Durch den Wolf gedreht

Irgendwie liegt ja nun seit Tagen das Schnitzelwerk für die KitchenAid in der Küche. Und immer kommt etwas dazwischen, wenn ich zum Testlauf ansetzen will. Aber heute war es dann soweit! Kröbbelche (hochdeutsch: Reibekuchen) standen auf dem Speiseplan. Apfelkompott war noch reichlich vorhanden. Für mich (ich mochte die Süß-herzhaft-Kombi schon als Kind nicht) gab es die Dinger pur.

Aber wie immer im Leben (oder im Eiskunstlauf?) kommt die Pflicht vor der Kür, d.h. Pflicht = Küche weiter ausmisten! Und zwar bis zur Heimkehr des Bauherren. Kröbbelche werden so unansehnlich, wenn der Teig an der Luft rumgammelt. Deshalb: Erst alle Esser im Haus versammeln – dann Kartoffeln reiben! Der Schubladenkampf ging also weiter…

Und ich siegte, bevor der Bauherr eintraf. Gut… Es blieben etliche Tupperware-Produkte übrig, die selten bis nie benutzt wurden. Wann war ich nochmal auf der letzten „Tupper-Party“ gewesen? 1995? Alle in ständigem Gebrauch befindlichen Schüsseln, Messbecher etc. hatten mittlerweile ein nettes Plätzchen in den Schränken gefunden. Was übrig blieb, wurde in „Brauche ich unbedingt!“ und „Brauche ich irgendwie nicht bzw. nicht mehr…“ eingeteilt. Am Ende war – quod erat expectandum! – der Stapel, von dem ich mich verabschieden musste bzw. wollte, natürlich der größere. Das wird demnächst über Arbeitskolleginnen und eBay dem Konsumkreislauf wieder zugeführt werden. Oder so…

Zurück zu den „Kröbbelche“: Jetzt folgt erstmal das Rezept.

Kröbbelche

Gericht: Beilagenteller, Rustikaler Teller
Keyword: reibekuchen
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 1 kg Kartoffeln
  • 3 (nicht zu kleine) Zwiebeln
  • 3 Eier
  • Mehl – je nach Kartoffel mehr oder weniger
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • reichlich Oel zum Ausbacken

Anleitung

  • Kartoffeln reiben, Zwiebeln fein würfeln. Eier und Mehl unter die Kartoffel-Zwiebel-Masse kneten (Rein mit der Hand bis zum Ellbogen!). Anschließend würzen (dabei nicht zu geizig mit dem Salz sein) und möchlichst flott in ordentlich Oel ausbacken. Die Dinger müssen schwimmen!
  • Tipp: Größere Menge produzieren und die offensichtlich übrig bleibenden Reibekuchen nur leicht bräunen, einzeln einfrieren und dann beim nächsten Cholsterin-Großkampftag in der Pfanne fertig garen. Schmeckt wie frisch.

Da Max völlig geschafft von seinem gestrigen Radunfall und vom heutigen Arbeitstag war, fiel er ins Koma, bevor ich das Essen fertig hatte. Als er nach zweimaligem Wecken mit „Maaaaxiiii! Kröbbelcheeeeee!“-Lockruf nicht im Erdgeschoss auftauchte, gab ich auf. Er wird sie auch morgen aufgebacken noch mögen. Das erspart mir immerhin aufwendige Kochereien an meinem langen Arbeitstag.

Und jetzt wasche ich mir erstmal das Fett aus den Haaren. Unglaublich, dass man mit einem Beutel Kartoffeln und etwas Rapsoel ein ganzes Haus verseuchen kann…

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