Sunday, 3. june 2012
7
03
/06
/Juni
/2012
19:59
Und das, obwohl es keine Schweineröllchen,
sondern diesmal gefüllte und zusammenheftete Schnitzelchen mit Soße gab. Mit Ziegenfrischkäse, Schinken und Sauerampfer drin. Dazu weißen Spargel aus dem Ofen. Ein echtes Sonntagsessen - auch ohne weitere Beilagen.
Tellerklick!
Wozu auch Sättigungsbeilagen, wenn es ein Dessert gibt? Eben. Overrated.Die Kombination Spargel / Sauerampfer fand ich übrigens äußerst gelungen. Das
gab dem ganzen Essen den Extra-Kick.
Gestern bereits hatte ich das Wasser nicht mehr halten können, und beim Spargelstand meines Vertrauens frische Erdbeeren aus hessischem Anbau erworben. Unsere brauchen noch etwa zwei Wochen.
So lange konnte ich nicht warten. Schande über mich!
Um nicht einfach nur Erdbeeren mit Schlagsahne kredenzen zu müssen, machte ich mich an die Herstellung von Windbeuteln. Brandteig hatte ich - wie sich
nach intensivem Nachdenken herausstellte - seit meiner Hauswirtschaftsschulzeit (vor immerhin etwa fünfundzwanzig Jahren...) nicht mehr hergestellt. Wollte ich aber schon seit längerer Zeit
einmal wieder in Angriff nehmen. Bietet ja auch interessante pikante Füllmöglichkeiten.
Heute wurde es allerdings süß. Und meine Ängste vor dem "Abbrennen" des Teigs waren völlig unbegründet. Ich erinnere mich, dass ich damals überrascht
war, wie einfach das geht, und ich war es jetzt wieder. Brandteigängste sind völlig unbegründet! Die Windbeutelchen wurden mit Erdbeeren und Vanilleschlagsahne gefüllt. Köstlich!
Und kurz vor Einbruch der Dunkelheit tauchten dann tatsächlich die Blaumeisen auf. Mit zwei Küken. Über den Verbleib der restlichen Bagage möchte ich ehrlich gesagt lieber nicht
nachdenken. Die beiden Kleinen ließen sich an der Futterstelle nieder und wurden gefüttert
(... oder auch nicht... Die Kohlmeise war selbst beschäftigt genug...), gefüttert, gefüttert.
von MrsFlax
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Sunday, 3. june 2012
7
03
/06
/Juni
/2012
09:48
So kann man sich täuschen. Nach dem Ausfliegen der ersten drei Meisenküken befanden sich noch sechs weitere
im Nistkasten.
Die gute Nachricht: Drei davon flogen noch aus. Hier die Fotos: Nr. 4, Nr. 5 und Nr. 6. Macht's gut, Jungs - und Mädels natürlich. Vielleicht sieht man sich ja mal
wieder.
Die schlechte Nachricht: Bevor die letzten drei das Nest verließen, tauchte der total durchgeknallte Spatz auf, benahm sich wie ein mit Testosteron
vollgepumpter TdF-Etappensieger und drang in den Nistkasten ein. Ich verscheuchte
ihn.
Zwischendurch musste ich allerdings kurz weg, um Basilikum fürs Abendessen zu besorgen. Er nutzte die Gelegenheit. Bei meiner Rückkehr versuchte er
gerade, ein totes Meisenküken aus dem Nistkasten zu zerren. Die Meiseneltern veranstalteten ein Mordstheater am Zaun, das ihn aber nicht weiter zu beeindrucken schien.
Ich schlug ihn schließlich endgültig in die Flucht, überwachte das Ausfliegen der letzten drei Küken und überredete anschließend den Bauherren, den
Nistkasten zu öffnen. Drei tote Meisenkinder befanden sich darin. Dieses Schwein! Das wird er mir büßen! Das nehme ich wirklich persönlich. Mit diesem Spatzen stimmt etwas nicht.
Definitiv.
Nachdem ich in den letzten Wochen ständig ein spannendes Programm vor dem Küchenfenster hatte, ist es jetzt richtig langweilig da draußen. Keine
Futteranflüge mehr, kein Piepsen aus dem Nistkasten... Immerhin haben die Eltern neun Meiseneier ausgebrütet und anschließend neun hungrige Schreihälse gefüttert. Respekt.
Seit gestern taucht übrigens auch das Grünfinkenpärchen wieder an der Futterstelle auf. Die lassen sich von den Spatzen wenigstens nichts
gefallen und lassen - zumindest bis jetzt - die Meisen in Ruhe.
von MrsFlax
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Saturday, 2. june 2012
6
02
/06
/Juni
/2012
18:04
Was für ein perfektes Timing! Als ich heute morgen mit der neuen Kamera durch den Garten schlich, alarmierte mich der Bauherr,
da die erste Blaumeise aus dem Nistkasten lugte.
Das Foto Nr. 1 (siehe rechts) verwackelte ich natürlich vor Aufregung. Immerhin ist das Motiv niedlich. Wenigstens etwas. Die Meisenkinder hatten
offensichtlich beschlossen, dass heute der richtige Tag für den "Ausflug" sei.
Gut gewählt - konnte ich mich doch mit 'advanced Equipment' auf die Lauer legen. Und es lohnte sich. Die erste Meise verließ um 14:04 Uhr den sicheren
Nistkasten, nachdem sie eine Weile zögernd hinausgeschaut hatte.
Mutti und Vati lockten mit Futter. Und irgendwann hüpfte sie
heraus und landete auf der Daltons-Wiese nebenan. Auch dort wurde sie weiter verpflegt, bis sie sich schließlich für längere Zeit am Zaun niederließ. Irgendwann verschwand sie. Grußlos.
Aber da lauerte auch bereits ihre Nachfolgerin am Guckloch. Deren Abflug kann ich deutlich detaillierter dokumentieren. Erst ein paar Fotos voller
Unentschlossenheit: Klick! Klick! Klick! Dann
noch eine kleine Stärkung: Klick! Und dann folgten auch schon die ersten Ausbruchsversuche: Klick! Klick!
Klick! Zwischendurch befand sie sich kurz in einer relativ verzweifelten Situation, als sie wie ein
aufgeklappter Regenschirm im Nistenkasten feststeckte, obwohl sie wieder rein wollte. Aber nach einigem
Hin und Her kam der große Moment: Schwupp!
Sie flog deutlich besser als ihre Vorgängerin und landete erst auf der Gartenbank der Nachbarn schräg gegenüber. Dort saß sie eine ganze Weile und erholte sich von den Strapazen. Und
während ich die ersten 5D-Fotos auf die Festplatte zerrte, bearbeitete und hochlud, verschwand Meise Nr. 3 unauffällig und unbemerkt. Eine sitzt noch im Kasten. Die macht allerdings einen etwas
schwächlichen Eindruck und ist deutlich kleiner als ihre Geschwister. Vielleicht fliegt sie ja erst morgen aus.
Zur Kamera: Ich entdecke neue Welten! Zwischen der alten 30D und der neuen 5D MarkII liegen praktisch Galaxien. So heftig hätte ich mir die Unterschiede
nicht vorgestellt. Und dabei habe ich nicht mal mehr als das große Tele und das Makro ausprobiert. Kurz: Ich bin begeistert - und das wird sicher noch eine Weile anhalten.
von MrsFlax
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Friday, 1. june 2012
5
01
/06
/Juni
/2012
23:59
"Read the fucking manual!" - das war der Abschluss meines Tages. Abends saß ich am Esstisch und da lag sie vor mir: die neue
Kamera! Ich bin verliebt. Bis über beide Makros.
Nach dem Büro war eigentlich ein Läufchen mit Heike geplant. Das fiel dann aber doch aus, da die liebe Heike in der vergangenen Woche eine Treppe
heruntergefallen war. Da war nüscht mit Laufen. Ich beschloss, sofort vom Büro aus in die Heimat zu starten, um meine neue Canon-Freundin in die Arme zu schließen.
Meine Geduld wurde allerdings auf eine harte Probe gestellt, da ich erst mit einer Stunde Verspätung aus dem Büro entkam, anschließend noch bei Max
vorbei musste und dann den Wochenendeinkauf einschob, damit ich abends nicht sinnlos unter Zeitdruck geraten würde.
Kurz nach 17 Uhr wickelte ich sie dann endlich aus der Verpackung. Schööön! Nach einem Kaffee mit Schwesterlein und Schwagerlein kehrte ich noch
auf einen weiteren Kaffee bei Mütterlein und Väterlein ein, wo mir Kohlrabi- und Mairübenpflänzchen, drei weitere Physalis und ein Bündel Bechermalven in die Hand gedrückt wurden.
Nach dem Verladen ging es nach Hause zurück, der Kofferraum voller Grünzeug und neben mir das Schätzchen. Der Bauherr erwartete uns bereits. Er war es,
der vorgeschlagen hatte, dass ich die Kamera gleich freitags abholen sollte. Er fürchtete wohl, dass ich ihm ansonsten das gesamte Wochenende über auf die Nerven gehen würde. Recht hat er. Das
wäre garantiert so gewesen.
Am Ende wurden noch die Akkus geladen und der Batteriegriff montiert - und dann: "RTFM!" Erste Fotos gibt es morgen.
von MrsFlax
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Thursday, 31. may 2012
4
31
/05
/Mai
/2012
17:46
Es schmeckt bestimmt supereklig, aber Hugo bestand darauf, es probieren zu müssen. Was sollte ich also tun? Eben. Nichts -
außer es kaufen. Jetzt steht es erstmal im Kühlschrank, um auf Trinktemperatur zu kommen. Dabei hätte ich eben im Partybus schon einen kräftigen Schluck gebrauchen können.
Der Fahrer war mal wieder die absolute Härte. Bereits beim Einsteigen trieb mich Madonnas "Like a prayer" in den mittleren Teil des Busses. Ein Platz in
direkter Türnähe kann nicht schlecht sein. Und die Lautsprecher waren nur vorne eingeschaltet. Juhuuu!
Und als wir dann über die Dörfer schaukelten, dämmerte ich im Halbschlaf der Büroerschöpfung vor mich hin, während Hugo sich in meiner Handtasche
verliebt an seine Namensvetter-Flasche schmiegte.
Als wir endlich auf Höhe der Heimat ankamen, machte ich mich ausstiegsfertig. Dieser Bus fährt je nach Fahrer unterschiedliche Strecken auf dem letzten
Abschnitt. Im Prinzip ist es mir aber egal, in welcher Richtung er seine Abschlussrunde dreht. Ich nehme immer die erste Haltestelle. Kurz davor drückte irgendwer die "Halt"-Taste. Prima. Im Bus
befanden sich außer mir noch eine Renterin direkt beim Fahrer und zwei Mädels auf der Rückbank. Die hatten wohl auch gedrückt.
Der Busfahrer drehte sich um, fixierte mich mit eiskaltem Fernfahrerblick und fragte: "Für welche Haltestelle gilt denn nun der Knopf?!" Ich:
"Ist mir egal. Die nächste halt..." Er: "Egal kann ich nicht anfahren. Für welche hat die 'Dame' denn gedrückt?" Ich: "Für keine. Die Damen hinten haben gedrückt."
Mädels: "Wir sind für die hier." Oma: "Ich auch." Ich: "Ich dann auch." Busfahrer (knurrt): "Erst drücken und dann nicht wissen, wo man aussteigen will. Na,
super!"
Ähemm... Ja... "Danke, Depp!" grunzte Hugo aus der Tasche. Recht hatte er. Ich dachte immer, Linienbusse hätten eine bestimmte Route, die sich
durch Knopfdrücken nicht beeinflussen ließe. Offensichtlich lag ich damit falsch. Das scheint alles verhandelbar zu sein. Auf nichts kann man sich mehr verlassen...
Egal. So hatte ich den weniger matschigen Weg vor mir. Es regnete nämlich. Und es regnet gerade wieder. Das Gießen hat sich also für heute auf
wunderbare Weise von selbst erledigt. Wenigstens etwas. Derweil füttern die Meisen immer noch weiter. Und weiter. Und weiter. Wenn die Nachwuchsdinger da nicht bald rauskommen, schicke ich Hugo
rein. Im Hugorausch. Und der macht keine Gefangenen! Grrrr!
von MrsFlax
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