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VIVE LA RÉDUCTION!

Mooomeeent! Wolken... Was war das nochmal?

Nach tagelangem Anblick ausschließlich blauen Himmels - und der "gelben Sau" mittendrin natürlich - traf mich das heute völlig unvermittelt. Da war etwas Weißes im Blauen! Und das Gelbe war weg! Unfassbar...

Aber das war ja erst gegen Abend. Kurz bevor es - ebenfalls unglaublich! - zu regnen begann. Regen! Echter Regen!

Blöd, dass Max und ich heute vorhatten, zum Nachtflohmarkt in Mainz an der Planke Nord zu gehen. Der wurde dann letztendlich abgesagt. Wegen Unwettergefahr. Kam aber kein Unwetter. Nur der Flohmarkt war weg. Menno.

Mooomeeent! Wolken... Was war das nochmal?

Im Verlaufe des Tages verfärbten sich die ersten Tomaten. Es handelt sich um gelbe Cocktailtomaten. Die Farbe gehört also so. In Beet Nr. 4 sprießen Buschbohnen und Chinesischer Rettich fleißig vor sich hin. Und die Johannisbeeren machten einen reifen Eindruck.

Bei etwa 40°C Außentemperatur schleppte ich mich mit Schüsselchen in den Garten und erntete die Dinger. Niemals zuvor habe ich für ein läppisches bißchen Obst dermaßen geschwitzt.

Ich schwitzte allerdings noch mehr, als ich schließlich vor dem Herd stand und sie glasfertig machte. Unten an den Sträuchern habe ich ein paar für die Amseln hängen lassen.

Mooomeeent! Wolken... Was war das nochmal?

Nach reiflichen Überlegungen entschied ich - analog zu den letzten Erdbeeren, eine Art Mus daraus zu kochen, das dann ebenso vielseitig einsetzbar sein würde, wie das Erdbeermus, das bereits als Eisgrundlage, Fruchtspiegel und angedickt als Törtchenauflage gedient hatte.

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Obstmus
Zutaten (Standard für eher süße Früchte):
500 g Obst in Stücken
80 ml Wasser
180 g Zucker
1 TL Schnaps (je nach Obst Kirschwasser, Pflaumenschnaps o.ä.)
Zubereitung:
Obst in einen Topf geben, Zucker darüber streuen, Wasser angießen. Die Wasser- und Zuckermenge kann bzw. sollte natürlich beliebig variiert werden. Eher sauer? Mehr Zucker! Einfach abschmecken.
Einköcheln lassen, bis das Obst weich ist. Mit dem Pürierstab aufmixen. Die Johannisbeeren haben ich anschließend noch durch ein Sieb gestrichen. Bei Pfirsichen z.B. fällt das ersatzlos weg.
Zuletzt nochmals kurz aufkochen, Alkohol unterrühren und noch heiß in sterilisierte Gläser füllen. Plopp!
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Mooomeeent! Wolken... Was war das nochmal?

Das funktionierte mal wieder ganz hervorragend. Guuut... Das Abzupfen der Beeren von den Rispen nervte zwischenzeitlich etwas, aber das ließ sich verkraften. Und wo ich gerade schon mal dabei war, produzierte ich auch gleich noch fünf Gläschen Pfirsichmus aus den Ökokistenpfirsichen.

Jetzt ploppen gerade die Gläschen lustig in der Küche. Das dürfte erstmal für ein paar Desserts und Eisladungen reichen.

Diesmal hatten wir ja nur die halbe Menge Johannisbeeren, da die beiden anderen Sträucher zur Unzeit ausgegraben und versetzt werden mussten, da sie dem ersten Hochbeet im Weg standen. Macht nix. Nächstes Jahr wieder. Bei hoffentlich erträglicheren Temperaturen.

Mooomeeent! Wolken... Was war das nochmal?

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Dinge, die die Welt nicht braucht

Das auf dem Foto sind die doofen Dinger, die man jedes Mal - Überraschung! - findet, wenn man eine neue Packung Gefrierbeutel öffnet. Man nimmt sie heraus, überlegt kurz, sie wegzuwerfen, denkt dann meistens, dass man sie vielleicht doch noch irgendwie brauchen kann, und legt sie in die Schublade mit den Gefrierbeuteln.

Und da liegen sie. Ab und an wirft man mal ein paar weg, wenn sie überhand nehmen, aber meistens legt man nur welche dazu. Die auf dem Foto stammen alle aus meiner Schublade.

Ich habe sie niemals - also wirklich N-I-E-M-A-L-S - ihrem eigentlichen Verwendungszweck, dem Verschließen von Gefrierbeuteln zugeführt. Und ich habe sie überhaupt nur ein einziges Mal benutzt. Und zwar um Himbeeren anzubinden, weil mit der Gärtnerdraht ausgegangen war.

Da habe ich dann mehrere verknotet, was aber irgendwie auch alles nix taugte und bei nächstbester Gelegenheit wieder entfernt wurde. Selbst als Notbehelf nicht zu gebrauchen. Elender Mist!

Stattdessen ist es sicher nicht gerade billig und / oder resourcenschonend, die Dreckdinger zu produzieren und unbenutzt wieder zu entsorgen. Ich habe beschlossen, sie für den Award "Nutzloseste Erfindung aller Zeiten" zu nominieren. Mir fällt gerade spontan jedenfalls wenig Nutzloseres ein.

Oder liegt es an mir?! Stimmt mit mir was nicht?! Benutzen vielleicht alle anderen Menschen diese hervorragenden "Verschlussclipse" (O-Ton Packung)?! Für diesbezüglich aufschlussreiche Antworten wäre ich enorm dankbar. Und jetzt kloppe ich sie alle in die Tonne.  

 

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Fünf Freunde müsst ihr sein

... Oder auch fünf Hochbeete. Oder sechs mit Tomatenbeet. Kurzfassung: Es ist vollbracht! Das fünfte Beet steht seit heute nachmittag. Versenkt wurde bereits der Heckenschnitt der Lieblingsnachbarn. Der Rest der Befüllung folgt in der kommenden Woche.

Beet vier wurde heute morgen fertig befüllt und bereits bepflanzt bzw. besät. Und das mit perfektem Timing. Als gerade das letzte Mangold-Samenkorn versenkt war, brach ein ordentliches Unwetter mit zehn Litern Regen los. Danke! Passt!

Jetzt stehen da die fünf Lärchendinger so rum - und wir sind echt froh, dass wir es geschafft haben. Nie wieder spaten! Juhuuu!

Fünf Freunde müsst ihr sein

Und man muss echt eins bereits jetzt feststellen: Was in diesen Hochbeeten sitzt, geht ab wie ein rotes Moped! Die ersten beiden sind nahezu zugewuchert. Vor allem das Kräuterbeet ist der Hammer.

Tut mir übrigens leid, dass ich zu schwach war, den Torfsack und die Eimer fürs Foto wegzuräumen, aber das war dann eben irgendwie egal. Fertisch! Jubel! Narrhallamarsch!!!

 

Fünf Freunde müsst ihr sein

Die Torte oben war mein Büro-Geburtstagskuchen. Eine Kollegin hatte am Vortag eine Zeitschrift dabei, in der das Rezept zu finden war: Brownie-Erdbeer-Kuchen mit Mascarpone. Alle waren begeistert. Also buk ich ihn am Vorabend noch flott.

Für meinen Geschmack hätte der Boden fluffiger sein können. Die Mascarponemasse war gut. Ich arbeite noch ein wenig daran und poste dann ein zufriedenstellendes Rezept.

Fünf Freunde müsst ihr sein

Zufriedenstellend war das gestrige Abendessen: ein Fenchel-Möhren-Tomaten-Gemüse mit Orange. Dazu scharfe Garnelen. Improvisiert, aber sehr lecker.

Das ging etwa so:

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Scharfe Garnelen auf Fenchel-Möhren-Gemüse
Zutaten (für zwei hungrige Personen):
2 kleinere Fenchelknollen
3 Möhren
2 Schalotten
5 Kirschtomaten
Knoblauchoel
ein Schuss Holunderblütensirup
ein Schuss Noilly Prat
200 ml Geflügelfond
1 Orange - abgeriebene Schale und Saft
Salz, Pfeffer
Garnelen
Chili
Knoblauch
Chilioel
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Fenchel in feine Streifen, Karotten in sehr feine Scheiben, Schalotten in Würfel und Tomaten in Viertel schneiden. Schalottenwrfel in Knoblauchoel anschwitzen. Fenchel und Möhren zugeben und ebenfalls anschwitzen. Fenchelgrün hacken und beiseite legen.
Mit Sirup und Noilly Prat ablöschen und kurz einköcheln lassen. Fond dazu, Deckel drauf - und köcheln lassen, bis das Gemüse eine genießbare Weichheit erreicht hat. Nicht zu sehr verkochen lassen. Orangenschale und -saft zugeben. Nochmals kurz bei offenem Deckel einkochen. Tomatenviertel darauf verteilen und bei geschlossenem Deckel mitgaren lassen.
Derweil die Garnelen in Chili und Knoblauch (ich nehme immer die eigens für sowas eingekochten Konserven in winzigen Stückchen - es geht auch mit fein gehacktem Chili und Knoblauch und Oel) - marinieren und dann in die Pfanne geben. Von beiden Seiten anbraten.
Gemüse auf die Teller, Garnelen darauf verteilen. Mit dem Fenchelgrün garnieren.   
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Fünf Freunde müsst ihr sein

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Published by MrsFlax -

Wieso habe ich das noch nie ausprobiert?!

"Das" ist ein Tomatenrisotto. Außer Tomaten landete zwar noch ein Gläschen hausgemachte Paprikapaste drin, aber rot ist halt rot. Und wir kochen ja hier nach Farben, oder?!

"Das" sah gut aus und das schmeckte auch gut. Und es passte hervorragend zum an der Fischtheke meines Vertrauens geschnappten Bio-Lachsfilet. Rezept? Gibt es keins. Das war wirklich zu einfach.

Wieso habe ich das noch nie ausprobiert?!

Man stellt halt ein Risotto her, in das zu Beginn ein Gläschen Paprikapaste (ersatzweise etwas Tomatenmark) gerührt wird. Vorher wurden Schalotten angeschwitzt und Reis angeschwitzt. Hinterher wurde mit Weißwein abgelöscht, zwei gewürfelte Ochsenherzen zugegeben - und dann so lange mit Geflügelfond aufgegossen und gerührt, bis die Sache bereit für geriebenen Parmesan und eiskalte Butterflöckchen ist. Dazu habe ich noch gehackten Basilikum gegeben.

Salz, Pfeffer - fertisch! Mjam! 

Wieso habe ich das noch nie ausprobiert?!

Währenddessen regnet und regnet und regnet es. Prinzipiell toll - jetzt, wo die Tomaten ein Dach über dem Kopf haben. Aaaaaber....

Für heute war der Heckenschnitt an der Seite des netten Nachbarn geplant, da wir das Schnittgut für Beet Nummer vier benötigen. Ich stapfte also im Regen auf dem Nachbargrundstück herum, schnitt die Hecke bis zur Transparenz und stopfte anschließend alles ins bis dahin leere Beet.

Wieso habe ich das noch nie ausprobiert?!

Klappte alles super. Der Gatte unterstützte mich nach Kräften. Trotzdem saß ich am Ende durchweicht und triefend auf der Terrassenbank. Immerhin war das Beet voll. Was interessieren da individuelle Befindlichkeiten?!

Für Beet Nummer fünf fiel dabei auch noch reichlich Füllmaterial ab. Viel fehlt nicht mehr. Der Gatte wird gemäß Plan unter der Woche Kompost in nicht haushaltsüblichen Mengen ankarren. Wir hoffen, in etwa einer Woche mit allem fertig zu sein.

Wird auch langsam Zeit. Allein die Erwähnung des Wortes "Hochbeet" löst langsam eine Art Panikreaktion hervor, die ich sonst nur von der Überblendung von Claus Kleber auf Gundula Gause kenne.

Wieso habe ich das noch nie ausprobiert?!

Was wirklich toll ist, und was sich jetzt schon sagen lässt: Hochbeete sind der Hammer. Was in den drei bereits bepflanzten in den letzten Wochen gesprossen, gesprießt und gesprotzt ist, haut einen bei jedem Gang durch den Garten um.

Das war wirklich eine der besten - aber auch anstrengendsten - Ideen, die wir jemals hatten. Ich poste bei Gelegenheit mal Vorher-Nachher-Fotos.

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Published by MrsFlax - - In der Küche

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