholttenwürfel anschwitzen, Pilze zugeben und braten, bis sie eine schöne Farbe haben. Ruhig etwas mehr "Feuer" geben. Die können das ab.
Mit wenig Madeira ablöschen, Kräuter zugeben, kurz mitschmoren. Wenig kalte Butterflöckchen einrühren, salzen, pfeffern. Fertisch!
_______________________________________________

Vorneweg gab es heute die gleiche Vorspeise wie gestern: einen Nachbau von Hans' Ziegenkäse mit Honig-Knoblauch-Soße. Dazu ist es allerdings vonnöten, eine Weile vorher sehr fein gehackten Knoblauch und ebenfalls sehr fein gewiegte Kräuter (Thymian, Rosmarin, etwas Majoran) in Honig einzulegen. Ich benutzte dazu meinen Löwenzahnhonig. Jeder andere handelsübliche wird allerdings genauso gut funktionieren.

Was dann mit der seltsam klingenden Mischung passiert? Ganz einfach, ganz genial, sehr lecker:
___________________________________________

Warmer Ziegenkäse mit Knoblauch-Honig-Soße
257/365 - 20140914Zutaten (für zwei Vorspeisenportionen):
in Honig eingelegter Knoblauch und Kräuter
etwas gutes Olivenoel
eine Ziegenkäserolle (kein Frischkäse)
frischer Rosmarin
Blüten (z.B. Majoranblüten) zum Anrichten

rosa Pfefferbeeren
Zubereitung:
Ziegenkäse in sechs Scheiben schneiden und jeweils drei in ein ofenfestes Förmchen geben. Mit dem Honig beträufeln, mit wenig Olivenoel besprenkeln und bei 150°C in den Ofen geben.
Sobald der Käse schmilzt, herausnehmen. Mit sehr fein gehacktem Rosmarin und rosa Pfefferbeeren bestreuen und mit einer Majoranblüte servieren.
__________________________________________

Gestern gab es dazu in Weißwein und Rosmarin pochierte Weinbergpfirsiche und ein gebackenes Stück Blätterteig. Heute eine Blätterteigstange und etwas Weinbergpfirsichmus aus der gestrigen Produktion. Säuerlich ist perfekt. Apfel funktioniert sicher auch. Und Brotchips. Und... und... und...

Was das Essen anbelangt, ist der Herbst mein Freund. Da gibt es echt massenhaft leckere Sachen. Gut, dass er gerade erst beginnt!   

von MrsFlax - veröffentlicht in: In der Küche
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Sunday, 14. september 2014 7 14 /09 /Sept. /2014 14:11

255/365 - 20140912Wirklich mal wieder ein sehr kurzes Wochenende irgendwie. Freitag nach der Arbeit stattete ich mit einer Kollegin zusammen IKEA in Wallau noch einen Besuch ab. Am Ende landete nicht nur der von Max georderte Mülleimer im Wagen, sondern auch noch allerlei wahnsinnig wichtige Kleinigkeiten. Wie das halt so ist...

Der Gatte war enorm dankbar, nicht selbst gezwungen worden zu sein, mich zu begleiten, und ließ die Kollegin grüßen und ihr seinen tiefempfundenen Dank ausdrücken.

Er hätte mich wahrscheinlich vom Kauf des Rotkehlchen-Sofakissens abgehalten. So wurde ich noch ermuntert. Nicht, dass da wirklich eine Ermunterung nötig gewesen wäre...

Den gestrigen Tag verbrachte ich nach langer Zeit mal wieder in einer Restaurantküche. Den entsprechenden Kurs hatte ich bereits im vergangenen Jahr geschenkt bekommen. Jetzt war es dann soweit. Es ging nach Rüsselsheim ins "Navette" im Columbia-Hotel. Dort kocht seit 2008 Thomas Macyszyn, dessen Küche seit 2011 mit einem Michelin-Stern dekoriert ist. 

256/365 20140913Und der Mann kocht nicht nur mit Hingabe und Begeisterung, er ist auch noch ein ausgesprochen angenehmer Mensch, mit dem man sich abseits vom Essen ausgesprochen gut unterhalten kann. Das machte den gestrigen Tag ohnehin schon mal zu einem wirklich guten. Abgesehen davon, dass ich wieder mal den Paco-Jet nicht mitnehmen durfte. Grrr...

Unser Menue: Vorspeise "Pochiertes Ei, Frankfurter Grüne Sauce, Garnele", Hauptgang "Juwenil Ferkel, Steinpilz, Kürbis" und Dessert "Schokoladensoufflé, Kaffee, Nougat, Himbeeren". Die Gänge werde ich im einzelnen nochmal nachkochen und dann verbloggen. Was sich dazu sagen lässt: köstlich!

Ganz tolle Kombination von Aromen, sehr vielseitig einsetzbare "Beilagen", Komponenten, die bei mir sicherlich auch in anderen Kombinationen mal wieder eingesetzt werden.

navette - ready to schmorLeider war das Fotografieren der fertigen Teller am Pass durch widrige Lichtverhältnisse etwas schwierig. Immerhin kann man erkennen, was auf den Tellern liegt. Ein echtes Highlight war übrigens der marinierte Spitzkohl. Der drängt sich jahreszeitlich ja momentan auch geradezu zum Nachkochen auf.

Apropos "Nachkochen": Heute Abend werde ich mich mal an Hans' azoranischer Vorspeise versuchen: Ziegenkäse mit Honig-Knoblauch-Soße. Bereits direkt nach dem Urlaub hatte ich Knoblauch in Honig eingelegt (Gruß an die Projektmanagerin), dem ich aber noch gehackten Rosmarin und Thymian beigegeben hatte. Das sollte jetzt ausreichend durchgezogen sein. Dazu dann später mehr.

Jetzt gilt es erstmal die Weinbergpfirsichschwemme des Vormittags zu bewältigen. Beide Bäumchen sind abgeerntet. Jetzt liegen zehn Kilo Früchte in der Spüle. Zwei Exemplare davon werden sich dem Ziegenkäse zugesellen dürfen. Der Rest wird gleich konserviert für schlechte Zeiten. Und die sind sicher nicht mehr weit. Nachdem ich nach der Ernte eben den armen Pfirsichbaum ordentlich zurecht gestutzt habe, wird das sicher im kommenden Jahr eher bescheidenene Erträge geben.

von MrsFlax - veröffentlicht in: In der Küche
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen

Über dieses Blog

Kategorien

Neueste Kommentare

Fotoalben

Alle Alben ansehen

Kalender

October 2014
M T W T F S S
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    
<< < > >>

Feed

  • RSS-Feed der Artikel

Dies&Das

BlogTraffic
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de 
blogoscoop 
Add to Technorati Favorites

 

Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren