Ortsnamen-Terror!

Wo sind wir da nur hingezogen?! Der ganze Einfallsreichtum der heimischen Ortsnamen zeigte uns heute seine hässliche Fratze. Aber beginnen wir von vorne:

Eigentlich fing der Tag nicht schlecht an. Bei meinem Eintreffen im Büro war ich noch der Meinung gewesen, heute bis 17 Uhr – weil „lange Woche“ – ausharren zu müssen, um dann zu erfahren, dass ich bereits um 15:20 Uhr frei sein würde, da mich das harte Los erst in der kommenden Woche treffen wird.

Max war begeistert. Er musste nicht von der Schule aus mühsam mit Bus, S- und Straßenbahn zum Baseballplatz vordringen, da ihm nun doch sein privater Fahrdienst zur Verfügung stehen würde. Nach Feierabend telefonierten wir kurz und beschlossen, dass ich ihn an der Schule einsammeln solle. In Hahn. Hahn

Bis dahin lief es einigermaßen gut. Kurz hinter Wiesbaden – bereits auf der Hühnerstraße – meldete er sich nochmals und meinte, ich könne mir den Weg nach Hahn sparen. da gerade ein Bus nach Neuhof einträfe. Er käme mir entgegen. Prima! Wenn er mich nicht kurz vor Neuhof mit der Nachricht überrascht hätte, dass er wohl den falschen Bus erwischt habe und jetzt nicht so genau wisse, wo er eigentlich sei. Ach, doch! Gerade hielte der Bus in Seitzenhahn!

Er stieg aus. Klar. War ja die falsche Richtung. Nur: Wo ist eigentlich Seitzenhahn?! Nach kurzer Überlegung fuhr ich von Neuhof aus Richtung Idstein, da ich der Meinung war, ein derartiges Ortsschild dort irgendwo gesichtet zu haben. Blöderweise fanden sich aber nur Engenhahn und Eschenhahn. Hhhmmm…

Zwischenzeitlich teilte Max mir mit, dass er sich vier Kilometer vor Bad Schwalbach befände. Ich war also in Gegenrichtung unterwegs. Also erstmal umdrehen und zurück und Richtung Bad Schwalbach (Hühnerfrei, aber doch gefiedert…). Es ging also erstmal wieder vorbei an Hahn. Dann an Watzhahn (ganz groß!). Als endlich die Abfahrt „Seitzenhahn“ in Sicht kam, musste ich feststellen, dass genau diese gesperrt war. An dieser Stelle war ich prinzipiell reif für einen „Nordhäuser Doppelkorn“ (der mit dem Huhn!). Na, prima! Auf einem größeren Umweg erreichte ich dann doch noch den Ort – und damit Max. Wiedervereint und allen Huhnlichkeiten zum Trotz traten wir die Heimreise an. O.k. – für eine „Heimreise“ war es mittlerweile zu spät. Jetzt mussten wir gleich weiter zum Baseballplatz. Es langte nur noch für einen kurzen Junk-Food-Zwischenstopp.

Überflüssig zu erwähnen, was Max bei „Burger King“ zu sich nahm… Einen Long Chicken!

6 Kommentare

  1. Ich schätze, es tröstet dich nur unwesentlich, dass die zahlreichen Hähne nicht wirklich was mit Hühnern zu tun haben. Gemeint ist ja eher sowas wie Hain. Oder „mit Hecke drumherum“. Ich krieg hierzulande immer von den Kirchen eins zuviel. In den letzten paar Jahren hat es mich da nämlich auch schon mehr als einmal ins falsche -kirchen verschlagen….
    🙂

    1. ich glaube, der hühnerkram hat irgend etwas mit hünengräbern o.ä. zu tun. „hünstetten“ und „hünfelden“ lassen das auch vermuten. alles andere hat sich anscheinend irgendwann ein „h“
      zusätzlich zu gelegt und begonnen zu gackern 😀

    1. du bist heute aber außerordentlich schlecht informiert :fg:
      selbstverständlich habe ich der „hühnerkirche“ bereits einen besuch abgestattet – allerdings nicht zum beten, sondern zum essen. in der „hühnerkirche“ befindet sich nämlich ein restaurant 😀

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