Auf einem Bein kann man nicht stehen

Das schien sich zumindest meine Lieblingskollegin gedacht zu haben. Als ich heute früh ins Büro kam stand ein Beutel mit etwa 2,5 Kilo Sauerkirschen auf meinem Schreibtisch. Hatte ich am Freitag etwa zu sehr gejammert, weil ich Schwierigkeiten hatte, an Sauerkirschen zu kommen? Offensichtlich. Sie hatte den elterlichen Kirschbaum geplündert und mir ihre Beute mitgebracht.

Gut. Dann halt einen zweiten Ansatz. Die Kirschen waren wirklich schön. Jetzt stehen also zwei Gläser im Schlafsack auf der Terrasse. Das sollten wohl am Ende ungefähr zehn Liter Likör werden. Die Weihnachtsgeschenke sind gesichert.

Außer den Kirschen fand ich auch noch ein weiteres Glas Holundersaft vor. Mit dem mir bereits am Freitag überreichten zusammen ergab das etwa 1,5 Liter Saft. Genug für einen Holunderlikör. Bei Aldi wanderten dann eine Flasche Doppelkorn und eine Flasche Amaretto in den Wagen. Morgens um acht Uhr. Die Kassiererin musterte mich misstrauisch.

Aus diesen Zutaten produzierte ich dann eben folgenden Likör:

Holunderlikör

Gericht: Likörgläschen
Keyword: likör
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 1 l Holundersaft
  • Mark einer Vanilleschote
  • 500 g brauner Rohrzucker
  • 1 Flasche Doppelkorn
  • 1 Flasche Amaretto

Anleitung

  • Vanilleschote auskratzen. Mark und ganze Schote zusammen mit dem Saft und dem Zucker kräftig aufkochen. Der Zucker muss sich komplett aufgelöst haben. Gut abkühlen lassen. Mit dem Doppelkorn und dem Amaretto mischen und in Flaschen abfüllen. Die Menge reichte bei mir für 4 1/2 Flaschen (die halbe Flasche ist nicht mit im Bild). Ordentlich verschlossen sollte sich der Likör recht lange halten. Zumindest so lange, bis sich jemand selbstlos seiner annimmt.

Anschließend ging es an einen erneuten Sirupaufguss für die Nüsse im Kochtopf und an eine Waschung für die letzten im Glas. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir nicht sicher bin, ob diese noch der Mühe wert sind. Bereits beim Anstechen hatte ich den Eindruck, dass die Ausbildung der Schale recht weit fortgeschritten war. Die Natur war in diesem Jahr einfach fast zwei Wochen ihrer Zeit voraus. Ich werde trotzdem die bereits in Behandlung befindlichen Exemplare noch zu Ende in Sirup baden und dann ein paar testweise aufschneiden.Und dann schauen, ob die ganze Arbeit sich lohnt. Mmmhhh… Wir werden sehen…

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